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Basler Sektenbekämpfer sagte Scientology den Kampf an – und muss jetzt vor Gericht

Der Sekten-Gegner Manfred Harrer muss sich für seinen Kampf gegen die Scientology vor Gericht verantworten. Das will er als Plattform nutzen.

Leif Simonsen / ch media



Bild

Manfred Harrer lässt keinen Zweifel an seiner Meinung zu Scientology. Bild: Juri Junkov

Seit Jahren liefert sich Manfred Harrer mit der Scientology erbitterte Kämpfe. Harrer versteht sich als Sprecher gewaltfreier Aktivisten gegen Scientology. Die Sektengegner sind insbesondere im Internet stark präsent. Nun verlagert sich die Auseinandersetzung in den Gerichtssaal. Im Januar findet die erste Basler Strafgerichtsverhandlung statt, bei der sich Vertreter der Scientology und ihre Gegner gegenübersitzen.

Harrer hat sich dazu entschieden, mit offenem Visier in die Verhandlung zu gehen. In Deutschland hätten die Scientology-Gegner mit Masken an Gerichtsprozessen teilgenommen, um sich und ihre Angehörigen zu schützen. Der 67-Jährige aber ist geschieden, seine Familienangehörigen sind nicht in Basel wohnhaft – er wolle nun seine Narrenfreiheit nutzen. Harrer sagt, er wolle einen Prozess haben, der möglichst viel Medienaufmerksamkeit generiert. Er hat zum Ziel, die Scientology mit deren eigenen Waffen zu schlagen.

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Denn es ist die Scientology, die zahlreiche Strafanträge gegen ihn eingereicht hat. Harrer dürfte sich für die Basler Scientology tatsächlich wie eine lästige Fliege anfühlen, die sich nicht abschütteln lässt. Seit mehreren Jahren ist er immer dort anzutreffen, wo die Sekte auf Mitgliederfang geht. Mehrere Scientology-Mitglieder haben Strafanzeige wegen übler Nachrede oder versuchter Nötigung eingereicht. Die Auseinandersetzungen fanden meist in der Nähe des Informationsstands am Claraplatz statt.

Ein Schwall an Vorwürfen und Beleidigungen

Die Vorwürfe: Harrer mischte sich in Gespräche ein, fotografierte Scientologen, warnte die Sektenmitglieder, sie würden ihr blaues Wunder erleben, wenn sie Jugendliche ansprechen würden. Mehrmals soll er den Scientology-Mitarbeitern verbal angegriffen, einen davon als «Arschloch» betitelt und ihm gar ins Gesicht gespuckt haben. Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt hat Harrer per Strafbefehl, welcher dieser Zeitung vorliegt, zu einer Geldstrafe von knapp 4000 Franken verurteilt.

Manfred Harrer hat nun dagegen rekurriert, woraufhin es zum Prozess kommt. Erstens ist er der Überzeugung, dass ein Grossteil der erhobenen Vorwürfe gegen ihn haltlos seien, «an den Haaren herbeigezogen». So habe er etwa dem Scientology-Mitarbeiter nicht ins Gesicht gespuckt, sondern vor die Füsse. Scientology liess eine Anfrage der bz unbeantwortet.

Manfred Harrer will den Spiess umdrehen und einen Schauprozess veranstalten. Tatsächlich soll er dies bereits 2015 bei einer Auseinandersetzung mit einem Scientology-Mitarbeiter gesagt haben. Auf Anfrage sagte er nun, dass er auch die Medien am 13. Januar dabei haben wolle. Er will, dass Grundsatzfragen im Umgang mit der Scientology aufs Tapet kommen. «Ich will unter anderem erreichen, dass ein Boykottaufruf gegen die Sekte nicht als Straftatbestand gilt», sagt Harrer. Auch sollen die Fragen zum Persönlichkeitsschutz geklärt werden. «Mit ihrer aggressiven Art sind sie stadtbekannt worden. Wenn wir Bilder von ihnen auf Facebook stellen, dann dient das dem öffentlichen Interesse», ist Harrer überzeugt. Der Umgang mit den Persönlichkeitsrechten der Scientology-Leute wird vor dem Strafgericht eingehend diskutiert werden müssen.

