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Erbschaftssteuer: «Das Gejammer der Gegner ist eine schamlose Unverschämtheit»



Nationalrätin Jacqueline Badran

Unternehmerin und SP-Nationalrätin Jacqueline Badran. Bild: Keystone

Die Wirtschaftsverbände sind dezidiert gegen die Erbschaftssteuer-Initiative. Doch nun gibt es Widerstand aus den eigenen Reihen: Fünf Unternehmerinnen und Unternehmer haben am Mittwoch für die Initiative geworben.

Die bekannteste unter ihnen ist die Zürcher SP-Nationalrätin Jacqueline Badran. Sie ist die Chefin der Zürcher Softwarefirma Zeix. «Das Gejammer der Gegner ist mehr als eine durch und durch schamlose Unverschämtheit», sagte Badran gemäss Redetext an der Medienkonferenz am Mittwoch.

«Die Gegnerschaft will nichts anderes als die Interessen einer äusserst gut betuchten Wirtschaftselite schützen.»

Gerhard Andrey

Sie verwies auf die verschiedenen Steuerreformen der letzten Jahre, die den Grosskonzernen genützt, den KMU und dem Mittelstand aber geschadet hätten. Von der Erbschaftssteuer-Initiative hingegen würde die hiesige Wirtschaft und vor allem das Gewerbe und die KMU profitieren, heisst es in einer Medienmitteilung der fünf Befürworter. Das sei insbesondere der Fall, weil zwei Drittel der Erträge an die AHV fliessen würden.

«Wenn dieses Geld nicht aus den Erträgen der Erbschaftssteuer kommt, bedeutet dies unweigerlich eine Mehrbelastung der Unternehmen», wird Badran in der Mitteilung zitiert. Sie müssten höhere AHV-Beiträge auf den Löhnen oder höhere Mehrwertsteuern bezahlen. Dadurch würden die KMU deutlich mehr belastet.

Ausserdem sehe die Erbschaftssteuerreform explizit den Schutz von Gewerbebetrieben und KMU vor, halten die Befürworter fest. «Die Gegnerschaft will nichts anderes als die Interessen einer äusserst gut betuchten Wirtschaftselite schützen», wird der Freiburger Unternehmer Gerhard Andrey in der Mitteilung zitiert. Er ist Vorstandsmitglied der Grünen Schweiz. (whr/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Winkel 22.05.2015 13:27
    Highlight Highlight Zu behaupten, dass KMU einfach durch höhere MWST belastet würden, sollte die Initiative nicht angenommen werden, zeugt von einem (vor allem für Unternehmer und teilweise Politiker!) krassen Unverständnis der MWST. Bei dieser handelt es sich um eine sogenannte "Konsumsteuer". Jedes KMU, welches MWST an den Fiskus abliefert, stellt dieses dem Konsumenten in Rechnung. Mehrwertsteuer, welches es auf Rechnungen bezahlt hat, kann es als Vorsteuer abziehen. Wo ist da die Belastung für das Unternehmen?
    http://www.estv.admin.ch/mwst/themen/00153/index.html?lang=de
  • Loddar 22.05.2015 08:58
    Highlight Highlight Es stimmt ja, das geerbtes Geld schon mal versteuert wurde. Aber nicht von den Erben!!

    Und was Thema Unternehmen angeht. Wenn das Unternehmen wirklich von den Eigentümerfamilie geführt wird, dann kann man sehr grosszügig sein. Dann wird die Erbschaftssteuer einfach als ein zinsloser Kredit gegeben (z.B. 20 Jahre). Damit haben die Erben genug Zeit. Wenn das Unternehmen, das nicht erwirtschaften kann, dann ist dieses wahrscheinlich kurz vor der Insolvenz. Aber auch dort müsste man genau hinschauen. Z.b. bäuerliche Betriebe erwirtschaften nicht genug.
  • Lowend 20.05.2015 23:37
    Highlight Highlight Genug, damit neugierige gatesnos schön knausrig sein können.
  • Thomas Binder 20.05.2015 21:46
    Highlight Highlight Dass die Einführung einer eidgenössischen Erbschaftssteuer nach dem vorgelegten Initiativtext überhaupt Anlass zu Debatten gibt, ist erstaunlich. Etwa 99% profitieren von ihr und das 1%, das sie sich leisten kann, sollte aus Solidarität, für den besseren gesellschaftlichen Zusammenhalt und weil anderen Gutes tun auch einem selber gut tut, JA stimmen.

