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Velo Zürich

In Zürich sind viele Velofahrer unterwegs – entsprechend oft gibt es Unfälle. Bild: Shutterstock

Das sind die gefährlichsten Kreuzungen für Velofahrer in der Schweiz

Über 30'000 Personen verunfallen pro Jahr in der Schweiz mit dem Velo. Dabei «chlöpfts» an einigen Orten besonders oft.



Hunderttausende Velos werden in der Schweiz jährlich verkauft: Sportvelos, Alltagsvelos, Lastenvelos, Tandems – und auch immer mehr E-Bikes. Und wie sehr Herr und Frau Schweizer an ihren «Göppel» hängen, zeigt sich im Alltag immer wieder – zum Beispiel am kommenden Freitag, wenn sich Velofans im Rahmen der «Critical Mass» auf eine Route durch die Stadt Zürich machen. Vor der Pandemie nahmen am regelmässigen Treffen jeweils über 2500 Personen teil.

Velounfälle in der Schweiz

Laut der Statistik der Unfallversicherungen verunfallen Menschen auf dem Velo rund 31'000 Mal pro Jahr. Die grössten Gefahren, die zu Velounfällen führen, sind andere Verkehrsteilnehmer (Velos, Autos oder Fussgänger), Hindernisse wie Trottoirs, Tramschienen oder Wurzeln.

Der Bund gibt in Zusammenarbeit mit den Kantonen jährlich eine Unfallkarte heraus. Bei den Strassenverkehrsunfällen mit Personenschaden sind dabei «Unfälle mit Fahrradbeteiligung» separat ausgewiesen. Bei der Analyse der Karte sind die folgenden 14 Orte in den vergangenen 10 Jahren durch besonders viele Unfälle aufgefallen:

Anmerkung: Die Unfallorte sind nicht nach Gefährlichkeit sortiert. Tippe einen Unfallort auf der Karte an, um ein Bild der entsprechenden Kreuzung zu sehen. Alle Bilder findest du auch in der anschliessenden Slideshow.

Das sind die 14 gefährlichsten Kreuzungen für Velos

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Das sind die 14 gefährlichsten Kreuzungen für Velos
quelle: google maps
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Wie diese Daten erhoben und ausgewertet wurden

Der Bund stellt in Zusammenarbeit mit den Kantonen jährlich eine Unfallkarte zur Verfügung. Unfälle mit Personenschaden und Fahrradbeteiligung (normale Velos und E-Bikes) werden dabei separat ausgewiesen. Die Unfälle stammen aus den Jahren 2011 bis 2020.

Um Kreuzungen mit besonders vielen Unfällen
zu erkennen, wurde die Schweiz in Kacheln von 100 mal 100 Meter aufgeteilt und die darin enthaltenen Unfälle gezählt. Um zufällige Häufungen zu vermeiden und verlässlichere Daten zu erhalten, wurde das Raster mehrmals verschoben. Kacheln mit besonders vielen Unfällen wurden manuell analysiert und wenn zutreffend in die Karten aufgenommen. Bei den ausgewählten Gefahrenpunkten kam es innerhalb des 100-Meter-Rasters zu bis zu 30 Velo-Unfällen mit Personenschäden in den letzten Jahren.

Die Idee zu dieser Vorgehensweise stammt von einem Artikel der «Aargauer Zeitung» zu Strassenverkehrsunfällen im Kanton Aargau.

Aber werfen wir einen Blick auf die sechs einwohnerstärksten Deutschschweizer Städte und ihre unfallreichsten Kreuzungen:

Zürich

Gleich auf mehreren Strassen in Zürich sind laut der Unfallkarte des Bundes regelmässig Velofahrer in Unfälle verwickelt: Die Langstrasse, der Limmatquai oder entlang der Hardbrücke. Dazu kommen weitere «Hotspots» wie der Kreisel vor dem Letzigrundstadion oder der Bahnhofsplatz. Alleine auf der Langstrasse dokumentierte der Bund über 100 Unfälle mit Velobeteiligung seit 2011.

In Zürich Wiedikon steht vor allem die Birmensdorferstrasse im Zentrum: Von der Schmiede Wiedikon bis zum Spital Triemli gab es bei Dutzenden Velo-Unfällen Verletzte in den vergangenen Jahren.

Einem besonderen Risiko dürften Velofahrer in Zürich durch Tramschienen ausgesetzt sein. Laut Suva gehören diese zu den Top-3-Gefahrenquellen beim Velofahren.

Hinweis: Tippe auf einen Ort, um ein Bild von der Kreuzung zu sehen

Basel

Das gleiche Problem mit Tramschienen haben auch Velofahrer in Basel, so verkehren an vier der fünf häufigsten Unfallorte in Basel nebst Autos auch Trams. Ausserdem führen beim Zoo Dorenbach und am Wettsteinplatz vielbefahrene nationale Velorouten vorbei.

An allen vier Punkten verletzte sich im Schnitt mehr als eine Person pro Jahr bei einem Velounfall.

Bern

In Bern stechen vier gefährliche Orte für Velofahrer hervor: Die Monbijoustrasse unterhalb des Bahnhofs – wo über 70 Unfälle mit Velos registriert wurden in den letzten 10 Jahren –, der Kornhausplatz in der Altstadt, auf der anderen Seite der Aare der Helvetiaplatz und der doppelspurige Burgernziel-Kreisel etwas weiter östlich.

Winterthur

Besonders viele Unfälle mit Velobeteiligung gab es in den letzten Jahren auf der Grüzefeldstrasse – die meisten davon auf Höhe Stadion und beim Kreisel mit der Seenerstrasse. Weitere Gefahrenstellen sind die Bahnhofsunterführung und die Haltestelle Ohrbühl im Osten Winterthurs.

Luzern

Gleich drei Orte in Luzern haben es unter die 14 gefährlichsten Velorouten der Schweiz geschafft: Der Schweizerhofquai nach der Seebrücke, der Bundesplatz am südlichen Ende des Bahnhofs und der Kreisel Basel-/Bernstrasse am Westende der Stadt.

Zusätzlich viele Unfälle wurde an den Kreuzungen Eichhof und Steghof im Süden Luzerns erfasst.

St.Gallen

Rund um den Bahnhof hat es in St.Gallen gleich zwei gefährliche Stellen: An der Kreuzung vor der Bahnüberführung Geltenwilerstrasse / St.Leonhard-Strasse und an der Kreuzung Kesslerstrasse / Vadianstrasse.

Viele Unfälle wurden auch rund um die S-Bahnhaltestelle «St.Gallen Schülerhaus» registriert. Auch etwas ausserhalb der Stadt, kurz vor der Fürstenlandbrücke, befindet sich eine gefährliche Kreuzung für Velofahrer.

Die Unfallkarte des Bundes im Überblick:

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