Harrer handelte sich einen Strafantrag ein, weil er Basels obersten Scientologen auf Facebook als «Gefahr für die ganze Schweiz» bezeichnet hatte. Immer wieder nutzt er bis heute Facebook, um auf die Machenschaften von Scientology aufmerksam zu machen. Vom Prozess erwartet er Klarheit darüber, was künftig erlaubt sein wird.

Sollte Harrer verlieren, würde er in den sauren Apfel beissen und soziale Arbeit verrichten. Als Verlierer im Kampf gegen die verhasste Sekte wird er sich aber nicht sehen. Nicht zuletzt dank seinem Wirken und den Aktionen der «Gewaltfreien Aktivisten gegen Sekten und ihren Publikationen im Internet» habe sich der Mitarbeiterbestand stark verkleinert. Sein Ziel sei aber erst erreicht, wenn die Scientology ganz aus Basel verschwunden sei.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Mijasma 04.01.2020 17:48
    Highlight Highlight Scientology sagt er hat ins Gesicht gespuckt.

    Er sagt er hat vor die Füsse gespuckt.

    Die, die hier alle auf dem Mann herumhacken und sagen so geht es in einem Rechtsstaat nicht.
    Warum geht ihr Automatisch davon aus, dass er lügt und Scientology die Wahrheit sagt???

    Das verstehe ich nicht. Wart ihr dabei? Habt ihr gesehen wie es war?

    Den wen nicht möchte ich euch daran erinnern, dass in einem Rechtsstaat die Unschuldsvermutung gilt!!
  • Onkel Jenny 04.01.2020 01:38
    Highlight Highlight Kurze Frage eines Zugereisten zum schweizer Rechtssystem: Wie kann es sein, dass die Staatsanwaltschaft jemanden zu einer Strafe verurteilen kann?

    „Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt hat Harrer per Strafbefehl, welcher dieser Zeitung vorliegt, zu einer Geldstrafe von knapp 4000 Franken verurteilt.“
    • veloquenz 04.01.2020 09:05
      Highlight Highlight lexiwiki.ch erklärt das so:
      Das Strafbefehlsverfahren bezweckt eine prozessökonomische, d. h. effiziente Verfahrenserledigung im Bereich der Massen- und Bagatelldelikte (Strassenverkehr, Betäubungsmittel usw.). Es sollen damit aufwendigere Verfahren verhindert werden, falls der Sachverhalt weitgehend klar ist und die Strafe eine bestimmte Höhe nicht überschreitet. Zudem können die Strafen mit Massnahmen verbunden werden. Der Strafbefehl wird zudem von der Staatsanwaltschaft und nicht vom Gericht ausgefällt.
      ...
    • veloquenz 04.01.2020 09:05
      Highlight Highlight ...Lediglich im Falle einer Einsprache gegen den Strafbefehl und einer anschliessenden Überweisung des Verfahrens an das Gericht wird sich ein Richter mit der Sache befassen. Ein Rückzug ist bis zum Ende der Parteivorträge möglich. Ein Strafbefehl ist folglich eine Art „Urteilsvorschlag“, der ohne Einsprache zum rechtskräftigen Urteil wird. In der Praxis werden rund 90% aller Strafverfahren, welche nicht eingestellt werden, mit Erlass eines Strafbefehls erledigt. Das Strafbefehlsverfahren ist in der Praxis also von grosser Bedeutung.
    • Onkel Jenny 04.01.2020 12:02
      Highlight Highlight @veloquenz: Danke für die ausführliche Erklärung.
      Hatte mich hauptsächlich an der Aussage, dass die Staatsanwaltschaft jem. verurteilt hätte, gestossen.
  • Linus Luchs 03.01.2020 22:24
    Highlight Highlight Warum muss Harrer diesen Kampf als Einzelperson führen? Es hätte schon längst unser Rechtsstaat das wüste Treiben dieser Sekte unterbinden müssen.
    • Raembe 04.01.2020 23:44
      Highlight Highlight Och nehme folgendes an: Einerseits wird es extrem schwer zu ermitteln sein und anderseits fehlen der Polizei und der Staatsanwaltschaft wohl die Ressourcen für so etwas.
  • Papa Swappa 03.01.2020 17:58
    Highlight Highlight Die Syntologen haben früher in der nähe der Kalkbreite auch nach Anhängern gefischt & die kann man ganz einfach sehr klein machen. Man fragt sie einfach, ob die auf der Strasse sind, weil sie Geld brauchen für die nächsten Auditing-Sitzungen - und ob sie sich bewusst sind, dass alles, was sie dabei preis geben, gegen sie verwendet werden kann - und es auch wird. Wenn sie dann was schwafeln von "sagt man einem Arzt oder Pfarrer auch", dann darauf aufmerksam machen, dass diese eine Schweigepflicht haben, dies aber bei Syntology nicht der Fall ist - sie werden ganz klein und verdrücken sich.
  • Booker 03.01.2020 16:18
    Highlight Highlight Uih da werden die Kampftruppen der Scientologen bereits dran sein. Psychoterror pur - ich wünsche ihm vielKraft!
  • Der Kritiker 03.01.2020 16:03
    Highlight Highlight Go for it, Harrer. Mal schauen, was unser Rechtssystem Wert ist, liebe National- und Ständeräte!
    • insider 03.01.2020 16:49
      Highlight Highlight Gemäss dieser Aussage hast du unser Rechtssystem dann wohl leider (noch) nicht verstanden...
    • Andre Buchheim 03.01.2020 21:40
      Highlight Highlight Kritiker: "Mal schauen, was unser Rechtssystem Wert ist, liebe National- und Ständeräte!"