    Ich bin ein "liberaler "Bürgerlicher". Deshalb tue ich, was die liberalen Bürgerlichen immer taten, nämlich für das Bürgertum und gegen den (Geld)adel eintreten, und stimme JA!
    • Lumpirr01 24.05.2015 13:45
      Highlight Highlight @Thomas Binder: Die Mehrheit der Stimmbürger wird ihre Stimme abgeben, unabhängig davon, ob diese zu diesem 1 % oder zu den 99 % zählt. Massgebend ist die Frage, ob diese neue Steuer sinnvoll ist und ob sie ihren Zweck erfüllt. Erhalten die Kantone weniger Einnahmen als heute, werden sie die kantonalen Einkommens - & Vermögenssteuern erhöhen müssen. Das betrifft dann alle! Zu viele offene Fragen bleiben: Gründung kleiner Wertschriften - & Immobilien AG's, unverteilte Erbschaften, Wegzug der Alten nach Denia, Phuket, Schwarzwald........ NB: dort behält man den Auto - Fahrausweis bis 100
  • chwolf 20.05.2015 20:52
    Highlight Highlight Das Problem dieser Vorlage ist, dass sie an der falschen Stelle bzw. Person ansetzt: Angenommen ein Vater von 5 Kindern hinterlässt ein Vermögen von exakt 2 Millionen, dann müssen dessen Kinder von ihren 200'000 je 40'000 versteuern. Ein reiches Ehepaar mit einem Kind kann sich scheiden lassen, und diesem je 1,9 Millionen steuerfrei vererben. Das ist absolut ungerecht... Die Vorlage wäre dann super, wenn es um 2 Mio. pro Erben ginge. Das wäre fair
    • Matthias Studer 20.05.2015 21:48
      Highlight Highlight Was ist fair. Das ich in 20 Jahren evtl. keine AHV erhalte? Oder viel weniger? Fair kann verschieden aufgefasst werden.
      Ist es fair, Millionen zu erben, auch wenn das Geld durch Lebensmittelspekulationen erworben wurde? Es gibt zu viele Zufälle, die man nicht steuern kann. Dazu gehört die Anzahl Erben.
      Im übrigen, fast in allen Kantonen kennt man heute noch die Erbschaftssteuer. Oft zu einem höheren Ansatz.
    • kettcar #lina4weindoch 20.05.2015 22:44
      Highlight Highlight Moooment. Wenn ich's richtig verstanden habe, wird nur der Betrag über 2Mio besteuert... Somit würden die Erben in Ihrem Beispiel ungeschoren davon kommen.
    • TJ Müller 20.05.2015 23:43
      Highlight Highlight chwolf, bei 2 Mio sind steuerfrei und das DARÜBER wird zu 20% versteuert. Also bei 3 Mio nur gerade 200'000Fr. Liegd drinn, oder?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jol Bear 20.05.2015 19:43
    Highlight Highlight Die Erbschaftssteuer ist ausschliesslich von der Motivation getrieben, dem Staat zusätzliche Einnahmen zuzuschanzen. Gerechtigkeit ist dabei nur ein vorgeschobenes Argument. Wenn schon Erbschaftssteuer dann nur unter der Bedingung, dass gleichzeitig auch die Vermögenssteuer abgeschafft wird. Beides geht nicht. Das sieht die Initiative aber nicht vor, deshalb "Nein".
    • Tschosch 20.05.2015 20:56
      Highlight Highlight Der Ertrag aus der Erbschaftssteuer kommt zu 2/3 der AHV zu - also nicht dem Staat sondern den (alten) Menschen!
      (Der übrige Drittel ersetzt die bisherigen kantonalen Erbschaftssteuern.)
  • Thomase 20.05.2015 17:44
    Highlight Highlight Logisch sind die Linken für diese Erbschaftssteuer. Sie sind mit 99.99 % Sicherheit nicht davon betroffen.

