Schweiz
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Nationalraete packen nach der letzten Abstimmung der 2. Sessionswoche ihre Sachen zusammen und verlassen den Nationalrat, waehrend der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 12. Maerz 2020, in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bienenhaus Bundeshaus: Kann man im Nationalratssaal die Distanz-Regeln des Bundesrates einhalten? Bild: KEYSTONE

«Session muss abgebrochen werden»: Die ersten Politiker gehen nicht mehr ins Bundeshaus

Die Verwaltungsdelegation will die Session im Bundeshaus weiterführen. Dieser Entscheid löst Kritik aus: Ist der Entscheid vorbildlich oder Ausdruck von massiver Selbstüberhöhung?

Doris Kleck / ch media



«Das Parlament hat als oberste Gewalt eine Vorbildfunktion.» Mit diesem Satz begründete die Verwaltungsdelegation der Bundesversammlung am Freitag ihren Entscheid, die Frühlingssession am Montag fortzusetzen. Die Bundesversammlung besteht aus 200 Nationalrätinnen und Nationalräten und 46 Ständerätinnen und Ständeräten.

Dazu kommen das Perspersonal der Parlamentsdienste, Ratsweibellinen und Ratsweibel, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gastronomiebetriebe, Sicherheitsleute, Bundesräte und Journalisten. Selbst wenn nun also auch noch die letzten Lobbyisten aus dem Bundeshaus ausgesperrt werden: einige Hundert Personen werden sich ab Montag weiterhin im Bundeshaus aufhalten. Wie lässt sich dies vereinbaren mit dem Verbot des Bundeserates für Anlässe mit mehr als 100 Personen?

«Die bisher ergriffenen Massnahmen haben sich bewährt. Sowohl die Hygienemassnahmen als auch die Vorkehrungen für das Abstandhalten werden von den Ratsmitgliedern diszipliniert eingehalten.»

Verwaltungsdelegation

Es gibt dazu eine juristische Antwort: «Bei den parlamentarischen Sitzungen handelt es sich nicht um Veranstaltungen gemäss den Massnahmen des Bundesrates, sondern um einen Arbeitsort.» Die Parlamentarier vergleichen sich mit normalen Beschäftigten, die ebenfalls weiterhin ihrer Arbeit nachgehen müssen, deshalb der Hinweis auf die Vorbildfunktion.

Die Verwaltungsdelegation schreibt weiter: «Die bisher ergriffenen Massnahmen haben sich bewährt. Sowohl die Hygienemassnahmen als auch die Vorkehrungen für das Abstandhalten werden von den Ratsmitgliedern diszipliniert eingehalten. Der ordentliche Ratsbetrieb konnte zu jeder Zeit gewährleistet werden.»

Doch nicht alle Parlamentarier teilen diese Einschätzung. Jürg Grossen, Nationalrat und Präsident der Grünliberalen sagt: «Der Abstand zwischen den Stühlen im Nationalrat beträgt 70 Zentimeter. Das Bundesamt für Gesundheit verlangt einen Abstand von zwei Metern. Ich weiss nicht, wie die Verwaltungsdelegation die Einhaltung dieser Regel sicherstellen will.»

Juerg Grossen, Vize-Praesident und Nationalrat GLP-BE, spricht an einer Medienkonferenz zum Parteipraesidium der Gruenliberalen Schweiz (GLP), am Freitag, 30. Juni 2017 im Medienzentrum im Bundeshaus in Bern. Der Vorstand der Gruenliberalen nominiert Juerg Grossen als neuen Parteipraesidenten. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Jürg Grossen, Nationalrat und Präsident der Grünliberalen, kritisiert die Weiterführung der Session. Bild: KEYSTONE

Grossen plädiert dafür, dass sich die Verwaltungsdelegation zwei bis drei Tage Zeit nimmt, um die Situation zu überdenken und Lösungen zu finden. Etwa eine Verlegung der Session in die Messehallen von Bern Expo. Er gibt zu Bedenken, dass das Parlament keine Funktion in der Bewältigung der Corona-Krise hat und die anstehenden Geschäfte verschiebbar seien. Für Grossen ist klar: «Die Durchführung der Session ist eben gerade nicht vorbildlich».

