Schweiz
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Gerhard Pfister, Parteipraesident der CVP Schweiz, spricht an einem Hintergrundgespraech, am Montag, 29. Juni 2020, in Bern. Die Partreileitung liess eine Analyse durchfuehren und wird mit der Basis und den Delegierten ueber einen allfaelligen neuen Parteinamen diskutieren. Der Buchstaben C fuer Christlich erscheint vielen nicht mehr zeitgemaess. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Klare Ansage: CVP-Präsident Gerhard Pfister bei der Vorstellung der GFS-Studie am 29. Juni. Bild: keystone

CVP ergreift Flucht nach vorne: Die Basis soll über das C entscheiden

Die CVP stellt das «christlich» in ihrem Namen zur Disposition. Dagegen formiert sich in den Stammlanden heftiger Widerstand. Nun soll eine Urabstimmung für Klarheit sorgen.



Es ist eine Premiere in der 108-jährigen Geschichte der Christlichdemokratischen Volkspartei (CVP). Erstmals befragt sie ihre Basis in Form einer Urabstimmung. Diese sei «für alle Organe der Partei bindend», heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Es geht um eine Frage von grosser Tragweite: Soll die Partei das C in ihrem Namen aufgeben?

Als die CVP Ende Juni die Ergebnisse einer Umfrage des Instituts GFS Bern bei den Parteimitgliedern und rund 2000 weiteren Stimmberechtigten präsentierte, war von einer Urabstimmung noch keine Rede. Über eine mögliche Namensänderung werde die Delegiertenversammlung am 14. November entscheiden, hiess es vor knapp zwei Wochen.

Beat Rieder, CVP-VS, spricht waehrend der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 5. Dezember 2019 im Staenderat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Der Walliser Ständerat Beat Rieder will das C behalten. Bild: KEYSTONE

Eine Urabstimmung sei «als Option immer vorhanden gewesen», meinte Generalsekretärin Gianna Luzio auf Anfrage. In den Parteistatuten stehe, dass es die Möglichkeit dazu gebe. Dennoch hat der Entscheid den Beigeschmack einer Flucht nach vorne. Nach wie vor gibt es grosse Widerstände gegen eine Namensänderung, vorab in den «schwarzen» Stammlanden.

«Das C muss bleiben»

«Wir dürfen das C nicht dem Zeitgeist opfern», meinte der Bündner Ständerat Stefan Engler in der «NZZ am Sonntag». Er forderte die nun beschlossene Urabstimmung. Besonders renitent zeigen sich die Christlichdemokraten im traditionell tief schwarzen Oberwallis. Der einflussreiche Ständerat Beat Rieder warnte, die Aufgabe des C wäre «der Ruin der Partei».

Franziska Biner, die Präsidentin der CVP Oberwallis und laut «NZZ am Sonntag» eine «Hoffnungsträgerin», warf der Mutterpartei den Fehdehandschuh hin: «Das C muss bleiben, auch im nationalen Namen.» Es reiche nicht, wenn die CVP im Oberwallis ihren Namen behalten könne – eine Option, die Befürworter einer neuen «Marke» gerne vorbringen.

Was aber denkt die Basis? Einen Anhaltspunkt liefert die Studie des GFS Bern. Sie zeigt, dass die Mitglieder offen sind für einen Neuanfang. 53 Prozent sind für eine neue Bezeichnung mit Mitte-Bezug. Immerhin 40 Prozent aber wollen einen Namen, «der Bezug auf christliche Werte nimmt». Das zeigt: Die C-Frage entzweit die Parteimitglieder.

La fanfare joue de la musique lors du congres du PDC du Valais romand (PDCVR) en vue des elections federales ce jeudi 16 mai 2019 a Fully. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

In der Westschweiz ist das C ein besonders grosses Handicap. Bild: KEYSTONE

Ganz anders sieht es bei den übrigen Stimmberechtigten aus. 79 Prozent sind für einen Namen ohne C-Bezug. In der Aussensprache leide die CVP «unter der Assoziation zu Christlichkeit», heisst es in der Studie. Gerade in der französischsprachigen Schweiz habe sie «teilweise ein hartes Namenshandicap». Ein Wechsel sei deshalb eine Chance.