      Nun, wenn es nach Dir ginge, wohl gar nichts...
    • R. J. 04.01.2020 14:46
      Highlight Highlight Da geht es wohl drum das die Rechte angepasst werden sollten um den Verein oder diese Machenschaften verbieten zu können oder?

      Vor 20 Jahren oder so hab ich mal den test mit denen gemacht. Bis sie mich raus geworfen haben. 😎
  • Andre Buchheim 03.01.2020 13:44
    Highlight Highlight Naja, "gewaltfrei" ist was anderes, und solange die Scientology in der Schweiz keine verbotene, ergo eine legale Organisation ist, MUSS die Justiz gegen ein solch unmögliches und vor allem menschenverachtendes Verhalten vorgehen. Ich bin nun wahrlich kein Freund der Scientology, ganz im Gegenteil, aber stellen wir uns mal vor, jemand würde so irgendeiner Religion nachstellen, z.B. Juden, Buddhisten oder Muslimen.
    Bei aller Kritik an Scientology, die in jedem Fall gerechtfertigt ist, aber so gehts einfach nicht!
    Vielleicht wäre Gefängnis angebracht, paar Monate, zum aufwachen, was er da tut.
    • El Vals del Obrero 03.01.2020 17:40
      Highlight Highlight Wenn Scientology eine Religion wäre, wären die Materialien nicht über und über mit Copyright-Warnungen zugepflastert.
    • Andre Buchheim 03.01.2020 19:50
      Highlight Highlight Die Frage ist nicht, wie Du diese Organisation einordnest, sondern wie sie von Schweizer Regierung und Recht bewertet wird. Was meinst Du würde werden, wenn jeder jedem Status nach eigenem Gutdünken zu- oder absprechen kann, um damit sein Fehlverhalten zu begründen? Das ist juristische Anarchie, wird nicht funktionieren und zu Mord und Totschlag führen.
      Ich wäre auch dafür, Scientology zu verbieten. Aber so gehts einfach nicht, so ist der Willkür Tür und Tor geöffnet.
      Oder man gibt dem Ganzen denStatus einer Wirtschaftsfirma.
    • Weiter denken 03.01.2020 20:24
      Highlight Highlight Auch die anderen Religionen haben nur ein Ziel:Macht!
      Als erstes muss das Blasphemiegesetz gelöscht werden damit man sich als selbstdenkender Mensch offen gegenüber den Religioten äussern kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Henzo 03.01.2020 13:08
    Highlight Highlight Müsste man fast eine online Spendenaktion starten - so à la Kickstarter. Damit er genug Geld für Gericht und Anwalt hat.
    • Weiter denken 04.01.2020 07:31
      Highlight Highlight @Henzo:
      Nein, es geht nicht um das rumpöbeln!

