Schweiz
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Klaus Seidel und Familie

Klaus Seidel zusammen mit seinem Neffen Fritz zurück in Freiheit. Bild: Helmut Seidel

Dieser KESB-Fall betrifft kein Kind: Neffe «entführt» seinen 88-jährigen Onkel und bringt ihn nach Deutschland

Nach einem Schlaganfall soll Klaus Seidel in einem geschlossenen Demenzheim im Kanton Uri untergebracht werden. Den Wunsch der Familie, den 88-Jährigen Zuhause zu betreuen, lehnt die KESB ab. Nach langem Hin und Her nimmt sein Neffe das Schicksal selbst in die Hand.



Normalerweise sieht das Szenario eher folgendermassen aus: Der Grossvater kann den Haushalt nicht mehr allein meistern und weil sich keines der Familienmitglieder kümmern kann oder will, landet Grosspapi im Heim. Bei Klaus Seidel ist die Situation genau umgekehrt: Hier würde sich die Familie gerne kümmern, doch sie darf nicht. Weil die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde KESB so entschieden hat. Dass es an einem solchen Entscheid kaum etwas zu rütteln gibt, zeigt die Geschichte der Familie Seidel.

Klaus Seidel stammt ursprünglich aus Deutschland. Im Jahr 1986 zieht der ehemalige Justizbeamte in die Schweiz und lebt zusammen mit seiner Frau, einer Schweizerin, in einem grossen Haus in Altdorf im Kanton Uri. Da diese vor einigen Jahren erkrankt, übernimmt er die Pflege seiner Frau – ausserdem kümmert er sich um Haus und Garten und geht täglich etwa sechs Kilometer spazieren.

Klaus Seidel und Familie

Mit 88 Jahren noch ziemlich fit: Klaus Seidel. Bild: Helmut Seidel

Doch an Weihnachten 2014 erleidet Seidel einen Schlaganfall, er kommt ins Spital. Anschliessend geht es für vier Wochen gemeinsam mit der Ehefrau nach Weggis in die Reha. «Es ist ganz okay hier, aber irgendwie langweilig», erzählt Klaus Seidel seinem Bruder Helmut. Schon da wünscht er sich von Herzen, in sein Haus in Altdorf zurückkehren zu können.

Im neuen Zuhause ist Seidel unglücklich

Doch das hätte sein Gesundheitszustand nicht erlaubt. «Ganz allein einen Haushalt führen – das wäre wohl nicht mehr gegangen», erklärt Helmut Seidel. Darum beschliessen seine fünf Brüder und Schwestern, für Klaus Seidel und dessen Ehefrau ein Doppelzimmer in einem offenen Altersheim zu mieten. Nachdem das Ehepaar dort einzieht, lebt sich Seidels Frau schnell ein – ihr gefällt es hier gut. Doch Klaus Seidel ist unglücklich – er wird laut und aufgeregt. Als sein Bruder und die Heimleiterin ihm gut zureden wollen, platzt es irgendwann aus ihm heraus: «Dann erschiesse ich mich lieber gleich. Mich und meine Frau auch.»

Die Geschwister sind sich sicher, dass diese Aussage niemals ernst gemeint war: «In der Reha war ja auch noch alles in Ordnung, da hat er sowas nie gesagt. Er war einfach verzweifelt, weil er so unbedingt in sein Haus zurück wollte», erzählt Helmut Seidel, der jüngste Bruder, im Gespräch mit watson.

Klaus Seidel und Familie

Der Zusammenhalt in der Familie Seidel ist stark. Bild: Helmut Seidel

Doch der Weg zurück in die eigenen vier Wände ist ab diesem Moment so gut wie ausgeschlossen: Nach seinem Wutausbruch wird er in eine Psychiatrie gebracht, die KESB schaltet sich ein. Laut einem Bericht vom Stern war die Familie von Klaus Seidel schon im Spital hinter vorgehaltener Hand vor der Behörde gewarnt worden: Die KESB würde rigoros die Fürsorge für Menschen übernehmen, die als nicht mehr ganz zurechnungsfähig gelten, habe man ihnen dort gesagt.

Ab jetzt übernimmt die KESB das Kommando

Auf diese Warnung hatte die Familie zunächst nicht viel gegeben, doch schon nach kurzer Zeit fühlen sich die Angehörigen machtlos. Eine Psychologin erstellt ein Gutachten: Klaus Seidel soll demnach urteilsunfähig, gefährlich für sich und andere Personen und ausserdem mittel bis schwer dement sein. Psychiatrie und KESB stehen in regem Kontakt – die Entscheidungen werden über die Köpfe der Verwandten hinweg gefällt.

