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Die Impfquoten unter Kindern variieren deutlich von Land zu Land. Grund dafür ist unter anderem, dass die Impfung für Kinder zu unterschiedlichen Zeitpunkten freigegeben wurde.
Die Impfquoten unter Kindern variieren deutlich von Land zu Land. Grund dafür ist unter anderem, dass die Impfung für Kinder zu unterschiedlichen Zeitpunkten freigegeben wurde.Bild: keystone

So hoch sind die Impfquoten bei Kindern und Jugendlichen in der Schweiz – und im Ausland

An Schweizer Schulen häufen sich Covid-19-Ausbrüche. Auch, weil viele Eltern ihre ü12-Kinder erst nach den Sommerferien impfen lassen. Die meisten positiven Tests werden derzeit allerdings bei den unter 12-Jährigen gemacht. Im Vergleich zu anderen Ländern hat die Schweiz noch Potenzial.
09.09.2021, 06:0010.09.2021, 07:54
Lea Senn
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Seit Beginn des neuen Schuljahres häufen sich die Meldungen zu Covid-19-Ausbrüchen an Schweizer Schulen, immer wieder müssen ganze Klassen in Quarantäne. Die Inzidenzen bei den 10- bis 20-Jährigen sind so hoch wie nie zuvor.

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Der Kanton Zürich unterteilt die Altersgruppen sogar noch feiner: Die Fallzahlen der 4- bis 11-Jährigen (rot in der folgenden Grafik), welche sich noch nicht durch eine Impfung schützen können, steigen seit Anfang August deutlich an.

Für die gesamte Schweiz stellt das Bundesamt für Gesundheit bisher nur Altersklassen von jeweils 10 Jahren zur Verfügung. Die betroffene Kategorie der 10- bis 19-Jährigen umfasst entsprechend noch einen Anteil nicht zur Impfung zugelassener Kinder unter 12 Jahren.

Zum heutigen Zeitpunkt ist rund ein Fünftel dieser Kinder und Jugendlichen vollständig geimpft. Weitere 10 Prozent geniessen einen Teilschutz durch die Impfung, rund 70 Prozent sind ungeimpft.

Anfang Juni hat Swissmedic den Impfstoff von Pfizer/BioNTech für die Altersgruppe 12 bis 15 zugelassen. Viele Eltern ergriffen mit ihren Kindern die Gelegenheit im Frühsommer – doch mit den Ferien flachte die Kurve ab. Seit Ende der Sommerferien hat diese Altersklasse allerdings nochmals einen «Boost» erhalten.

Anteil Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 19 Jahren mit mindestens 1 Impfdosis

Bild: BAG/watson

Inzwischen ist die Covid-Impfung in vielen Ländern für Kinder ab 12 Jahren zugelassen. Es gibt allerdings auch Ausnahmen: So dürfen sich beispielsweise in Grossbritannien noch immer nur Personen ab 16 Jahren impfen lassen, einzig für Risikopatienten zwischen 12 und 15 Jahren sind Impfungen vorgesehen.

Die Impfquoten unter Kindern variieren deutlich von Land zu Land. Grund dafür ist unter anderem, dass die Impfung für Kinder zu unterschiedlichen Zeitpunkten freigegeben wurde. Dass fast jedes Land andere Altersgruppen ausweist, erschwert den Vergleich zusätzlich.

🇩🇪 Deutschland

Deutschland hat die Impfung entsprechend der Empfehlung der Europäischen Kommission schon Ende Mai für Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen. Nachdem die Impfung anfangs nur Kindern mit Vorerkrankungen nahe gelegt wurde, hat die Regierung die Empfehlung Mitte August aufgrund des erhöhten Risikos durch Delta auf die gesamte Bevölkerung ausgeweitet. Inzwischen haben 35 Prozent aller 12- bis 17-Jährigen mindestens eine Dosis erhalten.

🇫🇷 Frankreich

Mit genau der gleichen Altersgruppe arbeitet auch Frankreich: Hier kommen die 12- bis 17-Jähren sogar auf 66 Prozent mindestens einmal Geimpfte. Damit weist Frankreich eine sehr hohe Impfquote bei Kindern und Jugendlichen aus.

Das hängt unter anderem damit zusammen, dass Frankreich eines der ersten Länder war, das die Impfung für Kinder zugelassen hat. Ausserdem wurden nochmals viele Termine gebucht, nachdem die Regierung bekannt gegeben hat, dass auch Minderjährige ab Ende September nur noch mit Zertifikat Zutritt zu vielen Orten wie Kinos oder Restaurants benötigen.

🇦🇹 Österreich

Auch Österreich empfiehlt die Impfung allen Personen ab 12 Jahren. Die jüngste aufgeführte Altersklasse beinhaltet allerdings sämtliche Kinder unter 15 Jahren – ein internationaler Vergleich ist daher sehr schwierig. Von ihnen sind 8,5 Prozent geimpft, der allergrösste Teil ist jedoch noch gar nicht zugelassen. Von der nächsten Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen ist rund die Hälfte einmal geimpft.

🇮🇹 Italien

Italien hat sich zum Ziel gesetzt, die allermeisten Kinder vor der Rückkehr zur Schule im September zu impfen. Seit Mitte August bietet Italien daher auch Impftermine für Jugendliche ohne Anmeldung an. Inzwischen sind 60 Prozent der 12- bis 19-Jährigen geimpft.

🇺🇸 USA

Auch in den USA wird ab dem 12. Lebensjahr geimpft. Die USA haben sehr detaillierte Alterskategorien: Von den 12- bis 15-Jährigen sind 45 Prozent geimpft, von den 16- bis 17-Jährigen sogar 52 Prozent.

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BAG verteilt Torte zur Feier des Impffortschritts

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BAG verteilt Torte zur Feier des Impffortschritts
quelle: keystone / peter schneider
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Herr Impfexperte, was wird uns da eigentlich gespritzt?

Video: watson

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55 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Fastadi
09.09.2021 07:16registriert September 2015
Es wirde immer gesagt (v.a. von Impfgegnern) , Kinder seien keine Versuchskaninchen. Nun sind sie aber genau das geworden, nur nicht für einen Impfstoff, sondern für die ungehinderte Vermehrung des echten Virus.
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Bikemate
09.09.2021 10:24registriert Mai 2021
Ich bin überrascht, dass die Impfquote in Frankreich so hoch ist. Die Zertifikatspflicht scheint doch viele überzeugt zu haben. Ich verstehe alle, die Bedenken haben ihre Kinder zu impfen. Die Impfung der Kinder wäre vermutlich auch nicht nötig wenn es mehr vernünftige Erwachsene gäbe. Mein Zwölfjähriger Sohn hat von sich aus gesagt, dass er sich impfen lassen möchte, ohne das wir Eltern es ihm vorgeschlagen hätten. Wir werden seinem Wunsch nachkommen :-)
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manta
09.09.2021 08:48registriert November 2016
Die Statistik macht leider nicht viel Sinn. Da sollte das BAG lieber Zahlen zu den 12 bis 19 Jährigen zusammenstellen. So wie vorliegend wird sie nur unnötig verfälscht.

Oder noch besser:
eine Statistik füe die 12 bis 15 Jährigen und eine für die 16 bis 19 Jährigen.
Schliesslich gilt die Zertifikatspflicht ab 13. September fab 16 Jahren.

Aber was weiss ich schon 🤷🏻‍♂️
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