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Über tausend Personen demonstrieren in Bern für die Ukraine

Eine ukrainische Flagge vor der Kuppel des Bundeshauses, waehrend einer nationalen Solidaritaetskundgebung fuer einen gerechten Frieden in der Ukraine am Samstag, den 22. $February 2025, in Bern. Der  ...
Eine ukrainische Flagge vor der Kuppel des Bundeshauses. (Symbolbild)Bild: keystone

Tausende solidarisieren sich in Bern mit der Ukraine

Mehrere tausend Menschen haben sich am Samstag in Bern mit der Ukraine solidarisiert. Vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs forderten sie die Schweiz und Europa auf, mehr für Frieden und Gerechtigkeit zu tun.
28.02.2026, 14:3128.02.2026, 16:45

Die Ukraine habe vier Jahre voller Schmerz und Frustration hinter sich, aber auch voller Mut und Widerstand, sagte Iryna Wenediktowa, die ukrainische Botschafterin in der Schweiz, vor den Demonstrierenden auf dem Bundesplatz. «Die Ukraine kämpft, aber sie verteidigt nicht nur sich, sie verteidigt die europäische Sicherheit und das Völkerrecht.»

Den Kampf könne sie nicht alleine führen. «Wir hoffen auf Unterstützung, die stark genug ist, den Aggressoren zu stoppen», sagte Wenediktowa. Die Schweiz spiele bei der Wiederherstellung von Frieden und Gerechtigkeit eine wichtige Rolle.

«Auch Neutrale müssen das Böse beim Namen nennen», sagte sie unter dem Applaus des teils ukrainischen, teils schweizerischen Publikums. Auf Transparenten waren Slogans zu lesen wie «Putin - Terrorist und Kriegsverbrecher» und «Habt Ihr je für die Freiheit gekämpft? Ukrainer tun es jeden Tag.»

Notleidende Bevölkerung

Zur Kundgebung aufgerufen hatte der Ukrainische Verein in der Schweiz zusammen mit weiteren Organisationen. Nach dem Umzug von der Schützenmatte zum Bundesplatz schilderten mehrere Rednerinnen die Leiden der ukrainischen Bevölkerung. Der Krieg bestehe nicht nur aus täglichem Beschuss. Menschen frierten in ihren Wohnhäusern - ohne Heizung, Wasser und Strom.

Der Ukrainische Verein in der Schweiz forderte eine striktere Umsetzung der Sanktionen gegen Russland und eine entschlossene Bekämpfung russischer Desinformationskampagnen. Zudem brauche die Ukraine mehr Unterstützung - insbesondere beim Wiederaufbau der zerstörten Energieinfrastruktur.

Eingefrorene russische Vermögenswerte müssten auf legalem Weg für den Wiederaufbau der Ukraine genutzt werden können. Weiter brauche es eine aktive Teilnahme der Schweiz bei der Verfolgung russischer Kriegsverbrechen.

«Haltung zeigen»

Europa und die Schweiz müssten endlich aufwachen, sagte der Aargauer GLP-Nationalrat Beat Flach. Auch ein neutrales Land müsse Haltung zeigen. «Wir dürfen es nicht zulassen, uns an den Krieg zu gewöhnen.»

Krieg sei nicht normal, betonte Flach - und es sei zum Beispiel auch nicht normal, dass zivile Energieinfrastrukturen, Spitäler und Schulhäuser angegriffen würden. Die Hilfe beim Wiederaufbau sei auch eine Investition in die Sicherheit des europäischen Kontinents, sagte der Waadtländer FDP-Nationalrat Laurent Wehrli. (sda)

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