«Weil mein Bruder auf keinen Fall in einem Heim wohnen wollte, haben wir uns Folgendes überlegt: Wir wollten einen privaten Pflegedienst engagieren, der sich bei meinem Bruder Zuhause um ihn kümmert», erzählt Helmut Seidel. Doch dieser Vorschlag wird praktisch ignoriert. Stattdessen bringt man Klaus Seidel im März in ein geschlossenes Heim für Demenz-Kranke.

Klaus Seidel und Familie

Vor den Fenstern des Heimes sind Gitter befestigt, der kleine Hof ist umzäunt. Bild: Helmut Seidel

«Von dem Moment an hat er nur noch abgebaut», so der Bruder – und weiter: «Der wäre dort vor die Hunde gegangen!» Alles, was Klaus Seidel jetzt tut, wird gegen ihn verwendet. «Ich muss mich bewegen, sonst roste ich völlig ein», sagt Klaus Seidel seinem Bruder Helmut am Telefon. Also macht er es sich zur Gewohnheit, in dem kleinen Hof des Heimes auf und ab zu laufen. Die Interpretation des Pflegepersonals: «Herr Seidel irrt planlos umher.»

Eine Reise zur Geburtstagsfeier wird verboten

Insgesamt elf amtsgerichtliche Verfügungen stellt die KESB aus. Gegen jene, welche die Unterbringung in einem geschlossenen Heim beschliesst, reicht Helmut Seidel im April Beschwerde ein. Die Entscheidung des Obergerichts Uri lässt mehrere Monate auf sich warten. 

In der Zwischenzeit kommt es zu dem berühmten Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt: Als einer der Brüder Seidel zu seinem 80. Geburtstag lädt, soll auch Klaus Seidel bei der Feier am 6. Juni im deutschen Remscheid dabei sein. Er freut sich sehr darauf. Doch die KESB verbietet die Ausreise. Mit der Begründung, es würde zu viel Durcheinander für ihn bedeuten. Das Personal des Pflegeheims schlägt vor, den Geburtstag in die Schweiz zu verlegen.

Klaus Seidel und Familie

Klaus Seidel zusammen mit seinem Neffen Fritz. Bild: Helmut Seidel

«Da wurde mir klar, dass wir handeln müssen», berichtet Fritz Seidel, einer der Neffen des 88-jährigen Mannes. Mit dem Ziel, Klaus Seidels Situation entscheidend zu verändern, reist der 33-Jährige in die Schweiz. «Der Mann, den ich dort getroffen habe, das war nicht mehr mein Onkel Klaus. Man konnte ganz normal mit ihm reden und alles, aber seine frühere Lebenslust, die war einfach verschwunden. Er war so schrecklich traurig.»

«Vieles ist nicht legal, aber hier ging es einfach um Gerechtigkeit.»

Fritz Seidel

Drei Wochen verbringt Fritz Seidel in Altdorf. Als er bemerkt, dass reden nichts bringt, beschliesst er – gemeinsam mit seinem Onkel – den Fluchtplan. Am 4. Juni gehen die beiden zusammen Klaus Seidels Frau in einem anderen Altenheim besuchen, anschliessend setzen sie sich in den Zug und fahren nach Deutschland. Als sie die Grenze überquert haben, ruft Fritz Seidel im Demenzheim an und informiert das Personal über die Flucht. Die Frau am anderen Ende ist empört.

Auf die Frage, ob er keine Konsequenzen befürchtet hatte, antwortet der 33-Jährige nur: «Angst hatte ich nie. Vieles ist nicht legal, aber hier ging es einfach um Gerechtigkeit. Als ich gesehen habe, wie es meinem Onkel dort geht und dass man ihn wie einen alten, verwirrten Tattergreis behandelt, war ich sehr verletzt. Es war mir ein inneres Bedürfnis, ihm zu helfen.»

klaus seidel

Ein kühles Bad in seinem neuen Zuhause in Deutschland. Bild: helmut seidel

Zurück in der Heimat wird Klaus Seidel umgehend von einer Ärztin untersucht. Ihr Urteil: Der 88-Jährige ist weder selbst- noch fremdgefährdend. Die Diagnose «mittel bis schwer dement» und «urteilsunfähig» hält sie für falsch. Sie setzt das starke Antipsychotikum, welches Klaus Seidel in der Schweiz verordnet wurde, ab und kommt zu dem Schluss, dass der Mann bei seiner Familie vorbildlich betreut wird.

