Schweiz
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A tourist from South Korea poses as he takes a selfie in front of Matterhorn mountain in the ski resort, in Zermatt, Switzerland, Wednesday, March 18, 2020. The Swiss authorities proclaimed on 16 March a state of emergency in an effort to halt the spread of the coronavirus and (Covid-19) disease. The state of emergency will last until 19 April. The government declared that all entertainment and leisure businesses will shut down. Grocery stores, and hospitals will remain open and new border controls will be put in place. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Asiatische Touristen dürften den Schweizer Skigebieten dieses Jahr fernbleiben. Bild: KEYSTONE

Die einen Skiorte planen normal, andere öffnen gar nicht erst – so wird der Covid-Winter

Mit was die Skigebiete dieses Jahr rechnen müssen, bleibt ungewiss. Trotzdem rechnen die Zermatt Bergbahnen damit, das volle Winterprogramm anbieten zu können. Kleineren Orten droht der Kollaps.



Während sich die einen über die letzten Sommersonnenstrahlen freuen, planen die anderen bereits die Skiferien – was sich dieses Jahr nicht ganz einfach gestaltet, denn: Noch ist unsicher, wie die kommende Wintersaison aussehen wird. Ob die Bergbahnen wie gewohnt öffnen können, hängt davon ab, wie sich die Fall- und Hospitalisierungszahlen im Herbst und Winter entwickeln. Was viele fürchten, ist das Worst-Case-Szenario eines erneuten Shutdowns.

Mathias Imoberdorf ist zuversichtlich gestimmt. Der Sprecher der Zermatt Bergbahnen sagt: «So wie es jetzt aussieht, sollte es möglich sein, dass wir das volle Programm anbieten können.» Er gehe nicht davon aus, dass es zu einem erneuten Shutdown und damit zur Schliessung der Bergbahnen kommt. Konkret heisst das: «Wir planen derzeit so, dass wir das Ski- und Snowboardfahren normal eröffnen können», so Imoberdorf.

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So normal wie in anderen Jahren dürfte der Skiurlaub dieses Jahr trotzdem nicht werden. Klar ist bereits jetzt, dass wie in allen öffentlichen Verkehrsmitteln auch in den Bergbahnen eine Maskenpflicht gilt. Dass es in den Gondeln zu Kapazitätsbeschränkungen kommt, davon geht man bei den Zermatt Bergbahnen nicht aus. «Für Zug und Bus gibt es bisher ja auch keine Beschränkungen», sagt Imoberdorf. Ausserhalb der Bahnen werde man aber dafür sorgen, dass die Abstandsregelung eingehalten werde. Dazu seien überall Bodenmarkierungen und Hinweisschilder angebracht.

«Zur Zeit rechnen wir nicht mit einer Kontingentierung, da sich die Skifahrer ja an der frischen Luft befinden und auf den Pisten die Abstandsregel so oder so eingehalten wird.»

Mathias Imoberdorf, Sprecher Zermatt Bergbahnen

Während die Perspektive für grosse Skigebiete wie jenes am Matterhorn besser aussieht, bangen kleinere um ihre Zukunft. Die Bündner Region Fideriser Heuberge sagte die Saison 2020/2021 bereits ab. In einer Mitteilung verkündete die Geschäftsleitung: «Um einen wirtschaftlichen Betrieb gewährleisten zu können, sind eine hohe Auslastung der Restaurant- und Hotelinfrastruktur durch Gruppen sowie eine gute Planbarkeit unabdingbare Voraussetzungen.» Weil das diese Saison kaum möglich sei, habe man sich entschieden, die Anlagen und die Berghäuser während der Wintersaison nicht zu betreiben.