Kommt dazu: Die ersten Parlamentarier melden sich ab. So muss die Genfer Nationalrätin Stéfanie Prezioso (Solidarité gauche) wegen einer chronischen Lungenkrankheit zu Hause bleiben. Bei Andrea Gmür, Chefin der Mitte-Fraktion, haben sich ebenfalls die ersten Parlamentarier abgemeldet, weil sie gesundheitlich angeschlagen sind oder wegen vulnerablen Angehörigen.

Auch die Grünliberale Fraktion wird morgen Montag nicht vollständig sei. Grossen weiss von zwei Nationalräten seiner Partei, die dem Bundeshaus fernbleiben werden. «Sie halten es für zu risikoreich, weil wir Parlamentarier Superverbreiter sind, denn wir haben so viele Kontakte.» Es gehe um die Solidarität: «Wir müssen die Schwächsten schützen, die Kontakte beschränken und nicht absolut notwendige Zusammenkünfte verschieben».

Mitte-Fraktionschefin Gmür beurteilt die Situation anders. Sie spricht von der Vorbildfunktion des Parlaments: «Viele Betriebe wie Spitäler oder Grossverteiler müssen auch weiter funktionieren, sagt die Luzerner Ständerätin.» Das Parlament müsse zeigen, dass es auch in einer Krisensituation handlungsfähig ist. Allerdings setzt sich auch Gmür dafür ein, dass das Parlament die Distanz-Regeln des Bundes einhalte. «Wir müssen jetzt innovativ sein.» Die Verwaltungsdelegation prüfe entsprechende Massnahmen.

Andrea Gmuer, CVP-LU, hoert einem Votum zu, an der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete, am Dienstag, 3. Maerz 2020 im Staenderat in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Laut Andrea Gmür, Chefin der Mitte-Fraktion, müsse das Parlament auch in Krisenzeiten handlungsfähig bleiben. Bild: KEYSTONE

Diskutiert wird etwa, das Quorum des Nationalrates zu senken. Also dass die Zahl der Nationalräte von 200 auf 100 reduziert wird. Ob das rechtlich möglich ist, ist allerdings eine andere Frage. Geprüft werde auch, ob es möglich ist, in verschiedenen Runden abzustimmen, dass nicht alle Nationalräte zusammen im Saal sein müssen.

Jean-Paul Gschwind hat eine dezidierte Meinung. Der Jurassische CVP-Nationalrat sagt: Die Session muss abgebrochen werden. Gwschind ist 68-jährig, gesundheitlich angeschlagen, muss Medikamente nehmen und «aufpassen» wie er sagt. Demokratiepolitisch findet er es problematisch, wenn die Session aufrechterhalten wird. «Wenn Leute wegen des Corona-Virus fehlen werden die Abstimmungsresultate verfälscht.»

Die Wiederwahl von Bundesanwalt Michael Lauber wird verschoben. Wegen der laufenden Disziplinaruntersuchung hat die Gerichtskommission noch keine Wahlempfehlung abgegeben, wie ihr Präsident Jean-Paul Gschwind (CVP/JU) erklärte.

Fordert den Abbruch der Session: Jean-Paul Gschwind, CVP-Nationalrat. Bild: KEYSTONE

Sein Parteikollege Sidney Kamerzin beurteilt die Situation gleich. «Ich kann nicht verstehen, weshalb man die Session fortführt. Nur ein Abbruch wäre kohärent mit den Massnahmen des Bundesrates», sagt der Walliser Nationalrat. Er spricht von einem Akt der Solidarität, denn im Parlament gebe es vulnerable Personen. Kamerzin wird am Montag zu Hause bleiben.

