Warum hat Coop keine Bananen, aber Migros schon?
Sie ist die zweitmeistkonsumierte Frucht in der Schweiz, direkt nach dem Apfel. Im Durchschnitt werden pro Person jedes Jahr mehr als 90 Bananen gegessen. Liegen sie nicht mehr im Regal, bleibt das entsprechend nicht unbemerkt, berichtet die Romandie-Tageszeitung 24 heures.
In den letzten Tagen sind in mehreren Westschweizer Filialen von Coop die Regale teilweise nur spärlich gefüllt. In Genf, im Wallis oder im Kanton Waadt berichten einige Filialleiterinnen und Filialleiter, dass sie nur einen Teil ihrer Bestellungen erhalten, meldet 24 heures. Céline Venetz, Sprecherin des Unternehmens, wird von der tageszeitung zitiert:
Seit Jahresbeginn hätten Stürme über dem Atlantik, zwischen Amerika und Europa, den Transport der Frachtgüter gestört. Die von Coop verkauften Bananen stammen unter anderem aus Elfenbeinküste, Ecuador, Kolumbien, Peru und der Dominikanische Republik.
Der Einzelhändler möchte beruhigen und geht davon aus, dass sich die Lage in den nächsten Wochen verbessern wird.
Und die Migros?
Die Schwierigkeiten scheinen übrigens nicht alle Akteure zu betreffen. Ein Genfer Obst- und Gemüsehändler, der von 24 heures zitiert wird, gibt an, weiterhin normal beliefert zu werden; über die Häfen von Antwerpen und Zeebrügge. Er berichtet, auf den Weltmärkten keine Knappheit zu beobachten, und zeigt sich über die bei Coop auftretende Situation erstaunt
Mit anderen Worten: Es handelt sich nicht um einen weltweiten Bananenmangel, sondern um logistische Störungen, die derzeit vor allem den Basler Händler treffen. (jah/fwa)
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