DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Haben sich Hacker auch Zugriff auf die Fotos von Christian Levrat (links) verschafft? 
Haben sich Hacker auch Zugriff auf die Fotos von Christian Levrat (links) verschafft? Bild: KEYSTONE

Internet-Kriminelle machen Bundeshaus unsicher – Jeder 8. Parlamentarier schon gehackt

02.10.2017, 03:2302.10.2017, 07:16

Ob SP-Ständerat Christian Levrat, SVP-Nationalrat Heinz Brand oder GLP-Politikerin Isabelle Chevalle: Von insgesamt 37 Parlamentariern aus dem Bundeshaus sind bereits Login-Daten ins Darknet gelangt. Dies zeigt eine Auswertung des Tages-Anzeigers von Millionen geleakten Internetkonten.

Darunter waren laut der Zeitung Nutzernamen und Passwörter von E-Mail-Konten, Linkedin-Profilen und Zugängen zu Filehosting-Systemen wie Dropbox. Die Internetkonten von rund jedem achten Parlamentarier seien für Dritte zumindest zwischenzeitlich zugänglich gewesen.

Bei Levrat wurden demnach gleich seine Privat- und Parlaments-Mailadresse kompromittiert – und zwar indem die Login-Daten zu seinem Dropbox-Konto Hackern in die Hände fielen.

Wurden darum auch geheime Informationen gestohlen? «Dieser Datenklau liegt schon eine Weile zurück», sagt Levrat. «Und wenn ich mich richtig erinnere, benutzte ich das Konto damals nur, um Vorlagen für Plakat-Politwerbung auszutauschen.» Seither hätte er diese Konten nicht mehr verwendet, sagte der Politiker weiter zum «Tages-Anzeiger». 

Der Bündner Nationalrat Brand betont , dass er sich nie auf digitalem Weg über Kommissionsgeheimnisse austauschen würde. «Im Zweifel für die Briefpost», laute sein Grundsatz. 

(amü)

Das könnte dich auch interessieren:

Russische Hacker beeinflussen politische Debatten

Video: srf

Viren, Würmer, Trojaner – die bösartigsten Computer-Attacken aller Zeiten

1 / 16
Die bösartigsten Computer-Attacken aller Zeiten
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eine Milliarde für Berufsaussteiger? Besser für mehr Lohn!
Das Ja zur Pflegeinitiative ist mehr als ein Zeichen der Solidarität in schwierigen Zeiten. Es ist ein Auftrag an die Politik, endlich die Arbeitsbedingungen in der Pflege zu verbessern.

Es braucht einiges, damit eine Volksinitiative angenommen wird. Sie muss einen klaren Missstand oder ein starkes Unbehagen in der Bevölkerung aufgreifen. Bei der Pflegeinitiative war beides der Fall. Der Arbeitsdruck in der Pflege war schon vor Corona enorm. Die schwerste Gesundheitskrise in der jüngeren Geschichte hat ihn verschärft.

Zur Story