Seit seiner Ankunft in Deutschland wohnt Klaus Seidel bei einem seiner Brüder, geht mit ihm zum Kegeln oder hilft bei der Gartenarbeit. «Mein Bruder macht uns keine Arbeit. Er kann sich selbst duschen, allein zur Toilette gehen und alles. In dem Heim hat man ihn zum Pflegefall gemacht – da wurde er geduscht, bekam Windeln angezogen und wurde um acht Uhr ins Bett geschickt», erzählt sein Bruder Helmut. «Das hat jetzt zum Glück alles ein Ende. Hier sind keine Spezialkräfte nötig. Mein Bruder braucht nur ein bisschen Unterstützung von anderen Menschen. Und die bekommt er hier.»

Am 10. Juli – als Klaus Seidel längst in Deutschland ist – trudelt schliesslich die Entscheidung des Obergerichts Uri bei Helmut Seidel ein: Die Klage wurde zurückgewiesen, Klaus Seidel muss im Heim bleiben. «Angehört wurden wir dazu aber nie», erzählt Helmut Seidel. «Ich habe mehrfach um ein Gespräch gebeten, aber die KESB hat immer alles abgeblockt und ist keinen Millimeter von der Stelle gewichen.»

Ein Besuch bei der Ehefrau ist jetzt unmöglich

Inzwischen hat die KESB ein polizeiliches Verfahren zur Rückführung von Klaus Seidel eingeleitet. Ausserdem will sie prüfen, ob die Staatsanwaltschaft wegen der «Entführung Urteilsunfähiger» eingeschaltet wird. Auf die Anfrage von watson, zu dem Fall Stellung zu beziehen, reagiert die Behörde nicht. Fritz Seidel hat die Entscheidung, seinen Onkel nach Deutschland zu holen, keine Sekunde lang bereut: «Vielleicht sollte ich die Schweiz jetzt erst einmal meiden. Bisher habe ich von den dortigen Behörden aber noch nichts gehört.»

klaus seidel

Die Gartenarbeit ist und bleibt eines der liebsten Hobbys von Klaus Seidel. Bild: helmut seidel

Eine Auslieferung in die Schweiz hat Klaus Seidel nicht zu befürchten. Sollte er aber von sich aus in die Schweiz einreisen, muss er damit rechnen, sofort wieder ins Heim gebracht zu werden. Eigentlich könnte ihm das ja egal sein – aber eben nur eigentlich. Denn Klaus Seidels Frau lebt schliesslich noch in der Schweiz. Und sie vermisst er natürlich sehr. «Die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende», erklärt Helmut Seidel. «Mein Bruder hat sich einen Anwalt genommen und Klage eingereicht.»

Es ginge vor allem darum, in der Schweiz Rechtssicherheit zu erlangen, damit Klaus Seidel sorglos seine Frau besuchen kann. Doch das alles sei natürlich ein Wettlauf gegen die Zeit. «Wenn man sieht, dass nur schon dieser kleine Mini-Entscheid drei Monate gedauert hat, kann man sich vorstellen, was da auf uns zukommt», so Helmut Seidel. Dennoch bleibt die Familie optimistisch: «Wir haben immer gesagt, wir kämpfen bis zum Schluss. Und jetzt, wo wir meinen Bruder hier in Deutschland haben, sitzen wir am längeren Hebel.»