Potenzial von 15 Prozent

Zwar besteht das Risiko, dass bisherige (Stamm-)Wähler abspringen. Laut GFS Bern aber sollten sich «kurzfristige Verluste und Gewinne schweizweit in etwa die Waage halten». Gleichzeitig ortet das Institut ein neues Potenzial von insgesamt 15 Prozent Wähleranteil. Bei den Wahlen im letzten Oktober betrug er 11,3 Prozent. Das ist ein Lichtblick für die schwindsüchtige Partei.

Dies betont auch Parteipräsident Gerhard Pfister in seinem Newsletter vom Donnerstag. Die Umfrage zeige, «dass es ein deutliches Wachstumspotenzial für uns gibt». Sein Ziel sei es, «dieses möglichst gut und rasch abzuholen», schreibt der Zuger Nationalrat, der sich angesichts der diffizilen Gemütslage in der Namensfrage sehr diplomatisch gibt.

Pfisters «Erweckungserlebnis»

Befürworter eines Namens ohne C attestieren Pfister einen bemerkenswerten Wandel. Vor seiner Wahl zum Präsidenten vor vier Jahren hatte er sich noch zum bewährten «Brand» CVP und ihrer Verwurzelung im katholischen Milieu bekannt. Nun ist es sein Ziel, die Partei aus diesem «Ghetto» herauszuführen und für breitere Schichten attraktiv zu machen.

Andrea Gmuer, Fraktionspraesidentin CVP, links, diskutiert mit Martin Landolt, Parteipraesident BDP, waehrend der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 18. Juni 2020 im Staenderat in einer Ausstellungshalle von Bernexpo in Bern. Damit das Parlament die vom Bundesrat verordneten Verhaltens- und Hygieneregeln zur Bekaempfung der Covid-19 Coronavirus Pandemie einhalten kann, findet auch die Sommersession in Bernexpo und nicht im Bundeshaus statt. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Die Fusion bahn sich an: Mitte-Fraktionschefin Andrea Gmür im Gespräch mit BDP-Präsident Martin Landolt. Bild: keystone

Ein eigentliches «Erweckungserlebnis» hatte Gerhard Pfister im letztjährigen Wahlkampf. Bei seinen Kontakten mit der Parteibasis stellte er fest, dass auch viele Mitglieder das C kritisch beurteilen. Und dass die CVP für gewisse Leute nicht wählbar sei, weil sie mit «gläubig und katholisch» assoziiert werde, wie Pfister an der Präsentation Ende Juni erklärte.

Fusion mit BDP

Eine erste Wachstumschance bietet sich durch die Fusion mit der bei den Wahlen arg gerupften BDP. Der Entscheid solle bis Ende Jahr getroffen werden, heisst es in der Mitteilung vom Donnerstag, «in Kenntnis des Resultats der Urabstimmung». Die Basis der BDP ist zum Zusammenschluss bereit, sie will aber einen neuen Namen.

Das macht ein Konstrukt wie CVP-BDP, das C-Anhänger favorisieren, wenig wahrscheinlich. Favorisiert wird der Name «Die Mitte», den bereits die gemeinsame Fraktion von CVP, EVP und BDP trägt. Möglich wäre auch «Demokratische Volkspartei». So heisst die CVP im mehrheitlich katholischen Tessin schon heute – Partito Popolare Democratico.

Wie bei eidgenössischen Abstimmungen

Das Parteipräsidium will im August entscheiden, «mit welcher Marke das Profil geschärft werden soll». Ende des Monats sollen Parteivorstand und Fraktion informiert werden. Dann folgt die Urabstimmung. Form und Ablauf orientieren sich «an den eidgenössischen Abstimmungen», heisst es in der Mitteilung vom Donnerstag. Die damit verbundene Botschaft ist klar.

Die Widerständler sollen durch den «Volksentscheid» zur Räson gebracht werden und die neue Marke akzeptieren. Denn die Chance, dass eine solche vorgeschlagen und von der Parteibasis mehrheitlich abgesegnet wird, ist gross. Eine Zerreissprobe aber steht der CVP so oder so bevor. Und weitere heftige Diskussionen sind programmiert.

Für Generalsekretärin Gianna Luzio ist das kein Problem: «Wir sind eine Partei in der Mitte des politischen Spektrums. Der offene Austausch ist uns wichtig. So lange der Diskurs wie bisher konstruktiv und fair bleibt, wird er der Partei nützen.»

