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alle grafiken: shutterstock/watson

So verhütet die Schweiz – in 8 Grafiken

Zur Empfängnisverhütung gibt es dutzende Möglichkeiten – doch welche sind in der Schweiz besonders beliebt? Und stimmt es, dass die Antibabypille immer unbeliebter wird?



Im Rahmen der Schweizerischen Gesundheitsbefragung hat der Bund im Jahr 2017 zum letzten Mal Schweizer und Schweizerinnen aus allen Regionen der Schweiz zu ihrer Gesundheit befragt. Teil davon waren auch einige Fragen zum Thema Verhütung. Die Auswertung erfolgte nach verschiedensten Kriterien wie Geschlecht, Bildungsstand und Region.

In einer Region gaben mit Abstand die wenigsten Befragten an, dass sie (selbst oder ihr Partner/ihre Partnerin) verhüten – deshalb zünden wir hier die Vorurteils-Kanone: Wer ist es?

In welcher Region verhütet man am wenigsten?

Die Antwort – und mehr Auswertungen – findest du unter Punkt 2.

Richtig verkehrt 🔄
Wie verhütet eigentlich die Schweiz? Warum gibt es keine hormonellen Verhütungsmittel für den Mann? Und hat man früher tatsächlich die Hoden in Eiswasser getunkt , um keine Kinder zu kriegen? In unserer Storyserie «Richtig Verkehrt» gehen wir Fragen zum Thema Verhütung auf den Grund. Und wir wollen auch von dir lieber User, liebe Userin wissen: Wie verhütest eigentlich du?

Mehr dazu findest du hier.

Verhütung im Laufe der Zeit

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Verhütung ist in der Schweiz weit verbreitet. In der Gesundheitsbefragung 2017 gaben 78 Prozent der sexuell aktiven Personen zwischen 15 und 49 Jahren an, dass sie oder ihre Partnerin bzw. ihr Partner ein Verhütungsmittel benutzen.

Damit stieg der Anteil der «Verhütenden» leicht an. Von allen Befragten 15- bis 75-Jährigen gaben im Jahr 2012 insgesamt 64 Prozent aller Männer an, dass sie oder ihr/e Partner/in verhüten. Das war der bisher höchste Wert. Auch bei den Frauen gab es einen Rekord: 57 Prozent gaben an, Verhütungsmittel zu gebrauchen.

Schwierig zu vergleichen sind allerdings die Werte aus der Befragung 1992, da die Frage damals lautete «Benützen Sie Mittel zur Empfängnisverhütung?» und erst danach auf «Benutzen Sie bzw. Ihr/Ihre Partner/in irgendeine Methode zur Empfängnisverhütung?» geändert wurde.

Wer am meisten verhütet

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Nicht überall spielt Empfängnisverhütung eine gleich grosse Rolle. Unterschiede gibt es beispielsweise nach Grossregion: Am häufigsten verhüten die Zentralschweizer, wo 6 von 10 Personen angaben, dass sie und/oder ihr Partner/ihre Partnerin verhüten. Das Verhütungs-Schlusslicht ist das Tessin: Nur die Hälfte der Befragten gab an, dass verhütet wird. Befragt wurden Personen zwischen 15 und 74 Jahren.

Die Angaben variieren auch bezüglich des Bildungsstands. So gaben Männer mit einem Abschluss auf Tertiärstufe zu 62 Prozent an, dass sie (oder ihr/e Partner/in) verhüten. Frauen mit obligatorischem Schulabschluss kommen auf 40 Prozent.

Beliebteste Verhütungsmethoden

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Alle sexuell aktiven Personen zwischen 15 und 49 Jahren wurden in der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2017 nach der Art der Verhütungsmethode interviewt. Rund ein Drittel gab dabei an, mit Präservativ zu verhüten. Ebenfalls beliebt mit fast einem Viertel war die Pille.

In jungen Jahren die Pille, später die Spirale

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Die Vorlieben für einzelne Verhütungsmethoden ändern sich je nach Lebensphase. Beliebt bei den jüngeren Personen unter 35 Jahren sind vor allem Kondome und die Antibabypille. Später setzen viele auf die Spirale. Wer älter wird – und die Familienplanung möglicherweise abgeschlossen hat, zieht vermehrt eine Sterilisation in Betracht.

Die Pille wird immer unbeliebter

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In den letzten Jahren hat die Antibabypille kontinuierlich an Beliebtheit eingebüsst. So erreichte sie im vergangenen Jahr 2020 noch einen Umsatz von 53 Millionen Franken – das entspricht einem Rückgang von einem Viertel gegenüber dem Jahr 2012.

Jeden Tag eine Hormon-Pille schlucken? Nein, danke!

Video: srf/Roberto Krone

Laut dem Pharmaverband Interpharma wurden im letzten Jahr knapp 1,9 Millionen Packungen verkauft. Diese Zahlen sind allerdings schwierig zu vergleichen, denn sie entsprechend nicht dem effektiven Verbrauch, da sowohl kleinere als auch grössere Packungen gleich gezählt werden. Doch auch bei den Mengen ist ein Rückgang erkennbar.

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