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56Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Rolfiger 10.08.2015 20:03
    Highlight Highlight http://www.urnerwochenblatt.ch/aktuelle_ausgabe/nachrichten_details.asp?id=12375#.VcjlwS7WJbM.facebook
    • kiawase 16.08.2015 01:43
      Highlight Highlight was soll der artikel ? wenn die kesb ihrer aufgabe nochgekommen wäre hätte sie der familie geholfen so ein konzept auf die beine zu stellen. BS in Uri
  • Lionqueen 03.08.2015 21:45
    Highlight Highlight Wieso immer nur das Schlechte sehen? Die KESB hat schon vielen Kinder und Erwachsenen zu einem besseren Leben verholfen. Nur darüber wird nicht berichtet. Skandale machen das Leben interessant. Die Presse und viele Menschen stürzen sich auf die kleinsten Fehler anderer. Nur um selber besser da zu stehen. Wer keine Fehler macht werfe den ersten Stein. In diesem Sinne bedanke ich mich bei allen KESB-Mitarbeiter, dass sie die kleine Welt einiger Menschen ein wenig heller machen.
  • Paul65 01.08.2015 09:25
    Highlight Highlight Das Gesetz ist klar: ZGB Art. 389
    'B. Subsidiarität und Verhältnismässigkeit':
    1. Die Erwachsenenschutzbehörde ordnet eine Massnahme an, wenn:
    1.1. die Unterstützung der hilfsbedürftigen Person durch die Familie, andere nahestehende Personen oder private oder öffentliche Dienste nicht ausreicht oder von vornherein als ungenügend erscheint
    Die eigenen Erfahrungen aber zeigen, dass die KESB das ignoriert und wenn nötig, sich einfach 'Gründe' zusammen zimmert, so abstrus diese auch sein mögen, und spricht man sie darauf an heisst es: bei 'Beschwerden' wenden Sie sich an die Gerichte! ohne Worte
  • Mathilda63 01.08.2015 08:04
    Highlight Highlight 1. Das neue Kindes- und Erwachsenenschutz wurde geschaffen, um die Solidarität innerhalb von Familien zu fördern.
    2. Darf die KESB nur dort eingreifen, wo der Schutz durch die Familie nicht ausreicht.
    3. Muss die KESB die mildest-mögliche Massnahme ergreifen.
    4. Geht aus dem Subsidiaritätsprinzip weiter hervor, dass bei Beistandschaften Familienmitglieder als private Beistände eingesetzt werden müssen, sofern diese willens und fähig sind für das Amt.

    Unsere Erfahrungen zeigen, dass v.a. wenn Vermögen da ist, eine umfangreiche Verbeiständung mit Berufsbeistand gemacht wird. Blackbox läuft.
  • SanchoPanza 31.07.2015 22:46
    Highlight Highlight Achtung, wir haben jetzt eine Seite gehört.
    Aber wenn das genau so geschehen ist wie beschrieben, dann ist der Psychiater das Problem und nicht nur die KESB! Die KESB stützt sich nämlich bei solchen Entscheiden IMMER auf Gutachten von Ärzten!
    • Silas89 01.08.2015 02:29
      Highlight Highlight Sie hat nichts hinterfragt und den Dialog verweigert.
    • Paul65 01.08.2015 12:45
      Highlight Highlight @SanchoPanza: ja - aber nur wenn das Gutachten dem Gusto der KESB entspricht. Wenn nicht, dann erdreisten sich KESB Angestellte ungeniert, ein ärztliches Gutachten einfach zu ignorieren und sich ihre eigene Meinung zu bilden. Sie sind ja schliesslich Profis... Menschen wie Klaus Seidel hat die KESB als potentiellen Markt erkannt - und den wollen sie nicht kampflos aufgeben. Also jeder der Eltern im Pensionsalter hat sollte gewarnt sein.
      Richtig: wenn's der KESB nicht passt, dann verweigern sie den Dialog - so wie sie mir auch den Dialog verweigern...
    • SanchoPanza 01.08.2015 12:53
      Highlight Highlight eure Pauschalisierungen stimmwn einfah nicht! Ich glaube dir was du sagst Paul, aber du beziehst deine Erfahrungen einfach auf alle KESB-Stellen. Das Problem ist aber das sich diese von Gemeinde zu Gemeinde unterscheiden (auch wenn sie das nicht sollten). Auch früher passierten Fehler und bspw die Zwangsmassnahmen haben seit der Einführung sogar abgenommen. Aber jetzt habt ihr einen Namen denn ihr beschimpfen könnt und nicht mehr 'Gemeinde xyz'. Obwohl in vielen Fällen noch genau die gleichen Personen die Abklärungen vornehmen!
  • Rolfiger 31.07.2015 22:34
    Highlight Highlight Man macht es sich mittlerweile sehr einfach aus der Aussenansicht zu beurteilen. Aber wehe, es passiert mal wieder was! Dann ruft man grosslaut umher und verlangt nach der Verantwortung des Staates!
    • Donalf 21.08.2015 12:07
      Highlight Highlight Vielleicht wäre der Staat gut beraten, wenn er die richtigen Leute am richtigen Platz hätte, die in der Lage sind Hirn und Vernunft vor die buchstabengetreue Umsetzung zu stellen. Unvorstellbar, was hier noch alles auf dem Buckel eines Menschen geschehen werden.
  • kiawase 31.07.2015 22:30
    Highlight Highlight das beispiel zeigt dass die kesb (mit der psychiatrie) nach rezeptbuch vorgeht; in meinem umfeld habe ich praktisch dasselbe erlebt: einweisung in psychi nach selbstmorddrohung - ohne weitere abklärung etc. Offenbar können bestimmte leute nicht begreiffen was verzweiflung bei leuten bewirken kann und die reaktion ist reflexartig: einsperren. vielen dank an watson für dieses lehrstück; was muss die kesb noch bieten
  • mango 31.07.2015 20:04
    Highlight Highlight ich arbeite in einem spital und demenzpatienten gehören zum alltag. wenn eine fremd- oder selbstgefährdung besteht, dann wird gehandelt und die Patienten können zum schutz in eine geschlossene anstalt eingewiesen werden. sobald sie medikamentös gut eingestellt sind, werden sie wieder entlassen, sofern eine 24 stunden betreuung (wenn nötig) zu hause gewährleistet werden kann. da man bei dieser geschichte nur eine seite kennt, sollte man nicht zu schnell urteilen! im spitalalltag erfahre ich genau das gegenteil. hier wird hand in hand mit den angehörigen zusammen gearbeitet, sofern die betreuung und sichherheit der patienten gewährleistet ist.
    • Mathilda63 02.08.2015 09:58
      Highlight Highlight Nach meiner Erfahrung geht es dementen Menschen am besten, wenn sie in vertrauter Umgebung leben und mit vertrauten Menschen zusammen sein können. Damit meine ich nicht ein Heim und Pfleger, die er erst seit 2 Wochen kennt, sondern Leute und Orte von wirklich ganz früher. Eine Verpflanzung und Trennung löst Aggressionsschübe und Verunsicherung oft erst aus und macht u.U. Medikamente notwendig. Deshalb soll dies die absolut letzte Möglichkeit der Betreuung sein. Jede andere Möglichkeit soll vorgezogen werden, selbst wenn sie nicht zu 100% eine Ideallösung darstellt.
  • Mia_san_mia 31.07.2015 18:24
    Highlight Highlight Gratulation an die Verwandten! Das ist eine echte Familie, da können sich viel ein Vorbild nehmen!
  • The Host 31.07.2015 17:39
    Highlight Highlight Viele wundern sich, dass sich die Kesb nur sehr zurückhaltend zu Fällen äussert. Dies ist so, weil sie zum Schutz der Klienten keine Aussagen über deren persönlichen Verhältnisse machen darf. Somit wird in den Medien immer nur die Seite der Betroffenen publik. Für eine Stellungsnahme sind der Kesb die Hände gebunden, was auch gut ist. Jedoch sollte man dies als Leser stets berücksichtigen und sich bewusst sein, dass es immer auch eine andere Seite der Medallie gibt.
    • goschi 31.07.2015 20:10
      Highlight Highlight Sollte man.