    Und irgendwie muss die Sozialhilfe für die Linken ja finanziert werden. Zudem sind es eh meist die "Bürgerlichen", welche brav die Steuern zahlen. Wie war das doch noch mal mit der Sozialhilfe? Wie wird die finanziert? Wohl kaum mit tagtäglich neu gedrucktem Geld, sondern mit dem Geld von den Leuten, welche mit oder ohne Freude zur Arbeit gehen! Ich gehe zwar gerne und mit Freude zur Arbeit, aber bei den Steuern kriege ich jeweils Schnappatmung, wenn man weiss für was man diese zahlt!
    • Tschosch 20.05.2015 18:52
      Highlight Highlight @ Thomase: Wie kommen Sie darauf, dass sogenannte "Linke" nicht von der Steuer betroffen wären?
      Und inwiefern hat die Initiative etwas mit der Sozialhilfe zu tun?
    • MartinK 20.05.2015 18:56
      Highlight Highlight Ganz ein einfaches Bild unserer Gesellschaft haben Sie. Ab Morgen arbeite ich nicht mehr und bezahle auch keine Steuern mehr. Schliesslich bin ich doch kein Rechter wie Sie.
    • phreko 20.05.2015 19:11
      Highlight Highlight Woher kommt schon wieder der Name Cüpli-Sozialist? Und wer kämpft dafür, dass das Bankgeheimnis erhalteb bleibt? Sag Mal, schaust du Fox News?
  • Lowend 20.05.2015 16:48
    Highlight Highlight Am liebsten habe ich das Argument mit der mehrfachen Besteuerung, denn wenn dass wahr wäre, warum zahlt ihr dann noch MwSt und Gebühren, denn unser Einkommen wurde ja auch schon einmal besteuert? Wie man sieht, ein echt bescheuertes Argument, aber typisch für alle, die meinen, ihr Guru, Heiliger und milliardenschwerer Oligarch und Firmenzerstörer aus Herrliberg politisiere für das einfache Volk. Der lacht sich doch krumm ob der Dummheit seiner Schäfchen!
    • Lowend 21.05.2015 09:41
      Highlight Highlight Die Antwort steht fälschlicherweise weiter oben. Dass sie zum Thema, ausser einer solchen dummen Ablenkungsfrage, nichts zu sagen haben, zeigt eigentlich nur, dass sie beim SVP-Schreibkurs mitgemacht, aber nicht sehr gut aufgepasst haben und dass ich mit meinem Argument offenbar voll in's Schwarze getroffen habe, weil sie ja nur die Diskussion davon ablenken möchten. Ihr SVP-Trolle müsst noch viel lernen!
  • Oberon 20.05.2015 16:20
    Highlight Highlight Es wäre ehrlicher die Vermögenssteuer anzupassen als eine neue zu erheben.
  • Albi Gabriel 20.05.2015 15:48
    Highlight Highlight Wenn überhaupt, ist das Gejammer der Initianten über das ach so dumme Volk, das sich von den bösen Reichen über den Tisch ziehen lasse eine schamlose Unverschämtheit. Zum Glück ist der Stimmbürger klüger und lässt sich nicht von diesem Gejammer beeinflussen.

