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Plastikgeschirr

Der Plastik muss weichen: In Coop-Filialen und Take-Aways gibt es das Besteck nur noch aus Holz. Bild: shutterstock.com

Nur noch Holz: Coop verbannt Plastik-Besteck aus Läden und Take-Aways



Der Detailhändler Coop verbannt Plastikbesteck aus Läden und Take-Aways. Ab kommenden Montag sind Gabel, Messer und Löffel aus Holz – und kosten 10 Rappen.

Das Besteck habe rund 196 Tonnen Plastikabfall generiert, berichtet die «NZZ am Sonntag». Mit der Umstellung nehme man auch ein Kundenbedürfnis wahr.

In einem nächsten Schritt will der Detailhändler auch die Verpackungen für Bowls und Salate angehen. Die Gefässe sollen in Zukunft mit einem höheren Anteil an Recycling-Plastik und dünnerer Schutzfolie entwickelt werden.

Folien von Fleisch, Käse und Chips machen den grössten Kunststoffverbrauch aus. Rund 50'000 Tonnen Plastik landen pro Jahr im Abfall. Dicht dahinter liegen Schalen und Dosen und Kehrichtsäcke (beide 45'000 Tonnen). (ohe)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Nashira 13.09.2020 16:41
    Highlight Highlight Mooment: Das Plastikbesteck war gratis, das Holzbesteck soll 10 Rappen kosten? Ich finde diese Philosophie furchtbar: die Kosten sofort auf die Konsumenten abwälzen... Ich bin erst bereit, fürs Besteck zu bezahlen, wenn das richtig wiederverwendbar ist. Ich finde Behälter und Besteck (aus was auch immer) mit Depotgebühr abzubeben eh viel zielgerichteter. Am Idealsten, man bringt immer alles selber mit, aber wer läuft schon ständig mit Behälter und Besteck rum...
    • Kruk 13.09.2020 18:19
      Highlight Highlight Wiederverwendbares Besteck gibt es bei Coop natürlich auch.

      Und dann kann man es nächstes mal auch gerade mitnehmen.
      Ich weiss nicht warum man dies nicht tun sollte, es ist ja nicht so dass man völlig spontan einen Fertigsalat oder so etwas kauft.
      Meistens tun die Leute dies doch in der Mittagspause.
    • Pachyderm 13.09.2020 18:21
      Highlight Highlight Stell dir vor, Coop verkauft auch Besteck, das "richtig wiederverwendbar ist". Und das darfst du dann auch mitnehmen, um am Take Away nicht das Holzbesteck für 10 Rappen kaufen zu müssen.
  • Likos 13.09.2020 16:17
    Highlight Highlight Ich bin ja eher für mehr Fingerfood.
    Das wabblige Plastikbesteck, oder das stumpfe Holzbesteck, was eher Kinderspielzeug entspricht, ist ja eher eine Notfalllösung. Aber das gilt auch fürs Coop Take-Away 🤐
  • ThePower 13.09.2020 16:01
    Highlight Highlight Ok, cool
  • Autokorrektur 13.09.2020 13:53
    Highlight Highlight Ich essen sehr selten auswärts, und hab mir bisher keine Gedanken dazu gemacht, aber wenn dann essen wir mit den Fingern. Heute werde ich ein Besteckset in den Rucksack packen. Jemand Tipps, wo man das Besteck hineintun kann? Zahnbürstenbehälter? Geht das? 🤔
    • Lami23 13.09.2020 15:35
      Highlight Highlight Kleiner Stoffbeutel. Oder manche Bestecksets sind schon einer einer Art Schachtel.
    • Nutshell 13.09.2020 15:38
      Highlight Highlight Ein Stoffsäckli? Und wenn du meinst, dass es durch das benutzte Besteck dreckig wird, ein stabiles Plasticksäckli (zB. Gefrierbeutel), das man auswaschen und wieder benutzen kann. Bei beidem Besteck rein, zu einer Rolle einwickeln und irgend ein Bändel drum.
  • John Henry Eden 13.09.2020 11:59
    Highlight Highlight Ist die CO2-Bilanz vom Holzbesteck besser oder nicht? Steht im Artikel der NZZaS leider nicht.

