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ARCHIVBILD ZUR STUDIE ZUM LEHRLINGSLOHN VOM KANTONALBANKENVERBAND, DIENSTAG, 11. SEPTEMBER 2018 - A laboratory assistant in training gets liquid out of a bottle under the expert guidance of her advisor at the research station Changins-Waedenswil ACW in Waedenswil in the canton of Zurich, Switzerland, pictured on July 15, 2009. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Eine lernende Laborantin der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Waedenswil ACW in Waedenswil im Kanton Zuerich entnimmt unter fachkundiger Anleitung ihrer Betreuerin am 15. Juli 2009 eine Fluessigkeit aus einer Flasche. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

So wie es heute aussieht, müssen morgen die Jungen zahlen. Laborantinnen bei der Arbeit. Bild: KEYSTONE

Rentenreform auf dem Buckel der Jungen? 11 Fragen und Antworten zum Generationen-Vertrag

Um die Sanierung der zweiten Säule ist ein heftiger Streit entbrannt. Ist es richtig, dass die Renten der Pensionierten nicht angetastet werden? Und worum geht es überhaupt? 11 Fragen und Antworten zur Debatte.

Anna Wanner / ch media



In der zweiten Säule spart jeder Berufstätige für sich. Wieso braucht es nun dringend eine Reform?

Wer arbeitet, zahlt einen Teil seines Lohns in die berufliche Vorsorge, in die Pensionskasse, welche die Beiträge aller Arbeitnehmer sammelt und anlegt, um sie bei der Pensionierung wieder auszubezahlen. Das System kommt unter Druck, weil die Menschen immer älter werden, die Renten aber in ungekürzter Form ausbezahlt werden. Den Pensionskassen macht zudem das tiefe Zinsniveau zu schaffen.

Wieso?

Bisher haben Renditen von 5 Prozent und mehr einen saftigen Zustupf für das Ersparte abgeworfen und das Altersguthaben aufgestockt. Die Verheissung: hohe Renten! Tempi passati. Seit das Zinsniveau tief ist, fehlt sogar das Geld, um die versprochenen Renten auf Dauer zu finanzieren. Das angesparte Kapital muss immer mehr Jahre Rentenzahlungen ermöglichen. Denn an der Höhe der Rente lässt sich nicht rütteln. Der bei der Pensionierung festgelegte Umwandlungssatz gilt bis ans Lebensende, die Rente ist garantiert. Nur kann diese zu heutigen Bedingungen nicht mehr finanziert werden.

ARCHIVBILD - ZUM THEMA DES SOZIALVERSICHERUNGSABKOMMENS MIT KOSOVO AN DER SOMMERSESSION DER EIDGENOESSISCHEN RAETE AM MITTWOCH, 5. JUNI 2019, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - AHV-Ausweise werden aus einem Aktenschrank hervorgeholt, am 31. Oktober 2006 in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

AHV-Ausweise. Bild: KEYSTONE

Was sind die Folgen?

Seit Jahren fehlt Geld. Weil die berufliche Vorsorge sich alleine über die Lohnbeiträge von Arbeitgeber und Arbeitnehmer finanziert, bleibt den Pensionskassen gar nichts anderes übrig, als die Sparguthaben der Erwerbstätigen anzuzapfen, um die laufenden Renten zu zahlen. Das Geld fehlt dann der jüngeren Generation. Laut Bundesrat Alain Berset ein «Skandal». Alleine im letzten Jahr wurden so rund 7 Milliarden Franken von Jung zu Alt umverteilt.

Wie lässt sich die Umverteilung von Jung zu Alt stoppen?

Das ist die grosse Frage. Aktuell versuchen die Pensionskassen, das Problem über einen tieferen Umwandlungssatz zu korrigieren. Das funktioniert aber nur bei Personen mit hohen Einkommen. Denn bis zu einem Einkommen von 84 600 Franken ist das Altersguthaben obligatorisch versichert. Das bedeutet, dass das Altersguthaben nach einem gesetzlich festgelegten Umwandlungssatz von 6.8 Prozent verzinst wird. Bei allen, die mehr verdienen und also auch im überobligatorischen Bereich versichert sind, besteht ein Spielraum. Die Pensionskassen machen eine Mischrechnung und setzen einen eigenen, tieferen Umwandlungssatz fest.

