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Die Clubszene sieht einen Silberstreifen am Horizont. Doch unter den strengen Schutzmassnahmen wird ein sich finanziell rechnender Betrieb beinahe unmöglich.
Die Clubszene sieht einen Silberstreifen am Horizont. Doch unter den strengen Schutzmassnahmen wird ein sich finanziell rechnender Betrieb beinahe unmöglich. Bild: EPA

«Für uns ist das keine Öffnung» – das sagt die Clubszene zur Wiedereröffnung im Juni

Ab dem 6. Juni ist das Tanzen in Clubs wieder erlaubt. Doch die Schutzvorkehrungen bleiben weiterhin streng: Schliessung um Mitternacht, Präsenzlisten und maximal 300 Personen. Die Freude in der Szene ist verhalten.
28.05.2020, 05:4828.05.2020, 18:28

«Wir wissen jetzt, wie wir das Virus unter Kontrolle haben können. Die Schweiz ist aufgeblüht», mit diesen Worten eröffnete Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga die Pressekonferenz am Mittwoch.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Die Lockerung der Corona-Massnahmen schreitet nun doch schneller voran: Ab dem 6. Juni dürfen Zoos, Kinos, Theater und Campingplätze wieder eröffnen. Und auch getanzt werden darf wieder: Auch Nachtclubs dürfen ab Anfang Juni wieder Gäste empfangen.

Das Bierhübeli in Bern: Ob es seine Tore auch ab dem 6. Juni wieder öffnen wird, ist noch unklar.
Das Bierhübeli in Bern: Ob es seine Tore auch ab dem 6. Juni wieder öffnen wird, ist noch unklar. Bild: Bierhübeli

Doch die Auflagen bleiben weiterhin streng: Hygiene- und Distanzvorschriften müssen gewährleistet sein. Zudem gilt weiterhin die Sperrstunde um Mitternacht. Und pro Abend sind nicht mehr als 300 Eintritte möglich. In der Clubszene ist die Freude über die Lockerungsmassnahmen dementsprechend verhalten.

«Mit diesen Auflagen finanziell über die Runden zu kommen, ist kaum möglich.»
Max Reichen, Co-Präsident Berner Bar- und Clubkommission (Buck)

«Es ist eine schöne Geste, zu sehen, dass es vorwärts geht. Doch eine wirkliche Öffnung ist das für uns nicht», sagt Max Reichen, Co-Präsident der Berner Bar- und Clubkommission Bern (Buck). Denn rechnen würde sich eine Wiedereröffnung unter solch strengen Schutzvorkehrungen kaum. «Mit diesen Auflagen finanziell über die Runden zu kommen, ist kaum möglich.»

Viele Clubs und Konzertveranstaltungsorte werden deshalb auch weiterhin geschlossen bleiben, prophezeit Reichen. «Es wird sicher einige Betriebe geben, die öffnen werden. Aber dann geht es nicht um Rendite, sondern um Emotionen. Die Leute wollen wieder arbeiten.»

Wirklich aufatmen könne man in der Branche aber noch nicht. «Wir sehen einen Silberstreifen am Horizont. Aber solange Distanzregeln weiterhin eingehalten werden, wird es schwierig. Unser Konzept ist schliesslich körperliche Nähe», sagt Reichen.

In Zürich wartet man mit einem Statement noch ab. Laut Alexander Bücheli, Pressesprecher der Bar & Club Kommission, wolle man zuerst noch ein paar unklare Punkte klären und ein umfassendes Feedback bei den Mitgliedern einholen. Eine Stellungnahme zur Wiedereröffnung soll am Donnerstagnachmittag folgen.

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89 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Hamudi Dudi
28.05.2020 07:56registriert September 2019
Dazu kommt noch, dass die Sommermonate für die meisten Clubs sowieso Durststrecken sind, da das Publikum lieber draussen, statt in einem Club ist. Deshalb haben wohl viele Clubs (in normalen Jahren) sowieso Sommerpause.
Vielleicht setzen Veranstalter, die die Möglichkeit haben, auf mehr Day Dance Veranstaltungen? Da ist man um Mitternacht sowieso am Ende. :P
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sheshe
28.05.2020 08:06registriert November 2015
Wir wollen und brauchen auch nicht immer internationale Headliners, stellt uns eine Band/DJ hin und das Publikum ist zufrieden. So können auch die Booking-Ausgaben im Rahmen gehalten werden und die lokalen Künstler unterstützt werden.
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ChillDaHood
28.05.2020 09:25registriert Februar 2019
Ach Gottchen, ich kann mich mit Sanapa Parties am See, kleineren und intimeren Parties, halt bis 2400, anfreunden. Sorry, aber in Zeiten wo Massenarbeitslosigkeit und wirtschaftliche Krise, nebst gesundheitlicher, drohen, muss man halt durch.
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