Crans-Montana: Knatsch beim Treffen zwischen Italien und der Schweiz
Das Treffen zwischen den Strafverfolgungsbehörden der Schweiz und Italiens soll nicht harmonisch verlaufen sein. Die Vertreter des Bundesamts für Justiz hätten sich respektlos gegenüber den fünf Gästen aus Italien verhalten, schreibt die NZZ unter Berufung auf eine anonyme italienische Quelle. Die italienische Delegation habe das Treffen fast frühzeitig abgebrochen.
Der Hauptpunkt, in dem sich die Italiener und Schweizer nicht einig sind, ist die Gründung gemeinsamer Ermittlungsgruppen.
Das Bundesamt für Justiz soll nach Angaben der Quelle einen Antrag von Italien zur Einrichtung einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe abgelehnt haben.
Italien soll bis heute keinen Antrag für eine Ermittlungsgruppe gestellt haben, sagt jedoch das Bundesamt für Justiz gegenüber RTS.
Allerdings liegt der «NZZ» ein Mail der römischen Staatsanwaltschaft vom 30. Januar vor, worin diese die «Bereitschaft» betonte, eine gemeinsame Ermittlungsgruppe einzurichten.
Das Bundesamt habe sich auf Anfrage der NZZ inhaltlich kaum geäussert. Das Treffen in Bern sei vertraulich und nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, teilte es laut der «Neuen Zürcher Zeitung» mit. (nib)