Auch in anderen Skigebieten schaut man noch gebannten Blickes nach Bern und hofft auf eine baldige Ansage vonseiten Landesregierung. An einem Treffen mit den Bundesräten Simonetta Sommaruga, Alain Berset und Guy Parmelin am Montag machten die Vertreter aus der Tourismusbranche deutlich, dass sie auf Planungssicherheit angewiesen sind. Im Hinblick auf eine funktionierende Wintersaison sei es wichtig, dass die Vorgaben zu den Schutzmassnahmen pragmatisch und umsetzbar bleiben. So schrieb es der Schweizer Tourismus-Verband in einer Stellungnahme.

Mehr Schweizer Gäste, weniger aus Übersee

Eine wichtige offene Frage für die Skigebiete ist, ob gleich viele Gäste wie jedes Jahr auf die Piste dürfen, oder ob ihre Anzahl eingeschränkt wird – so wie es im Sommer in den Badis geschah. In Zermatt ist man optimistisch. «Zur Zeit rechnen wir nicht mit einer Kontingentierung, da sich die Skifahrer ja an der frischen Luft befinden und auf den Pisten die Abstandsregel so oder so eingehalten wird.» Hingegen rechnet man mit Ausfällen bei den Gästen aus Übersee.

Bereits jetzt sei klar, dass Touristen aus Asien, dem arabischen Raum und den USA nicht anreisen werden. «Wir hoffen aber, dass, ähnlich wie im Sommer, mehr Schweizer ihre Ferien hierzulande verbringen und wir das Defizit so etwas auffangen können», sagt Imoberdorf. In einem normalen Jahr machen Schweizer Gäste bei den Zermatt Bergbahnen zwischen 40 bis 50 Prozent aus. Diesen Sommer seien es 80 Prozent gewesen.

An den Preisen wird sich bei den Bergbahnen Zermatt nichts ändern. Derzeit arbeite man mit Versicherungen an einer Option für eine Preis-zurück-Garantie, falls ein erneuter Shutdown die bereits gekauften Skitickets obsolet macht. Auch andere Skigebiete arbeiten an einer Lösung für eine Rückerstattung.

Hier findest du die Rückerstattungs-Lösungen der Skigebiete in der Übersicht:

Anders wird es diesen Winter wohl auch an den Après-Ski-Partys zu und her gehen. Keine Bar will riskieren, zum Superspreader-Event zu werden, so wie es im März an einer Feier im Kitzloch in Ischgl geschah. Der Wintersportort wurde damit zum grössten Corona-Cluster von Österreich. 30 Personen starben im Zusammenhang mit einer von Ischgl aus verbreiten Covid-19-Erkrankung. Diskutiert werden in Österreich derzeit Sperrstunden für Après-Ski-Partys und ob diese in geschlossenen Räumen überhaupt erlaubt sein sollen. Wie feuchtfröhlich es neben den Schweizer Skipisten zu und her gehen darf, ist noch unklar.

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • fidget 07.09.2020 10:04
    Highlight Highlight Ich stelle mir das mit der Maske in den Gondeln recht umständlich vor. Ich trage einen Helm und muss den jedes mal ausziehen damit ich die Maske aufsetzen kann. Und dann das Gedränge vor den Liften, das brauch ich nicht.
    Ich wage es auch zu bezweifeln, dass CH-Touristen vermehrt hier Skiferien verbringen. Skiferien sind einfach sehr kostspielig, und das vermag sich nicht jede Familie zu leisten. Wanderferien sind da bedeutend günstiger und als Alternative zum Auslandurlaub noch bezahlbar.
  • murrayB 06.09.2020 21:37
    Highlight Highlight Man bemerke: Ein kleines, unwichtiges Skigebiet, welches so oder so am darben ist, macht diese Saison nicht auf - und es wird hier bereits im Titel erwähnt!

    Passt leider irgendwie...
  • Tropennütteler 06.09.2020 21:22
    Highlight Highlight Der Covid Winter...ist das bereits Festgeschrieben? Datum der "zweiten Welle"?
    Hat die WHO den Regierungen bereits hunderte Millionen für den Lockdown geboten?
    Schade für das Leben und die Skigebiete.
  • Almanaque 06.09.2020 20:37
    Highlight Highlight Die Schweiz 2030...

