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VISUALISIERUNG - UNDATIERTES HANDOUT - Visualisierung des Swisscom Breitband-Netz in Arnex-sur-Orbe im Kanton Waadt. Mit ihrem Netz verbindet Swisscom die ganze Schweiz. Bis heute wurden bereits 3 Millionen Wohnungen und Geschaefte mit Ultrabreitband erschlossen. (PHOTOPRESS/Swisscom)

Visualisierung des Swisscom Breitband-Netz in Arnex-sur-Orbe im Kanton Waadt. Bild: PHOTOPRESS

Comcom: Swisscom muss ihr Netz der Konkurrenz bis zu 80% billiger zur Verfügung stellen

Die Telekomriesin Swisscom muss Sunrise und Salt die Mitbenutzung ihres Netzes zu tieferen Preisen erlauben - die Preissenkungen erfolgen dabei rückwirkend für die Jahre 2013 bis 2016. Das hat die Eidgenössische Kommunikationskommission Comcom entschieden, wie sie am Dienstag mitteilte.

Gemäss Fernmeldegesetz (FMG) ist Swisscom als marktbeherrschende Anbieterin verpflichtet, bestimmte Dienstleistungen der Konkurrenz zu kostenorientierten Preisen anzubieten. Sind die Konkurrenzunternehmen mit den verlangten Preisen nicht einverstanden, entscheidet die ComCom.

Preisreduktionen bis zu 80 Prozent

Aufgrund von Anpassungen der Preise für die Kabelverlegung kommen die von der ComCom festgelegten Preise für entbündelte Kupferanschlussleitungen letztlich um 10-25% tiefer zu liegen, als von der Swisscom offeriert.

Die Preise für garantierte Übertragungskapazitäten zwischen zwei Standorten (sog. Carrier Line Services) kommen nach Überprüfung durch die ComCom deutlich tiefer zu liegen als von Swisscom offeriert. Die Preisreduktionen liegen zwischen 65% und 80%. Die ComCom erachtet als Hauptursache für diese Preisanpassung eine unangebrachte Preisfestlegung seitens der Swisscom, welche entsprechend korrigiert wurde.

Am meisten profitieren von dem Entscheid wird Sunrise, die im Jahr 2013 Klage bei der Comcom eingereicht hatte. Denn Sunrise hat mit Abstand am meisten entbündelte Leitungen von der Swisscom, die sich Ende 2016 gesamthaft auf 128'000 Anschlüsse beliefen. Salt ihrerseits hatte 2014 Klage eingereicht. Hauptgrund waren die Mietleitungen zu den Handyantennen.



Neues Berechnungsmodell

Bei der Berechnung dieser Preise stützt sich die ComCom nicht auf die realen Kosten, sondern auf die hypothetischen Kosten, mit denen eine effiziente Anbieterin rechnen müsste, wenn sie heute ein neues Netz mit der neuesten verfügbaren Technologie erstellen würde.

Für die Berechnung der Preise ab 2013 hat sich die ComCom zum ersten Mal auf ein Kostenmodell abgestützt, das nicht mehr auf Kupfer-, sondern auf Glasfaserleitungen beruht, wie dies die am 1. Juli 2014 in Kraft getretenen Bestimmungen der Verordnung über Fernmeldedienste (FDV) verlangen.

Die Swisscom selbst prüft nun, ob sie sich gegen den Comcom-Entscheid zur Wehr setzen und die strittigen Grundsatzfragen ans Bundesverwaltungsgericht weiterziehen soll, wie es in einer Mitteilung des Telekomkonzerns heisst.(whr/sda/awp)