      Es kann aber nicht sein, dass man bestraft wird, wenn man ein nicht existentes Wesen beleidigt was ja per se gar nicht möglich ist weil ja nur etwas beleidigt werden kann, was auch existiert.

      Meine Aussage über Religioten ist keine Blasphemie sondern eine freie Bezeichnung für Personen die das freie Denken aufgegeben haben.
    • Henzo 04.01.2020 10:04
      Highlight Highlight 1. Verstehe ich nicht, was deine Antwort mit meinem Kommentar zu tun hat.

      2. Weiss gar nicht, was man auf deinen Kommentar antworten könnte.

      3. Verstehe immer noch nicht, was deine Antwort mit meinem Kommentar zu tun hat.
    • Andre Buchheim 04.01.2020 12:47
      Highlight Highlight Deine Aussagen sind eine Beleidigung für jeden gläubigen Menschen.
      Vorschlag: Wir schaffen das Blasphemiegesetz ab, und erschaffen dafür eines, das jegliche Pöbelei und Beleidigung verbietet und zwar gegen jedermann, egal ob ein Freund Gottes und der Geister oder Ungläubiger. Wie wärs?
  • Jürg Stettler (1) 03.01.2020 13:07
    Highlight Highlight Es gibt Kritik und es gibt Diskriminierung. Wenn jemand wie Harrer einem Scientologen zwischen die Beine greift, ihn anspuckt, tätlich wird, verleumdet, dann gehört dies vors Gericht, egal wer betroffen ist. Nicht von ungefähr wollen die Kritiker in Deutschland Harrer nicht an ihren Aktionen, da sie nicht mit seinen illegalen Handlungen übereinstimmen. Schauprozesse gibt es in Diktaturen, passt offenbar zum Weltbild von Harrer.
    • El Vals del Obrero 03.01.2020 13:47
      Highlight Highlight Soo billig diese $cientology-Argumentationen ...

      Alle kriegt ihr nicht zum Schweigen, auch nicht mit OSA und Armeen von Anwälten oder Erpressungen.

      (Ich gehe mal davon aus, Sie sind der, für den Sie sich ausgeben)
  • Domino 03.01.2020 11:39
    Highlight Highlight Das wäre doch auch mal was für den Schwarzen Block. In der Schweiz wurden von diesem auch schon Aktionen gegen den Islam unternommen, was von einem Grossteil der Bevölkerung gutgeheissen wurde...
    • phreko 03.01.2020 12:54
      Highlight Highlight Von was für einem schwarzen Block sprichst du? Rechtsextreme?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 03.01.2020 14:22
      Highlight Highlight Was für ein Vergleich wieder. Und dann so dermaßen intelligent. 🙄
      *Sarkasmus off*
      Damit ist übrigens nicht der Kommentar von phreko gemeint.
  • regen 03.01.2020 11:26
    Highlight Highlight wirtschaft & scientology in der ch, spannend:

    https://whyweprotest.wikia.org/wiki/Scientology-Firmen_Schweiz

    🙈🤔

    • Fandall 03.01.2020 21:50
      Highlight Highlight Fast nur Treuhänder, Immobilien und HR(!) Firmen.
      Danke für den Link!
  • Zwingli 03.01.2020 11:22
    Highlight Highlight Können wir ein gofundme organisieren falls er die Strafe zahlen muss?
  • rüpelpilzchen 03.01.2020 11:19
    Highlight Highlight Als wüsste ich das alles besser, hier mal meine Tipps an Herr Harrer:

    Als erstes sollte er nicht mehr von Scientology reden, und ihnen somit Aufmerksamkeit zufächeln, sondern von einer psycho-Sekte.

