Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Berner Gericht verurteilt Tunesier wegen Mordes an seiner Ehefrau



Eine Aufseherin oeffnet eine Gefaengniszelle in der Kriseninterventionsabteilung (KIA) im Gefaengnis Limmattal, aufgenommen am Freitag, 1. Maerz 2019 in Dietikon Zuerich.  (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Bild: KEYSTONE

Ein heute 35-jähriger Tunesier ist am Freitag vom Gericht in Burgdorf BE wegen Mordes an seiner Ehefrau zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren verurteilt worden. Der Mann hatte im Februar 2016 seine Ehefrau erstochen.

Das Regionalgericht in Burgdorf sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte besonders verwerflich und grausam gehandelt hatte und verurteilte ihn wegen Mordes. Damit liegt das Gericht nahe beim Antrag des Staatsanwaltes, der eine Verurteilung wegen Mordes und eine Freiheitsstrafe von 17 Jahren verlangt hatte.

Der Verteidiger hatte in seinem Plädoyer am Mittwoch lediglich eine Verurteilung wegen vorsätzlicher Tötung beantragt und eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren gefordert, aufgeschoben zugunsten einer stationären Therapie.

Der heute 35-jährige Tunesier lebt seit 2011 in der Schweiz und war mit einer zur Tatzeit 38-jährigen Schweizerin verheiratet. In der Ehe kriselte es. So musste die Polizei bereits einmal wegen häuslicher Gewalt einschreiten.

Die Frau suchte Rat bei einem Bekannten, was den Ehegatten offenbar eifersüchtig machte. Als er nach einem Streit nach Hause habe er als erstes ein Messer gesehen, da sei er «verloren gewesen», sagte der Mann vor Gericht. Eine Erklärung für die Tat konnte er nicht liefern. «Es ist einfach passiert, ich war ein anderer Mensch», sagte er aus.

Nach der Tat meldete er sich bei der Polizei. Seine Frau hinterliess zwei Kinder, die zur Tatzeit nicht zu Hause waren. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Türke darf trotz Schändung einer Frau in der Schweiz bleiben

Ein in der Schweiz geborener Türke darf in der Schweiz bleiben, obwohl er 2016 wegen Schändung einer Frau zu 28 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern hat den Widerruf der Niederlassungsbewilligung durch die Berner Sicherheitsdirektion aufgehoben.

Wie aus dem am Freitag veröffentlichten Urteil hervorgeht, verging sich der heute 25-jährige Mann vor sieben Jahren gemeinsam mit zwei Mittätern an einer jungen, bewusstlosen Frau. Ungeschützt vollzog der …

Artikel lesen
Link zum Artikel