    Allein das entscheidet, ob es eine schlaue oder dumme Aktion ist.
    • 7immi 13.09.2020 16:49
      Highlight Highlight Viele nachwachsende Produkte wie Holzbesteck gehen davon aus, dass sie anschliessend kompostiert werden / einen weniger grossen Schaden in der Natur anrichten. Das ist aber absolut falsch in der Schweiz, da hier der Kehricht verbrannt wird. Ich vermute mal, dass die CO2 Bilanz nicht besser ist als bei Kunststoffbesteck. Dies würde sich auch mit den Bemühungen von Manor decken...
  • Meinung 13.09.2020 11:43
    Highlight Highlight Fast Food geht offenbar nur mit "Fast-Geschierr".
    Und das ganze aus Asien oder sonstwo importiert....extrem Nachhaltig dieser wechsel.
    Wow, ich bin begeistert.
  • Posersalami 13.09.2020 11:31
    Highlight Highlight Wieso 10rp? Wieder nur etwas halbgares.. Besteck kann man mitnehmen. Es gibt da viele Lösungen die man einfach einsteckt am morgen zusammen mit Sonnenbrille und Handy.

    Auch sollte das ganze To go-Essen deutlich mehr kosten, wenn man die Verpackung nicht selber mitbringt. Ist doch der Wahsinn schlecht hin, Plastik für nur 2-3h zu verwenden (wenn überhaupt).
  • TheKen 13.09.2020 11:04
    Highlight Highlight Gute Idee. Schmeckt eh besser mit Holz. Auf lange Sicht macht es Sinn selber Sachen mitzubringen, mit der Kaffeetasse hat es angefangen.
  • chrimark 13.09.2020 10:52
    Highlight Highlight Gleichzeitig verpackt Coop neuerdings Broccoli und anderes Gemüse im Offenverkauf in Plastik, ersetzt beim Frischfleisch Plastikfolien durch Plastikschalen und nimmt massig neue Produkt auf, die mit halb soviel Plastik verpackt werden könnten.
    Das ist Gefühlt ein Schritt vor und zwei zurück.
    Immerhin baut sich Holz in der Natur irgendwann mal ab, wenn Vollhonks denn Müll liegen lassen.
    • 7immi 13.09.2020 16:53
      Highlight Highlight @chrimark
      es macht vielleicht auf den ersten Blick keinen Sinn. Man muss dafür den ganzen Produktlebenszyklus kennen. WIe wird geerntet, sortiert, gelagert, transportiert, gelagert, im Lader aufgebaut, transportiert, gelagert, verbraucht. Kann man zum Beispiel einen LKW effizienter beladen dank der Verpackung (Stapeln) oder hält das Produkt länger (Foodwaste), so kann eine Kunststoffverpackung sogar einen positiven Einfluss haben auf die Gesamtbilanz.
    • thelastpanda 13.09.2020 17:52
      Highlight Highlight Genau, eingeschweisste Gurken halten zum Beispiel anscheinend mehrere Tage länger als nicht eingeschweisste. Jetzt müsste man sich halt entscheiden, will man weniger Food Waste oder weniger Plastik.
    • 7immi 13.09.2020 18:32
      Highlight Highlight @thelastpanda
      richtig, gutes Beispiel! Die Frage ist nun, was den grösseren Impact hat. Ich lebe derzeit in einem Singlehaushalt, da bin ich froh, gibt es kleine Portionen und eingeschweisste Gurken, sonst füttere ich nur den Kompost... Ich denke, dass der Aufwand für die Herstellung einer Gurke deutlich grösse ist als das Bisschen Kunststoff, das ohnehin zumindest thermisch recycelt wird und so nicht ganz verloren ist. Bei Fleisch und Kaffee ist der Effekt noch grösser.
  • Unicron 13.09.2020 10:34
    Highlight Highlight Ist ja super dass es kein Plastik ist, aber ich wünschte mir es gäbe eine Alternative zu Holz. Ich kriege einfach jedesmal eine Gänsehaut wenn das meine Zähne berührt. 😂
    • Frau_Was 13.09.2020 11:31
      Highlight Highlight Geht mir genauso. Ich kann mit diesem Holzbesteck nicht essen, es tschuderet mich jedes Mal (darum ess ich auch fast nie Stengelglacé, da ist das gleiche Problem...
    • ManOnTheMoon 13.09.2020 11:54
      Highlight Highlight First World Problems, Ladies and Gentlemen...
    • Garp 13.09.2020 12:19
      Highlight Highlight Nehmt einfach euer eigenes Besteck mit, hab ich immer so gemacht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • el capitano 13.09.2020 09:48
    Highlight Highlight dafür gibt es Butter aus der EU !!! schämt euch
    • Manu K 13.09.2020 13:31
      Highlight Highlight Würde mehr Bio-Buttwr gekauft, wäre ws für Schweizer Bauern wieder attraktiver Butter herzustellen..
  • Anded 13.09.2020 09:35
    Highlight Highlight Wenn ich einkaufen gehe, nehme ich meine Einkaufstaschen selber mit.
    Wenn ich keine dabei habe, gehe ich nicht einkaufen, oder kaufe eine neue Wiederverwendbare.
    So kaufe ich nie Einwegplastiktaschen. Kann aber trotzdem einkaufen.