Sinkt dadurch die Rente?

Ja. Laut einer Studie der Swisscanto-Vorsorge AG ist der Medianwert für Renten aus der beruflichen Vorsorge innerhalb von fünf Jahren von 36 880 Franken (2013) auf 29 600 Franken (2018) geschrumpft. Das ist ein Minus von rund 20 Prozent. Für Neurentner ist das lebenslängliche Rentenversprechen möglicherweise ein Nachteil: Auch wenn sich die Finanzmärkte erholen, bleibt ihre Rente vergleichsweise tief.

Wieso ist dann vom Nachteil für die Jungen die Rede?

Die Umverteilung zwischen Jung und Alt geht trotzdem weiter, weil im obligatorischen Bereich immer noch zu hohe Rentenversprechen gemacht werden. Der Umwandlungssatz von 6.8 Prozent geht von einer Rendite von 5 Prozent aus. Auch ein Umwandlungssatz von 6 Prozent ist gemessen an den Renditeversprechen und Lebenserwartungen klar zu hoch. Die Differenz bezahlen die heute Erwerbstätigen, die Jungen. Und die Umverteilung hört erst auf, wenn der Umwandlungssatz den Realitäten angepasst wird. Dafür braucht es eine Gesetzesänderung. Bisher scheiterten alle Anläufe. Jetzt liegt eine Lösung vor, die von den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden gemeinsam ausgehandelt wurde und deshalb passable Chancen hat.

Wie sieht diese Lösung aus?

Der gesetzliche Umwandlungssatz würde mit sofortiger Wirkung von 6.8 auf 6 Prozent gesenkt. Das entspricht einer Rentenkürzung von 12 Prozent. Um Rentenausfälle mittel- und langfristig aufzufangen, sollen die Erwerbstätigen künftig mehr sparen. Erreicht wird dies über technische Anpassungen: Erstens werden die Altersgutschriften angepasst und zweitens wird der Koordinationsabzug halbiert. Vom Lohn bleibt so zwar weniger übrig, es bleibt dafür mehr für die Vorsorge, weil auch der Arbeitgeber mehr in die Pensionskasse zahlen muss.

Wie werden die Ausfälle kurzfristig ausgeglichen?

Das ist der grosse Knackpunkt. Bei der letzten Rentenreform hat sich das Parlament darauf eingeschworen, die «Übergangsgeneration» um jeden Preis zu verschonen: Niemand soll Renteneinbussen verkraften müssen. Die Sozialpartner orientieren sich weiterhin an dieser politischen Vorgabe und wollen der Übergangsgeneration keine Abstriche zumuten. Die Renteneinbussen sollen mit einem solidarisch finanzierten Rentenzuschlag gedeckt werden. Die ersten fünf Jahrgänge erhalten 200 Franken pro Monat zusätzlich, unabhängig von der Höhe der Rente. Die zweiten fünf Jahrgänge erhalten noch 150 Franken, für die dritten fünf Jahrgänge sind 100 Franken vorgesehen. Ab Jahrgang 16 kann der Bundesrat die Höhe des Beitrags festlegen. Finanziert wird der Rentenzuschlag über eine Erhöhung der Lohnbeiträge um 0.5 Prozent.

Gibt es also keine Verlierer?

Doch. Eine Reform ohne Verlierer sei nicht möglich, mahnt Christine Egerszegi, Präsidentin der Eidgenössischen Kommission für die berufliche Vorsorge. «Jemand muss die Löcher stopfen.» Sie verlangt von den Architekten der Reform, dass sie darlegen, wer die Zeche zahlen muss. Für die Arbeitgeber ist klar: Versicherte mit hohen Einkommen bezahlen langfristig insgesamt mehr in den Topf für den Rentenzuschlag, als sie selbst erhalten werden – analog zur AHV. Was ebenso klar ist: Die Jungen bezahlen mehr, damit sie später mindestens gleich hohe Renten erhalten, wie es bisher vorgesehen war. Gleichzeitig müssen sie über 0.5 Prozent höhere Lohnabgaben den Rentenzuschlag für die Übergangsgeneration finanzieren.

