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Schweizer Markt für neue Nutzfahrzeuge schrumpft deutlich

Schweizer Markt für neue Nutzfahrzeuge schrumpft deutlich

15.01.2026, 13:0315.01.2026, 13:03

Der Schweizer Markt für neue Nutzfahrzeuge hat im Jahr 2025 einen markanten Rückgang verzeichnet. Schwere Lkw und Personentransporter waren besonders betroffen, während elektrisch angetriebene Fahrzeuge dank Förderung und einem höheren Angebot stark zulegten.

Die Zahl der neu zugelassenen Nutzfahrzeuge sank in 2025 um 8,3 Prozent auf 38'707, teilte der Importverband Auto Schweiz am Donnerstag mit. Insbesondere bei den schweren Nutzfahrzeugen sank die Zahl der Neuzulassungen um 14 Prozent auf 4'197.

Ein zentraler Grund für diese Entwicklung ist im Urteil von Auto Schweiz die anhaltende Unsicherheit rund um die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA). Die parlamentarische Debatte um den Einführungszeitpunkt der LSVA-Erhebung für Elektrofahrzeuge verunsichere mögliche Käufer zunehmend.

Noch vor kurzem sei davon auszugehen gewesen, dass Elektrolastwagen bis 2031 von der LSVA befreit sind. Diese fehlende Planungssicherheit führe dazu, dass Investitionen in neue Fahrzeuge nun zunehmend aufgeschoben würden.

Wirtschaftliche Unsicherheit

Bei den leichten Nutzfahrzeugen (Lieferwagen und leichte Sattelschlepper bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht) wurde mit 28'992 Inverkehrssetzungen ein Minus von 5,0 Prozent verzeichnet. Der Grund: Viele Handwerker rechneten offensichtlich mit einer Eintrübung der wirtschaftlichen Aussichten und zögerten den Fahrzeugersatz hinaus.

Einen deutlichen Rückgang verzeichneten die Personentransportfahrzeuge. Die Neuzulassungen gingen im Jahr 2025 um 19 Prozent auf 5'518 zurück. Hauptverantwortlich dafür war die Entwicklung bei Kleinbussen, Reisecars sowie Wohnmobilen.

Flotte wird ökologischer

Gleichzeitig wird die Last- und Lieferwagenflotte auf den Schweizer Strassen immer ökologischer. Bei den schweren Nutzfahrzeugen entsprächen die 942 neu in Verkehr gesetzten Fahrzeuge mit reinelektrischem Antrieb einem Marktanteil von 22,4 Prozent. Das Fördersystem habe eine «beachtliche» Marktnachfrage erzeugt.

Bei den leichten Nutzfahrzeugen blieb der Dieselantrieb zwar die dominierende Antriebsart, verlor aber Marktanteile an Plug-in-Hybride und reinelektrische Antriebe. Deren Anteil bei den Neuzulassungen wurde hier mit 16,9 Prozent mehr als verdoppelt.

Diese Entwicklung sei auch der Anpassungsleistung der Hersteller geschuldet. In der Folge hätten die Importeure ihr Angebot an elektrifizierten Modellen stark ausgebaut, um die strengeren Emissionsvorgaben für Lieferwagen erfüllen zu können. (sda/awp)

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