    Take-Away Food ist meist etwas spontanes. Ich laufe nicht permanent mit Besteck im Hosensack rum.
    Eine pauschale Umweltabgabe/-kompensation auf allen Gerichten in Plastikschale fänd ich OK. Aber ist halt eine sichtbare Preiserhöhung. Aufpreis für Besteck... naja. Macht nicht wirklich Sinn. Ist nur Teil des Plastiks und gehört halt zu dieser Art Menü.
    • jimknopf 13.09.2020 13:13
      Highlight Highlight Der Einkaufstrick ist Wahnsinn, danke!
  • Resistance 13.09.2020 09:20
    Highlight Highlight Und von wo kommt das holzbesteck? Thailand?
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 13.09.2020 09:17
    Highlight Highlight Guten Morgen. Wenn wir schon beim Essen sind: Könnt ihr bitte Promotionen die das Fleischessen promoten bleiben lassen? Es gibt keinen nachhaltigen Fleischkonsum, denn das Tier muss dafür umgebracht werden. Dies sollte man nicht noch fördern und dafür Geld kassieren.
    • John Henry Eden 13.09.2020 12:05
      Highlight Highlight Wenn du dich für Nachhaltigkeit einsetzt, sollte dir das Überleben von Watson eigentlich am Herzen liegen.

      Dazu muss das Portal Geld verdienen. Watson wird nicht von Steuern oder Mami und Papi finanziert.
  • w'ever 13.09.2020 09:04
    Highlight Highlight wieso nur 10 rappen?
    macht einen stutz daraus, und die kunden werden sehr schnell ihr eigenes, wiederverwertbares besteck dabei haben.
    • Blue_Toastbrot 13.09.2020 09:16
      Highlight Highlight Hast du dich schon mal drauf geachtet, wie viel weniger Kunden Plastiksäcke nehmen, einfach weil sie etwas kosten und nicht gratis sind?
    • nukular 13.09.2020 10:15
      Highlight Highlight @blue_toastbrot, mich würde es ja wundernehmen wieviele dass bei den self scanning Kassen sich "gratis" einen Sack mitnehmen...
    • Autokorrektur 13.09.2020 13:50
      Highlight Highlight @blue_toastbrot Und das ist schlechter, weil? Ich find das super, w
  • Dogbone 13.09.2020 08:52
    Highlight Highlight Eine wirklich gute Sache, wie ich finde. Trotzdem, interessant wäre nun schon, was für Holz verwendet wird und woher es kommt. Einfach Plastik verschwinden zu lassen reicht nicht, wenn wir Stattdessen im dümmsten Fall billigstes Holz aus brasilianischem Raubbau verwenden. Da hätte ich mir im Artikel etwas mehr Infos und einen kritischeren Blick gewünscht, auch wenn ja vermutlich alles im grünen Bereich ist.
  • [CH-Bürger] 13.09.2020 08:49
    Highlight Highlight Bravo! ein mutiger und lobenswerter Schritt!

