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Die Restaurants bleiben in der Schweiz bis mindestens 1. April geschlossen.
Die Restaurants bleiben in der Schweiz bis mindestens 1. April geschlossen.
Bild: keystone

Beizen-Lockdown geht in Verlängerung: «Lieber bleiben wir zu, als halbbatzig zu öffnen»

Der Zapfhahn bleibt weiter zu: Im Gegensatz zu Läden und Museen will der Bundesrat Restaurants frühstens ab April öffnen. Das sagen Betroffene dazu.
17.02.2021, 18:33

Auf das Bier oder Bankett in der Beiz müssen wir uns weiter gedulden. Der Bundesrat will frühestens ab April die Restaurants wieder öffnen – aber nur in den Aussenbereichen. Dies im Gegensatz zu den Museen oder Zoos, die bereits ab 1. März öffnen dürfen.

Der Branchenverband Gastrosuisse zeigt sich in einer Mitteilung enttäuscht. «Dass es im Gastgewerbe Anfang März keine Lockerungen geben soll, ist fatal», schreibt Gastrosuisse-Präsident Casimir Platzer in einer Mitteilung. Er fordert die Kantone auf, die «Ungleichbehandlung» mit den anderen Branchen zu korrigieren.

«Natürlich freuen wir uns, wenn wir wieder ganz öffnen können. Aber jetzt müssen wir halt alle noch etwas durchbeissen.»
Café Kairo, Bern

Bei der Basis tönt es anders. «Lieber bleiben wir zu, als nur halbbatzig öffnen zu können wie im Herbst», sagt Trine Pauli vom Café Kairo in Bern. Damals wurde die Öffnungszeiten nach und nach von 0.30 Uhr bis um 19 Uhr verkürzt. «Das war für uns eine Katastrophe. So kann man nicht wirtschaften», so Pauli. Dank Kurzarbeit komme man derzeit knapp über die Runden. Mit Take-away könne man zumindest ein Lebenszeichen an die Kundschaft geben. «Natürlich freuen wir uns, wenn wir wieder ganz öffnen können. Aber jetzt müssen wir halt alle noch etwas durchbeissen», so Pauli.

Kunden müssen weiter auf das Bier in der Bar warten.
Kunden müssen weiter auf das Bier in der Bar warten.
Bild: keystone

Im Café Kairo wartete man bislang vergeblich auf Härtefallgelder. Wie in vielen anderen Betrieben auch. Das kritisiert auch Gastrosuisse scharf: «Immer mehr Wirte müssen ihren Betrieb aufgeben und die dritte Kündigungswelle rollt bereits an», warnt Platzer. Entscheidend sei daher auch, wie schnell die Härtefallgelder ausbezahlt werden. Bis dato sei nur ein Bruchteil davon angekommen. Die Verzögerungen führten bei zahlreichen Betrieben zu Liquiditätsengpässen, hoher Verschuldung, Hoffnungslosigkeit und Entlassungen. «Immerhin schlägt der Bundesrat dem Parlament deutliche Verbesserungen im Bereich der Härtefallregelungen und der Kurzarbeit vor», sagt Platzer weiter.

(amü)

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