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Übung abgebrochen: Schon wieder ist ein Informatikprojekt des Bundes gescheitert



Das Auszahlungssystem der Arbeitslosenversicherung (ASALneu) werde abgebrochen, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag mit. Der Schaden beläuft sich auf mehrere hunderttausend Franken. Den Entscheid fällte die Aufsichtskommission für den Ausgleichsfonds der Arbeitslosenversicherung.

Als Grund werden in der Mitteilung «neu eingetretene Risiken und Umsetzungsschwierigkeiten im Projektverlauf» angegeben. Die Projektziele hätten unter diesem Umständen kaum mehr erreicht werden können.

Auszahlungssystem ist seit 1993 in Betrieb

Mit der Firma CSC Switzerland, die an der Entwicklung des Informatikprojekts beteiligt war, habe eine Einigung über die Modalitäten des Abbruchs erzielt werden können, heisst es in der Mitteilung. Diese umfasst neben einer finanziellen Regelung eine Vereinbarung über die Wartung des aktuellen Auszahlungssystems bis mindestens 2021.

Dieses ist seit 1993 in Betrieb. Mit ASALneu hätte das System in eine moderne und wartungsfreundliche Softwareentwicklungsumgebung migriert werden sollen. Bis im ersten Quartal 2016 muss die Ausgleichsstelle neue Vorschläge zum Ersatz der laufenden Software vorlegen. (whr/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Silas89 07.08.2015 09:13
    Highlight Highlight Immer und immer wieder wird das unterschätzt. Meist scheitert sowas nicht direkt an den Entwicklern. Der Auftrag muss gut durchdacht sein. Ein Kollege, der mit seiner eigenen Bude Software entwickelt, sagte mir mal, dass man wenn man es gut macht ca. 50% des Aufwands nur dafür hat herauszufinden, was der Kunde wirklich will. Als Anwender ist es nicht einfach, dem Entwickler mitzuteilen, was man benötigt. Der Anwender weiss das gar nicht. Es gibt Entwickler, die Aufträge einfach nur wörtlich umsetzen. Oft kann man das dann gar nicht brauchen.
  • reputationsguard 06.08.2015 23:51
    Highlight Highlight Wenigstens haben sie nicht gewartet bis es in die Millionen ging. Die sollten endlich mal Fachleute und Experten für den IT Bereich anstellen anstelle der Büro-Beamten und Hierarchie-Herren!
  • TomTurbo 06.08.2015 18:02
    Highlight Highlight Und wiedermal ein Schuss in den Ofen unserer "Bundesinformatikabteilung" ein solches Vorgehen hätte nicht nur in meinem Betrieb die Rationalisierung der Verantwortlichen zur Folge. Aber eben vom Kindergarten Bis zum Posten im Bundeshaus, eine vollzeitbetreung und erst noch sorgenfrei.
    • _kokolorix 06.08.2015 20:00
      Highlight Highlight genau dieses amt gibt es eben nicht. so werden immer laien mit den softwarefirmen verhandeln und überrissene, unklare ziele formulieren welche diese nicht umsetzen können.

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