    • The Writer Formerly Known as Peter 20.05.2015 17:40
      Highlight Highlight ja ja das stimmbürger argument und dessen klugheit. vor allem aus der svp ecke wird immer gerne gebracht. ich glaube kaum, dass das mit klugheit zu tun hat. sondern meist nur mit angst. die keule wird nämlich aus der ecke auch immer gerne gebracht. probleme der unternehmen, jobverlust, anonymisierung der eigentümer usw. ... na klingelt da was? schon gehört?
  • Hackphresse 20.05.2015 14:25
    Highlight Highlight Was ist falsch daran Toten Reichen ein bisschen was zu nehmen und es den Alten Armen zu geben? Sind reiche jetzt schon im tod noch geizig? Haben die armen alten weniger gearbeitet als tote reiche??? Ich glaube es muss mal wieder klöpfen bevor sich die Menschen überhaupt mal anfangen zu überlegen sich an der Nase zu nehmen. Echt traurig diese soziale verwahrlosung der reichen.
    • Oberon 20.05.2015 16:18
      Highlight Highlight Eh, hab ich jetzt einfach den Sarkasmus im Text nicht gefunden oder meinst du das wirklich ernst?
    • Hackphresse 21.05.2015 08:08
      Highlight Highlight Oberon. Beides! Wenn ich lese wie sich die Probleme auf dem Arbeitsmarkt verschärfen und gleichzeitig Börsengewinne die Bankkonti derer füllt die jeher schon genug haben, dann ist das ein Fehler im System. Wenn der 'Aufschwung' nur die Erwischt die Ihr vermögen anlegen (das können nur die mit sehr viel Geld, ohne die Gebühren dafür zu sehr zu spüren). Und an denen (Ü50 und Büezer), welche durch Gentrifizierung und Arbeitsplatzverlust aufgrund des Alters (Die werden oft in Frühpension geschickt) die AHV belasten statt sie durch Arbeit stabil zu halten. Dann finde ich es gerechtfertigt wenn denen die es nicht spüren und nochweniger etwas dazu beigetragen haben, einen teil zu Gunsten derer abgeben, welche den Anlegern die Ganzen Börsengewinne (durch Arbeit und somit Werterhalt/steigerung eines Unternehmens) zu verdanken haben, den Arbeitern. Viele haben anscheinend vergessen wer für eine Funktionierende Firma verantwortlich ist. Tipp: es ist nicht der CEO oder der Anleger der McDonalds zu dem macht was er ist, es sind die in der Küche, an der Theke, ja selbst auf den Bauernhöfen wo die Rohstoffe produziert werden, wenn man dem Rattenschwanz folgt.
  • Samst4r 20.05.2015 14:21
    Highlight Highlight Es scheint mir, als ob es bei dieser Diskussion mehr Häuptlinge als Indianer gibt. m.E. ist es kontraproduktiv, wenn man Leute drei Mal besteuert.

    Hier ein Beispiel:
    Einkommens-Grenzsteuersatz: 35%
    Vermögens-Grenzsteuersatz: 1% => ein grosses Vermögen wird innert 20 Jahren der Erbschaftssteuer gleichkommen.

    Sollte nun zusätzlich noch eine 20% Steuer auf ein Erbe erhoben werden, so wird man drei Mal besteuert. Das ist Fakt!

    In umliegenden Ländern kennt man die Vermögenssteuer nicht, sehr wohl aber die Erbschaftssteuer. Entweder oder, aber nicht beides.

    Deshalb: NEIN zur extra 20% Steuer!


    • phreko 20.05.2015 16:01
      Highlight Highlight Samst4r, ein Vermögen das 20 Jahre lang 1% besteuert wird, kommt nicht auf 20% steuern, da das Vermögen verher abnimmt, das dauert länger.... hast wohl beim Zineszins nicht aufgepasst in der Schule.
    • Matthias Studer 20.05.2015 16:01
      Highlight Highlight Das Geld geht wechselt immer den Besitzer und der neue Besitzer zahlt dafür immer Steuern. Der Lohn den wir erhalten wurde vorher auch schon x mal besteuert. Sei das Vermögen der Firma, LSVA, Mehrwertsteuer usw. Kommt jemand auf die Idee, jetzt keine Steuern zu zahlen. Der Erbe erhält Geld, das er vorher nicht hatte, also ein Einkommen.
  • @ursus 20.05.2015 13:22
    Highlight Highlight Am Ende geht es doch nur um die Umverteilung des Vermögens in der CH. Da diese Absicht aber nie eine Mehrheit erhalten wird, wurde das ganze schön verpackt - Geld für die AHV, für die Sozialwerke. Nur werden so die Probleme der Sozialwerke nicht gelöst, nur weiter in die Zukunft geschoben. So gesehen ist es am Schluss halt doch nur eine neue Neid-Steuer. Profitieren von dieser Umverteilung werden vor allem die Banken, welchen den Erben einer Familienunternehmung mittels Krediten die Zahlung der Steuer ermöglichen werden - was sich wieder auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auswirkt.
    • JayBadran 20.05.2015 14:14
      Highlight Highlight Umberteilt werter Ursus wurde von den Arbeitseinkommen zu den Kapitakleinkommen - und zwar in jährlicher Milliardenhöhe: Abschaffung Kapitalsteuer, Senkung Gewinnsteuern, Halbierung Dividendeneinkommen. Dafür Erhöhung MwSt, Lohnnebenkosten, Gebühren und KEINE Senkung der Einkommenssteuern. jetzt ist Schluss - jetzt kommt der Mittelstand mit einer Entlastung dran: 4 Milliarden für die AHV = 1 Lohnprozent weniger, 1 Mehrwertsuerprozent weniger oder 1,5 Jahre weniger lang arbeiten. Und dass die Familienunternehmen per Verfassung geschützt sein sind wissen sie so gut wie ich.
  • recto 20.05.2015 12:52
    Highlight Highlight Badrans Lösung bringt nur zwischenzeitliche Linderung. Es kann nicht sein, dass man Löcher stopft, in dem einfach (umverteiltes) Geld hinweinwirft. Das Loch wird sowieso grösser. Es gilt also, nicht einfach den Staat mit mehr Geld zu versorgen, sondern Probleme (Überalterung/immer teuer werden Sozialwerke) anders anzugehen und zu lösen.