Die turbulente Geschichte des Schweizer Mobilfunks

Hier wird ein Swisscom-Sendeturm gesprengt

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Video: srf/SDA SRF

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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • atomschlaf 12.02.2019 12:17
    Highlight Highlight Finde ich ja gut, aber was haben wir Kunden von den rückwirkenden Preissenkungen?
    Vermutlich nichts.
  • bintang 12.02.2019 10:50
    Highlight Highlight Die Swisscom staatlich protegierte Abzockerfirma!
    • Richu 12.02.2019 14:13
      Highlight Highlight Zudem: Private Swisscom Kundinnen und Kunden sind selber schuld, wenn sie in gewissen Fällen gewillt sind, der Swisscom "Abzockerpreise" zu bezahlen!
  • chäsli 12.02.2019 09:54
    Highlight Highlight Es wird langsam Zeit, dass der Swisscom auf die Füsse getreten wird, wir haben dank Swisscom das teuerste Telefon und Internet der Welt.
    • Midnight 12.02.2019 10:38
      Highlight Highlight @Chäsli Da bist Du falsch informiert. Telefon kostet eigentlich kaum mehr etwas. Beim Internet sind wir preislich eher im Mittelfeld. Richtig teuer wird es z.B. in Deutschland, GB oder USA! Da gibt es lächerliche Bandbreiten zu Preisen, wie wir sie in der Schweiz kennen, in den USA gibt's sogar eine Volumengrenze obendrauf (Comcast).

      Nein, hier ist die Schweiz für einmal definitiv nicht das teuerste Land der Welt!
    • Richu 12.02.2019 14:34
      Highlight Highlight @Midnight: Beispielsweise scheinst du die hohen Swisscom-Ausland-Tarife nicht zu kennen, wenn du mit Swisscom im Ausland telefonierst.
    • Xonco 12.02.2019 15:57
      Highlight Highlight Richu, ist bei Sunrise & Salt nicht anders, und das ist ein Schweizerisches Problem und kein von der Swisscom gemachtes. Tritt der EU bei dann hast du das nicht mehr. Aber das willst du nicht, zu recht. Also wer ist Schuld wegen deiner Rosinenpickerei? Swisscom, whatelse.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ARoq 12.02.2019 09:48
    Highlight Highlight Wenn ich die Medienmitteilung von Comcom richtig verstehe, dann gilt das für alle Mieter der Swisscom-Leitungen, nicht nur Sunrise und Salt.
    Die beiden haben den Stein lediglich ins Rollen gebracht:
    "aufgrund von Gesuchen von Sunrise und Salt"
    https://www.comcom.admin.ch/comcom/de/home/dokumentation/medieninformationen.msg-id-73944.html
    Und der Entscheid ist noch nicht Rechtsgültig.
  • Pointer 12.02.2019 09:45
    Highlight Highlight Betrifft es nur Kupferkabel oder auch Glasfasern? Weil letztere sind in der Miete deutlich teurer.
    • Dominik Treier (1) 12.02.2019 11:12
      Highlight Highlight Nun ich bin mir nicht sicher, ob die Swisscom überhaupt zum Teilen der Glasfaseranschlüsse verpflichtet werden kann... Sicher eine Bedingung zur Übername des Betriebs der PTT durch Swisscom, war es nur das bei den Hausanschlussleitungen aus Kupfer ein kostenneutrales Weitervermieten möglich sein muss, ob die Swisscom aber verpflichtet ist Glasfasern, die sie selbst in letzter Zeit verlegt hat und dann auch noch kostenneutral, weiterzuvermieten möchte ich bezweifeln es sei denn es handle sich um eine Kooperation mit der jeweiligen Gemeinde... Swisscom baut aber ohnehin alleine kaum FTTH...
    • Pointer 12.02.2019 13:50
      Highlight Highlight Die Kupferkabel wurden ja sicher auch teilweise von der Swisscom erneuert.
      Auch wenn sie die Glasfasern selbst gezogen hat, profitiert sie immer noch von vielen Vorteilen, da ja die Schächte, Rohre und Zentralen schon vorhanden sind, die auch zu PTT-Zeiten gebaut wurden.
      Ich bin dafür, dass (grosse) Anbieter ihre Infrastruktur für Mitbewerber öffnen müssen, denn mehrere parallele Infrastrukturen kosten nur unnötig viel und bieten nicht wirklich einen Vorteil.
    • Xonco 12.02.2019 16:00
      Highlight Highlight Die sind bereits geöffnet Pointer. Informier dich.

      Allerdings kostenlos alles allen zugänglich machen? Wer bezahlt es dann am Ende (Netzausbau)? Niemand? Und in 20 Jahren der Aufschrei weil die Schweiz in Telecom Diensten dann hinter DE / Afghanistan & Nigeria ist.
    Weitere Antworten anzeigen

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