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Der Basler Grossrat Eric Weber, links, der Initiant der zunaechst bewilligten und dann zurueckgezogenen Pegida Demonstration in Basel, spricht mit einem Polizisten am Mittwoch, 3. Februar 2016. Ein grosses Polizeiaufgebot sichert den Marktplatz in Basel, um auf allfaellige Gegendemonstrationen reagieren zu koennen. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Basler Grossrat Eric Weber ist wieder einmal zu weit gegangen. Bild: KEYSTONE

Eric Weber schlägt mit Zeitung auf Frau ein, weil sie ... schläft!

Nach etlichen Ausrastern in der Öffentlichkeit nun eine neue Aktion: Der Grossrat der «Volksaktion gegen zu viele Ausländer in unserer Heimat» (VA) attackiert mit einer Zeitung eine Frau im Rathaushof.



Die Schilderungen der Augenzeugen stimmen überein: Am Montagmorgen nach 10 Uhr rastete eine Frau auf dem Bänklein im Rathaushof. Die Bank ist ein beliebter Rastplatz in der Innenstadt, schattig, kühl und zentral gelegen. Es folgte der Auftritt von Eric Weber. Der Grossrat der «Volksaktion gegen zu viele Ausländer in unserer Heimat» (VA) stürmte auf die dösende Frau los und schrie sie an. «Er regte sich furchtbar auf, dass sie im Rathaushof schlafe, das sei kein Ort zum Schlafen», erinnert sich ein Staatsangestellter, der im Rathaus arbeitet. Doch damit nicht genug.

Konsequenzen diskutiert

Weber begann, mit einer Zeitung, die er in der Hand hielt, auf die Dame einzuschlagen. Die Attacke dauerte an, bis einer der Mitarbeiter in der Loge an der Rathauspforte herbeieilte und Weber zurückhielt. «Der Mitarbeiter hat Herrn Weber daraufhin angewiesen, das Rathaus zu verlassen», berichtet Vize-Staatsschreiber Marco Greiner der bz auf Anfrage.

«Wir prüfen nun Konsequenzen gegen Eric Weber»

Vize-Staatsschreiber Marco Greiner

Die Angegriffene sei einigermassen schockiert gewesen, habe sich aber nach kurzer Zeit ebenfalls entfernt. Weber war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. «Wir prüfen nun Konsequenzen gegen Eric Weber», sagt Greiner. Das könne so weit gehen, dass der Grossrat ein Hausverbot im Rathaus erhalte. Dabei wäre zu prüfen, wie man an Tagen verfahren will, an denen der gewählte Volksvertreter am Ratsbetrieb teilnehmen will. Das Grossratsbüro sei aber ebenfalls informiert worden.

«Leck mich am Arsch»

Dort ist zu hören, man sei noch zu keinem Entschluss gekommen, aber das Fass sei nun endgültig voll. Der erst kürzlich zum wiederholten Male wegen Wahlfälschung verurteilte Weber hatte bereits mehrfach mit Ausrastern auf sich aufmerksam gemacht. So etwa als er vor laufender Kamera auf der mittleren Brücke die Hosen herunterliess und die Staatsanwaltschaft aufforderte, ihn «am Arsch zu lecken». Dazu kommen immer wieder Beleidigungen und Ausfälligkeiten gegenüber Staatsangestellten und anderen Grossrätinnen und Grossräten, gerne auch in seitenlangen Mails an die regionalen Medien. (dre)

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