    Dann sollte er mit Petitionen eine Gesetzesänderung anstossen (auch hier Scientology höchstens in der Diskussion erwähnen).
    Es soll darum gehen, wie wir zusammenleben möchten. Soll es weiterhin legitim sein, Geld damit zu verdienen indem man andere bewusst täuscht und welche Täuschungsgrade sollen erlaubt sein?
    Ein Stück weit ist unser Leben ja immer eine Illusion und wir wollen diese auch.
    • Andre Buchheim 03.01.2020 13:54
      Highlight Highlight Aber das will er doch gar nicht, so könnte er seinen Menschenhass nicht mehr ausleben und projizieren!

      Denn eines vergessen diese Sekten-Jagd-Fanatiker offensichtlich: Auch beim schlimmsten Mitglied der schlimmsten Sekte handelt es sich immer noch - um einen Menschen. Und der verdient einen menschenwürdigen, nicht einen entwürdigenden Umgang.

      Es ist schon erstaunlich, wie schnell und wie viele Menschen aus ideologischen Gründen bereit sind, jegliche Menschlichkeit aufzugeben.
    • Der Kritiker 03.01.2020 16:13
      Highlight Highlight Na klar, Andre Buchheim. Die Fanatiker sind die Kritiker, nicht die Sektierer.
    • Andre Buchheim 03.01.2020 21:36
      Highlight Highlight Der Kritiker: "Die Fanatiker sind die Kritiker, nicht die Sektierer."

      Fanatiker sind Fanatiker, auch wenn sie Kritiker sind. Oder sind Kritiker vor Fanatismus gefeit?

      Denn wer Monster jagt sollte aufpassen, nicht selbst eines zu werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • homo sapiens melior 03.01.2020 10:11
    Highlight Highlight Watson, bitte fortlaufend berichten! Danke.

    Dieser Mann verdient unsere Bewunderung und Unterstützung für seinen Kampf.
    • kingeli 03.01.2020 15:52
      Highlight Highlight @homo sapiens melior: Finden Sie es bewundenswert ja sogar unterstützendswert, wenn jemand anderen Leuten ins Gesicht spuckt? Das Ziel sollte nie die Mittel heilige, oder habe ich da was falsch verstanden?
    • homo sapiens melior 03.01.2020 16:19
      Highlight Highlight Ich bezweifle, dass er denen ins Gesicht gespuckt hat. Vor die Füsse, das gibt er zu. Der Rest ist vermutlich Scientology-Gewäsch.

      Aber auch falls du Recht hättest, frag dich einfach, was du bevorzugen würdest:
      Einen einmaligen Ausrutscher bei dem dir jemand ins Gesicht spuckt?
      Oder jemand, der dir deine Kinder stiehlt, dich mit Drohungen einschüchtert und deinen Eltern deine Erbschaft abbettelt?

      Wähle klug!
    • kingeli 03.01.2020 17:28
      Highlight Highlight @homo sapiens melior: Sie stellen es so dar, als wäre jemandem ins Gesicht zu spucken die einzige Art des Widerstands. Ich kann mich gegen Scientology entscheiden und das was sie tun, ohne sie anzuspucken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thinkdeeper 03.01.2020 09:54
    Highlight Highlight Gut so... An die Öffentlichkeit mit dem Thema und ein Verbot von Scientologie ist schon lange fällig...

    Die sind schlimmer als der IS.

    Schützt die Meinungsfreiheit...
    • kingeli 03.01.2020 15:55
      Highlight Highlight @Thinkdeeper: Meine Güte, schlimmer als der IS und dann noch so viele Likes. Also ich verstehe ja wenn man Scientology kritisiert, da ich sicherlich kein Befürworter bin, aber der IS ist um Längen schlimmer.
      Aufgrund welcher Tatsache würden Sie Scientology verbieten wollen? Anderst gefragt, wo ziehen Sie die Grenze, damit nicht auch andere Sekten verbietet werden?
    • Weiter denken 03.01.2020 20:29
      Highlight Highlight Egal welche Sekte/Religion, alle gehören verboten!
    • Andre Buchheim 04.01.2020 12:51
      Highlight Highlight "Egal welche Sekte/Religion, alle gehören verboten!"

