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Noch gibt es auf dem Bau genügend Arbeit. Im Herbst dürfte sich dies ändern. 
Noch gibt es auf dem Bau genügend Arbeit. Im Herbst dürfte sich dies ändern. Bild: KEYSTONE

Folgen des starken Schweizer Frankens: Jedes zweite Unternehmen streicht Stellen 

Die Frankenstärke zwingt zahlreiche Schweizer Firmen zu drastischen Massnahmen. Nicht nur Grosskonzerne sind davon betroffen. 
26.07.2015, 07:4228.07.2015, 09:08

Momentan ist es relativ ruhig auf dem Arbeitsmarkt. Dies, weil Branchen wie der Bau, die Hotellerie oder auch die Landwirtschaft im Sommer zusätzliche Arbeitskräfte beschäftigten können. Die Arbeitslosenrate ist deshalb im Juni auf 3,1 Prozent gesunken. 

Im Herbst allerdings wird es turbulent, wie die «Sonntagszeitung» schreibt. 82 Prozent der Firmen planten Massnahmen im Personalbereich wie Arbeitszeiterhöhungen bei gleichem Lohn oder nominale Lohnkürzungen, schreibt das Blatt. Der Hälfte der Schweizer Unternehmen reiche dies jedoch nicht, um die währungsbedingten Konkurrenznachteile ausgleichen zu können. Diese Firmen rechneten deshalb bereits jetzt mit einem Personalabbau

Die Gastronomie ist eine Branche, die vom Jobabbau betroffen ist.
Die Gastronomie ist eine Branche, die vom Jobabbau betroffen ist.Bild: BAZ RATNER/REUTERS

Das ist das Resultat einer Umfrage, die das Beratungsunternehmen Deloitte bei 111 Finanzchefs von Grosskonzernen sowie kleineren und mittleren Betrieben (KMU) durchgeführt hat. Auch bei einer Umfrage der Nationalbank geben zwei Drittel der Unternehmen an, bis Juni Personalmassnahmen getroffen zu haben; unter anderem die Verlagerung ins Ausland. 

KOF: Arbeitslosenrate steigt auf 4 Prozent 

Laut der «Sonntagszeitung» war die Verunsicherung in der Schweiz seit vier Jahren nicht mehr so gross wie heute. Die Nationalbank führte damals als Gegenmassnahme den Mindestkurs zum Euro ein. Dieses Mal musste sie diese Massnahme vor einem halben Jahr abbrechen. Als Folge davon kehrt laut dem Bericht die Krise zurück. 

Die Zukunftsaussichten sind alles andere als gut: Die Exportaussichten der KMU sind gemäss Credit Suisse auf ein Rekordtief gesunken. Auch das Konjunkturbarometer der ETH-Forschungsstelle KOF ist im Juni auf den tiefsten Stand seit Dezember 2011 gefallen. Zudem ist die Zahl der offenen Stellen in den letzten vier Jahren um die Hälfte eingebrochen. 

Der Jobabbau soll die Branchen Maschinenbau, Gastronomie, Hotellerie und Detailhandel stark treffen. Die KOF schätzt, dass die Arbeitslosenrate Ende 2015 auf knapp vier Prozent steigt. (feb) 

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