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Friedliche Kundgebung «gegen Nazis» in Bern



Schätzungsweise 500 Menschen haben am Samstag in Bern friedlich «gegen Nazis» und für eine bunte, solidarische Gesellschaft demonstriert. Anlass für die bewilligte Kundgebung war ein Parteitag, den die Partei National Orientierter Schweizer (PNOS) für den gleichen Tag ankündigte.

Zur Kundgebung aufgerufen hatten die JungsozialistInnen (JUSO) der Stadt Bern. Die PNOS wolle sich an ihrem Parteitag «von der internationalen neofaschistischen Prominenz» feiern lassen, schrieb sie in ihrem Kundgebungsaufruf.

Sie bezog sich damit unter anderem auf den Umstand, dass am Parteitag ein Auftritt von Richard Spencer angekündigt war. Spencer ist eine zentrale Figur der Alt-Right-Bewegung, die als rassistisch gilt, und Chef des nationalistischen Thinktanks «National Policy Institute» aus den USA.

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Mit diesem Flyer wurde zur Teilnahme aufgerufen. screenshot: jusobern.ch

Gegen den Parteitag müsse ein Zeichen gesetzt werden, fand die JUSO der Stadt Bern. Die PNOS hatte als Ort für ihren Parteitag die «Region Bern» angegeben, ohne dies zu präzisieren.

Vor einer Woche kam es an einer bewilligten Kundgebung von Rechtsextremen in Basel zu einer Gegendemonstration von Linken und Linksextremen. Die Polizei musste die beiden Lager trennen. Zur bewilligten Kundgebung aufgerufen hatte unter anderen die PNOS.

(dsc/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ciruzz 'O Milionar 01.12.2018 23:20
    Highlight Highlight Sehr blöd für die rechten Antidemokraten wenn die Linken friedlich demonstrieren. Da kann man ja gar nicht "aber diese Linken..." krähen (:
    • Roterriese 02.12.2018 09:21
      Highlight Highlight Einige Schmierereien und Sachbeschädigungen gab es wohl trotzdem.
    • Mutzli 02.12.2018 14:00
      Highlight Highlight @Roterriese

      Weder gibt es Medienmitteillungen in diese Richtung, noch habe ich heute solche Spuren gesehen.
      Aber Hauptsache Probleme suchen bei einer Demonstration gegen Faschismus.

      Wurde zwar von einer ganzen Gruppe von Organisationen ausgerichtet und untersützt (nicht nur JUSO wie es hier im Artikel steht), war dermassen friedlich, dass es auch Familien mit Kindern im Kinderwagen dabei hatte und hat zumindest meinen Einkaufsbummel und Pendlerei nicht im geringsten gestört.

      Aber muss natürlich schlecht sein, weil Gründe.
    • Gähn 02.12.2018 14:35
      Highlight Highlight Und ein weiteres mal erfindet der rote Riese irgendwelchen Blödsinn.
    Weitere Antworten anzeigen
  • D_M_C 01.12.2018 22:43
    Highlight Highlight Friedliche Demo gegen die Pnos, unterstütze ich. 💪🏽 Widerstand ist extrem wichtig. Diese Partei ist jenseits aller guten Dinge.
  • Borki 01.12.2018 22:28
    Highlight Highlight Kommentarschreiber, gehts eigentlich noch, die PNOS mit der Juso zu vergleichen? Die Jusos sind vielleicht naive Träumer und einzelne stehen dem Linksextremismus zu unkritisch gegenüber. Aber es sind Demokraten.
    PNOS sind Nazis! Das sind menschenverachtende A..... die unsere Demokratie lieber heute als Morgen abschaffen würden. Und damit nicht politischer Gegner, sondern Feind von jedem anständigen Demokraten, möge er noch so sehr bürgerlich sein!
  • Albert J. Katzenellenbogen 01.12.2018 19:27
    Highlight Highlight 🙄 Lustig wie sich diese Witzfiguren jeweils gegenseitig das Recht auf Meinungsäusserung stretig machen. Und wir zahlen jeweils das Polizeiaufgebot...
    • Mutzli 02.12.2018 14:02
      Highlight Highlight Das war eine bewilligte Demo mit minimer Polizeipräsenz und Störung des ÖVs. Wenn Sie so sehr überzeugt von allen Meinungsäusserungen sind, müssten Sie das ja auch befürworten, wenn hier eine Gruppe ihr Verständnis zum Ausdruck bringt, dass man auch gut und gerne auf Neo-Nazis verzichten könnten (wobei letztere zudem nicht gerade bekannt sind für ihre leidenschaftliche Unterstützung für Freiheit und Demokratie).
    • Albert J. Katzenellenbogen 02.12.2018 15:32
      Highlight Highlight Mutzli: Ich könnte gut und gerne auf Extremisten an beiden Aussenrändern des politischen Spektrums verzichten.
      Die tatsache, dass ausnahmsweise keine Chaoten dabei waren, bedeutet nicht, dass die Polizei nicht darauf vorbereitet und in einiger Distanz, für die Öffentlichkeit unsichtbar, besammelt war. Das kostet ebenfalls Geld. Die Position der OD Züge ist dabei nicht relevant.
    • Mutzli 02.12.2018 16:59
      Highlight Highlight Ich sehe einfach ehrlich gesagt nicht ein, was an Widerstand und Protest gegen Neo-Nazis extremistisch sein soll. Nicht nur der linke Rand kann was gegen diese haben.