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45
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45Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Platon 12.07.2020 23:27
    Highlight Highlight Wenn ich mir all diese Kommentare anschaue, die sich vor der Vermischung von Religion und Politik fürchten, mache ich mir wirklich Sorgen über deren politische Urteilsfähigkeit! Habt ihr wirklich das Gefühl die CVP würde ihre Politik nach der Bibel richten? Das ist absurd und entbehrt jeglicher faktischer Grundlage. Noch viel absurder ist die Annahme, dass sich programmatisch etwas ändern würde, fiele ein Buchstabe aus dem Namen. Wenn euch Smartvote die CVP empfehlt, wählt sie! Smartvote wird euch nicht mehr oder weniger Kandidaten der CVP vorschlagen nur weil das C weg ist🤦🏻‍♂️
  • Locutus70 12.07.2020 20:49
    Highlight Highlight Ich finde politische Parteien sollten keinen religiösen Bezug haben.
    Wichtiger wäre aber für die CVP oder wie sie auch immer danach heisst: Das Profil schärfen, irgendwie ist das für mich nicht erkennbar.
  • dho 11.07.2020 19:39
    Highlight Highlight Das größte Problem dieser neu zu bildenden politischen Bewegung (vor der Namensgebung) ist die inhaltliche Schärfung ihres Profils.

    Mein Vorschlag, jeweils gnadenlos
    - bürgerlich grün (Wähleranteile der GLP)
    - pro KMU (W... FDP)
    - pro Sozialwerke (W... SP)
    - pro unabhängige CH in Europa (W... SVP)

    Und so entsteht ein neuer Name:
    SPZ (Schweizerische Partei des Zentrums)

    Da entsteht ein Potential von 20%.
  • Blitz 11.07.2020 18:24
    Highlight Highlight Lieber P– fister weg....! So eine wischiwaschi Partei!! Keine Politischen Ideen mehr!!
  • Ninoo 11.07.2020 16:42
    Highlight Highlight Da hier ja alle so dagegen sind, dass sich die Religion in die Politik einmischt. Müssen dann aber auch bei der Konzernverantwortungsinitiative Nein stimmen da die Kirche mit im Komitee sitzt. Schön Steuergelder kassieren von den Unternehmen und dann auch noch vorschreiben wollen wie sie zu funktionieren haben.
    • Hierundjetzt 11.07.2020 17:13
      Highlight Highlight Nope. Das ist korrwkt und einer der virlen Aufgabe unserer beiden Landeskirchen.
  • Hierundjetzt 11.07.2020 15:36
    Highlight Highlight Die ursprüngliche KKK (Katholisch Konservative Kraft) wird nun „die Mitte“ ohne C? 😂

    Auch das wird in einem sehr protestantisch geprägten Land nicht helfen, in dem man erst 1999 den Katholiken Ihre 100% Gleichberechtigung zugesprochen hat.

    Auch wenn die Zuwanderung aus Deutschland das religiöse Gleichgewicht ein wenig zugunsten der Katholiken verschoben wurde, ist das nicht gleichbedeutend mit Wählerstimmen

    Lasst CVP, CVP sein. Nur wegen der Minipartei BDP den Namen ändern bringts nicht. Protestantische Hauptorte wie Genf, Bern, Basel und Zürich werden Euch auch weiterhin nicht wählen

    • Hierundjetzt 11.07.2020 16:33
      Highlight Highlight An die werter Kritiker ohne Meinung: in welchem obengenannten Hauptort ist den die CVP vertreten? In Bern 1x mit Nause, dem haben Sie doch sämtliche Dossier weggenommen -oder?
    • Platon 12.07.2020 23:21
      Highlight Highlight @Hierundjetzt
      Kritiker ohne Meinung halten sich einfach an das Prinzip: Do no feed the troll.
      Ich tue es trotzdem. Dein Kommentar scheint etwas aus der Zeit gefallen. Wer richtet heute noch politische Entscheidungen nach seinem Glauben?
  • Neemoo 11.07.2020 15:19
    Highlight Highlight Religion und Politik = Wiederspruch
  • AllesoderNichts 11.07.2020 15:11
    Highlight Highlight Dies ist längst überfällig. Religion hat in der politik nichts zu suchen. Ohne C wird die Partei endlich wählbar.
  • landre 11.07.2020 15:06
    Highlight Highlight Die FDP will grün werden, CVP will ihr C rausschmeissen und als nächstes wollen die Grünen die dritte Gotthard-Röhre bauen und die SVP der Kapitänin Rackete die Anwaltskosten bezahlen?

