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Schweizer Polizisten setzten letztes Jahr drei Mal mehr Taser ein

Schweizer Polizisten setzten letztes Jahr drei Mal mehr Taser ein

31.03.2019, 13:2413.05.2019, 15:00

Die Taser-Einsätze durch Schweizer Polizisten haben sich im letzten Jahr mehr als verdreifacht. Lösten die Ordnungshüter die Elektroimpulspistolen 2017 noch 13 Mal aus, waren es 2018 bereits 45 Aktionen. Schusswaffen kamen 12 Mal zum Einsatz.

Die 12 Schusswaffeneinsätze im vergangenen Jahr lägen immer noch klar unter dem mehrjährigen Durchschnitt, schreibt die Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten (KKPKS) auf ihrer Webseite. Zuvor hatte am Sonntag «Radio Energy» darüber berichtet. Die meisten Schüsse seien auf Fahrzeuge oder gegen den Boden abgegeben worden. Menschen seien dabei nicht verletzt worden.

Stark angestiegen ist demgegenüber der Einsatz von Tasern. 125 Mal hätten Polizisten die Elektroimpulspistolen gezogen, hiess es auf der KKPKS-Seite weiter. In den meisten Fällen habe die Drohung ausgereicht, um die Lage zu stabilisieren. Doch in 45 Fällen seien die Taser tatsächlich ausgelöst worden.

Kritik von «Augenauf»

Bei zwei Dritteln der Einsätze seien die Betroffenen unter Drogen- oder Alkoholeinfluss gestanden. Obwohl in einigen Fällen die Taser während des gleichen Einsatzes mehrmals zum Einsatz kamen, bedeutet dies mehr als eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr.

Diese Entwicklung stösst bei der Menschenrechtsorganisation «Augenauf» auf Kritik. Die Zurückhaltung, die am Anfang noch da gewesen sei, werde immer mehr aufgehoben, kritisiert Sprecher Rolf Zopf gegenüber «Radio Energy».

Damit steige auch das Risiko, dass es irgendwann zu schweren Zwischenfällen mit Todesfolgen kommen könnte. Denn die Waffe sei «ganz klar lebensgefährlich», in den USA habe es bereits mehrere Todesopfer gegeben.

(sda)

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