Ob sie selbst von diesem Zuschlag je profitieren können, wissen sie nicht. Das entscheidet der Bundesrat. Ob die soziale Abmischung stimmt, stellt Egerszegi in Frage: Gerade Erwerbstätige in Niedriglohnbranchen wie Coiffeusen oder Verkäufer müssen deutlich mehr von ihrem Lohn für die Vorsorge abzwacken und wissen nicht, ob sie am Ende mehr Rente erhalten. Der Arbeitgeberverband hält dagegen, dass hohe Löhne proportional mehr beisteuern. Für den Arbeitgeberverband ist es trotzdem die Lösung, die den Jungen am besten entgegenkommt.

Weshalb soll das gut sein für die Jungen?

Der Verband argumentiert, dass erstens der Rentenzuschlag gedeckelt sei und die 0.5 Lohnprozent trotz steigender Rentnerzahl (Babyboomer gehen 2020–2035 in Pension) nicht erhöht werden müssten. Zweitens sei die Ausschüttung auf Erwerbstätige mit beruflicher Vorsorge beschränkt: Sie kommt nur jenen zugute, die selbst etwas angespart haben. Drittens sei Weitermachen wie bisher keine Option: Jeder neue Rentner und damit jedes überhöhte Rentenversprechen bedeute weniger Mittel für die Jungen. Ohne Reform würden manche Pensionskassen mit der Zeit zu Sanierungsfällen und müssten über Beiträge vorab der Jungen gerettet werden. Zudem bestehe viertens die Hoffnung, dass sich die Finanz- märkte wieder erholen und die Renditen steigen.

Gibt es keinen Ausweg?

Doch, theoretisch schon: eine rasche, massive Erhöhung des Rentenalters. Wer länger arbeitet, zahlt nicht nur länger in die Vorsorge-Kassen ein, er bezieht auch entsprechend weniger lang Rente. Laut Berechnungen des Arbeitgeberverbands entspricht das Aufschieben der Pensionierung um ein Jahr einem rund 0.25 Prozent höheren Umwandlungssatz. Möchte man dieselbe Wirkung erzielen wie durch eine Senkung des gesetzlichen Umwandlungssatzes von 6.8 auf 6.0 Prozent, so müsste man rund drei Jahre länger arbeiten, um auch in Zukunft eine gleich hohe Rente zu erhalten wie heute. (bzbasel.ch)

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32Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 12.07.2019 06:31
    Highlight Highlight Die langfristige Sicherstellung der AHV-Finanzierung kann nicht über die Anpassung des normalen Renteneintrittsalters an die veränderte Lebenserwartung erfolgen. Aufgrund der Arbeitsbelastung und den Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes wäre eine generelle Erhöhung des Renteneintrittsalters kontraproduktiv. Gute Alternativen sind: Flexibilisierung des Renteneintrittsalters; Beitragserhöhungen, ev. auf Kosten von Lohnerhöhungen; neue Finanzierungsquellen (Mehrwertsteuererhöhung, Finanztransaktionssteuer, Kapitalgewinnsteuer, Umlagerung des Bundesbudgets zugunsten der AHV).
  • Chanich das ändere? 11.07.2019 15:09
    Highlight Highlight Nachtrag

    Wenn bei Pensionierung die Kapitalauszahlung gewählt wird, ist das Problem für die PK's gelöst. Beginnt aber bei Pech für die Allgemeinheit der Steuerzahler (Stichworte: Ergänzungsleistungen oder gar Sozialhilfe, falls das Kapital dann eben nicht reicht bis zum Ende).

    Hinzu kommt, dass in vielen Kantonen der Kapitalbezug steuerlich begünstigt wird.

    Wieso wird sowas bei einer BVG-Revision nicht auch bedacht? Man denkt wohl nur für die eigene Kasse, was rundherum passiert interessiert nicht...
  • Chanich das ändere? 11.07.2019 14:51
    Highlight Highlight 2/2

    Kaum wird man jedoch pensioniert, darf man wählen: Nehme ich gleich das ganze Kapital und schaue selber oder lasse ich mir eine Rente zahlen bis zum Ende?

    Zur Pensionierung sind wir also alle plötzlich in der Lage, selber finanziell vorzusorgen bzw. zu verwalten... was ja je nachdem auch stimmen mag. Aber ist man dann nach der getanen Weltreise und anderem Luxus, den man sich ja dann auch mal gönnen will, auch im hohen Alter noch dazu in der Lage?