    Switzerland Out of the Box?
  • Bildung & Aufklärung 11.07.2020 14:26
    Highlight Highlight Viele, gerade auch aus einem CVP-Lager, hetzen ja gerne und oft gegen diesen sogenannten "Islam", da müsse man schampar und schaurig aufpassen...

    Schliesslich das der "politische Islam", den müsse man mit aller Kraft ablehnen und bekämpfen, eine Weltreligion von Milliarden Menschen und Politik, das sei das schlimmste...

    Rufen sie, das politische Christentum und eine Weltreligion von Milliarden Menschen politisch repräsentierend.

    IVP - IslamVolksPartei. Müsste man eigentlich mal gründen.
    Herrliberg, Blick, Stammtische und Waschküchen landesweit würden explodieren.
  • Bildung & Aufklärung 11.07.2020 14:19
    Highlight Highlight Jesus, der Christ, der das C begründet, findet die CVP (oder CDU) und deren Ansichten und Handlungen, wie z.B. dass man steinreichstes Land am liebsten möglichst wenigen Menschen in purster Not Schutz bietet, sicher famos. Ach was, grandios.
    Flüchtenden soll man nicht helfen, er als Flüchtlingskind weiss das.

    Und dass man Mordwerkzeuge gegen Geld herstellt und verteilt, das findet er, so wie viele CVPlerInnen 1A. Eine RUAG (welche jetzt in Brasilien jegliche Regeln eiskalt umgeht und Waffen an alle Schlachter tickt) ist sowas wie Jesus Wunsch.

    Er würde grad vom Kreuz hüpfen, vor Freude.
  • Der Rückbauer 11.07.2020 14:13
    Highlight Highlight Finde ich gut, wenn das C fällt. Alle Streitigkeiten entspringen den Religionen, nicht dem Glauben.
  • banda69 11.07.2020 13:56
    Highlight Highlight Die CVP hat mit dem Christentum etwa soviel Gemeinsamkeiten wie die SVP mit dem Volk.
  • Unicron 11.07.2020 13:18
    Highlight Highlight Als ich bei den letzten Wahlen mein SmartVote Profil ausgefüllt habe, waren da einige CVP Leute in den Top10.
    Keinen einzigen von denen habe ich gewählt, denn ich bin dagegen dass sich Religion in die Politik einmischt.
    Weg mit dem C, dann seid ihr vielleicht wählbar.
    Vorher nicht, egal wie gut eure Positionen zu den meinen passen, denn ich muss immer Angst haben dass ihr am Schluss wieder versucht etwas wie die Definition von Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau durch die Hintertür zu schmuggeln.
    • Wenzel der Faule 11.07.2020 17:27
      Highlight Highlight Amen Bruder
    • Francis Begbie 11.07.2020 18:56
      Highlight Highlight Das sind dann halt eben die christlichen Werte. Adam+Eca und nicht Adam +Edgar.
      Diese bleiben auch ohne das c im Namen. Da muss erst eine ganz neue Generation her, bevor die CVP sich von der Katholischen Kirche emanzipiert.
  • DemonCore 11.07.2020 13:13
    Highlight Highlight Das Christentum ist eine aus dem Judentum hervorgegangene Sekte aus dem antiken Palästina und wurde Europa, auch der Schweiz, in einem Akt nie dagewesener kultureller Barbarei übergestülpt. Unter den Folgen leiden wir noch immer, auch wenn die Aufklärer verdankenswerter Weise Grosses geleistet haben und uns vor den schlimmsten Auswüchsen dieser Religion befreit haben.

    Für Leute die den politischen Arm dieser Sekte wählen und unterstützen habe ich nur Verachtung übrig.
    • DunkelMunkel 11.07.2020 13:53
      Highlight Highlight Sagt der Dämon...
    • banda69 11.07.2020 14:25
      Highlight Highlight @demon

      ... und was ist Ihre Meinung zu Parteien wie die SVP und FDP, die für Geld und Gier stehen?
    • Bildung & Aufklärung 11.07.2020 14:32
      Highlight Highlight "Für Leute die den politischen Arm dieser Sekte wählen und unterstützen"

      Hehe. Würde ich persönlich so zwar nicht ganz sehen, aber kann man durchaus so formulieren oder sagen.

      Aber wir wissen, Christentum, das ist ganz was anderes, als die anderen!