      Leider ist es gerade en vogue und sowieso viel einfacher in panischem Gekreische auf die KESB zu zeigen und zu schreien "Hexe, Hexe".

      Objektive Betrachtungen der Gesamtsituation sind scheinbar kaum gewünscht, weil sie ein viel zu differenziertes und wenig für Polemik geeignetes Bild abgeben würden, viele Kommentare hier beweisen dies leider exemplarisch.
  • Le_Urmel 31.07.2015 17:19
    Highlight Highlight Der Mann hat Glück, dass er einen deutschen Pass hat, als Schweizer hätte erkeine Chance. Soviel zum Land der Freien.

    Was mich am meisten entsetz ist aber, dass die Gerichte die Anghörigen nicht angehört und in ihre Entscheidung miteinbezogen hat.

    Hier stellt sich doch die Frage: Was ist mein Wille und meine Freiheit.

    So könnte man auch politisch Andersdenkende wegsperren....
  • Thomas_v_Meier 31.07.2015 13:20
    Highlight Highlight Was mich schockiert ist der Umstand dass das Gericht es nicht für nötig hielt die Betroffenen anzuhören. Entscheid aufgrund der Akten, mol mol super sach! Einem Rechtsstaat absolut unwürdig!
    Das man Herrn Seidel nach seinem Wutausbruch inkl. Drohung des erschiessen etwas genauer Anschaut finde ich richtig und gut. Anschliessend lief anscheinend einiges schief und da wäre es extrem Wichtig gewesen das sich alle vor Gericht hätten äussern dürfen/müssen.

