Schweiz
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Asylbewerber aus Eritrea sind im Strassenunterhalt beschaeftigt am Mittwoch, 20. August 2014 in Lumino. Etwa 50 Asylbewerber aus Eritrea sind seit Ende Juli 2014 in der Zivilschutzanlage von Lumino untergebracht.  (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Asylbewerber der Unterkunft Lumino TI sind mit dem Strassenunterhalt beschäftigt. Auf dem Zürcher Arbeitsmarkt werden Ausländer mit F-Ausweis diskriminiert. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Zürich hindert Flüchtlinge mit Jobangebot daran zu arbeiten

Der Kanton verweigert vorläufig aufgenommenen Ausländern mit Jobangebot die Arbeitsbewilligung. Das zuständige Amt verweist als Begründung auf eine Verordnung des Bundes.



Nur rund 30 Prozent der vorläufig aufgenommenen Personen (mit F-Ausweis) gehen in der Schweiz einer Erwerbstätigkeit nach. Rund 16'000 sind arbeitslos und leben von der Sozialhilfe, die den Bund pro Person 1500 Franken monatlich kostet, die Kantone manchmal mehr.

Dennoch weigert sich der Kanton Zürich, gewissen Stellensuchenden mit F-Ausweis eine Arbeitsbewilligung zu erteilen, wie der Tages-Anzeiger am Mittwoch schreibt. Dies berichtete eine professionelle Arbeitsvermittlerin gegenüber dem Blatt. 

Der Grund: Bei den Bewilligungen unterscheidet der Kanton zwischen

Letzteren wird eine Arbeitsbewilligung – je nach Wohnkanton – verweigert, sie werden auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert. 

Die Probleme mit dem F-Ausweis

Der «Tages-Anzeiger» kommt nach seinen Recherchen zu folgenden Schlüssen: Arbeitgeber hegten Vorurteile gegenüber «F-Ausländern», obwohl diese ebenso gut arbeiten würden wie solche mit B- oder C-Ausweis, die Bewilligungspraxis der Kantone behindere die Integration, die Sozialhilfepraxis schaffe falsche finanzielle Anreize, und der Bund pflege ein fragwürdiges Zweiklassensystem von F-Ausweisen.

Über die Gründe schweigt sich das Arbeitsamt gegenüber dem «Tages-Anzeiger» aus. Die langjährige Praxis habe sich bewährt, heisst es lediglich. Ausserdem wird auf eine entsprechende Verordnung des Bundes verweisen. Darin heisst es, «F-Ausweis-Flüchtlinge» hätten einen Anspruch auf Bewilligung, für «F-Ausweis-Ausländer» hingegen gelte die «Kann»-Formulierung. 

Für diese Praxis gebe es «keine sachliche Rechtfertigung», sagt der auf Ausländerrecht spezialisierte Anwalt Marc Spescha. Sie dürfe als willkürlich bezeichnet werden. 

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ridcully 19.08.2015 09:38
    Highlight Highlight Aus humanistischer Sicht wäre dagegen nichts einzuwenden - nur, ich wittere hier den Versuch der Wirtschaft ein Reservoir an billigen, z.T gut qualifizierten Arbeitskräften anzuzapfen. Versteht mich recht, ich teile gerne einen Teil meiner Ressourcen, mit Jemandem der weniger hat. Schlussendlich wird es aber so sein, dass mein Arbeitgeber meine Ressourcen mit Jemandem teilt...
  • ffpro 19.08.2015 09:24
    Highlight Highlight Eine Bekannte betreut Asylbewerber für Gemeinden. Ein Klient hatte ein gutes Job-Angebot, doch verweigerte das Arbeitsamt die Bewilligung. Der Grund: Der Lohn sei zu tief.
    Den vorläufig Aufgenommenen hätte den tiefen Lohn nicht gestört. Und aus Sicht der Sozialversicherung ist ein Job immer noch besser als Arbeitslos zu sein.
    • Beobachterin 19.08.2015 17:33
      Highlight Highlight Der Arbeitslose, der den Job bekommen hat und wohl zum tariflich festgelegten Lohn, wird froh sein. Und unsere Sozialbehörde auch. Unsere Arbeitslosenzahlen sind immer noch sehr hoch, zuerst sollen diese Leute wieder eine Arbeit finden. Oder müssen wir Schweizer jetzt auswandern, weil uns hier die Grezgänger und Asylbewerber mit Dumpinglöhnen die Jobs wegschnappen?
  • Wilhelm Dingo 19.08.2015 07:33
    Highlight Highlight Die Flüchtlinge mit F-Ausweis welche verfolgt wurden sind diejenigen welche unseren Schutz bedürfen. Diese sollen arbeiten dürfen. Alle anderen sind Wirtschaftsflüchtlinge und sollen schnellstmöglich zurück in ihr Herkunftsland. Der Kanton macht also eine absolut korrekte Unterscheidung.
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 19.08.2015 08:31
      Highlight Highlight Wirtschftsflüchtling....das bedeutet in ihrem Herkunfstland war es ihnen nicht möglich genug Essen für ihre Familie zu erwirtschften, sie mussten Hungern und haben keine Absicherung bei Krankheit. Wieso soll man die zurückschicken?
    • Wilhelm Dingo 19.08.2015 09:37
      Highlight Highlight @Andre: Wir müssten den ganzen Teil der Weltbevölkerung die am Tag 1$ hat bei uns aufnehmen und das sind ziemlich viele. Ist es nicht sinnvoller, die Entwicklungshilfe vor Ort zu erhöhen und deren Produkte hier zu kaufen, statt sie durch Zölle zu behindern?
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 19.08.2015 10:05
      Highlight Highlight Ich hoffe jedem von uns ist klar, dass all unser Wohlstand darauf basiert, dass es den anderen schlechter geht als uns. Keiner von uns, hat es sich selber erarbeitet in die Schweiz geboren zu werden und doch ist das der einzige Unterschied zwischen dir und dem der $1 im Irak verdient. Und ja, ich glaube unsere Gesellschaft ist im Kern krank, dass sie glaubt es ist ok, wenn wir 10% es superduper gut haben, und 90% geht es viel schlechter.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zeit_Genosse 19.08.2015 07:24
    Highlight Highlight Leute mit F-Bewilligungen müssen jede Annahme von Arbeit bewilligen lassen. Die meisten arbeiten Temporär und so muss so jede neue Arbeitsannahme vorher schriftlich bewilligen lassen. Damit besteht eine hohe Bürokratieschwelle die zusätzlich erschwert Arbeit anzunehmen. Vielen Unternehmen ist das zu kompliziert und sie verzichten auf Leute mit F-Bewilligungen, die damit überfordert sind.
  • meerblau 19.08.2015 07:14
    Highlight Highlight Aha. Dann sollten sich die Schreihälse der Politik, welche die Verschärfung des Asylrechtes fordern, brav für diese Steilvorlage bedanken. Immerhin wird hier für den Wahlkampf Hand in Hand gearbeitet.
    Schade, dass dies auf dem Rücken von Menschen getan wird, die einfach nur arbeiten wollen.

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