      Die haben nicht die kränksten 'heilige Kriege' geführt! Oh, wait...
      Bei denen gibts keine hardcore Fundamentalisten! Oh, wait...
      Die sind keine Terroristen*! Oh, Wait...

      *(Breivik, Christchurch-Mörder etc. haben sich explizit aufs Christentum bezogen bei ihren Gräueltaten und der KKK hat das brennende Kreuz auch nicht umsonst...)

    Weitere Antworten anzeigen
  • VileCoyote 11.07.2020 12:29
    Highlight Highlight Egal wie und was... die haben eine Catch-22 Situation.
    Das C ist immer mehr ein Laster und ohne C kennt sie dann keiner.
  • De-Saint-Ex 11.07.2020 12:27
    Highlight Highlight Das verstehe wer will... immer wieder diese „Etiketten“ Diskussionen... ob S für angeblich sozial oder V für angeblich Volk usw. Macht endlich vernünftige Politik, mir egal, wie Ihr Euch nennt... „Verpackungen“ sind grundsätzlich lästig.
    • Bildung & Aufklärung 11.07.2020 14:37
      Highlight Highlight Die Fassade der Parteipolitik halt.

      Warum heisst die einmalige Partei "Die Partei" wohl so... ;-)

      Warum ist einer der berühmtesten Slogans und Parolen wohl:
      "Wählt die Partei. Denn sie ist sehr gut!"

      Peilen leider auch nur die wenigsten.
      Demokratie halt. Aufgeklärte, mündige und soweit gut gebildete WählerInnen.
  • Hitsch 11.07.2020 12:15
    Highlight Highlight Das ist schon etwas gar scheinheilig. Das "C" habe diese Damen und Herren mit Ihrem verhalten schon lange verraten.
    Nur sich «christlich» zu nennen bekommt man keinen Absolution und Heiligenschein.
    • Bildung & Aufklärung 11.07.2020 14:39
      Highlight Highlight Du verstehst da etwas völlig falsch.

      Guck doch die Kirchengeschichte, primär auch der Katholiken an.

      Sich christlich zu nennen und viele Symbole zu tragen und aufzubauen genügt, um vor der Allmacht die alles sieht/erlebt als guter Mensch dazustehen.

      Duh, Ablassbriefe oder Beichten hat Gott doch nicht zum Spass so erschaffen...

      Klar verprügelt man mal Frau und Kind, nach der Beichte: Wieder wie neu.
  • nadasagenwirjetzteinfachmal 11.07.2020 12:10
    Highlight Highlight Wenn sich die CVP mit der BDP positionieren will, dann müsste die Partei einfach dM heißen...also dieMitte
  • Francis Begbie 11.07.2020 11:51
    Highlight Highlight Christliche Werte? Die wären? Chauvinismus? Extremer Konservativismus? Ablehnung anderer Lebensformen? Ablehnung von Wissenschaftlichkeit?

    ALLES WAS UNSERE MODERNE GESELLSCHAFT AUSMACHT MUSSTE GEGEN DIE KIRCHE ERKÄMPFT WERDEN.
    • DunkelMunkel 11.07.2020 13:56
      Highlight Highlight Nana Francis. Zuerst kommst du mit “christlich” und dann schwenkst du um auf “die Kirche”. Du scheinst die 2 nicht voneinander halten zu können.
    • Tabis Nuckerli 12.07.2020 07:31
      Highlight Highlight Buchdruck, Spitäler, Altenpflege, Behindertenheime, Gassenarbeit, Diakonie, ...
      Viel positives vom unserem Sozialstaat wurde von Christen initiiert und später verstaatlicht.

      Neben vielen Fehlern haben Christinnen und Christen auch viel Gutes bewirkt. Bis heute.
    • Francis Begbie 12.07.2020 21:21
      Highlight Highlight Chauvinismus und Kindsmissbrauch, missbrauchte Nonnen und andere Frauen, Aids Epidemie in Afrika...
  • anhinter 11.07.2020 11:48
    Highlight Highlight Die CVP wird sich an der C Frage zerreiben und sich selber das Grab schaufel. Die C Hinterwäldler (Katoliken) haben zuviel Angst vor der "Todsünde"
    • DunkelMunkel 11.07.2020 14:25
      Highlight Highlight Anhinter bezeichnet die CVP als Hinterwäldler :D
  • Weisser Mann 11.07.2020 11:42
    Highlight Highlight Religion hat in der Politik nichts zu suchen und sollte komolett daraus gestrichen werden.