    Ich (möglicherweise ebenfalls Betroffener) bin dann für eine Erbschaftssteuer, wenn das Geld denen zugute kommt, die es wirklich nötig haben. Dazu gehört sicher nicht ein wachsender Overhed in Bundesbern.
    • iustus 20.05.2015 13:20
      Highlight Highlight @recto: Sie rechtfertigen etwas schlechtes (ungerechte Vermögensverteilung) durch etwas anderes (man kann damit das AHV-Loch nicht vollständig stopfen)! Aber immerhin wäre es einmal ein Anfang...
    • The Writer Formerly Known as Peter 20.05.2015 13:25
      Highlight Highlight 1. Wie möchtest denn die Überalterung angehen? Sterbehilfe für alle? 2. Welcher Overhead? Hab noch nie von einem Overhead in der AHV gehört. Das sind alles Scheinargumente. Im Prinzip ja, nur ist das gebotene schlecht... Sorry, aber diese Argumente greifen nicht. Das Defizit in der AHV ist ein Fact. Die etwa 2 Mia. im Jahr werden es nicht lösen, aber viel helfen um z.b. andere Steuern zu sparen. Die Unternehmenssteuerreform kostet die Bundeskasse Jahr für Jahr Milliarden. Ein Geschenk an die Wirtschaft welches heute dem Bund fehlt. Nun sollte man den Fehler nicht mehr wiederholen.
    • nimmersatt 21.05.2015 02:10
      Highlight Highlight Verstehe ich sie richtig recto, sie sehen es als einfachere Lösung an, die Gesellschaft den politischen und wirtschaftlichen Bedingungen anzupassen, als die wirtschaftlichen und politischen Bedingungen den realen gesellschaftlichen Strukturen?
  • amore 20.05.2015 12:49
    Highlight Highlight Die Pro-Propaganda ist praktisch nicht vorhanden. Schade. So wird die Erbschaftssteuer Schiffbruch erleiden.
  • ramooon 20.05.2015 12:47
    Highlight Highlight es braucht mehr badrans in der politik. diese frau steht noch für den mittelstand ein. das 1% das über uns alle bestimmen wollen und tun müssen begreiffen dass der mittelstand nicht ewig gemolken werden kann. Ja zur erbschaftssteuerinitiative!
  • Hans Jürg 20.05.2015 12:31
    Highlight Highlight Ich bin klar für eine Erbschaftssteuer, auch wenn ich höchstwahrscheinlich sogar von ihr persönlich betroffen sein werde (toi toi toi).
    Das Problematische an der aktuellen Vorlage ist aber die rückwirkende Einführung. Das ist rechtstaatlich nicht zulässig. Da haben die Initianten leider einen grossen Bock geschossen.
    Ich werde aber trotzdem ja stimmen.
    Falls die Initiative wider Erwarten angenommen wird, bin ich sehr gespannt, wie die Rückwirkung umgesetzt werden soll, ohne das Recht zu verbiegen. Wenn die Initianten klug sind, verzichten sie am besten auf diesen Teil.
  • The Writer Formerly Known as Peter 20.05.2015 12:22
    Highlight Highlight Super, Jacqueline! Würde mich freuen, wenn die Meinung mehr Gehör findet. Im Moment findet der orchestrierte Abstimmungskampf gegen die Initiative auf allen Kanälen statt. Die Linke wird viel zu wenig gehört!
    • Hand-Solo 20.05.2015 12:53
      Highlight Highlight Ich finde es eine Unverschämtheit, dass man Vermögen DREI!!! mal besteuert, und das aus purem Neid. Umverteilungs- Gedanke hin oder. Es ist einfach keine Faire Steuer und DAS ist die Unverschämtheit.
    • Petar Marjanović 20.05.2015 13:01
      Highlight Highlight Es zeugt nicht sehr von viel ökonomischen Wissen, wenn man behauptet, das Geld werde 3 mal besteuert.
