DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Über 100 Kinder missbraucht: Pädophiler Berner Sozialtherapeut wird nachträglich verwahrt



Ein pädophiler Sozialtherapeut, der 2014 von der Berner Justiz zu 13 Jahren Haft und einer stationären Massnahme verurteilt worden war, wird nachträglich verwahrt. Dies hat das Regionalgericht Bern-Mittelland entschieden, wie es am Donnerstag mitteilte.

Der heute 62-jährige Mann war 2014 wegen Schändung, sexuellen Handlungen mit Kindern und Pornografie verurteilt worden. Der Sozialtherapeut hatte gestanden, sich während Jahrzehnten an insgesamt 114 behinderten Kindern vergangen zu haben. Wegen Verjährung ging es noch um 33 Missbrauchsfälle.

Vor einer Verwahrung sah das Gericht damals noch ab und verordnete zunächst eine stationäre Massnahme, die alle fünf Jahre verlängert werden könnte. Die Therapierbarkeit des Mannes wurde aber in der Folge in Frage gestellt. Gemäss Urteilsbegründung wurde die Umwandlung in eine Verwahrung von den psychiatrischen Diensten angestossen.

Vor dem Hintergrund des bestehenden Rückfallrisikos sei die Verwahrung verhältnismässig. Die Sicherheitsinteressen der Öffentlichkeit überwiegen «deutlich», hält das Regionalgericht im jüngsten Entscheid fest. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kantone ziehen mehr Impfungen aus den Ampullen – doch es gibt ein Problem

Geschicktes Fachpersonal kann aus einer Ampulle mehr Impfdosen ziehen, als vorgesehen. Allerdings könnte das dem medizinischen Personal zum Verhängnis werden.

Fingerspitzengefühl, Übung und das richtige Werkzeug: Das sind die Kriterien, damit man aus einer Impfstoffampulle beispielsweise sechs anstatt fünf Dosen ziehen kann. In einzelnen Kantonen wie Bern oder Basel-Land wird das bereits regelmässig getan. Folglich gibt es mehr Impfdosen. Das Problem dabei: Mit dieser Praxis liegt ein «Off-Label-Use» vor.

Das behandelnde Personal ist grundsätzlich verantwortlich, Arzneimittel so zu verabreichen, wie es der Hersteller empfiehlt. Weichen sie davon ab, …

Artikel lesen
Link zum Artikel