    Wenn ich vorstelle das sich eine solche Geschichte mit meinen Eltern abspielt bekomme ich es mit der Angst zu tun......
    • Paul65 01.08.2015 12:52
      Highlight Highlight Du solltest es nicht mit der Angst zu tun bekommen sondern handeln - zusammen mit den Eltern - bevor es zu spät ist...
  • felixJongleur 31.07.2015 12:15
    Highlight Highlight Soviel ich gehört habe, haben die KESBs grosse Probleme, geeignetes Personal zu finden. Ein Grund: die Gemeinden haben zugewartet bis die KESBs aufgestellt waren, dann wurden diese mit extrem vielen Fällen überflutet. Zudem ist ein neben juristischen Kenntnissen ein hohes Mass an Sozialkompetenz und vernetztem Denken vorausgesetzt, dies in einem Umfeld wo es fast immer Verlierer und Enttäuschte gibt und nun auch noch eine massive Kampagne dagegen läuft. Vorschlag: Alles KESBs dichtmachen & es gilt nur noch die Eigenverantwortung. Offensichtlich können sich in unserem Land alle selber schauen?
  • Angelo C. 31.07.2015 11:55
    Highlight Highlight

    Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass sich das Rad der Zeit zurückdreht. In diejenige Aera, als die Vormundschaftsbehörden über jede und jeden frei verfügen konnte, wenn ihnen dies als angemessen erschien. Dies mit dem bekannten Resultat : Kinder der Landstrasse, Fremdplatzierte, Bevormundung von jung und alt - alles ohne richterliche Verfügung, auf rein "adimistratives Recht" reduziert.

    Die Praxis der so genannten fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen hat bis in die 198oer-Jahre enormes Leid über die Betroffenen gebracht: Vor allem Menschen, die den früheren gesellschaftlichen und moralischen Wertvorstellungen nicht entsprachen, arm oder randständig waren, wurden Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen. Die Gruppen, die damals wie heute betroffen waren, sind verschieden.


    Nun wurde vor zwei Jahren die KESB gegründet, um sinnvoller und rechtlich einwandfreier vorzugehen, sich von dieser unrühmlichen Zeit der dominierenden Administrativbehörden zu lösen. Diese Vergangenheit kostet uns (alle) zwischen 300 und 500 Millionen Franken Entschädigung, so denn die nachstehende Volksinitiative gegen das erlittene Unrecht angenommen wird. Der Bund hat kürzlich einen 300-Mio-Vorschlag in die parlamentarische Vernehmlassung eingereicht.

    http://www.wiedergutmachung.ch/

    Müssen wir mittel- bis langfristig wirklich nochmals irgendwann für solche überrissenen Fürsorgemassnahmen mit unserem Steuergeld hinstehen und dem schuldigen Staat und seinen "professionellen Exponenten" unseren ganz persönlichen Obolus entrichten?


  • amore 31.07.2015 11:46
    Highlight Highlight Ich möchte die andere Seite auch noch hören.
    • Kovalev_27 31.07.2015 11:59
      Highlight Highlight Die will ja nie Stellung nehmen!
    • kettcar #lina4weindoch 31.07.2015 19:40
      Highlight Highlight Den beiden Antwortern: soll die KESB also vom Persönlichkeitsschutz abweichen und die Fälle offenlegen? Den Aufschrei kann ich mir schon vorstellen. Wie primitiv z. B. die Luzerner Zeitung, welche den letzten Fall mit Foto und vollem Namen der betreffenden Rentnerin ausgeschlachtet hat, ist mir sonst nur von deutschen oder englischen Medien vertraut...
    • Viktoria 31.07.2015 20:19
      Highlight Highlight @amore: Ich möchte die andere Seite auch gerne hören. Darum versuche ich seit gestern Morgen 7.40 Uhr – sowohl per Telefon als auch per Mail – eine Stellungnahme zu erhalten. Das war bisher leider nicht möglich. Aber ich bleibe dran.

      @kettcar: In diesem Fall zeigen sich die Betroffenen ja freiwillig öffentlich. Es geht nicht darum, dass die KESB von irgendeinem Schutz abweichen soll. Es wäre aber doch nur fair zu hören, was sie (als Gegenseite) dazu zu sagen hat.
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  • Boston5 31.07.2015 11:35
    Highlight Highlight Die KESB hat sicher auch nicht einfach, wenn der Mann droht das er sich und seiner Frau die Kugel gibt kann ich die KESB irgendwo durch verstehen dass Sie den Mann "unter Aufsicht" haben möchte. Nachher gibt es wieder ein Familiendrama wie im Argau und da war ja auch die KESB schuld.
    Aber wenn es dem Mann nun gut geht in Deutschland mag ich Ihm das natürlich gönnen.
    • pat_om 01.08.2015 17:58
      Highlight Highlight Es wurde ja ein Gegengutachten erstellt, was das erste komplett entkräftet.
      Da muss man sich doch so einiges Fragen....
  • UncleHuwi 31.07.2015 10:39
    Highlight Highlight Wie kann es sein das man so viel schlechtes über diese KESB hört? Unglaublich
    • goschi 31.07.2015 11:06
      Highlight Highlight Weil über das viele Gute nicht berichtet wird?

