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Basel

Polizei stoppt unbewilligten Demonstrationszug in Basel

Polizei stoppt unbewilligten Demonstrationszug in Basel – 12 Personen kontrolliert

20.06.2021, 18:3420.06.2021, 18:34
Die Polizei des Kantons Basel-Stadt konnte den mutamsslichen Droher festnehmen. (Symbolbild)
(Symbolbild).Bild: sda

In Basel hat die Polizei am Sonntag einem Demonstrationszug den Weg zum Bundesasylzentrum versperrt. Rund 200 Menschen hatten sich zunächst zu einer bewilligten Standkundgebung gegen Gewalt im Asylzentrum versammelt, marschierten dann aber ohne Bewilligung los.

Die Polizei drohte an der Freiburgerstrasse, wo sich das Bundesasylzentrum befindet, den Einsatz von Reizstoff und «anderen polizeilichen Mitteln» an, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Die rund hundert übrig gebliebenen Demonstrantinnen und Demonstranten gingen zunächst der direkten Konfrontation aus dem Weg und entfernten sich von der Polizeisperre.

Auf dem nahen Erlenmattareal rief eine Sprecherin die Teilnehmenden kurz nach 14.00 Uhr dazu auf, sich in kleinen Gruppen zu einem späteren Zeitpunkt doch noch zum Bundesasylzentrum zu begeben. Gegen 15.00 Uhr teilte die Polizei mit, dass sich der Demonstrationszug aufgelöst habe. Später versuchten Einzelgruppen vergeblich, sich doch noch dem Bundesasylzentrum zu nähern.

Bahnverkehr gestört

Laut der Polizei querten dabei mindestens fünf Personen einen Bahndamm und störten den Zugverkehr. Die Leute hätten sich selber in hohe Gefahr gebracht, teilte die Polizei am Abend mit. Sie müssten mit einer Anzeige rechnen. Insgesamt kontrollierten die Beamten zwölf Personen.

Begonnen hatte die Kundgebung kurz nach Mittag auf der Claramatte. Sie war lediglich als stationärer Anlass bewilligt worden. Die Polizei liess die Demonstrantinnen und Demonstranten dann aber zunächst unbehelligt losziehen und beschränkte sich auf die Regelung des Strassenverkehrs.

Die Demonstrantinnen und Demonstranten protestierten gegen die Anwendung von Gewalt des Sicherheitspersonals des Bundesasylzentrums gegen Insassen. Ein Betroffener berichtete, dass er von Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes Securitas mehrfach in aller Härte geschlagen worden sei. Sprecherinnen und Sprecher forderten nicht nur ein Ende der Gewalt, sondern gleich die generelle Aufhebung der Lager. (sda)

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