      Dürfen etwa CVP-/GLP- und FDP-ler nicht auch gegen Faschismus sein?

      D.h. macht einen der Widerstand und Widerwillen gegen Neo-Nazis in ihrem Denken automatisch zum Extremisten?

      Was die Polizeipräsenz angeht, verlass ich mich übrigens auch auf die off. Medienmitteilungen. Die Demo war ja auch bewilligt und für ein urdemokratisches Anliegen.

      Oder sind Sie prinzipiell gegen Demos als demokratisches Mittel?
  • Knety 01.12.2018 18:50
    Highlight Highlight Ich habe noch nie Nazis gesehen in Bern.
    • Pachyderm 02.12.2018 08:45
      Highlight Highlight Und das soll auch so bleiben. Ich war heute bei der Demo weil ich nicht will dass irgendwann auch hier hunderte Rechte auf der Strasse stehen die meinen sie seien „das Volk“.
    • Knety 02.12.2018 11:23
      Highlight Highlight Das liegt bestimmt nicht an ein paar demonstrierenden Kiddies. Und wenn mal irgendwo Neonaziaufmärsche oder Konzerte abgehalten werden ist weit und breit keine Antifa in Sicht.
    • Mutzli 02.12.2018 17:02
      Highlight Highlight @Knety

      Man mag von der Antifa halten was man will, aber dass sie sich vor der Begegnung mit Neo-Nazis scheut, hätt ich jetzt noch nie gehört.
      Siehe z.B. Basel letztes Wochenende oder die Aufmärsche von bewaffneten AltRightern in den USA seit 2016, wenn mans bisschen globaler will. Auch in Deutschland sind sie sehr präsent.
      Wiederum: Egal was man von ihnen und besonders ihren Methoden hält, dass sie Konfliktscheu sind, hätt ich jetzt noch nie gehört.
  • Diagnose: Aluhut 01.12.2018 18:48
    Highlight Highlight Nazis? 🙈 Wohl eher Neonazis, wenn schon.
    • Forrest Gump 02.12.2018 00:37
      Highlight Highlight Nazis sind nicht nur die Kameraden des Schnäuzigen aus der Zeit des zweiten Weltkriegs.. Das ist ganz einfach die kurzform für Nationalsozialist und deshalb völlig korrekt.
    • cassio77 02.12.2018 07:11
      Highlight Highlight Erklär mir den Unterschied!
    • Diagnose: Aluhut 02.12.2018 09:36
      Highlight Highlight @forrest: Aus heutiger Sicht klar nein. Heute: Faschist, oder eben Neonazi.

      @casino: Ein Neonazi hat zwar die gleiche Gesinnung, hat aber die Zeit des Sozialsozialismus nicht selber miterlebt. (Altnazis sind hingegen die, die Gesinnung nie abgelegt haben.)
    Weitere Antworten anzeigen
  • koks 01.12.2018 18:02
    Highlight Highlight Wenn man sich die politischen Vorschläge von Pnos und Juso anschaut, ist man nicht sicher, bei welchen man mehr Angriffe auf den Rechtsstaat und Nazi-Gedankengut findet...
    • Fabio74 01.12.2018 18:13
      Highlight Highlight Man lese die PNOS Ergüsse und sehe die Vorbilder zwischen Wolfsschanze und Obersalzberg
    • Juliet Bravo 01.12.2018 18:15
      Highlight Highlight Doch, da ist man recht sicher. Kannst du mal ein paar Beispiele für Nazigedankengut bei der Juso aufzählen? Oder Angriffe auf den Rechtsstaat?
    • Bugs Bunny 01.12.2018 18:35
      Highlight Highlight Immerhin födern die Juso keinen Krieg und hetzen nicht.
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  • hävi (the return) 01.12.2018 17:21
    Highlight Highlight Entfernt. Bitte formuliere deine Kritik sachlich. Danke, die Redaktion.
    • Geralt 01.12.2018 19:08
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.

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