    • The Writer Formerly Known as Peter 20.05.2015 13:15
      Highlight Highlight Adrian, es ist genau umgekehrt, nämlich die fairste Steuer überhaupt! Es ist ja nicht so, dass die Erben für das Geld etwas getan oder Steuern bezahlt hätten. Es wurde in der Generation vor Ihnen angelegt. Nun kommt mit der "Erbschaftssteuer für die AHV" ein Teil des Geldes der Generation der Eltern und nachfolgenden Generationen zugute. Wir sollten uns überlegen, welche Welt wir Morgen haben wollen. Wir alle werden älter, das AHV Defizit ist ein Fact! Es wurde hier auch schon schön mit Mani Matter zitiert. Dazu empfehle ich das Buch von Thomas Piketty "Das Kapital im 21 Jahrhundert".
    Weitere Antworten anzeigen
  • Angelika 20.05.2015 11:41
    Highlight Highlight Meine Meinung: Wer will, dass es in der Schweiz friedlich bleibt, zahlt anständig Steuern. Wer umverteilt, steigert die Gesamtzufriedenheit und muss sich am Schluss nicht in gated communities zurückziehen um sich sicher zu fühlen vor all den "Randständigen". Oder wies Mani Matter formuliert hat: "Dene wo's guet geit, giengs besser, giengs dene besser wo's weniger guet geit, was aber nid geit ohni dass' dene weniger guet geit, wo's guet geit."
    • SanchoPanza 20.05.2015 12:51
      Highlight Highlight also dann bist du auch dafür dass das inländische Steuergeheimnis aufgehoben wird? von schweizern wird jedes jahr mehrere milliarden (!!) steuergeld nachträglich selbstanzeige erstattet, die Dunkelziffer wird enorm sein.
      Schön das du ehrlich zahlst, aber viele (vermögende) schweizerInnen tun das leider nicht.
    • Hand-Solo 20.05.2015 12:57
      Highlight Highlight Ja, Ich bin mir sicher, dass es die Leute in Gegenden mit höherer Umverteilung (z.B. Nordkorea oder Kuba...) VIEL friedlicher haben. Nicht die Ungleichheit ist wichtig, sondern das untere Level, und das ist in der Schweiz VERDAMMT hoch. Friedliches Zusammenleben geht am einfachsten, wenn man dem anderen auch etwas gönnt und nicht einfach immer auf alles Eiversüchtig und Neidisch ist. Mal darüber nachgedacht?
    • Angelika 20.05.2015 13:23
      Highlight Highlight @ Adrian: Na, Nordkorea ist ja nicht wirklich gleichmässig umverteilt. Die Elite hat alles, die anderen alle gleich viel nichts.
      Und wie schliesst sich das Gönnen mit dem Umverteilen aus? Gönnt man denn den Armen was? Dass die ein bisschen Hilfe kriegen, wenn sie sich sonst nichts leisten können? Neid ist einfach nur ein schlechtes Argument.
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Panne bei Schalt-Arbeiten: Kurzes Blackout am Zürcher Hauptbahnhof

Blackout am Dienstagmorgen in Teilen des Zürcher Hauptbahnhofs. Marie Oswald, Sprecherin der Elektrizitätswerke Zürich (EWZ), bestätigt den Stromausfall auf Anfrage von watson. Sie sei selber zufällig vor Ort gewesen. Im Bereich der Geleise 43 und 44 sei das Licht etwa eine Minute ausgefallen. Die Züge seien aber normal verkehrt.

Vom Stromausfall betroffen waren grosse Teile des Bahnhofs, auch viele Läden waren für kurze Zeit ohne Licht.

Offenbar haben die EWZ und die SBB heute Morgen gemeinsam …

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