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Mit diesen 7 Varianten tricksen die Corona-Betrüger

Betrüger haben es auf Passwörter abgesehen: Eine Scheinverlosung, die in eine Abofalle führt.
Betrüger haben es auf Passwörter abgesehen: Eine Scheinverlosung, die in eine Abofalle führt.bild: zvg

Mit diesen 7 Varianten tricksen die Corona-Betrüger

Kriminelle drohen, Personen mit dem Coronavirus anzustecken – oder sie sammeln scheinbar Geld, um Impfstoffe zu fördern. Die Polizeien stellen fest, dass Betrüger vermehrt versuchen, via Internet aus den Seuchenängsten der Bürger Profit zu schlagen. Wir zeigen die gängigsten Maschen auf.
23.08.2020, 18:4023.08.2020, 18:40
kari kälin / schweiz am wochenende

Es gibt Betrüger, die über Internetshops zum Beispiel Schutzmasken oder Fieberthermometer anbieten. Wer die Ware online bestellt und bezahlt, erhält sie aber nie – und ist um ein paar Franken ärmer. Andere Betrüger setzen auf Kurznachrichten via Whatsapp. Denner, Migros und Coop verlosen anscheinend Lebensmittel im Wert von 250 Euro, um die Nation während der Pandemie zu unterstützen. Wer ein paar Mal zu viel klickt, landet in einer Abofalle, bei der man pro Monat um fast 60 Euro erleichtert wird. Das sind zwei von zahlreichen Maschen, mit denen Internetkriminelle derzeit versuchen, sich mit der Covid-Krise illegal zu bereichern.

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Die kantonalen Polizeikorps stellen generell eine Zunahme von Cyberphänomenen fest im Zusammenhang mit dem Coronavirus, wie das Nationale Zentrum für Cybersicherheit des Bundes auf seiner Website schreibt. Die für Cyberkriminalität zuständigen Kantons- und Bundesstellen warnen deshalb vor insgesamt sieben Betrugsvarianten, die derzeit vermehrt im Internet kursieren:

Phishing-E-Mails

Die Täter verschicken tausendfach E-Mails, die angeblich von der Weltgesundheitsorganisation oder dem Bundesamt für Gesundheit stammen. Die Kriminellen versuchen so etwa, Zugangsdaten von E-Mail-Konten oder für E-Banking zu erschleichen. Meistens enthalten die E-Mails eine Drohung à la: Wenn Daten nicht innerhalb von 24 Stunden aktualisiert sind, wird die Kreditkarte gesperrt.

Voice Phishing

Mit Telefonanrufen im Namen des Bundesamtes für Gesundheit versuchen Kriminelle, Passwörter, Kreditkartennummern und Ähnliches zu ergaunern.

Schadenssumme unbekannt
Wie oft die Cyberkriminellen an ihr Ziel gelangen und wie hoch die Schadenssumme ausfällt, ist schwierig zu beziffern, wie eine aktuelle Umfrage bei mehreren kantonalen Polizeikorps der Schweiz zeigt. Die Kantonspolizei St.Gallen etwa teilt mit, wenige Bürger hätten Fälle von Fake Sextortion gemeldet, geschädigt worden sei aber niemand. Bekannt ist, dass die Polizei in Winterthur im Frühling einen Mann und eine Frau erwischten, die gemäss NZZ ein angebliches Coronaviren-Killermittel feilboten. Diverse Polizeien haben die Prävention gegen die Cyberbetrüger im Zusammenhang mit Covid-19 intensiviert. Auch der Bund erteilt Tipps, um den Betrügern nicht auf den Leim zu kriechen. So soll man keine E-Mails von unbekannten Absendern öffnen, keinesfalls Links anklicken. Oder man soll niemals per E-Mail oder Telefon Passwörter oder Kontoinformationen preiszugeben.

Coronavirus Maps

Cyberkriminelle manipulieren Websites, welche die Verbreitung des Coronavirus zeigen, mit Schadsoftware. Mit dieser Methode können die Täter zum Beispiel an Passwörter gelangen.

Betrügerische Spendenanrufe

Erfundene Wohltätigkeitsorganisationen rufen zu Spenden auf, um einen Impfstoff gegen Covid-19 zu fördern.

Fake Shops für medizinische Produkte

Onlineshops bieten medizinische Produkte wie Atemschutzmasken an, liefern die Ware aber trotz Bezahlung nicht.

Solche Fake-Shops gingen auch in der Schweiz online.
Solche Fake-Shops gingen auch in der Schweiz online.zvg

Money Mules

Betrüger versuchen, im Namen von Scheinfirmen Personen als Finanzagenten anzuheuern.

Fake Sextortion

Die Angreifer behaupten, sie hätten den Computer des Empfängers gehackt und ihm beim Pornografiekonsum im Internet gefilmt oder fotografiert. Sollte er die Erpressungssumme nicht bezahlen, drohen sie, die Familie des Geschädigten mit dem Coronavirus zu infizieren und die Bilder zu veröffentlichen. Das Nationale Zentrum für Cybersicherheit teilt auf Anfrage mit, ihm seien keine Fälle bekannt, bei denen die Täter tatsächlich über kompromittierendes Bildmaterial verfügt hätten.

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