      Das ist Gesinnungs-Diktatur und Anti-Demokratisch!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Quacksalber 03.01.2020 09:44
    Highlight Highlight Diese Scientologen haben mir auch schon schwerste psychische Mängel bescheinigt die nur durch Beitritt zu heilen wären. Das ist eindeutig Gewalt. Ich wünsche Herrn Harrer viel Erfolg und Scientology maximalen Schaden.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 03.01.2020 14:28
      Highlight Highlight Ich stehe zum Glück auf der schwarzen Liste bei denen.
      Zuerst als Jugendlicher, weil wir den Gestalten an den Dianetik-Ständen immer unbequeme Fragen gestellt habe.
      Und nun als Erwachsener, weil ich ihnen das Wort von Lord Xenu bringen wollte. 😇😂
      Ist zwar ein bisschen infantil, aber seit da bin ich persona non grata für Scientology. Und die Blicke waren so unglaublich unbezahlbar.
    • bbelser 03.01.2020 17:46
      Highlight Highlight In den 80ern habe ich in Luzern spasseshalber mal deren "Persönlichkeitstest" (aka IQ-Test) gemacht. Bei der Auswertung sagte mir dann eine besorgte nette junge Frau, was alles bei mir im Minus war (v. a. Kommunikation war ganz bad;-) Sie drängte mir ihre Kurse auf, um "erfolgreich, reich und glücklich" werden zu können. Hab standhaft verneint, dass dies meine Lebensziele seien. Nach 1 Stunde wurde es ungemütlich, als ich meinen Test + Auswertung zurückforderte. Der Filialleiter schritt dann ein, kanzelte mich als lächerlich ab und: gab mir dann die Papiere doch;-) Nie mehr von gehört...
  • Streuner 03.01.2020 09:40
    Highlight Highlight Harrer, weitermachen! Bravo.
  • Bert der Geologe 03.01.2020 09:36
    Highlight Highlight Scientology ist, nach meinen Informationen und Eindrücken, eine kriminelle Vereinigung. Der Rechtsstaat greift hier nicht, oder zu wenig. Daher besteht ein Vakuum, das Einzelmasken auszufüllen versuchen. Ob er mit seinen Aktionen erreicht, dass Scientology verboten wird, bezweifle ich. Wünschenswert wäre es.
  • Amateurschreiber 03.01.2020 09:28
    Highlight Highlight Erwachsene Menschen streiten darum, wer den tolleren imaginären Freund hat!
    Aber im Ernst: Ich wurde auch schon von Scientologen angesprochen. Von Mormonen und Zeugen Jehovas ebenfalls. Alle die Gespräche fand ich sehr interessant. Aber keine Gruppierung konnte mich überzeugen und es wurde auch kein Druck ausgeübt.
    Kurz gesagt: Wir haben Religionsfreiheit. Jeder darf selber entscheiden, welcher Religionsgruppe er/sie beitreten will.
    Allerdings müssen sich alle an die Gesetze halten. Darum finde ich es auch gut, das diesbezüglich allen (!) Religions - Gruppen auf die Finger geschaut wird!
    • speedy_86 03.01.2020 09:45
      Highlight Highlight Du bist scheinbar nicht geistig labil oder in einem schwierigen Moment im Leben, denn genau solche Leute können Scientologen, Zeugen Jehovas, Mormonen oder was auch immer für Sekten/Gruppierungen zum Opfer fallen.

