Schweiz
Arbeitswelt

So erschöpft sind Schweizer Arbeitnehmer

Psychische Erschöpfung erreicht bei Schweizer Arbeitnehmenden neuen Höchststand

02.11.2023, 09:5402.11.2023, 14:32
büro stress
Symbolbild.Bild: shutterstock

Tiefe Arbeitslosigkeit und Arbeitskräftemangel haben Auswirkungen auf die Arbeitnehmenden. Einerseits sinkt die Angst vor Arbeitsplatzverlust, andererseits steigt die Arbeitsbelastung. Damit nimmt die psychische Erschöpfung zu.

Zu diesem Resultat kommt das neunte «Barometer Gute Arbeit» des Gewerkschaftsdachverbands Travailsuisse. Für die Zunahme der psychischen Erschöpfung verantwortlich sind Überstunden, Arbeit in der Freizeit und Beschäftigung über dem Wunschpensum, wie die Organisation am Donnerstag mitteilte.

Nach stetigem Anstieg in den letzten Jahren ist die Erschöpfung bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern 2023 auf einem neuen Höchststand.

Zwei Fünftel der Beschäftigten sind nach der Arbeit oft oder sehr häufig emotional erschöpft. Jede Dritte und jeder Dritte ist zu erschöpft, um sich um private oder familiäre Angelegenheiten zu kümmern.

So sind gemäss Travailsuisse psychische Probleme erstmals der Hauptgrund für eine IV-Rente. 820'000 Beschäftigte wollen ihre Stelle wegen dem Stress wechseln. (sda)

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53 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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ThrashMetalHead
02.11.2023 11:05registriert Januar 2020
Immer mehr Stress, immer weniger Geld (für die Arbeiterklasse).

Zeit für einen neuen Landesstreik.
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Rethinking
02.11.2023 11:43registriert Oktober 2018
Da die Firmen nix dagegen tun werden:

Gesetzlich vorgeschriebene 32-Stunden-Woche bei einer Höchstarbeitszeit von 40 Stunden!
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jabłko
02.11.2023 11:08registriert September 2021
Höchste Zeit für eine maximale Wochenarbeitszeit von 42h für alle.
Das Abschaffen der 50h-Woche bei Ärzten (bei denen in der Regel noch Überzeit dazu kommt, dies im Schichtdienst, wo nur selten die Pausen eingehalten werden können) würde helfen, dass nicht so viele ausgebrannt in Pharma oder Consulting abspringen.
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