      Die KESB haben Schweizweit täglich zig Fälle zu behandeln und das in einer unglaublich sensitiven Thematik, da ist fast immer Jemand unzufrieden mit dem Ergebnis, ergo wird auch schnell alles als "Fehlurteil" dargestellt.
      Ich persönlich habe zB. mit einer sehr kompetenten KESB zu tun, die auf Kooperation zwischen uns Eltern setzt und dies auch fördert, ich habe daher grundsätzlich nur Gutes zu berichten.

      Objektiv wäre es daher, einmal das Gesamtbild darzustellen und nicht nur Einzefälle hochzustilisieren.
    • bibaboo 31.07.2015 11:49
      Highlight Highlight War zu Zeiten der Vormundschaftsbehörde nicht anders. Leider werden auch immer wieder viele Halbwahrheiten verbreitet und die KESB so in den Dreck gezogen. Wie von Goschi erwähnt, werden die allermeisten Fälle korrekt abgehandelt. Schade dass in den sensationsgeilen Medien nie davon die Rede ist.. Wer sich ein wenig mit der KESB und dem geltenden Recht auseinandersetzt, weiss, wovon ich spreche.
    • Mia_san_mia 31.07.2015 18:07
      Highlight Highlight Weil so wohl schlechte Sachen macht...
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  • Angribull2000 31.07.2015 10:26
    Highlight Highlight Diese Geschichte könnte verfilmt werden, würde ein Bestseller werden..
    Hoffe es gibt in Real-life noch ein Happy-End..
  • Sandokan 31.07.2015 10:24
    Highlight Highlight Wusste ich nicht das eine Behörde das Entscheiden kann. Wenn ich alt bin möchte ich bis zum ende bei meiner Familie sein. Rührend was der Enkel für sein Grossvater macht. Diese Behörde sollte durchleuchtet werden.
  • Holly 31.07.2015 10:04
    Highlight Highlight Es ist sehr einfach die Behörde zu kritisieren. Wir können uns im Sessel zurücklegen, hören uns eine Meinung an und urteilen. Der betreffende Mann war zum Zeitpunkt des Geschehens total uneinsichtig, damals wollte er nur in sein Haus, war aber mit dem Haus überfordert. Wäre ihm etwas passiert, wer wäre schuldig? Haben seine Verwandten damals Hilfe angeboten? Nein? Aber die KESB soll auf alle zugehen und Kompromisse suchen?
    Genau wie im Bericht gestern "meine Frau war mit dem Schweizer System überfordert" Unabhängig von den Gegebenheiten eines Landes, sollen Kinder mit Liebe und Respekt erzogen werden. Ansonsten mischt sich die KESB zu Recht ein.
    • goschi 31.07.2015 10:28
      Highlight Highlight Genau das ist es doch, die KESB-Behörden wurden zum Feindbild und absoluten Beamten-Moloch hochstilisiert, objektive Herangehensweisen an das Thema findet man kaum.