«Ich kann nicht verstehen, weshalb man die Session fortführt. Nur ein Abbruch wäre kohärent mit den Massnahmen des Bundesrates»

Sidney Kamerzin

CVP-Nationalrat Stefan Müller Altermatt hofft auf die Vernunft der Verwaltungsdelegation und auf eine Absage. «Es geht um ein Signal: Wir können nicht von Unternehmen verlangen, dass sie flexibel sind und Umsatzeinbussen in Kauf nehmen und wir einfach weiterarbeiten». Zudem: Als Parlament haben wir haben noch keine institutionelle Verantwortung in dieser Krise und dürfen unsere Bedeutung nicht überschätzen. «Der Bundesrat hingegen hat wichtige Aufgaben in dieser Krisenbewältigung und wir sollten ihn nicht noch davon abhalten.» (bzbasel.ch)

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68Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Jo Blocher 16.03.2020 06:23
    Highlight Highlight Homeoffice?
  • Bravo 15.03.2020 22:41
    Highlight Highlight ich..ich... aber ich... komisches land
  • CalibriLight 15.03.2020 18:59
    Highlight Highlight In ZH hat die Gesundheitsdirektion dem Kantonsrat und dem HZ Gemeinderat die Bewilligung zur Sitzung entzogen, obwohl sie in einer Messehalle stattgefunden hätte.

    Na, dann soll die Gesundheitsdirektion allen Arbeitgebern, die die "Empfehlungen" nicht einhalten können oder wollen, auch mal die Erlaubnis entziehen.

    Ich komme mir langsam vor wie in Seldwyla.
  • realist18 15.03.2020 17:45
    Highlight Highlight Wen die nicht arbeiten wollen, wieso muss dann ich? Wiso nicht mit Videokonferenz oder anderen digitalen Kanālen arbeiten? Ein Parlament muss auch in Krisen funktionieren kōnnen, respektive gerade dann muss es funktionieren. Schōnwetterkapitāne gibts genug.
    • sowhat 15.03.2020 18:42
      Highlight Highlight Es geht nicht um "nicht arbeiten wollen" Die sollen sich mit den heute möglichen technischen Mitteln was einfallen lassen.
      Es ist purer Unsinn, sie in 70cm Abstand zu setzen, die Session zu übertragen und dann von Vorbild zu sprechen 🤦‍♀️🤦‍♂️
    • realist18 16.03.2020 14:12
      Highlight Highlight Ja da bin ich mit dir einverstanden, ich hatte eine Unglückliche Wortwahl.
  • ZimmiZug 15.03.2020 17:39
    Highlight Highlight Ist ja Typisch wie hier die Kommentare auseinander gehen:
    Die einen: "Wir andere müssen auch arbeiten."
    Die Anderen: "Wir sollen uns auch nur noch ausser Haus begeben wenn notwendig"
    Beides hat einen waren Kern und genau da teigt sich, dass kein Entscheid zur Zeit einfach ist.
    Wenn eine Session würde ich wünschen, dass sie in eine Messehalle gehen, um die Abstände zu waren (Herausforderung: Sicherheitsdispositiv) und dass sie -was viele schon tun - unter der Woche in Bern im Hotel bleiben. Keine Networkanlässe, keine Aperos, keine Essen.
  • Doppelpass 15.03.2020 17:38
    Highlight Highlight Wieviele NationalrätInnen gehören wohl in die Risikogruppe?
    Viele sind über 60, sie reisen viel, treffen zahlreiche Menschen, kommen aus allen Landesteilen zusammen, fahren wieder zurück. Bestimmt gibt es DiabetikerInnen, AsthmatikerInnen unter ihnen.
    Wer auch nur ein bisschen rechnen kann, sieht das Risiko, dass auch NationalrätInnen schwer erkranken oder sterben können.
    Vom Verbreitungsrisiko das von Ihnen ausgeht gar nicht erst zu sprechen.
    Absolut unverantwortlich die Session nicht abzubrechen.
    • sowhat 15.03.2020 18:44
      Highlight Highlight Ins Netz verlagern
  • Ökonometriker 15.03.2020 17:38
    Highlight Highlight Das Parlament könnte nun wirklich online tagen... für Parlamentarier gilt das Stimmgeheimnis ja ohnehin nicht, ihr Stimmverhalten ist transparent. Ergo würde sofort auffallen, wenn eine Abstimmung manipuliert würde.
  • Chrigi-B 15.03.2020 17:34
    Highlight Highlight Da zeigt sich die absolute UNFÄHIGKEIT dieser Gestalten erneut.

