«Das ist ein Kriegsgebiet»: Notrufe der Horror-Nacht in Crans-Montana veröffentlicht
In der Neujahrsnacht gingen zwischen 1.30 und 3 Uhr insgesamt 171 Notrufe ein. France Télévisions veröffentlicht nun die Aufzeichnungen dieser Anrufe. Sie zeigen die Kommunikation zwischen der Leitstelle der Walliser Nothilfe, die die Krankenwagen koordinierte, und den Zeugen und Direktbetroffenen des Unglücks.
Der erste Notruf in der Silvesternacht ging um 1.29 Uhr bei der Notrufzentrale 144 ein:
Die Person am anderen Ende der Leitung fragt: «Was ist das? Ein Hotel?» Nur kurze Zeit später folgt der nächste Anruf, der deutlich macht, was sich gerade in Crans-Montana ereignet hat:
Es dauert nicht lange, bis sich ein Direktbetroffener meldet, während im Hintergrund panische Schreie zu hören sind.
Der Disponent antwortet ihm: «Wir sind bereits informiert, alles ist unterwegs.» Das Ausmass der Katastrophe ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar. Dann erfolgt ein weiterer Anruf:
Erste Krankenwagen treffen in Crans-Montana ein, später auch Rettungshelikopter. Gleichzeitig häufen sich die Anrufe in der Notrufzentrale. Mehrere Zeugen berichten, dass die Mittel nicht ausreichen. Helfer vor Ort übernehmen selbst die Erstversorgung. Eine Frau fragt:
Darauf antwortet ein Rettungssanitäter:
Eine weitere Frau am Telefon, die gerade einem Verletzten hilft, sagt:
Die Lage bleibt immer noch unklar. Ein Rettungssanitäter fragt:
Der Kollege antwortet:
Es wird deutlich, dass psychologische Betreuung nötig ist. Ein Helfer sagt:
(fak)