      Ich will keineswegs sagen, dass den KESB keine Fehler passieren, aus verschiedenen Gründen gibt es davon viele und bei solch einer heiklen Thematik wie Vormundschaft ist sowieso jede Aktion aus Sicht irgendeines Beteiligten die Falsche.
      Ich würde mir aber erhoffen, dass mehr differenziert wird und auch mal klar gestellt wird, dass es eben nicht DIE KESB gibt, sondern 150 separate Behörden und diese auch viel gute Arbeit leisten.
    • lexi 31.07.2015 10:35
      Highlight Highlight Anhand eines momentanen, vergänglichen Gemütszustandes eines Menschen zu entscheiden, dass er Urteilsunfähig ist, und diesen Sachverhalt dann einfach so zu akzeptieren ist Willkür. Man schütz sich lieber als dass man wirklich auf das Wohl eines Menschen bedacht ist. In anderen Ländern würde nie zur Diskussion stehen, dass Familienangehörige die Betreuung übernehmen. Die KESB übt Macht aus. Eine SCHUTZ(!!!)Behörde sollte keine Macht haben, sondern UNTERSTÜTZEN und SCHÜTZEN!
    • Paul65 02.08.2015 11:17
      Highlight Highlight @Christian, ein Schelm ist, wer böses bei Deiner Aussage bez. Pflegedienst denkt ;-) ...und nochmal, was ich oben schon geschrieben habe - was aber zu gerne von den Behörden ignoriert wird, denn das heisst klar, dass sich die KESB rauszuhalten hat, wenn die Familie sorgt...
      ZGB Art. 389
      'B. Subsidiarität und Verhältnismässigkeit':
      1. Die Erwachsenenschutzbehörde ordnet eine Massnahme an, wenn:
      1.1. die Unterstützung der hilfsbedürftigen Person durch die Familie, andere nahestehende Personen oder private oder öffentliche Dienste nicht ausreicht oder von vornherein als ungenügend erscheint
  • Goon 31.07.2015 09:43
    Highlight Highlight macht mir gerade angst dass einem ein solches schicksal im alter selbst treffen könnte
    • Against all odds 31.07.2015 11:08
      Highlight Highlight Geht mir genauso. Ab jetzt heisst es wohl, ja nie laut gegenüber irgendeinem Arzt oder einer Sozialtante zu werden...
      "Einer flog über das Kuckucksnest" lässt grüssen.
  • Rini47 31.07.2015 09:43
    Highlight Highlight Wieder ein Fall wo nicht zum wohl der Beteiligten Person sonder zum Erhalt des Beamtentums entschieden wird !
    Die KSB ist und bleibt eine Finanzierung untätiger Beamten die man nirgends brauchen kann und so am Sautrog hält,das geht einfach nicht und es gehört endlich eine Reaktion bevor es zu spät ist,auf waswartet ihr noch,liebe Politiker !
    • blueberry muffin 31.07.2015 09:46
      Highlight Highlight Die Behoerde hat schlicht und einfach zu wenig Beamte und zu viel Arbeit.

      Aber ja, Beamten Bashing, ganz Stark! :D
    • goschi 31.07.2015 09:56
      Highlight Highlight DIE KESB gibt es nicht, es gibt aber 150 einzelne Behörden, die diesen Namen tragen.

      Verallgemeinerungen sind also nicht angebracht.
  • Baba 31.07.2015 09:43
    Highlight Highlight Dieser Fall zeigt deutlich, wie wichtig es ist, in 'guten' (gesunden) Zeiten einen sogenannten 'Vorsorgeauftrag' zu machen (muss bei einem Notar gemacht werden). So kann man diese unsägliche Behörde aus familieninternen Belangen draussen halten, indem eine Person bestimmt wird, die - im Fall, dass jemand seine Geschäfte nicht mehr selbst führen kann - die Verantwortung übernimmt. Eine reine Generalvollmacht reicht hier leider nicht aus, was vielen Leuten nicht bewusst ist.
    • Baba 31.07.2015 09:54
      Highlight Highlight NB der Vorsorgeauftrag muss beim Bezirksgericht hinterlegt werden und bei einem Umzug in einen anderen Bezirk oder gar andern Kanton mitgezügelt werden. Aber der Notar kann da beraten.
      Ich bereue es keine Sekunde, dass mein Mann und ich gegenseitig einen solchen VA errichtet haben (je länger je weniger!)
    • bebby 31.07.2015 11:27
      Highlight Highlight kann aber ausgehebelt werden:
      Art 363, Absatz 2:
      Liegt ein Vorsorgeauftrag vor, so prüft die Erwachsenenschutzbehörde, ob:
      1.
      dieser gültig errichtet worden ist;
      2.
      die Voraussetzungen für seine Wirksamkeit eingetreten sind;
      3.
      die beauftragte Person für ihre Aufgaben geeignet ist; und
      4.
      weitere Massnahmen des Erwachsenenschutzes erforderlich sind.
    • kiawase 31.07.2015 22:36
      Highlight Highlight hey kollegen , danke für die info !!!
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  • loccodelcocco 31.07.2015 09:37
    Highlight Highlight Chapeau Frau Weber. Sackstark recherchiert und sehr gut geschrieben die Geschichte. Sie beweisen das Watson weit mehr drauf hat als Katzengifs (die auch sehr toll sind!).
    • loccodelcocco 31.07.2015 10:34
      Highlight Highlight du easy gäll ;-)
    • Viktoria 31.07.2015 20:15
      Highlight Highlight Besser spät als nie: Vielen Dank, loccodelcocco!

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