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Die neue Sonntagszeitung

Bild: KEYSTONE

Das schreiben die Sonntagszeitungen



Mit einer Statistik zu Autounfällen, einem vertraulichen Bericht zum Fall Mörgeli und einem Staatsbesuch beschäftigen sich heute die Sonntagszeitungen. Dazu kommen ganz viele andere Themen: 

«SonntagsZeitung»/«Le Matin Dimanche»:

Die Zahl der Autounfälle, die von über 70-jährigen Lenkern verursacht wurden, ist zwischen 2011 und 2014 um 12 Prozent auf 4500 gestiegen. Das geht aus einer Analyse von 210'000 Unfällen hervor, die von den Schweizer Polizeien registriert wurden. Die steigende Zahl von Senioren am Steuer vermag den neuen Höchststand nicht abschliessend zu erklären, zumal die Unfälle bei anderen Altersklassen zurückgingen. So reduzierten sich etwa jene bei Lenkern unter 25 Jahren um 16 Prozent von 10'500 auf 8800.

Deux policers inspectent une voiture qui a fauche plusieurs pietons, arrache un pan de barriere de securite, en haut a gauche, sur l' image, avant de s' ecraser en bas du Grand-Pont, ce mardi 8 juillet 2003 en debut d' apres-midi en ville de Lausanne. L' accident aurait fait deux morts et huit blesses. Avant de chuter au bas du pont, haut d'une trentaine de metres, la voiture, qui arrivait de la Place St-Franois, est montee sur le  trottoir et a fauche plusieurs pietons. Deux d'entre eux sont decedes. (KEYSTONE/Fabrice Coffrini)

Warum immer mehr Senioren Unfälle bauen, ist ein Rätsel. Bild: KEYSTONE

«SonntagsZeitung»:

Die Entlassung von Christoph Mörgeli an der Universität Zürich war offenbar unrechtmässig. Das geht aus einem unveröffentlichten Bericht der Rekurskommission der Zürcher Hochschulen hervor. Bereits im Dezember war diesbezüglich ein Entscheid gefallen, allerdings machten die Betroffenen diesen nicht publik. Die Kommission rügte, dass der damalige Rektor die Kündigung allein ausgesprochen hatte, obwohl dies Sache der Universitätsleitung wäre. Die Universität wird verpflichtet, Mörgeli drei Monatslöhne auszuzahlen. Er selber habe eine «schwere Loyalitätspflichtverletzung» begangen, weil er seine Vorgesetzten und andere Mitarbeiter in der Öffentlichkeit kritisierte. Mörgeli zog das Urteil an das kantonale Verwaltungsgericht weiter.

«Zentralschweiz am Sonntag»/«Ostschweiz am Sonntag»:

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) prüft derzeit die Reorganisation der Bistümer. Das bestätigte SBK-Sprecher Walter Müller. Den Bischöfen sei bewusst, dass die heutige Einteilung der Diözesen, die vor 200 Jahren nach Auflösung des Bistums Konstanz zum Teil als Provisorium vorgenommen wurde und bis heute gilt, Ungleichgewichte aufweise. Laut Müller ist ein ideales Bistum nicht zu gross und nicht zu klein und hat sein Zentrum in der wichtigsten Stadt.

«NZZ am Sonntag»:

Trotz heftiger internationaler Kritik an Indonesien nach der jüngsten Hinrichtung von ausländischen Drogenhändlern hält die Schweiz an einer Einladung des indonesischen Präsidenten fest. Wie der Sprecher von Bundesrat Johann Schneider-Ammann bestätigte, habe der Wirtschaftsminister, der nächstes Jahr als Bundespräsident amten soll, eine bestehende Einladung zu einem Staatsbesuch für Präsident Joko Widodo mündlich erneuert, die bereits für dessen Vorgänger ausgesprochen worden war. Das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) betonte seine Bestürzung über die Vollstreckung der Todesurteile in Indonesien. Es gehöre aber zur bewährten Aussenpolitik der Schweiz, einen konstanten Dialog zu führen.

Members of Indonesian security carry the coffin containing the body of executed Nigerian Okwudili Oyatanze at an orphanage in Semarang regency, Central Java, Indonesia April 29, 2015, in this photo taken by Antara Foto. An Indonesian firing squad executed eight drug traffickers, including seven foreigners, one of whom was Oyantanze, in the early hours of Wednesday, sparking condemnation from Australia and Brazil who had made final, desperate pleas to save their nationals. The mass execution cements the hard line on enforcing the death penalty adopted by Indonesian President Joko Widodo as part of his war on drugs, an approach criticized by the United Nations as applying double-standards.    REUTERS/Aloysius Jarot Nugroho/Antara Foto ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. MANDATORY CREDIT. INDONESIA OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN INDONESIA.