    Warum wohl steigen die Ergänzungsleistungen immer schneller an? Das System hat doch einfach Fehler.
  • Chanich das ändere? 11.07.2019 14:45
    Highlight Highlight 1/2

    Es gäbe noch weiteren "Unsinn" im BVG:
    - Der Koordinationsabzug benachteiligt systematisch Geringverdiener und Teilzeit-Arbeitende. Die können ja dann von AHV und Ergänzungsleistungen leben...
    - Die Wahl der Kasse ist beim Arbeitgeber und das Guthaben muss beim Stellenwechsel jedes mal transferiert werden.
    - Bei mehreren Arbeitgebern (im Teilzeit-Pensum) wird's knifflig... nicht nur wegen dem mehrfachen Koordinationsabzug.
    - Während dem Arbeitsleben ist das Sparen obligatorisch, da man den Menschen nicht zutraut, dass sie "freiwillig" finanziell vorsorgen können.
  • mutter und ehefrau 11.07.2019 14:07
    Highlight Highlight pk ab dem ersten verdienten franken wie bei der ahv auch....nicht ab 24 und ab 21000
  • Nik G. 11.07.2019 13:13
    Highlight Highlight Super. Immer mehr auf Kosten der Jungen! Das Klima und die Umwelt ist schon zerstört und unter dem Strich bleibt uns Jungen sowieso schon viel weniger als den heutigen alten als sie Jung waren. Danke das wir für eure Ausbeute weiter mehr bezahlen dürfen! Mehr KK Prämien zahlen, weniger Pensionskassen Gelder erhalten obwohl wir mehr bezahlen. Allgemeine Lebenskosten gestiegen sind bei weniger Lohn. Die alten Politiker sollen sich endlich Lösungen für die Jungen ausdenken. Cannabis legalisiern und mit den Steuern mehr Einnahmen generieren.
  • wolge 11.07.2019 12:19
    Highlight Highlight AHV und Pensionskassen müssen deutlich ­weniger lang Renten zahlen als bisher ­angenommen. Die offizielle Lebenserwartung der über ­65-Jährigen, die das Bundesamt für Statistik angibt, ist zu hoch.

    Die Anzahl Jahre, in ­denen Pensionierte eine Rente bezogen haben, ist für jeden Jahrgang 1 bis 2 Jahre tiefer, als die publizierte Lebenserwartung des Bundesamts erwarten lässt ­(siehe Grafik).

    Die Anzahl Rentenjahre stagniert seit 7J. Bei den Männern betrug sie 2010 rund 17,3 und 2017 rund 17,6. Bei den Frauen 20,9 bzw. 21,1

    https://www.ktipp.ch/artikel/d/altersrenten-politiker-rechnen-falsch/
    Benutzer Bild
  • wolge 11.07.2019 12:17
    Highlight Highlight Schon wieder unreflektiert vom Marketing der PKs übernommen.

    Die Reserven der Pensionskassen sind so hoch wie noch nie!!! Im Jahr 2017 verdoppelten sich die Wertschwankungsreserven fast um 47,6% auf 84,8 Mia. Die freien Mittel stiegen um 67,7% auf 7,5 Mia:
    https://www.ktipp.ch/artikel/d/pensionskassen-der-raubzug-auf-die-renten/

    Hingegen gibt es riesiges Sparpotential bei den Verwaltungskosten. Die über 2000 Kassen für obligatorische Versicherungen führen zu sehr hohen Verwaltungskosten von gut 2000.- pro Kopf und Jahr:
    https://www.ktipp.ch/artikel/d/hohe-lohnabzuege-fuer-die-verwaltung/
  • Le_Raclette 11.07.2019 11:43
    Highlight Highlight Jung gegen alt. Mann gegen Frau. Arm gegen reich. Hauptsache die jeweiligen interessensgruppen werden gegeneinander ausgespielt...
  • BeatB_ 11.07.2019 10:48
    Highlight Highlight Was hier ein weiteres mal fehlt, wenn es um Pensionskassen geht: die Verwaltungskosten der Pensionskassen sind horrend. Wenn hier statt ca. 1700 PK nur wenige Stellen das Geld verwalten würden, könnte wahrscheinlich die 0,5% Lohnzuschlag weg gelassen werden und es wäre noch immer gleich viel Geld vorhanden.
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 11.07.2019 10:39
    Highlight Highlight Der Koordinationsabzug gehört endlich abgeschafft. Er benachteiligt gezielt Geringverdiener und treibt sie zu Ergänzungsleistungen, wenn sie nicht freiwillig über die Säule 3a sparen.
    • Chanich das ändere? 11.07.2019 14:30
      Highlight Highlight Oder wenn nicht abschaffen, dann wenigstens dem Pensum anpassen!