    Beispiel Zürich als grösste Stadt...Am Üetliberg sind "Favelas" entstanden weil 30% der Schweizer ihren Job verloren haben und dem Bund das Geld ausging.... Wer denkt dass wir nächstes Jahr ein impfstoff haben täuscht sich gewalltig. Die Massnahmen stürtzen langsam, sehr langsam aber kontinuierlich die Gesellschaft in ein Chaos... Soziale Unruhen fangen spätestens nächstes Jahr an der Tagesordnung zu sein....
    • Tropennütteler 06.09.2020 21:25
      Highlight Highlight Da hast du definitiv recht. Mann sieht es ja bereits in zahlreichen Länder in Europa.
      Aber hey, selber schuld wer links wählt und chaos befürwortet.
    • PlayaGua 07.09.2020 07:52
      Highlight Highlight Warst du mal in den Favelas? Kaum.
      30 Prozent haben den Job verloren? Belege dafür?
  • 97ProzentVonCH68000 06.09.2020 20:14
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Hamudi Dudi 06.09.2020 21:42
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Stromer5 06.09.2020 19:44
    Highlight Highlight Wir machen zur Zeit in der Region Fiss Sarfaus Ladis Ferien.
    Alle 12 Bergbahnen sund offen, das Personal trägt Maske, auf 1.5m Abstand wird geachtet, Touristen halten sich mehrheitlich an die Maskenpflicht beim anstehen und generell kann man sich überall desinfizieren.
    Einzig im Hotel am Buffet ist teilweise ein Gedränge. Das Personal im Gastgewerbe trägt Schutzschild.

    Mein Fazit:
    Die Angst ist verflogen, der Respekt bleibt. Es funktioniert tadellos, im Hotel gibt es sogar zwei Gläser mit Kugelschreiber, jeweils angeschrieben mit gebraucht und desinfiziert.
    Ich freue mich auf den Winter 😎
  • WhyNotX? 06.09.2020 18:45
    Highlight Highlight Wanderferien sind das eine aber Skiferien.. Puh, ich denken nicht, dass dieses Jahr mehr CH Bürger auf die schweizer Skipisten gehen werden. Vorallem nicht wenn der Preis gleich hoch bleibt. Es werden sich nicht mehr Leute, plötzlich den Luxus "Skiferien" leisten können.
    • BVB 07.09.2020 07:08
      Highlight Highlight Ich wage zu bezweifeln, dass der Luxus Fernreisen bedeutend billiger ist. Und das sind genau die Leute die zum Teil doch in der Schweiz bleiben (wegen Corona).
    • WhyNotX? 07.09.2020 09:56
      Highlight Highlight Vermutlich bleiben sie hier, aber wage es zu bezweifeln, dass sie auf die Piste gehen.
  • Geff Joldblum 06.09.2020 17:22
    Highlight Highlight ...machten die Vertreter aus der Tourismusbranche deutlich, dass sie auf Planungssicherheit angewiesen sind...
    🤷 Hat denen schon jemand gesagt, dass sich so ein Pandemieverlauf schwer vorausplanen lässt? 🤔 Manchen fehlt einfach Hirn.
    • ursus3000 06.09.2020 17:55
      Highlight Highlight Du hast gelesen , dass die , die das sagen die Saison abgesagt haben ? Fehlt denen jetzt das Hirn ?
      Arbeite an Deinem Leseverständnis bevor Du andere als Hirnlos betitelst
    • gulf 06.09.2020 18:09
      Highlight Highlight @ursus:
      falsch, der Verband verlangt schon lange nach Planungssicherheit, die es aber nicht gibt
    • ursus3000 06.09.2020 18:26
      Highlight Highlight @ gulf Was Verbände oder Gewerkschaften fordern ist nicht relevant . Unternehmen handeln auf eigenes Risiko
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