Schweiz
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Beinahe jeder zweite IV-Rentner leidet an psychischer Krankheit

Noch nie war der Anteil an psychisch Kranken unter den IV-Bezügern so hoch. Rund 45 Prozent darunter leiden an einer psychischen Krankheit. Besonders bedenklich aber sind die Zahlen der jungen Neurentner in der Schweiz.



Wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet leidet fast die Hälfte der Menschen, die auf eine Invalidenrente angewiesen sind, an einer psychischen Krankheit. Die aktuelle IV-Statistik des Bundesamtes für Sozialversicherungen zählte vergangenes Jahr 226‘421 IV-Rentner in der Schweiz.

Darunter litten 45 Prozent an einer psychischen Krankheit. Während die Gesamtzahl der IV-Rentner in den letzten zehn Jahren stetig zurückging, nahm die Zahl der Kranken, die aus psychischen Gründen IV beziehen, konstant zu.

Niklas Baer, Leiter der Fachstelle für Psychiatrische Rehabilitation der Psychiatrie Baselland sagt, psychische Krankheiten wie bei Invalidrentnern würden wohl weiter steigen. «Ein Hauptgrund dafür ist die Sensibilisierung gegenüber psychischen Problemen.»

ZU DEN FORDERUNGEN DES GEWERKSCHAFTSBUNDES SGB NACH BESSEREM KUENDIGUNGSSCHUTZ FUER AELTERE ARBEITNEHMER STELLEN WIR IHNEN AM DONNERSTAG, 16. APRIL 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG -  Ein sehbehinderter Angesteller bei seiner Arbeit in der Firma Victorinox in Ibach, am Freitag, 10. Maerz 2006. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

IV-Rentner leiden oft unter psychischen Problemen.
Bild: KEYSTONE

Zwar habe im Bereich von psychischen Krankheiten eine Professionalisierung stattgefunden, was gut sei. Doch eine mögliche negative Nebenwirkung davon sei, dass die Patienten schneller als arbeitsuntauglich eingestuft würden.

Besonders bedenklich sind die Zahlen der jungen Neurentner in der Schweiz. Im Jahr 2014 gab es unter den 18 bis 24-Jährigen rund 2000 neue IV-Fälle. Darunter macht die Gruppe der psychisch Erkrankten den grössten Teil aus. 

(aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Señor Ding Dong 17.12.2015 09:57
    Highlight Highlight Ich bin der Meinung, dass man psychische Problem nicht unterschätzen sollte.

    Nur habe ich den Eindruck, dass man in der Wissenschaft noch keine gesunde und nachhaltige Lösung für solche Probleme gefunden hat.

    Es ist ein wenig wie mit den körperlich Invaliden; Warum sollten die gleich arbeitsunfähig sein?

    Ich bin dafür, dass viel mehr IV-Bezüger nach Möglichkeit reguläre Arbeitsstellen erhalten. Auch Depressive und sonst "Eigene".

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