    Verdammt nochmal, alle grossen Hallen sind frei in Bern. Also hopp hopp den Betrieb in eine Messehalle oder Eishockeystadion verlegen.

    Kann ja jetzt echt nicht so schwer sein?

    • sowhat 15.03.2020 18:59
      Highlight Highlight Dein Getobe ist unpassend. Ich denke es kann eine kombinierte Lösung werden.
      Messehalle fur die, die da sind. Die anderen über adobe connect, zoom oder sonst irgendein E-Tool. Da gibts ja bestimmt welche, die sie sonst auch schon brauchen.
    • Chrigi-B 15.03.2020 21:01
      Highlight Highlight Getobe? Mhm hast du wohl nicht unrecht.

      Nur ist es genau diese verdammte Trägheit und fehlende Weitsicht die mich schon seit Jahren aufregt und die Palme rauf treibt. Es ist schlicht unverständlich, dass in den letzten 2 oder sogar 3 Wochen nicht für so einen Fall vorbereitet wurde.
    • Jo Blocher 16.03.2020 06:28
      Highlight Highlight @ChrigiB. Im Gegensatz zu Nörglern handelt es sich bei Ratsmitgliedern um Verantwortungsträgerlnne!
  • Antiypanikmacher 15.03.2020 17:32
    Highlight Highlight Was für ein Zeichen an die Befölkerung, wenn Staatliche Einrichtungen stillgelegt würden? Zuerst das Parlament, dann die Polizei, am besten auch gleich die Spitäler?
    Was für eine Einstellung und ich rede jetzt nicht on den Parlamentariern die zur Risikogruppe gehören, sondern die Risikopersonen in Ihrem Umfeld vorschieben. Unter diesem Gesichtspunkt, darf gar niemand mehr arbeiten!
    • sowhat 15.03.2020 19:00
      Highlight Highlight Polizeistellen hat Luzern zB schon geschlossen. Hab ich auch den Kopf geschüttelt...
  • Ricardo Tubbs 15.03.2020 17:26
    Highlight Highlight Gut dann zahl ich auch keine bundessteuern mehr
  • Tv Programm 15.03.2020 17:26
    Highlight Highlight also unsere Politiker unsere national stände und bundesräte wollen wegen dem virus nichtmal mehr eine Sitzung abhalten..!!und wir das folk müssen trotzdem in überfüllten zügen arbeiten gehen ,wir müssen trotzdem zur arbeit gehen. da bringt auch schule schliessen nichts da die Eltern dieser Kinder den virus auch nach hause tragen können, da man ja nirgends getestet wird.
    Es ist eine schande unserer Regierung das nichtmal jetzt richtig gehandelt wird
    • Bravo 15.03.2020 22:46
      Highlight Highlight die aktionen sind unlogisch. aber sag der schweiz mal, bleibt wie in österreich, spanien oder italien einfach zwei wochen zu hause. dann implodiert der bundesrat.
  • P. Meier 15.03.2020 17:24
    Highlight Highlight Die Massnahmen des Bundes bezüglich Begrenzung der Personenzahl in Räumen ist eigentlich klar. Somit bewegt sich das Parlament bei ordentlichen Sitzungen in der Illegalität (siehe Aussage Berset zu Skigebieten) . Eine für Notfallmassnahmen notwendige Sitzung kann mittels Ausnahmeregelung einberufen werden. Da kann man jetzt getrost aufhören den Parlamentarier Unfähigkeit usw. vorzuwerfen oder die Situation schamlos für Propaganda zu missbrauchen. Die Session ist zu unterbrechen!
    • ands 15.03.2020 18:58
      Highlight Highlight Blödsinn. Der Ratssaal ist kein Restaurant. Und die Session ist keine Veranstaltung im Sinne der Verordnung.
    • sowhat 15.03.2020 19:03
      Highlight Highlight Oder in anderer Form weiter zu führen. Geben wir ihnen ein paar Tage Zeit sich neu zu organisieren.
      Aber lasst es die tun, die sich mit den technischen Mitteln auskennen. Die anderen lernen nun halt was Neues zu nutzen.
  • Bravo 15.03.2020 17:19
    Highlight Highlight jeder der hier schreibt, die müssen nach bern, hats immer noch nicht begriffen!! und das sind erschreckend viele
    • Astrogator 15.03.2020 17:36
      Highlight Highlight Wieso, alle anderen müssen auch nach Bern und viele können auf dem Arbeitsweg oder auf der Arbeit die Regeln vom Bund nicht einhalten.

