Schweiz
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Schluss mit Bürozeiten! Ab Ende 2020 steht die Luftpolizei 24/7 in Bereitschaft



ZUR MELDUNG, DASS ZWEI SCHWEIZER KAMPFJETS AM DIENSTAGMORGEN UM 8:30UHR EIN FLUGZEUG DER ISRAELISCHEN GESELLSCHAFT EL AL AN DER SCHWEIZER GRENZE BEI SCHAFFHAUSEN WEGEN EINER BOMBENDROHUNG ABGEFANGEN HABEN, STELLEN WIR IHNEN AM DIENSTAG 5. JULI 2016 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. - The FA-18 jet of the Swiss air force during a flight show of the Swiss air force in Axalp, Switzerland, Wednesday, October 13, 2010. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bild: KEYSTONE

Die durchgehende Bereitschaft der Schweizer Luftpolizei werde ab Ende 2020 erreicht sein. Das teilte das VBS am Mittwoch mit. Ab dann würden rund um die Uhr zwei bewaffnete Flugzeuge innert höchstens 15 Minuten einsatzbereit sein.

Noch 2015 war die Luftwaffe lediglich zu Bürozeiten einsatzbereit, seit Anfang 2019 zwischen 6 und 22 Uhr. Das Projekt Luftpolizeidienst 24 (LP24) geht auf eine Motion von alt Ständerat Hans Hess (FDP/OW) aus dem Jahr 2009 zurück. Darin forderte er eine erhöhte Bereitschaft im Luftpolizeidienst - auch ausserhalb der normalen Arbeitszeiten.

Aktuell finden zwischen 6 und 22 Uhr mehr als 90 Prozent des gesamten Flugverkehrs im schweizerischen Luftraum statt. Die Luftwaffe zieht eine erste positive Bilanz von diesem neuen Schritt. Die bisherigen Aufbauphasen im Hinblick auf die Permanenz im Luftpolizeidienst hätten, wie im Projekt geplant, stets zeitgerecht erfolgreich umgesetzt werden können.

Die letzten für die Umsetzung zusätzlich benötigten Mitarbeiter seien angestellt worden und befänden sich in der Ausbildung, so dass der definitive Übergang in den 24-Stunden-Betrieb per Ende 2020 sichergestellt sei.

Mehr zum Thema Kampfjets: Einer dieser vier Jets steht bald in einem Schweizer Hangar

Eingespielt und eintrainiert

LP24 sei im heutigen Ausbauschritt bereits sehr gut eingespielt und die Prozesse im operationellen Bereich seien eintrainiert, heisst es in einer Medienmitteilung des Militärdepartements. Das heisst, die in Alarmbereitschaft stehenden Flugzeuge seien zu den geforderten Zeiten stets abrufbereit.

Die beiden bewaffneten Flugzeuge würden hauptsächlich für «Hot Missions» und «Live Missions» eingesetzt. Bei ersteren handelt es sich um «Blaulicht-Einsätze», die wegen Luftfahrzeugen, die die Lufthoheit der Schweiz oder die Luftverkehrsregeln in schwerwiegender Weise verletzen, ausgelöst werden. Die «Live Missions» hingegen sind stichprobenweise Kontrollen von ausländischen Staatsluftfahrzeugen, welche die Schweiz nur mit einer diplomatischen Freigabe (Diplomatic Clearance) überfliegen dürfen.

Im Jahr 2019 konnten dank LP24 bis dato bereits 11 solcher «Hot Missions» und 166 «Live Missions» durchgeführt. Somit sei ein wesentlicher Beitrag zur Sicherheit und Souveränität im Schweizer Luftraum beigesteuert worden.

Der Hauptstandort für das Projekt LP24 ist der Militärflugplatz Payerne VD. Unter besonderen Umständen (etwa bei Pistensperrung in Payerne) erfolgen die Luftpolizeieinsätze ab Emmen LU oder Meiringen BE.

Da aufgrund der Bereitschaftszeiten LP24 nun während sieben Tagen pro Woche und zu ausgedehnten Zeiten für die Alarmbereitschaft technisches Personal - wie zum Beispiel Flugzeug-Mechaniker - zur Verfügung steht, können zusätzliche Wartungsarbeiten an der F/A-18 Flotte durchgeführt werden. Dank dieser Synergie werde die Flottenbereitschaft nun laufend erhöht, was wiederum der Ausbildung sowie der Einsatzbereitschaft der Luftwaffe zugute komme, schreibt das VBS.

