DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Hier wird Milch zu Pulver verarbeitet: Gegen Mangelernährung ist dieses laut Experten allerdings nicht das beste Mittel.
Hier wird Milch zu Pulver verarbeitet: Gegen Mangelernährung ist dieses laut Experten allerdings nicht das beste Mittel.
Bild: KEYSTONE

Lieber Geld statt Milch: Nahrungsmittelhilfe der Schweiz unter Beschuss

29.07.2016, 04:4729.07.2016, 07:07

Für 20 Millionen Franken kauft der Bund jährlich Schweizer Milchprodukte, die als Nahrungsmittelhilfe in Krisenregionen geliefert werden. Eine Studie zweifelt nun am Nutzen dieser Praxis.

2800 Tonnen Milchpulver und 16 Tonnen Käse schickte die Eidgenossenschaft im Jahr 2014 als Nahrungsmittelhilfe nach Afrika, Asien und Lateinamerika. Doch: Es gibt geeignetere Produkte als Milchpulver, um Mangelernährung zu bekämpfen. Zu diesem Schluss kommt eine im Auftrag des Bundes erstellte Studie der Berner Fachhochschule, aus der der «Blick» zitiert.

Demnach könnte das Geld besser investiert werden. Das Milch-Programm sei «nur schwach in die Gesamtstrategie der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) eingebunden und auch in den Zielländern wenig bekannt». Teilweise verstiessen die Milchlieferungen gar gegen Gesetze der Empfängerstaaten. Die Autoren kommen zum Schluss, dass es effizienter wäre, Geld zu schicken.

In den nächsten vier Jahren

Für die Milchbauern hierzulande hat das Ergebnis keine unmittelbaren Folgen. Wie die Zeitung schreibt, sind für das Milchprogramm bis 2020 jedes Jahr Ausgaben von 20 Millionen Franken vorgesehen. Laut dem Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) wird die Umsetzung der Studienergebnisse in den nächsten vier Jahren angegangen. (kad)

Soll die Schweiz Milchprodukte als Nahrungsmittelhilfe ins Ausland liefern?
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Laura Zimmermann tritt als Co-Präsidentin von Operation Libero zurück

Laura Zimmermann ist als Co-Präsidentin von Operation Libero zurückgetreten. Das deutliche Ja zur Ehe für alle vor zwei Wochen sei ein guter Moment dafür, sagte sie in einem am Samstag auf Twitter veröffentlichten Statement. Nachfolgerin ist Sanija Ameti.

Mit dem Durchbruch der Ehe für alle sei eine Gründungsforderung der Operation Libero erfüllt, so Zimmermann. Sie war fünf Jahre lang Co-Präsidentin der Bewegung und will nun in den Hintergrund treten. Es sei eine unglaubliche, aber auch …

Artikel lesen
Link zum Artikel