      Wenn die Parlamentarier streiken, wieso denn nicht auch alle anderen?
  • FrancoL 15.03.2020 17:18
    Highlight Highlight Mit etwas gutem Willen gibt es gute Möglichkeiten auch im Bundeshaus den Betrieb mit einer minimalen Verbreitungsgefahr aufrecht zu erhalten. Vielleicht nicht mit voller Effizienz, aber das stört die Damen und Herren ja im Normalbetrieb ja auch nicht.
    Wenn die Räte diese Möglichkeit nicht finden, wie sollen es denn die viele Betriebe lösen?
  • Pumpido 15.03.2020 17:18
    Highlight Highlight Die sind auch (fast) alle noch etwas hinterher mit der Wahrnehmung der Realität.

    Unfassbar!
  • Frank Farmer 15.03.2020 17:16
    Highlight Highlight Die BernExpo kann/darf aktuell sowieso keine Messen durchführen und der Abstand könnte eher eingehalten werden, was für alle Vorteile bringt ich würde diese Lösung bevorzugen.
  • NumeIch 15.03.2020 17:13
    Highlight Highlight Unglaublich! Von den Leuten erwarten, dass sie weiterhin ihre Jobs machen und die Parlamentarier haben kä Luscht!
  • Alteresel 15.03.2020 17:13
    Highlight Highlight Ein Sessionsabbruch würde der Krisenfähigkeit des Parlaments nicht gerade ein gutes Zeugnis geben. Wann dann, wenn nicht jetzt, ist Führungsfähigkeit gefordert?
    • Shabaqa 15.03.2020 17:45
      Highlight Highlight Das Parlament hat aber nicht zu führen, sondern der Bundesrat. Das Parlament kann zusammentreten, wenn seine Zustimmung gebraucht wird. Die Behandlung nicht dringender Gesetze und unwichtiger Vorstösse kann auch später fortgesetzt werden.
  • FRILIE 15.03.2020 17:11
    Highlight Highlight Bundesräte im ernst läst ihr uns leiden?
  • Thor_Odinson 15.03.2020 17:07
    Highlight Highlight Es zeigt die Unfähigkeit unserer Landesregierung. Der normale Bürger muss weiterarbeiten, aber die nehmen sich das Recht heraus, zu hause zu bleiben. Um den Lohn müssen sie sich sicher auch nicht sorgen. Ein Hohn für das normale Volk...
    • Shabaqa 15.03.2020 17:51
      Highlight Highlight Die Landesregierung bleibt doch nicht zu Hause, sondern wenn schon das Parlament. Kannst du Exekutive und Legislative nicht unterscheiden? Hast du wirklich keine Ahnung davon, wem von beiden welche Rolle zukommt?

      PS: Ich bin ein normaler Bürger und ich pendle nicht mehr zur Arbeit. Meine Anwesenheit wird nicht gebraucht, also mache ich Home office. Das sollen alle so machen, die das können. Arbeitgeber sollten falls nötig dazu gezwungen werden, dies zu ermöglichen.
  • weachauimmo 15.03.2020 17:03
    Highlight Highlight «Dazu kommen das Perspersonal der Parlamentsdienste, Ratsweibellinen und Ratsweibel, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gastronomiebetriebe, Sicherheitsleute, Bundesräte und Journalisten.»

    (...)
  • jojimen 15.03.2020 17:01
    Highlight Highlight Das Parlament könnte doch die Session online abhalten. Ist ja auch keine Hexerei!
    • P. Meier 15.03.2020 17:26
      Highlight Highlight Der Knackpunkt dürften vor allem die Abstimmungen sein.
    • sowhat 15.03.2020 19:07
      Highlight Highlight P. Meier, jedes elearning tool das so genutzt wird, kann Interaktion. Sie können schon abstimmen, einfach halt nicht geheim. Aber wir wollen ja sowieso wissen, wer wie abstimmt 😉
  • Lowend 15.03.2020 17:00
    Highlight Highlight Wer beschliesst dann bitte die wichtigen Gesetze zur Bewältigung der Krise, wie z.B. die Sofortmassnahmen für die Betroffenen usw., wenn nicht das Parlament?

