DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild: KEYSTONE
Friedlicher 1. Mai in Zürich

Strassenfest mit Seifenblasen und Musik statt «antikapitalistischer Demo»

Die «antikapitalistische» Nachdemonstration in Zürich zum 1. Mai, zu der unter anderem die Zürcher Linksaktivistin Andrea Stauffacher aufgerufen hatte, fand kaum statt. Die Polizei erstickte die unbewilligte Demonstration im Keim. Die Polizei zog eine positive Bilanz.
01.05.2014, 16:2102.05.2014, 09:14

Am Vormittag verlief der 1. Mai-Umzug mit rund 14'000 Menschen friedlich. Auch die Reden auf dem Sechseläutenplatz wurden nicht gestört.

Doch die Ruhe in Zürich blieb gespannt. Frisch aus dem Gefängnis entlassen, hatte die Zürcher Linksaktivistin Andrea Stauffacher zur «antikapitalistischen Demonstration» am Nachmittag aufgerufen. «Es haben sich zwischen 200 und 400 Personen auf dem Zürcher Helvetiaplatz versammelt», sagte watson-Reporter Simon Jacoby, der vor Ort war. 

No Components found for watson.imageWall.
Alle Bilder: Can Külahcigil, Simon Jacoby/watson

Um 15.15 Uhr, als sich die Demonstranten in Bewegung setzen wollten, verriegelte die Polizei alle Zugänge zum Platz. Die Demonstration sollte im Keim erstickt werden. Die Versammelten blieben vorerst eingekesselt. Gegen 16 Uhr lockerte die Polizei die Absperrungen und liess Fussgänger passieren. Dann zog sich die Polizei vom Helvetiaplatz in Richtung Bäckeranlage zurück. «Die Lage ist friedlich», sagte Jacoby. «Auf der Wiese herrscht Strassenfest-Atmosphäre.»

Zwischenfälle gegen Abend

Das friedliche Strassenfest mit Seifenblasen-Aktion der Künstlergruppe «Bury the Jumbo», an dem auch Kinder und Familien teilnahmen, wurde gegen Abend kurz unterbrochen, als eine Gruppe vermummter Demonstranten auf dem Helvetiaplatz auftauchte. Die Polizei verstärkte ihre Präsenz. Mehrere Personen wurden festgenommen. Der Verkehr auf der Langstrasse war zwischenzeitlich blockiert. Doch kurz nach 17.30 Uhr hat die Polizei die Strasse wieder freigegeben. Laut watson-Reporter Can Külahcigil gab es noch vereinzelt Gruppen, die versucht waren, die Polizei zu provozieren. Doch überwog die Freude an der 1. Mai-Party im Kreis 4.

Zürcher Stadtpolizisten beim Schnupfen?
Zürcher Stadtpolizisten beim Schnupfen?
Bild: Userinput

Geringe Sachschäden

Die Stadtpolizei Zürich zog am Abend in einem Communiqué eine positive Bilanz zum 1. Mai. Ausschreitungen konnten konsequent verhindert werden. 15 Personen seien wegen diverser Vorwürfe verhaftet worden.

Im Bereich der Europa-Allee und später an der Bahnhofstrasse kam es während des offiziellen Umzugs vereinzelt zu Sprayereien und Sachbeschädigungen durch Wurfgeschosse, dabei entstand ein Schaden von rund 10'000 Franken. Gummischrot und Reizgase seien nicht eingesetzt worden.

Wer weiss, vielleicht hat der Zürcher Polizei dieser Schnupftabak Glück gebracht, wie rechts im Bild zu sehen ist.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Bundesrat gegen Kündigungsschutz für frischgebackene Väter

Eine von SP-, Grünen-, Mitte- und FDP-Nationalrätinnen und -Nationalräten unterstützte Motion verlangt, dass frischgebackene Väter in gleicher Weise vor einer Kündigung geschützt sind, wie dies für Frauen im Mutterschaftsurlaub gilt. Der Bundesrat ist dagegen.

Er verweist in seiner am Donnerstag publizierten Antwort auf die Diskussionen im Rahmen des Vaterschaftsurlaubs. Damals sei explizit festgehalten worden, dass der Arbeitgeber den Arbeitsvertrag des Vaters, der Anspruch auf einen …

Artikel lesen
Link zum Artikel