Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schweizer Bauern wollen Flüchtlinge beschäftigen. Lohn: 3200 Franken



Schweizer Bauern wollen anerkannten Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen Gelegenheit geben, einer Arbeit nachzugehen, und gleichzeitig ihren Mitarbeiterbedarf decken. Bauernverband und Bund haben ein Pilotprojekt gestartet. Problemlos ist die Mitarbeit aber nicht. 

Zurzeit machen zehn Betriebe im Projekt mit. Auf diesen Höfen arbeiten bereits Flüchtlinge, oder sie werden ihre Tätigkeit im Lauf des Jahres aufnehmen. Am Mittwoch stellten der Schweizer Bauernverband und das Staatssekretariat für Migration (SEM) das Projekt auf einem Gemüsebaubetrieb in Füllinsdorf BL vor.

Mindestlohn gemäss Normalarbeitsvertrag

Im ersten Monat erhalten die arbeitenden Flüchtlinge oder vorläufig Aufgenommenen 2300 Franken brutto als Lohn. Vom zweiten Monat an bezahlen die Bauern den Mindestlohn gemäss Normalarbeitsvertrag. In den meisten Kantonen sind das laut Mitteilung 3200 Franken.

Die Betriebe erhalten für ihren administrativen Aufwand im Zusammenhang mit der Auswertung des Projekts 200 Franken im Monat. Weitere 200 Franken werden den Bauern als pauschale Entschädigung ausbezahlt, wenn die Arbeitskräfte auf dem Betrieb wohnen und die Bauernfamilie sie verpflegt. 

Umfrage

Die Schweizer Bauern wollen Flüchtlingen Arbeit geben. Ist das eine gute Idee?

1,093

  • Ja92%
  • Nein8%

Leistungen vom Staat fallen sofort weg

Problemlos ist die Mitarbeit von Flüchtlingen auf Bauernbetrieben nicht: Nehmen sie die Arbeit auf, fallen sofort alle Leistungen vom Staat weg, wie Betriebsleiter Andreas Eschbach laut Redetext ausführte. Er beschäftigt seit Jahren Flüchtlinge.

Flüchtling Abdi Fatah ist jetzt Gemüsebauer. Video: keystone

Die Arbeitskräfte müssen mit ihrem Lohn unter anderem für Unterkunft und Essen aufkommen. Alle Stellen bei Bund, Kantonen und Gemeinden müssten deshalb zusammenspannen. Und: «Es muss finanziell interessanter sein, zu arbeiten als nicht zu arbeiten.»

Schweizer wollen nicht in der Landwirtschaft arbeiten

Den Bauern forderten die Arbeitskräfte zusätzliches Engagement ab, sagte Eschbach. Sie müssten Geduld, Verständnis für andere Kulturen und den Willen zur Integration aufbringen. Nicht jeder Betrieb eigne sich für die Mitarbeit von Flüchtlingen.

Hintergrund des Projekts ist die am 9. Februar 2014 angenommene Zuwanderungs-Initiative der SVP. In der Schweizer Landwirtschaft arbeiten jedes Jahr 25'000 bis 35'000 Personen aus dem Ausland, weil sich für die Arbeit auf Bauernbetrieben kaum Schweizer finden, wie der Bauernverband festhielt.

Laut der Mitteilung findet nur rund jede dritte vorläufig aufgenommene oder als Flüchtling anerkannte Person in den ersten Jahren in der Schweiz eine Arbeit. Mangelnde Sprachkenntnisse, keine Ausbildung, die fehlende Anerkennung eines Diploms aus dem Herkunftsland oder Vorurteile der Arbeitgeber sind Gründe dafür. (whr/sda)

Kennst du schon die watson-App?

Über 150'000 Menschen nutzen bereits watson für die Hosentasche. Unsere App hat den «Best of Swiss Apps»-Award gewonnen und wurde unter «Beste Apps 2014» gelistet. Willst auch du mit watson auf frische Weise informiert sein? Hol dir jetzt die kostenlose App für iPhone/iPad und Android.

Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

30
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
30Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 21.05.2015 11:09
    Highlight Highlight Hiesige Pro-Refugee-Organisationen sind höchst alarmiert, warnen vor einer Bagatellisierung von existenzbedrohender Armut und Diskriminierung in den Westbalkanstaaten und fordern eine bedingunglose Aufnahme dieser Flüchtlinge.
    Daher sollten diese Pro-Refugee-Organisationen schleunigst Geld sammeln gehen, denn in Afrika und Nahost warten weitere Millionen Menschen auf den Zuzug!
  • Thomas Binder 21.05.2015 10:49
    Highlight Highlight Diese Idee ist natürlich ausgezeichnet, diejenige der MEI war dies weniger.