    Ich denke, es würde dem Politbetrieb nicht schaden, da ein wenig mehr Kreativität zu zeigen, wie es auch viele Firmen, KMU's und sonst Betroffene tun!

    Einfach abhauen wäre extrem verantwortungslos und ein ganz schlechtes Vorbild!
    • ands 15.03.2020 17:18
      Highlight Highlight Die Regierung. So wie es im Epidemiengesetz vorgesehen ist.
    • lilie 15.03.2020 17:41
      Highlight Highlight @Lowend: Strht ja: Die Bundesversammlung ist nicht für die Bewältigung der Krise zuständig. Das macht der Bundesrat.

      Deshalb finden sie: Unsere Arbeit ist nicht vordringend, dann können wir ja geradesogut zuhause bleiben.

      Tja, wenn das alle denken... 😏
    • Lowend 15.03.2020 17:55
      Highlight Highlight Die Regierung kann Verordnungen und Massnahmen erlassen und die auch nur landesweit, wenn es eine ausserordentliche Lage ist und so weit ich weiss, hat der BR diese noch nicht angeordnet..

      Gesetze werden auch zu Zeiten von Krisen nur vom Parlament erlassen, aber die sind ja inzwischen fahnenflüchtig, wenn ich die neuesten Nachrichten richtig lese.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cosmopolitikus 15.03.2020 16:58
    Highlight Highlight Ich werde den Verdacht nicht los, dass sich einzelne Politiker weniger um das Gemeinwohl, resp. die Gesundheit der Bevölkerung und etwas mehr um die eigene Profilierung kümmern.
    Ich bin überzeugt, dass wenn alle BAG Empfehlungen und Hygienevorschriften eingehalten werden, der Ratsbetrieb ohne grössere Ansteckungsgefahr durchgeführt werden kann. So wie das in Spitälern, Apotheken, Lebensmittelläden, etc. auch funktioniert.
    Die Schweiz braucht vor allem in Zeiten von Corona auch Stabilität, Verlässlichkeit und Leadership.
    • EvilBetty 15.03.2020 17:13
      Highlight Highlight Guck dir mal an, wie nahe die Stühle beisammen sind... Also wenn sie die Empfehlung, Abstand zu halten, einhalten, kannst du dir die Antwort auf deinen Post selber schreiben.

  • Optimist 15.03.2020 16:53
    Highlight Highlight Was machen Leute, die unterwegs sind, und mal eine Toilette benötigen. Alle zum Bahnhof (falls vorhanden) oder hinter die Bäume & Sträucher in öffentlichen Parks? Das Massnahme mit Restaurant schliessen ist nicht zu Ende gedacht!
    • EvilBetty 15.03.2020 17:14
      Highlight Highlight Gehst du einfach so in ein Restaurant um das WC zu benutzen?
    • ands 15.03.2020 17:16
      Highlight Highlight Wenn dies das einzige Problem ist, scheint mir die Massnahme ziemlich weit zu Ende gedacht...
    • Jo Blocher 16.03.2020 06:31
      Highlight Highlight @Optimist. Gibt Windeln für Erwachsene.....
  • Count Suduku 15.03.2020 16:50
    Highlight Highlight Roger Köppel ist ein Vorzeigepolitiker....
    • sowhat 15.03.2020 19:12
      Highlight Highlight Ähhm... Zusammenhang?






      Meinst du weil er sowieso immer fehlt? 🤔
    • Count Suduku 15.03.2020 20:01
      Highlight Highlight Ja ich meine weil er immer fehlt
  • lilie 15.03.2020 16:49
    Highlight Highlight Ganz klar: Auch die Bundesversammlung muss sich darum bemühen, den Virus nicht zu verbreiten. Gerade von Politikerinnen und Politikern würde man doch erwarten wollen, dass sie ihren Teil zum Gemeinwohl beitragen.