    Das ist aber nicht das Wundermittel: diese Nachricht könnte nämlich die Leute dazu verleiten, mehr Einwegbesteck zu nutzen ("es ist ja jetzt kein Problem mehr, da Holz nachwächst")...

    Wirklich nachhaltig ist, dass man auf Wegwerf-Produkte verzichtet!
    Auch auf die Apérohäppchen Salami, Rohschinken, etc die in zahlreichen Läden in kleinen Portionen angeboten werden...

    und WENN mans nutzt, dann bitte wenigstens SELBER entsorgen und nicht am Seeufer liegen lassen - die Umwelt dankt!
  • mrmikech 13.09.2020 08:33
    Highlight Highlight Es wäre besser, biologisch abbaubaren Kunststoff mit einer Lebensdauer von etwa einem Jahr (auch für Verpackungen) zu verwenden. Es gibt viele neue Möglichkeiten, Kunststoff ohne Öl herzustellen - zum Beispiel durch Bakterien aus Müll. Teurer, ja, aber das liegt hauptsächlich daran, dass der Ölpreis und damit der Kunststoffpreis so niedrig ist.
    • Matrixx 13.09.2020 12:08
      Highlight Highlight Aus Hanf lässt sich viel herstellen, darunter u.a. Biokunststoff, Kleidung, Beton etc.
      Und Hanf ist eines der am schnellsten nachwachsenden Rohstoffe. Man müsste den Anbau nur erlauben...
    • Sälüzäme 13.09.2020 13:52
      Highlight Highlight @Matrix: der Anbau von Nicht-Drogen Hanf ist erlaubt, nur wird Hanfprodukten nicht sehr gross nachgefragt und die Verarbeitung zu Flachs, Garn und Stoff gegenüber Chemiefasern und Baumwolle ist teuer und aufwändig. Für die paar Seile lohnt es sich auch nicht, leider. Ist aber ein sehr gutes Produkt und sollte viel mehr eingesetzt werden.
    • 7immi 13.09.2020 16:59
      Highlight Highlight @mrmikech
      So einfach ist es leider nicht. Kunststoffverpackungen haben keinen Schalter für die Abbaubarkeit, sie beginnen damit ab Produktion. D.h. es gibt dann in der Wurstverpackung bereits Mikroorganismen, die mit dem Abbau beginnen. Das ist nicht wirklich sinnvoll und auch nicht legal. Ausserdem haben viele Biokunststoffe Eigengeschmäcker, die nicht gut sin für Lebensmittelverpackungen.
      Weitere Probleme sind die technischen Anforderungen an Kunststoffe wie Gas- Und Wasserdichtheit. Die Fleischverpackungen bestehen meistens aus 5 Schichten, was man nicht sieht. Ziemlich komplex.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ingmarbergman 13.09.2020 07:47
    Highlight Highlight Gute Sache. Nur 10 Rappen sind zu wenig. Besser 2.- dann würden die Leute vielleicht mal anfangen richtiges Besteck zu verwenden.
    • Anded 13.09.2020 12:42
      Highlight Highlight Nein. Dann vergammeln die Gerichte in Plastikschalen im Regal, und die Leute kaufen ein Sandwich.

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