      Ich bin eh der Meinung, dass Religion Privatsache ist und nicht in die Öffentlichkeit gehört.
    • Beggride 03.01.2020 09:50
      Highlight Highlight Na dann, wenn diese so tolerant und friedlich sind, tu doch einfach mal eine gewisse Zeit so, als ob du zu ihnen gehören willst und dann versuch ganz friedlich wieder auszusteigen. (sollte keine Aufforderung dazu sein es zu tun, bitte! Dient nur als Veranschaulichung)
    • Knäckebrot 03.01.2020 10:35
      Highlight Highlight Der Umgang mit demjenigen der Aussteigt, ist etwas vom Aussagekräftigsten über eine Gruppierung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 03.01.2020 09:24
    Highlight Highlight Würde mich interessieren, was der oberste Scientologe diese Kommentars alte Dirk Leinher dazu zu sagen hat.
    • Toerpe Zwerg 03.01.2020 09:54
      Highlight Highlight Dieser Kommentarspalte ... mann Autocorrect ...
  • Purscht 03.01.2020 09:16
    Highlight Highlight Der Herr Harrer scheint mir ein kleiner Querulant zu sein. Aber er setzt seine Energie für einen guten Zweck ein.
  • rolf.iller 03.01.2020 09:04
    Highlight Highlight Ein Regisseur der eine Doku zu Scientology gedreht hat
    Play Icon
  • rolf.iller 03.01.2020 09:01
    Highlight Highlight Ein Ex Mitglied
    Play Icon
  • rolf.iller 03.01.2020 09:00
    Highlight Highlight Der Vater des aktuellen Scientology Chefs
    Play Icon
  • patmosi 03.01.2020 08:23
    Highlight Highlight Ich empfehle die Dokumentation von Leah Remini, die als ehemaliges Scientology Mitglied, die Machenschaften dieser wirklich schlimmen Sekte in den USA aufzeigt. Und wie David Miscavige die Sekte führt. Miscavige ist ein tyrannischer Despot der sogar seine höchsten Führungsmitglieder mit roher Gewalt drangsaliert. Sehr eindrückliche Doku. Scientology sollte schon lange verboten werden.
    • speedy_86 03.01.2020 11:03
      Highlight Highlight Das ist etwas was Frankreich richtig macht...
  • Locutus70 03.01.2020 08:13
    Highlight Highlight Ein guter Freund hat mich vor vielen Jahren noch im letzten Moment abgehalten, zu einem "Auditing" dieser Sekte zu gehen - ich bin ihm heute noch dankbar.
  • roadster101 03.01.2020 08:08
    Highlight Highlight Seit wenigen Monaten dürfen die auch in Bassersdorf zwischen Migros & Coop einen Stand aufbauen und einen "Stress-Test" anbieten. Ich brauch kein Test um zu wissen DASS ICH GESTRESSSSSSSST BIN!!!!!!
  • chnobli1896 03.01.2020 07:56
    Highlight Highlight [...] Harrer handelte sich einen Strafantrag ein, weil er Basels obersten Scientologen auf Facebook als «Gefahr für die ganze Schweiz» bezeichnet hatte. [...]

    Geht das nicht unter Meinungsfreiheit?
    • moontraveller 03.01.2020 10:00
      Highlight Highlight Einen Strafantrag (Anzeige) kann jeder stellen, ob es tatsächlich strafbar ist oder nicht ist zu diesem Zeitpunkt nicht relevant.
      Ist wie bei den Betreibungen, die kann jeder und jederzeit einreichen, ob sie berechtigt ist wied erst im Lauf des Verfahrens geklärt.
    • Äuwä 03.01.2020 11:41
      Highlight Highlight Sobald ein Vorwurf personifiziert wird, also anstelle von Scientology vom obersten Scentologen gesprochen wird, dann setzt man sich dem Verdacht der üblen Nachrede aus. Dies wird höher gewichtet als die Meinungsfreiheit. Vor Gericht hat Herr Harrer jetzt die Gelegenheit diesen Verdacht auszuräumen.
    • B-Arche 03.01.2020 14:47
      Highlight Highlight Scientology geht es nicht ums Gewinnen. Es geht darum die öffentlichen Kritiker mit zahlreichen Prozessen zu überziehen die sie finanziell und psychisch nicht durchstehen.
      Das funktioniert leider in den meisten Ländern da man als Beklagter fast immer auch grosse Ausgaben hat zur Verteidigung.
      Viele verfahren nach diesem Prinzip, einfach einmal schauen wie Promi-Anwälte verfahren - zuletzt massiv genutzt von Rechtskonservativen gegen ihre Gegner.
  • Spitzbuab 03.01.2020 07:51
    Highlight Highlight Das ist typisch für Scientology dass sie ganz dreckig gegen Gegner vorgehen.
    Die Sekte wurde ja auch nicht aus religiösen Gründen gegründet sondern einzig aus steierlichen Grünsen.
    Seht ihre Machenschften bei der Serie von Leah Remini.
    Ganz übel wie die vorgehen.
  • Nurmalso 03.01.2020 07:38
    Highlight Highlight Warum tut der sich das an ? Das ist doch verlorene Lebenszeit, solche Menschen einfach links liegen lassen (so wie alle anderen Sektenfreaks)