    Weil die Bauernlobby nicht nur die halbe Schweiz, sondern auch mehr als die halbe SVP regiert, werden bald deren Brückenbauerdétachements unter Köppelscher Leitung nach Lampedusa reisen.

    Als Gegenleistung für die günstigen neuen Arbeitskräfte sollten wir endlich unsere Subventionen für die Landwirtschaft, mehr als unsere jährlichen Ausgaben für die Sozialhilfe, massiv reduzieren.
  • Don Huber 21.05.2015 06:30
    Highlight Highlight Ich verdiente 400.-- mehr also 3600 Brutto vor 16 Jahren im Mövenpick Restaurant. War schon dazumal verdammt wenig aber ich machte den Job. Lieber als zu Hause herumsitzen. Ich würde auch auf dieses Feld zu den Bauern wenns sein muss. Finde das Projekt gut. Sollte auch so Projekte für Arbeitslose geben.
  • Xi Jinping 20.05.2015 13:29
    Highlight Highlight Endlich mal ne gescheite Lösung... aber ob die SVP daran so Freude hat...ich bezweifle es...
  • Hans Jürg 20.05.2015 12:21
    Highlight Highlight Ich warte schon darauf, dass der Toni Brunner fordert, mehr Flüchtlimge ins Land zu lassen...
    Und natürlich fordert es dann auch für jeden eingestellten Flüchtling grosszügige Subventionen für sich, nein, für die Bauern.
  • Jarl Ivan 20.05.2015 12:03
    Highlight Highlight Heikel
    Kenne ein paar Frauen die verdienen als ausgelernte Verkäuferin und oder Coiffeuse eindeutig weniger. Wie sieht es mit Steuerabgaben aus? Sprachkurse?
    • loccodelcocco 20.05.2015 13:13
      Highlight Highlight whach, da kommt mir die Galle hoch bei solchen Kommentaren! Kniet denn die Coiffeuse 10 Stunden am Tag lang im Dreck rum und macht sich den Rücken im Beet kaputt? Diese elende Neidkultur ertrage ich langsam nicht mehr! Bitteschön, wenn Sie unzufrieden mit ihrem Lohn sind, dann bilden Sie sich doch bitte weiter, anstatt über andere her zu ziehen. Das ist mit Abstand etwa das anständigste und tollste Projekt zur Integration von Asylanten in der Schweiz. Endlich packt man das mal am richtigen Ende an - also bitte - entweder selbst besser machen - oder ruhe.
      Damminomol
    • Oberon 20.05.2015 14:13
      Highlight Highlight Keep cool, solche Beispiele waren noch nie zielführend.

      Ich würde persönlich nie in der Landwirtschaft arbeiten und das hat rein gar nichts mit Geld zu tun.

      Andere Frage warum gehen dann diese Coiffeusen nicht aufs Feld arbeiten? Eben.

