Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Basel will Wildpinkler disziplinieren



Alle 30 selbstreinigenden WC-Anlagen in Basel sind 2017 neu gratis. Mit diesem Pilotversuch will die Stadtreinigung herausfinden, ob sich Wildpinkler so disziplinieren lassen.

Bisher sollten die nicht kostendeckenden Gebühren Zweckentfremdung und Vandalismus vermeiden. Anstoss zum Pilotversuch hatte ein Vorstoss aus der LDP gegeben.

Bisher kostete eine Benutzung der meisten Basler WC-Anlagen 50 Rappen – nur drei waren schon bisher gratis. Der flächendeckende Versuch läuft nun bis September; danach wird ausgewertet und über die Zukunft entschieden, wie das Tiefbauamt am Montag mitteilte.

Der Gratispinkel-Versuch kostet den Kanton Basel-Stadt rund 85'000 Franken für die Umrüstung der Anlagen sowie an ausbleibenden Einnahmen. Ob und mehr Schäden und Verschleiss entstehen, wird sich zeigen. Der Kampf gegen das Wildpinkeln habe seinen Preis, hiess es weiter, müsse aber im Interesse der Stadt geführt werden. (nfr/sda)

Freiluft WC

Abonniere unseren Newsletter

18
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Heimatlos 03.04.2017 21:12
    Highlight Highlight Wie wärs mit Pissoirs am Rhein entlang. Wenn da alle Bier trinken reicht ein Klo nicht wirklich aus...
  • Spi 03.04.2017 18:29
    Highlight Highlight Endlich! Bravo Basel! Auf der ganzen Welt gibt es Gratis-Klo. Nur in der Schweiz kostet jeder Brunz en Stutz. Bei den Reichen lernt man sparen.
  • Madison Pierce 03.04.2017 16:19
    Highlight Highlight Wo ist das Problem, wenn man an einen Baum pinkelt? Hauswand, Unterführung etc. geht gar nicht, aber Baum? Ist die Menge in einer Stadt zu viel, so dass die Bäume Probleme bekommen?
    • Caturix 03.04.2017 18:03
      Highlight Highlight Wenn es einer macht OK aber wenn es 50 machen dann stinkt es. Wir sind keine Hunde und können ohne Probleme auf ein WC. Geld zum essen und trinken haben wir auch dann sicher auch ein paar Franken für's WC.
    • Frausowieso 03.04.2017 18:38
      Highlight Highlight Ja, den Pflanzen tut die Menge des Urins nicht gut. Zudem stinkt es irgendwann gewaltig. In der Natur ist es sicher kein Problem, wenn man an einen Baum pinkelt. In der Stadt sollte man das nicht tun
    • citizen of de uold 03.04.2017 20:30
      Highlight Highlight Dann sollte man Zürifest in dem Ausmass wie das letzte mal, auch verbieten. Um Bahnhof Enge herum und umliegenden Gebäuden hat wochenlan gestunken weil trotz aller ToiToibuden leute habe gepisst und geschissen auf der strasse wie in Indien.
  • Pasch 03.04.2017 15:01
    Highlight Highlight Oho ausnahmsweise mal was Gutes. In Zukunft nur noch Technoklo, versprochen! 😉
  • citizen of de uold 03.04.2017 14:34
    Highlight Highlight dann muss man auch jeden Hundbesitzer büssen, denn Hunde makieren ihre Territoriums im Schnitt jede 50 meter.
  • Capitan 03.04.2017 13:26
    Highlight Highlight Bis vor rund 25 Jahren gab es in jeder Stadt zahlreiche öffentliche, kostenfreie Pissoirs.
    Unter dem Vorwand der dort anzutreffenden Heroinsüchtigen und deren Spritzen wurden die Pissoirs dann weggespart.
    Man muss sich also nicht wundern, sondern kann froh sein, dass in's Gebüsch gepinkelt wird und nicht an Häuserwände oder Autos.
    Beim Littering war es genau so. Damals gab es alle 50 bis 100 Meter links und rechts der Strasse mindestens einen Kübel, und an Bahnhöfen ein halbes Dutzend pro Perron und an jeder Ecke. Jetzt muss man lange suchen, bis man einen findet. Littering ist die Folge.
    • Fabio74 03.04.2017 15:28
      Highlight Highlight Blödsinn. Die Leute werfen ihren Müll neben den Kübel auf den Boden. Da helfen auch Kübel im 1-Meter-Abstand nichts
    • El Vals del Obrero 03.04.2017 15:58
      Highlight Highlight Weitere Probleme mit den hypermodernen Anlagen:

      Am Barfi (dort immerhin schon bisher gratis): Nach jedem Nutzer wird ein Drei-Minuten-Reinigungsprogramm abgespult. Einerseits ist das Geldverschwendung und Umweltbelastung, aber vor allem ist diese Anlage absolut unbrauchbar, wenn mehr als drei Leute anstehen.

      Bahnhof-Velo-Parking: An 9 von 10 Tagen defekt. Jede Woche sieht man dort einen Arbeiter reparieren, wie viel kostet das wohl?

      Warum nicht einfach beides: Selbstreinigende kostenpflichtige WCs *und* altmodische ecklige (aber günstige und funktionierende) WCs?
    • Pasch 03.04.2017 16:19
      Highlight Highlight Genau so wie die "Pissrinne" unter der Mittleren Brücke, stinkt bestialisch aber wenns drückt dann fragst du nicht...
      Nur da hats doch letzten Sommer wirklich einer geschafft nen Haufen reinzusetzen *pfui*
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frausowieso 03.04.2017 11:55
    Highlight Highlight Könnte das Wildpinkeln zumindest eindämmen. Oftmals liegt es ja nicht daran, dass man nicht bezahlen will, sondern schlichtweg kein 50zgi dabei hat. Ok, an einem Samstagabend im Sommer sind die öffentlichen WCs teilweise recht übel. Den Männern ist es da wohl angenehmer, irgendwo an einen Baum zu pinkeln.
    • Fabio74 03.04.2017 12:55
      Highlight Highlight Oft liegts an der mangelnden Intelligenz. Wenn man Typen ihr Geschäft an der Hauswand 20 m von der nächsten Toilette entfernt verrichten sieht
    • dorfne 03.04.2017 16:55
      Highlight Highlight Tja das Männerprivileg. Wird wohl aus anatomischen Gründen niemals hinweggefegt werden von der Gleichberechtigung. Oder vielleicht doch? However: lieber Urin im Gras als Uran.Was wohl atomschlaf dazu sagen würde?
    • Capitan 03.04.2017 20:59
      Highlight Highlight @W(Bl)üterich: Im Zürich vor gut 100 Jahren war es das Privileg der Frauen, am hellichten Tag mitten auf die Strasse zu pinkeln.
      Es gab keine asphaltierten Strassen und viele Pferde, die ohnehin auf die sandige Strasse pissten.
      Da fiel es buchstäblich nicht in's Gewicht, wenn eine Frau sich hinhockte und ihre Blase entleerte. Anstoss fand niemand daran, weil die Frauen alle lange, weite Röcke samt Unterröcken (aber keine Unterhosen) trugen.
      Männer konnten derlei nicht tun, ohne dass Unzüchtiges zu sehen hätte sein können. Später wurde deswegen für Männer öffentliche Pissoirs gebaut.
    Weitere Antworten anzeigen

Interview

Warum der Applaus nicht reicht: «Die Bedingungen in der Pflege müssen sich verbessern»

Am Freitagmittag applaudierte die ganze Schweiz für das Gesundheitspersonal, das in der Corona-Krise wichtiger ist denn je. Die Geschäftsführerin des Schweizer Verbands der Pflegefachpersonen erhofft sich, dass nun ihre jahrelangen Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen endlich erhört werden.

Frau Ribi, heute Mittag hat die Schweiz für das Gesundheitspersonal applaudiert. Rührt Sie das?Yvonne Ribi: Ja, das rührt mich und im Namen des Pflegepersonals danken wir ganz herzlich dafür. Ganz wichtig ist aber, dass die Bevölkerung uns jetzt unterstützt, in dem sie zuhause bleibt, soziale Kontakte meidet und die Anweisungen des Bundesamtes für Gesundheit befolgt.

Was haben die Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner in den letzten Wochen geleistet?Viele erleben, dass ihr Berufsalltag …

Artikel lesen
Link zum Artikel