Durch LP24 werde es in Zukunft bei Bedarf auch ausserhalb der bisher gewohnten militärischen Flugbetriebszeiten zu Flugbewegungen mit Kampfjets kommen, wenn notwendig auch mit Überschallgeschwindigkeit. Dies sei nötig, um die Sicherheit im Luftraum permanent zu gewährleisten und die hoheitlichen Rechte der Schweiz rund um die Uhr durchzusetzen. (sda)

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • fidget 05.09.2019 11:02
    Highlight Highlight Der Aufbau des 24h-Luftpolizeidienst zeigt schön, wie schnell etwas beendet werden kann. Jedoch braucht es Jahre, bis die zerstörte Struktur wieder aufgebaut ist. Die Angestellten sind nicht von heute auf morgen ausgebildet und Kapazitäten müssen ebenfalls erst erstellt werden. Ich hoffe, dass dann noch unkompliziert neue Jets für den LPD angeschafft werden. Notwendig ist es, denn auch die sind nicht an einem Tag beschafft.
  • Hans Jürg 05.09.2019 08:41
    Highlight Highlight Wow. Der Bundes-Ueli und Parmelin haben das in vielen Jahren nicht geschafft. Und jetzt kommt a) eine Frau und b) keine SVPlerin und schafft das in Monaten.
    Welche Blamage für die SVP und ihre Mannen.
  • sensationsgierig 05.09.2019 08:40
    Highlight Highlight Informiere dich, fremde Macht: Bis Ende 2020 letzte Gelegenheit, die Schweiz zu entern!

    Zu beachten, fremde Macht: Nicht zu Bürozeiten anklopfen.

    Nicht vergessen, fremde Macht: Die Schweizerische Nationalbank hat Gebäudenummer Nr. 1, das Bundeshaus Nr. 3.

    Bitte mich vorwarnen, fremde Macht: Will doch rechtzeitig im Réduit sein.
  • 7immi 05.09.2019 07:47
    Highlight Highlight Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass nicht die Luftwaffe die Bürozeiten einführte, sondern das Parlament als Sparmassnahme...
    Man sieht eindrücklich, wie lange die Einführung der LP24 dauert. Zerstört war sie schnell, wieder aufgebaut erst nach 5 Jahren.
  • Herr Ole 05.09.2019 04:47
    Highlight Highlight Schade. Die Schweizer Luftpolizei verliert somit das entscheidende Element, das sie von anderen langweiligen Luftpolizeien abhebt.
  • Schluch 04.09.2019 22:15
    Highlight Highlight hach, wir sind erleichtert. so können wir endlich in sicherheit ruhig schlafen.
  • Älü Täme 04.09.2019 21:26
    Highlight Highlight Wow, das ging aber jetzt schnell. Die Motion wurde ja erst 2009 behandelt.
  • Thor_Odinson 04.09.2019 20:56
    Highlight Highlight Ich finde es super, dass sich endlich was ändert. Aber ich frage mich schon, warum das so lange dauert? Immerhin geht es um die Lufthoheit und Sicherheit
  • Joe Smith 04.09.2019 20:52
    Highlight Highlight Ein himmeltrauriges Paradebeispiel, wie die Boulevardpresse die politische Agenda bestimmt. Flugzeuge materialisieren ja nicht magischerweise plötzlich an der Grenze, sondern fliegen von irgendwoher richtung Schweiz. Bisher löste man die Überwachung «ausserhalb der Bürozeiten» relativ preisgünstig über Verträge mit den umliegenden Ländern. Hat schon jemand ausgerechnet, was uns diese sinnlose Kampagne des Blicks nun jährlich kostet?
  • Markus97 04.09.2019 20:17
    Highlight Highlight Man kann auch mal loben. Ich muss sagen, seit Amherd das VBS übernommen hat, höre ich viele positive Nachrichten aus der Armee. Es hat dem Verein gutgetan mal jemand aussenstehendes an der Spitze zu haben. Wenn Süssli so gut ist wie der erste Eindruck den er macht, habe ich wirklich grosse Hoffnung das es Bewegung in die richtige Richtung gibt und alte Struckturen aufgebrochen werden.
    • Mike Minder 04.09.2019 21:57
      Highlight Highlight Man muss ehrlicherweise auch sagen, dass viele “Vollzugsmeldungen“ lange Vorlaufszeiten benötigen. Jedoch bin ich bis jetzt zufrieden mit der Arbeit von ihr.. insbesondere hat sie positive Eindrücke bei den Truppenbesuchen hinterlassen. Zudem denke ich (nur pers. Meinung) kann sie als Frau und nicht SVP-Mann ruhiger arbeiten, was dev nicht schadet ;)
    • derEchteElch 04.09.2019 23:45
      Highlight Highlight LP24 ist kein Verdienst von Amherd. Den Artikel bitte ganz lesen und die Jahreszahlen beachten.
    • 7immi 05.09.2019 07:51
      Highlight Highlight @Markus 2008 bis 2016 war Maurer im Amt...
    Weitere Antworten anzeigen
  • legalizeit 04.09.2019 19:35
    Highlight Highlight Anspielung auf zukünftige Risiken?
    • [CH-Bürger] 04.09.2019 22:58
      Highlight Highlight Haltlose Behauptung?
    • legalizeit 05.09.2019 20:13
      Highlight Highlight Instabile Weltpolitik? Anscheinend kein grosses Wort.

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