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Kriminaltechnikerin auf dem Weg zum Tatort.
Bild: KEYSTONE

Unfall oder Verbrechen bei Rupperswiler Brand-Drama: Finden Rechtsmediziner die Spur?

22.12.2015, 11:5822.12.2015, 12:30

Was geschah genau am Montagmorgen in Rupperswil? Noch immer ist völlig unklar, wie vier Menschen bei einem Brand in einem mehrstöckigen Haus an der Lenzhardstrasse ums Leben gekommen sind.

Ist es ein tragischer Unfall? Oder ist es gar ein Verbrechen? Die Ermittler können noch immer nichts ausschliessen.

«Verletzungen, die ein Mensch nicht überleben kann, lassen sich auch bei einer erheblichen Hitzeeinwirkung feststellen»

«Es war eine schreckliche Situation, besonders für die Feuerwehrleute, die die Toten gefunden haben», sagte Roland Pfister, Sprecher der Kantonspolizei Aargau, zur Situation vor Ort. Die Leichen seien teils massiv verkohlt, schreibt «Blick».

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Zur Stunde ist auch die Identifikation der Leichen noch offen. Klar ist nur, dass eine Frau mit zwei Kindern an der Adresse gemeldet sind.

«Bei verkohlten Brandleichen ist eine visuelle Identifikation durch Angehörige nicht möglich, deshalb stellen wir auf DNA- oder Zahnanalysen ab.»

Umgehend wurden Spezialisten des Rechtsmedizinischen Instituts herbeigezogen. Sie waren über Stunden damit beschäftigt, jede noch so kleinste Spur zu sichern, um bei einem allfälligen Verbrechen die Tat zu rekonstruieren. Selbst ein angrenzendes Feld wurde nach Hinweisen abgesucht.

Aufgabe der Rechtsmedizin sei einerseits die Identifikation der Opfer, andererseits die Feststellung der Todesursache, sagte Daniel Eisenhart, Leiter des Rechtsmedizinischen Instituts,unlängst zur Erklärung seiner Arbeit. «Bei verkohlten Brandleichen ist eine visuelle Identifikation durch Angehörige nicht möglich, deshalb stellen wir auf DNA- oder Zahnanalysen ab.»

Wie können die Ermittler sicherstellen, ob es sich womöglich um ein Verbrechen handelt? «Verletzungen, die ein Mensch nicht überleben kann, lassen sich auch bei einer erheblichen Hitzeeinwirkung feststellen», führte Eisenhart weiter aus.

Andererseits würden hohe Konzentrationen von Kohlenmonoxid in der Lunge oder Russeinatmung dafür sprechen, «dass die verstorbene Person zum Zeitpunkt des Brandausbruchs noch lebte», so der Rechtsmediziner. (az)

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