    Warum findet man nicht kreative Lösungen? Nur ein Teil anwesend, der Rest per Videokonferenz zugeschaltet zum Beispiel? Oder sonstwas, Politiker sollten doch lösungsorientiert denken können. 😉
    • DieFeuerlilie 15.03.2020 17:06
      Highlight Highlight Eine mögliche Lösung wird ja im Artikel angesprochen:
      Messehalle statt Bundeshaus.

      Wie der Kantonsrat Zürich, der tagt ja dann in der Halle 7 der Messe Zürich.

      Witze über langsame Berner spar‘ ich mir jetzt.. 😁
    • SJ_California 15.03.2020 17:29
      Highlight Highlight Online wäre günstiger als monatelang eine Messehalle zu mieten...
    • lilie 15.03.2020 17:43
      Highlight Highlight @Feuerlilie: 😁😁

      @SJ_California: Vermutlich. 🤔
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ueli_DeSchwert 15.03.2020 16:44
    Highlight Highlight Das Parlament will nicht weiterarbeiten, aber der normale Bürger muss weiterhin an den Arbeitsplatz (da nicht überall Homeoffice möglich ist).

    Schöne "Volksvertreter" sind mir das.
    • ands 15.03.2020 17:14
      Highlight Highlight Die Mehrheit arbeitet zum Glück weiter. Aber man kann sich ja mal für die nächsten Wahlen merken, wer sich für wichtiger als der Rest der Bevölkerung hält oder parteipolitische Spielchen treibt...
    • Änibänäni 15.03.2020 17:35
      Highlight Highlight Es wäre meiner Meinung nach eben gerade Vorbildfunktion unserer Volksvertreter wenn das Parlament die Session abbrechen würde.
    • Jo Blocher 16.03.2020 06:33
      Highlight Highlight @Ueli. ......und wenn niemand mehr arbeitet, kannst du dir deine Lebensmittel auf dem Balkon züchten😂😂😂
  • CalibriLight 15.03.2020 16:42
    Highlight Highlight Ich hoffe sie haben alle ein nicht erschlichenes Arztzeugnis.
    *augenroll*
  • Bravo 15.03.2020 16:42
    Highlight Highlight in der schweiz wird die eigeninitiative hochgehalten. deshalb: bitte abbrechen. wenn meine gewählten personen nach bern fahren im moment finde ich das unvernünftig!
  • DerAlteBenisun 15.03.2020 16:41
    Highlight Highlight Ausweichen in eine Messehalle, aufteilung in 3 Sääle mit Videoschaltung dazwischen.

    Auch in schwierigen Zeiten muss das Leben weitergehen.
    • Köbi Löwe 15.03.2020 17:20
      Highlight Highlight Bei uns im Ort ist wegen einer Brandstiftung die Kirche innen ausgebrannt. Der Schaden beträgt gut 1 Mio. Franken. Wir arbeiten mit Hochdruck an der Instandstellung.
      Mache ich jetzt als zuständiger Projektleiter einen Zettel an die Kirchentür mit dem Text: „Wegen Coronavirus sämtliche Bauarbeiten 3 Monate eingestellt“? Da sage ich nur: Denkt in Bern auch mal weiter!
  • bokl 15.03.2020 16:39
    Highlight Highlight Ich sehe zwei Möglichkeiten:

    - Home-Office
    - "Konklave" im Bundeshaus

    Ich bin dafür, National- und Ständerat für 1-2 Monate im Bundeshaus zu isolieren. Sobald sie alle drängenden Probleme (Rentenreform, steigende KK-Prämien, etc.) gelöst haben, dürfen sie nach Hause ;)
    • sowhat 15.03.2020 19:15
      Highlight Highlight 😁
      Das ist zwar fies, aber irgendwie mag ich die Idee 😉
    • just sayin' 15.03.2020 23:33
      Highlight Highlight @ bokl

      kreativ!😊

Polizei kontrolliert an Ostern am Gotthard – jeder Umkehrer «ist ein Gewinn»

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