    Eine Christliche Volkspartei ist allgemein schon nicht möglich, weil viele Menschen ihre "christlichkeit" anders auslegen. Da gibt es die Konservativen wo als ihren Nächsten gerade mal vielleicht noch ihren Nachbarn verstehen und das Christliche Abendland vor der Invasions der Moslems beschützen wollen. Andererseits gibts auch Christen die unter Nächstenliebe, die Liebe zu jedem Menschen verstehen, auch welche wie mich, und Moslems die Hand reichen.
    • Bildung & Aufklärung 11.07.2020 14:46
      Highlight Highlight Nächstenliebe endet tatsächlich nicht bei einer einzigen Spezies, daher auch die christlichen Mythen wie "Hirte der die Schäfchen beschützt" etc.

      Sonst natürich alles sehr zutreffend.

      Obwohl die Sakularität bei der Vorstellung einer Religion die Politik/Gesellschaft ummantelt, die dann aber wirklich tief und ehrlich die Essenz ausmacht, wirklich grösstmöglichen Respekt und Liebe gegenüber allen Lebewesen/Mitwelt/Mutter Natur fundiert, dann zu diskutieren wäre.

      Bis mind. übermorgen wird das aber kein Thema werden, wenn man sich die Gesellschaften so anschaut...
  • lilie 11.07.2020 11:41
    Highlight Highlight Die CVP kam mir schon immer etwas schwammig vor. Wenn sie das nicht verbessern, bringt auch ein neuer Name keine neuen Wähler.

    Ihr Wählerschaft wird ausserdem nicht in erster Linie das C abwählen, sondern wissen wollen, was denn der neue Name sein soll. Wenn der ihnen nicht zusagt, wären sie wohl lieber beim C geblieben.

    Bleibt es bei "altem Wein in neuen Schläuchen", wird sich wohl wieder kein Blumentopf gewinnen lassen.

    Eine Fusion mit EVP und BDB könnte für alle nützlich sein - allerdings müsste die BDP die Federführung übernehmen, das ist die einzige der drei mit einem klaren Programm.
  • sa5 11.07.2020 11:29
    Highlight Highlight Als Einwohner des ländlichen Teils des Kantons Luzern kann ich bestätigen:
    CVP steht für maffiöse Verfilzung nach unten und oben, kurzum in jede Richtung.
    Es gibt fast keine Lebensbereich in dem die CVP die Entwicklung nicht verschlafen hat. Was funktioniert ist das Geschacher um Ämtli und Aufträge. Säudecklli, Säuhäfeli.
    Vorschlag: Die CVP könnte das C zugunsten des K aufgeben. K wie Korrupt.
  • lomit 11.07.2020 11:26
    Highlight Highlight Eine Starke Mitte wäre Mega gut für die Schweiz
    • sinkflug 11.07.2020 14:22
      Highlight Highlight Voilà! Starke Mitte. Der neue Parteiname für die gute alte CVP. Und abgekürzt einfach SM 😜
  • Gwdion 11.07.2020 11:03
    Highlight Highlight Vielleicht wäre es hilfreich, erst einmal im Detail auszudiskutieren, was für Werte sie denn dem schwammigen Begriff "christliche Werte" zuordnen. Fällt das Prinzip der Nächstenliebe darunter? Wohl nicht, wäre das doch in Anbetracht ihrer bisherigen Politik unglaubwürdig. Barmherzigkeit beißt sich damit ebenso. Pazifismus? Sind es angestaubte Rollenbilder? Die Unterdrückung der Frauen? Homo-/Transphobie? Sklavenmoral? Der Fokus auf ein Weiterbestehen der mutmaßlichen Seele postmortem? Eine Abgrenzung von "islamischen Wertvorstellungen"? Kulturchauvinismus? Die Auswahl ist groß.
  • Tschowanni 11.07.2020 10:49
    Highlight Highlight Als ob ein Buchstabe das Denken und die Einstellung ändern würde
  • Oxymora 11.07.2020 10:38
    Highlight Highlight “Immerhin 40 Prozent aber wollen einen Namen, «der Bezug auf christliche Werte nimmt».“

    Was sind christliche Werte?

    Was versteht die Partei darunter?

    Sind z.B. erleichterte Waffenexporte so ein Wert?

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