    • BeatBox 03.01.2020 08:52
      Highlight Highlight Ncht alle sind so stark und fest in Ihrem Leben, dass sie nicht auf diese Scheissversprechungen von Sekten hereinfallen!
  • ChlyklassSFI 03.01.2020 07:15
    Highlight Highlight Danke, weiter so. Dirk Leinher, bist du jeweils auch vor Ort?
  • Robi14 03.01.2020 07:07
    Highlight Highlight Guter Mann!
    • Elpolloloco 03.01.2020 07:30
      Highlight Highlight My words exactly😀👏
  • Team Insomnia 03.01.2020 06:35
    Highlight Highlight Die haben wohl oder über Kontakte bis ganz nach Oben. Auch in der CH. Kann mir sonst nicht erklären warum so eine gefährliche Sekte bei uns nicht verboten ist.
    • Alpaka 8 03.01.2020 07:36
      Highlight Highlight @Insomnia: Was ist denn so gefährlich dass es gleich zum Verbot kommen soll? Ich kenne Scientology nicht im Detail, darum frage ich.
    • bebby 03.01.2020 07:41
      Highlight Highlight Weil es sehr schwer zu beweisen ist, dass ihre Mitglieder gegen ihren Willen ausgenützt werden. Wir leben eben in einem Rechtsstaat und Scientology nützt diese Tatsache aus.
      Wer hingegen nur ein bisschen informiert ist, weiss, dass diese Firma ihre Mitglieder nach Strich und Faden ausbeutet. Deshalb verkauft sie sich auch unter dem Namen "Dianetik".
    • Team Insomnia 03.01.2020 08:12
      Highlight Highlight @Alpaka8: Soziale Isolation, Manipulation, Gehirnwäsche und finanzielle Ausbeutung bis zum letzten Rappen ihrer Mitglieder finde ich schon sehr gefährlich und bedenklich.
    Weitere Antworten anzeigen

Sexueller Übergriff auf Frau in Liestal: Behörden wollen Bilder des Täters veröffentlichen

Am Sonntagnachmittag, 5. April 2020, kam es im Gebiet Allee in Liestal zu einem sexuellen Übergriff auf eine Frau. Da der tatverdächtige Mann trotz umfangreicher Ermittlungen bisher nicht identifiziert werden konnte, wird die Staatsanwaltschaft Baselland nach Ablauf einer Frist Bilder des mutmasslichen Täters veröffentlichen.

Am Sonntagnachmittag, 5. April 2020, kam es in der Zeit zwischen 15 und 16 Uhr zu einem sexuellen Übergriff bei der Entsorgungsanlage im Gebiet Allee in Liestal. Das Opfer war eine eine 60-jährige Frau, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Als sich das spätere Opfer bei den Containern der Recyclingstation aufhielt, wurde sie von einem älteren unbekannten Mann in ein mehrminütiges Gespräch verwickelt und anschliessend hinter einen Container gezogen, wo es zum sexuellen Übergriff auf die Frau kam.

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