      Aber zumindest hast du guten Geschmack bei Serien. ;)
    • mango 20.05.2015 14:20
      Highlight Highlight Die Verkäuferin und die Coiffeuse können bestimmt auch bei den Bauern arbeiten, wenn sie denn wollten...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 20.05.2015 11:55
    Highlight Highlight Eigentlich eine gute Sache. Stellt Euch aber vor Du kommst aus wirtschaftlichen Gründen aus einem Land in welchem der Durchschnitt keine 1000CHF pro JAHR verdient. Was das wohl für eine Message an die Zuhausegebliebenen ist?
    • loccodelcocco 20.05.2015 13:15
      Highlight Highlight Wirschaftsflüchtlinge erhalten kein ASYL....
    • Wilhelm Dingo 20.05.2015 13:35
      Highlight Highlight Aja, stimmt ja, daran habe ich nicht gedacht...die Wirtschaftsflüchtlinge werden ja zügig nach Hause gebracht.
    • loccodelcocco 20.05.2015 20:22
      Highlight Highlight Red doch mal mit Polizisten die Menschen ausschaffen. Da läufts dir kalt den Buckel runter! Und dann immer diese Halbwahrheiten, gekocht mit latentem Rassismus, abgeschmeckt mit etwas fehlgeleitetem Nationalstolz und dann serviert am Chlöni-Stammtisch. Es tönt alles immer so einfach wenn man selbst nicht betroffen ist.
  • Lowend 20.05.2015 11:11
    Highlight Highlight Wenn die ehemalige Bürger-, Gewerbe- und Bauern-Partei dafür im Gegenzug aufhört, gegen ihre neuen Arbeitskräfte zu hetzen, um frustrierte Wähler für sich zu gewinnen und mithilft und dafür sorgt, dass diese Menschen hier anständig und ohne Angst vor Übergriffen leben können, fände ich dass sogar eine gute Idee. Wenn aber die Hetze gleich wie jetzt weitergeht, wäre es das reine Ausnützen von Menschen in Not.
    • Lowend 20.05.2015 13:07
      Highlight Highlight Wie gesagt, wenn die Anstellung aus freien Stücken erfolgt und die Menschen für ihre Arbeit Achtung erhalten, ist es sicher keine Ausnutzung, aber ich befürchte einfach, so wie ich die Bauernfänger-Partei kenne, dass die Menschen gezwungen werden sollen und trotzdem weiter gegen sie gehetzt wird, was dann Ausbeutung wäre.
    • AdiB 20.05.2015 21:06
      Highlight Highlight @lowend, kenn auch bauern die nicht svp wählen und richtig gute menschen sind, die helfen wollen.
    • Lowend 20.05.2015 23:55
      Highlight Highlight Kenne ich auch AdiB, nur leider sind die in ihren Weilern voller (auf)rechter Patrioten oft die Minderheit, oder kennen sie etwa einige Dörfer, deren Dorfpolitik von Sozialdemokraten, Grünen, oder Mitteparteien dominiert wird? Würde mich echt interessieren, dort mal vorbeizuschauen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dewar 20.05.2015 11:01
    Highlight Highlight Sehr gute Idee. Die wenigen Flüchtlinge, die ich kenne, haben als oberstes Ziel, Arbeit zu finden, damit sie auf eigenen Beinen stehen können. So kann ihnen das schon früh ermöglicht werden. Allerdings finde ich es u.U. problematisch, die Flüchtlinge von Anfang an zu 100 % zu beschäftigen. Wenn sie noch nicht so lange in der Schweiz leben, wäre es vielleicht sinnvoller, einer Teilzeitbeschäftigung (60-80%) nachzugehen und in der "freien" Zeit einen Sprachkurs zu besuchen. Auch stelle ich mir vor, dass sie daneben trotzdem noch Betreuung brauchen, um z.B. zu lernen, wie man mit Finanzen umgeht.
    • elpeyotl 20.05.2015 13:56
      Highlight Highlight Support! Sehr guter Kommentar. Denke auch, dass oberstes Ziel sein sollte eine Arbeit zu finden um selbständig Fuss zu fassen. So hätten Sie eine gute Möglichkeit.
  • dockyard____ 20.05.2015 10:38
    Highlight Highlight wiedersprüchlich?!
  • Androider 20.05.2015 10:36
    Highlight Highlight Gute Idee. Aber dass mir nur die Hygienevorschriften strikte eingehalten werden!
    • Fly Boy Tschoko 20.05.2015 11:08
      Highlight Highlight Die Flüchtlinge haben ja alle Aids und dann wirst du über den Kopfsalat angesteckt. Arme Schweiz.
    • Chroneburger 20.05.2015 11:35
      Highlight Highlight Haha, Sarkasmus vom Feinsten :)
    • Androider 20.05.2015 13:23
      Highlight Highlight Mhm mhm, also fallen doch noch viele Leute auf das Getrolle herein. Lustig ^^
    Weitere Antworten anzeigen

Die beliebtesten Ausflugsziele jedes Kantons: Welche hast du schon besucht?

Dass das Matterhorn die beliebteste Attraktion im Kanton Wallis ist, überrascht wenig. Doch wer hat es in den anderen Kantonen auf Platz 1 geschafft? Die Karte der beliebtesten Attraktionen hält einige Überraschungen bereit.

Viele beliebte Ausflugsziele in der Schweiz sind frei zugänglich, so zum Beispiel der Creux du Van oder der Rheinfall (zumindest vom nördlichen Ufer her). Genaue Besucherzahlen sind ohne Ticketverkäufe oft schwer zu messen und deren Beliebtheit daher nicht ganz einfach zu vergleichen.

Eine Methode für ein Ranking über beliebteste Attraktionen hat jedoch die Bewertungsplattform TripAdvisor entwickelt (siehe Infobox). Wir haben für jeden Kanton (die beiden Halbkantone Basel-Stadt und -Land, …

Artikel lesen
Link zum Artikel