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Die Gugge wurde wegen ihres Männleins im Logo kritisiert. Nun trägt ein Clown die Trommel der Negro-Rhygass. © zvg

Kompromiss nach Rassismus-Debatte: So sieht das neue Logo der «Negro-Rhygass» aus

Das alte Logo der Guggenmusik Negro-Rhygass sorgte vergangenes Jahr für eine weitreichende Rassismus-Debatte. Jetzt tritt die «Negro-Rhygass» mit neuem Logo auf.

Samuel Hufschmid / ch media



Am 9. und 10. August findet im Hof des Claraschulhauses das jährliche Sommerfest einer Guggenmusik statt. Was normalerweise höchstens eine Randnotiz wäre, hat im Falle der Sommerveranstaltung der Guggenmusik «Negro-Rhygass» deutlich mehr Brisanz.

Ebendieses Sommerfest war es nämlich, das im vergangenen Jahr und damals noch unter dem Titel «Negro-Fescht» und mit dem Logo eines Pauke spielenden schwarzen Männchens mit Knochen im Haar für grossen Wirbel sorgte.

Ein Student empörte sich gegenüber «20 Minuten»: «Wie ist es möglich, dass ein solches Logo an einem Volksfest verwendet werden darf?» Was darauf folgte, war eine wochenlange Debatte darüber, was an der Fasnacht erlaubt sein soll. Herablassend und diskriminierend sei das Logo, fanden die einen – andere solidarisierten sich mit der Guggenmusik.

Sogar ein Solidaritätsmarsch wurde organisiert, der wiederum von Neonazis als Plattform missbraucht wurde. Zuletzt drohten Anonyme gar mit einem Farbanschlag auf die Gugge während des Cortège. Die Verantwortlichen der Guggenmusik entschieden daraufhin, an der Fasnacht und auch künftig auf das Männchen zu verzichten, den Namen aber beizubehalten. Ein neues Logo soll hingegen nicht kreiert werden, teilten sie damals mit.

Aus dem Negro-Fescht wird «E nätts Fescht»

Auf dem neuen Flyer, der derzeit via Whatsapp kursiert, wird nun ein neues Logo gezeigt. Und auch am Namen des Fests wurde gefeilt: Statt «E nätts Negro-Fescht» wie im vergangenen Jahr wird zu «E Nätts Fescht» geladen.

Das Programm bleibt dasselbe: Festbetrieb, Tombola, Bierschwemmi und natürlich Auftritte der Guggenmusiken, nicht zuletzt der Negro-Rhygass selbst. Und zwar unter genau diesem Namen.

Tausende Fasnächtler kommen zum Morgenstreich nach Basel

Darf sich die Tradition alles erlauben?

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
21Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Cpt Halibut 18.07.2019 13:36
    Highlight Highlight Clever - der 'kleine schwarze Mann' ist immer noch da, einfach mit Larve und Kostüm.
  • Eskimo 18.07.2019 09:08
    Highlight Highlight Kommt nun der Aufstand der Clowns?
    • maude 18.07.2019 14:20
      Highlight Highlight War auch mein erster Gedanke. Total diskriminierend, geht gar nicht!
  • Count Suduku 18.07.2019 09:03
    Highlight Highlight Ist es nicht rassistisch einen Schwarzen mit einem Clown zu ersetzen?
  • Glenn Quagmire 18.07.2019 08:51
    Highlight Highlight Solche Aktionen stumpfen die Allgemeinheit vor wahrem Rassismus ab. Könnte mich auch jedes Mal empören, wenn ich im Vorarlberg ein Bier bestelle und ein Mohrenbräu serviert bekomme.
  • Xen0n 18.07.2019 08:18
    Highlight Highlight Dieses Fest hiess früher schon "E Nätz-Fescht", weil es dazumals noch von der Negro-Rhygass und der Rätz-Clique organisiert wurde. Der Name ist also nicht wirklich neu.
  • Schlingel 18.07.2019 07:35
    Highlight Highlight Juhu...der Rassismus ist besiegt... 🤦🏼‍♂️
  • sunshineZH 18.07.2019 07:28
    Highlight Highlight Richtig unnötige Diskussion meiner Meinung nach.
  • Gubbe 18.07.2019 07:19
    Highlight Highlight Sicherlich werden sich bald eingefleischte der Rassismusextremisten am Wort Negro stören. Es ist Spanisch und heisst schwarz.
    • Herr Ole 18.07.2019 11:13
      Highlight Highlight Die Mitglieder der Clique können sicher alle mega gut Spanisch.
    • who cares? 18.07.2019 11:39
      Highlight Highlight Genau, Negro in Verbindung mit dem früheren Logo war sicher als schwarz auf Spanisch gedacht. Auch schwarzbemalte Gesichter mit Knochen in den Haaren, eine Satire auf den typischen Spanier. Mol.
  • So en Ueli 18.07.2019 07:10
    Highlight Highlight political correctness ad absurdum

  • Dunkleosteus6765 18.07.2019 06:41
    Highlight Highlight Ernsthafte Frage: Was ist an dem Logo mit der schwarzen Person rassistisch? Wie diskrimiert dieses Logo schwarze Menschen?
    • aglio e olio 18.07.2019 09:55
      Highlight Highlight Es geht um die stereotype Darstellung des "schwarzen Wilden". Vergleichbar z.B. mit dem "hakennasigen, gierig dreinblickenden Juden".
  • Selbst-Verantwortin 18.07.2019 06:36
    Highlight Highlight Aber jetzt ist es ein weisser Mann. Rassismus! Sexismus! ... 🤦‍♀️🤦‍♂️
    Der damalige „Shitstorm“ vertritt nur eine überlaute Minderheit von Gesinnungspolizisten, welche die Redefreiheit zerstören und faktisch selbst rassistisch sind.
    • Shabaqa 18.07.2019 18:53
      Highlight Highlight Warum sind die Kritiker selbst rassistisch?
    • Selbst-Verantwortin 19.07.2019 00:03
      Highlight Highlight Um das Logo als rassistisch zu sehen, muss man die abstruse Ideen haben, das Bild/die Satire sage etwas über eine bestimmte Menschengruppe. Weiter, dass unterschiedliche Menschengruppen besser oder schlechter seien. Weiter, dass Äusserlichkeiten etwas über die ‚Qualität‘ einer Menschengruppe aussagt.
      Alles rassistische Gedanken, an die man glauben muss, um das Bild kritisieren zu können. Kurz Unfug!
      Stell dir vor, das Logo würde einen mitteleuropäischen Steinzeitmenschen zeigen. Würdest du auf die Idee kommen, „Rassismus“ zu rufen?
    • Shabaqa 19.07.2019 10:19
      Highlight Highlight Nein, das muss man alles nicht glauben, um es dem Logo vorzuwerfen. Es reicht zu wissen, dass solche Sichtweisen verbreitet waren und sind. Deine Argumentation ist Humbug.
    Weitere Antworten anzeigen

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