In diesem Sarg liegt eines der Opfer, die von einem Erschiessungskommando hingerichtet wurden.  Bild: ANTARA FOTO/REUTERS

«Schweiz am Sonntag»:

Die Grossbank UBS verschärft für ihre Angestellten die Regeln für die Arbeit von zu Hause aus. Das geht aus einem internen E-Mail hervor, das ein Manager an Mitarbeiter im Bürokomplex bei der Zürcher Europaallee verfasste. Demnach soll das Homeoffice die Ausnahme bleiben. Es sei ein Privileg und dürfe nicht missbraucht werden. Mitarbeiter müssten sich das Einverständnis des Chefs holen, bevor sie sich nach Hause begeben, und das Team informieren. Sie müssten dort genauso gut erreichbar sein wie im Geschäft und die entsprechenden IT-Werkzeuge benutzen. Wer «out of office» sei, müsse einen Ferientag beziehen. Hintergrund des Schreibens ist offenbar, dass Mitarbeiter gerade am Freitag einen Homeoffice-Tag eingelegt hätten. Sie unterliessen es, sich ordentlich abzumelden und waren schlecht erreichbar.

«Le Matin Dimanche»:

Wegen einer EU-Norm muss die Schweiz das Rentenalter für Piloten kommerzieller Helikopterflüge von 65 auf 60 senken. Als Folge fehlen über 300 Piloten in der Schweiz fünf Jahre Beitragszahlungen für eine angemessene Rente. Die Piloten sehen zwei Lösungen: Entweder müssen sie auswandern oder aber der Bund schlägt vor, sie von der Norm auszunehmen, zumal sie lediglich im Schweizer Luftraum unterwegs sind. Eine solche Ausnahme sei unmöglich, sagte die Sprecherin des Bundesamtes für Zivilluftfahrt BAZL. Die EU habe die Norm aus Sicherheitsgründen eingeführt. Die Schweiz habe sie übernommen, wie sie dies grundsätzlich bei europäischem Recht im Rahmen des bilateralen Abkommens über Luftverkehr tue.

«Sonntagsblick»:

Die Schweiz hat seit 1995 die Zahl ihrer Auslandsvertretungen unter dem Strich um 26 Standorte reduziert. 62 Konsulate wurden geschlossen, aber auch neue wurden aufgebaut. Das zeigen Zahlen der Auslandschweizer-Organisation (ASO). Diese fordert einen Schliessungsstopp. Konsulate seien sehr wichtig für die 750'000 Auslandschweizer, da ausserhalb der EU im Umgang mit Behörden oft vieles nicht funktioniere. Der Bundesrat setze zudem falsche Prioritäten, wenn er etwa die Konsulate in Chicago und Toronto schliesse und dafür eine neue Botschaft in Kirgistan eröffne.

«Sonntagsblick»:

Für die Entsorgung radioaktiver Rückstände aus AKW und deren Rückbau nach der Stilllegung rechnen die Betreiber mit Kosten von 20,6 Milliarden Franken. Das werde nie reichen, sagt der unabhängige Geologe und Nuklearexperte Marcos Buser. Er rechnet mit 100 Milliarden und verweist auf die Kosten bei der Entsorgung der nuklearen Abfälle aus Medizin, Industrie und Forschung. Die Entsorgungsbehörde NAGRA schliesst ein derart hohes Wachstum aus heutiger Sicht aus. Der Bundesrat hatte vergangene Woche bekannt gegeben, dass die Entsorgung für die nächsten Jahrzehnte 1,1 Milliarden Franken mehr kostet als bisher angenommen.

ZUR BEKANNTGABE DER RESULTATE DER NEUSTEN STUDIE DER STIFTUNG SUCHT SCHWEIZ, AM MONTAG, DEM 23. MAERZ 2015, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Eine junge Frau raucht auf einem Bahnsteig im Bahnhof Winterthur eine Zigarette, waehrend sie auf ihren Zug wartet, aufgenommen am 9. November 2005. (KEYSTONE/Martin Ruetschi) *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Können die Jugendlichen heute schlechter mit Geld umgehen? Bild: KEYSTONE

«Sonntagsblick»

38 Prozent der 18- bis 24-Jährigen in der Schweiz sind verschuldet. Das sind 246'000 junge Menschen. Davon steht jeder Zehnte mit mehr als 2000 Franken in der Kreide. Das geht aus einer Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz hervor. Der Schuldenreport «Radar 2014» hält fest, dass die «Generation Internet» das mit Abstand höchste Verschuldungsrisiko aufweist. Drei Prozent der Jugendlichen wurden schon betrieben, vier Prozent haben Schulden bei Kreditinstituten.

«Zentralschweiz am Sonntag»:

Die Schweiz lässt sich die Artenvielfalt Millionen kosten. Bis 2020 beläuft sich der Betrag beim Bund auf 79 Millionen Franken pro Jahr, bis 2040 werden es jährlich 210 Millionen sein. Wie aus einem vertraulichen Papier hervorgeht, kommen auch auf die Kantone zusätzliche Ausgaben zu. Demnach müsste der Kanton Bern den Löwenanteil berappen – mit 10,45 Millionen Franken im übernächsten Jahr, 2021 wären es 23,5 Millionen. Das Geld wird etwa zur Sanierung bestehender Schutzgebiete oder zur Stärkung von nachhaltiger Berufsfischerei verwendet. Die Kantone haben bis Anfang Juli Zeit, sich dazu zu äussern. (feb/sda)

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