      Teilzeit-Arbeitende haben sonst ebenfalls keine Chance.
  • Garp 11.07.2019 08:44
    Highlight Highlight Wir brauchen neue Fianzierungsmöglichkeiten. Statt im alten Schema zubleiben.
  • Raffael Kurt 11.07.2019 08:34
    Highlight Highlight Wie kann es sein, dass bei einer Rentenrevision alle möglichen Optionen diskutiert werden, jedoch eine Senkung der Umwandlungssätze bestehender Renten aussenvorgelassen wird? Wir müssen alle Abstriche machen, auch diejenigen, die bereits PK beziehen. Grundsätzlich wäre auch eine Fusion von AHV und PK möglich, wenn dabei der soziale Ausgleich der AHV etwas abgeschwächt würde durch eine viel höhere Maximal-AHV.
    • Wer weiß denn sowas!? 11.07.2019 10:19
      Highlight Highlight 2011 wurde der Umwandlungssatz von 7,2% stufenweise auf 6,8% reduziert (1. BVG-Revision). Somit haben Rentner bereits seit 8 Jahren weniger in der Tasche.
    • MapleLeafs 11.07.2019 10:47
      Highlight Highlight Du hast Recht, dies sollte kein Tabu sein. Allerdings wäre dies wahrscheinlich chancenlos bei einer Abstimmung, da der "Generationenvertrag" beim älteren Bevölkerungsteil auch nur bis zur eigenen Brieftasche gilt und man dann halt lieber Besitzstandswahrung auf Kosten der Jungen betreibt. Man hat die letzten 40 Jahre hart gearbeitet und sich die Rente verdient...
    • The Destiny // Team Telegram 11.07.2019 13:40
      Highlight Highlight Nur wenn die PK, dann freiwillig ist.
      Ansonsten macht man ein gefailtes Pyramiden System einfach nur noch größer.
    Weitere Antworten anzeigen
  • eysd 11.07.2019 08:16
    Highlight Highlight Einmal ist schon die 2.säule /jahr mit 38tsd zu klein find ich und fast System funktioniert nur bei Wachstum gut. Beides ist zu ändern, aber ohne bis zum Tod arbeiten zu müssen.
    • ingmarbergman 11.07.2019 10:52
      Highlight Highlight Wie meinst du das, „mit 38tsd zu klein“?
      Weisst du wie dir zweite Säule funktioniert? Das ist prozentual von deinem Lohn. Wenn dir das zu wenig ist, musst du schauen, dass du im
      Arbeitsleben mehr einzahlst.

      In der zweiten Säule soll(te) jeder für sich selbst sparen. Nicht der Staat oder die jüngere Generation.
  • Guido Zeh 11.07.2019 08:11
    Highlight Highlight ...und am Ende gibt's das Gnadenbrot der Ergänzungsleistungen...
  • Wer weiß denn sowas!? 11.07.2019 07:10
    Highlight Highlight Beim Überobligatorium könnte man, aus meiner Sicht, den Umwandlungssatz streichen. Bleibt für den Versicherten trotzdem interessant, weil mindestens die Hälfte des angesparten Kapitals vom Arbeitgeber kommen. Oder man streicht diesen Luxus ganz und der Versicherte legt sein Geld privat an. Doch auf dieses Geld wollen die Kassen eben auch nicht verzichten. Sie wollen den Batzen und das Weggli. Lieber spielt man die Jungen gegen die Alten aus und stiftet Unfrieden.
    • Wer weiß denn sowas!? 11.07.2019 10:48
      Highlight Highlight PS: ...um davon abzulenken, dass man vor der eigenen "Haustüre" wischen und die Verwaltungskosten der Kassen massiv senken müsste. Kein JA zur einer Revision, die diese Tatsache nicht berücksichtigt!
      Schieben wir endlich den Kassen-Lobbyisten den Riegel und lassen nicht zu, dass man die Versicherten gegeneinander ausspielt!
    • ChillDaHood 11.07.2019 10:50
      Highlight Highlight Grundsätzlich kann jeder, der mit dem Umwandlungssatz nicht einverstanden ist, einfach die ganze Knete nehmen und es selber besser machen.

      Blöd ist natürlich, wenn der Betrag dann schon kleiner ist, weil man jemand anderen quersubventionieren musste...
    • The Destiny // Team Telegram 11.07.2019 13:39
      Highlight Highlight Ich würde das auch gerne privat anlegen, mein Geld, meine Verantwortung, mein Gewinn/Verlust.
  • Fairness 11.07.2019 06:51
    Highlight Highlight Frankreich führt die Digitalsteuer ein. Die Schweiz, und auch andere Länder, sollten dies zu Gunsten der AHV auch tun. Das wäre eine echte Reform und es könnte denjenigen, die mindestens vierzig Jahre eingezahlt haben, eine verfassungskonforme, existenzsichernde Rente ausgezahlt werden. Geld aus der AHV in die PK schieben und im Giesskannenprinzip auch den Lohn(beinahe)millionären monatlich plus 200.00 zu geben geht gar nicht. Wie sagte ein PK-Experte kürzlich? Das ist schlechter als nichts zu machen.
    • The Destiny // Team Telegram 11.07.2019 07:19
      Highlight Highlight Wie bitte sieht die Digitale Steuer in F aus?
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 11.07.2019 06:40
    Highlight Highlight Vorteil einer Erhöhung des Rentenalters:
    Sowohl AHV als auch II-Säule werden gleichzeitig (teils)saniert.
  • Ichsagstrotzdem 11.07.2019 06:33
    Highlight Highlight Die heutige Altersvorsorge basiert auf einem exponentiellen Bevölkerungswachstum. Dass das von unseren Vätern und Grossvätern ausgedachte System lediglich bei ihnen selbst funktioniert war wohl den wenigsten bewusst. Die Altersfinanzierung der Gesellschaft aus Lohnerträgen sollte mal überdacht werden, wie alles, was aus Lohnerträgen finanziert wird (z.B. Einkommenssteuern). Altersarbeitslosigkeit, strukturelle Arbeitslosigkeit durch Digitalisierung, Workingpoor, Aussterben der Freiwilligenarbeit, sonstige Fehlanreize, etc.
    Das System ist mittlerweile überfrachtet. Es braucht neue Denkansätze
    • ingmarbergman 11.07.2019 06:52
      Highlight Highlight Uff, hoffentlich musst du nicht mit Geld umgehen..

      Die Altersvorsorge basiert sicher NICHT auf exponentiellem Bevölkerungswachstum. Glaubst du diesen Quatsch ehrlich?
      Die Altersvorsorge in der Schweiz nahm an, dass die Bevölkerungspyramide (viele Junge, wenige Alte) gleich bleibt. Die Babyboomer und bessere Medizin haben die Pyramide ins Ungleichgewicht gebracht.

      Das ist das Problem. Wenn die Altersverteilung gleich bleibt, spielt es keine Rolle wie gross die Bevölkerung ist - egal ob 5 oder 35 Millionen.
    • Wer weiß denn sowas!? 11.07.2019 10:32
      Highlight Highlight Das von unseren Vätern und Grossvätern ausgedachte System war ein Meilenstein in der Altersvorsorge und ist es immer noch. Da die Lebenserwartung in den letzten zwanzig Jahren stark gestiegen ist, muss es angepasst werden - wie bei einem Produkt, dessen Herstellungskosten steigen.
      Die Kassen, die Kassen-Politiker, spielen Junge gegen Alte aus um davon abzulenken, dass die Kassen sich an den Versicherten eine goldene Nase verdienen. Solange Verwaltungskosten nicht massiv gesenkt werden, solange sollten die BürgerInnen jede Vorlage ablehnen.
    • Ichsagstrotzdem 11.07.2019 12:28
      Highlight Highlight Mag sein, dass das ursprünglich so angedacht war, doch spätestens seit der Erkenntnis über die demografische Entwicklung muss das Bevölkerungswachstum herhalten.
      Ändert an der Sitaution, in der sich die Altersvorsorge befindet nichts, denn die gestiegene Lebenserwartung lässt sich glückicherweise nicht rückgängig machen.

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