Schweiz
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Coop, Migros, SIX und Swisscom: Gibt es bald eine einheitliche Lösung im digitalen Zahlungsverkehr? 



Kassiererin beim einkassieren einer mit Credit Karte zahlenden Kundin in der modernen Coop Filiale in Affoltern am Albis. Im Vordergrund verschiedene Lebensmittel, 3. November 2000, Affoltern am Albis, Schweiz. (KEYSTONE/Martin Ruetschi) : Dia]

Bild: KEYSTONE

Der Schweizer Markt für digitale Bezahlsysteme ist sehr zersplittert. Eine breite Allianz bestehend aus den grössten Banken, der Börsenbetreiberin SIX, den Detailhändlern Coop und Migros sowie der Swisscom führt nun Sondierungsgespräche für eine gemeinsame Lösung.

Die Gespräche seien ergebnisoffen und sollten klären, ob und inwiefern ein gemeinsames mobiles Zahlungssystem kanalübergreifend und flächendeckend in der Schweiz verbreitet werden könne, heisst es in einer Mitteilung des Beratungsunternehmens Hirzel.Neef.Schmid vom Mittwoch.

Erste Infos bis Anfang Mai

Über erste Ergebnisse der Gespräche wollen die beteiligten Parteien die Öffentlichkeit spätestens Anfang Mai informieren. Eine gemeinsame Lösung könnte demnach von allen Kunden verwendet werden und stünde sämtlichen Händlern, Banken, Herausgebern von Zahlkarten sowie weiteren Marktteilnehmern offen, heisst es in der Medienmitteilung.

Zu den Partnern der neusten Sondierungsgespräche gehören neben den Grossverteilern, der Swisscom und der SIX die Grossbanken Credit Suisse und UBS, die Postfinance, Raiffeisen sowie die Zürcher Kantonalbank (ZKB).

Gerangel um Marktanteile

Im Schweizer Markt für Bezahl-Apps haben sich in den letzten Wochen die Neuigkeiten überschlagen. Die heimischen Anbieter versuchen möglichst viel Terrain im Markt für digitale Bezahlsysteme zu besetzen, bevor die internationalen Schwergewichte wie Apple Pay oder Google Pay in die Schweiz kommen.

Vor drei Wochen teilte beispielsweise die Postfinance mit, dass sie sieben weitere Banken für das Bezahl-App Twint gewinnen konnte. Neu hinzu kämen in den nächsten Wochen und Monaten die Migros Bank, Bank Coop, Basler Kantonalbank, St.Galler Kantonalbank, Basellandschaftliche Kantonalbank sowie die Regionalbanken Bernerland Bank und Bank BSU, hiess es damals.

Damit sei Twint schweizweit das grösste Netzwerk für Mobile Payment mit bald insgesamt 15 Bankenpartnern. Bereits bei Twint waren zu diesem Zeitpunkt Coop und Migros.

Ende Januar erweiterte das der SIX, der UBS und der ZKB lancierte Bezahl-App Paymit seine Funktionalität. Seit Februar kann mit dem App bei ersten Geschäften bezahlt werden.

Zudem haben die im Schweizer Kreditkartengeschäft tätigen Firmen Aduno und Swisscard sowie die Softwarefirma Netcetera ein eigenes digitales Portemonnaie geschaffen. Damit soll das Bezahlen beim Onlineshopping einfacher werden.

Wie der Medienmitteilung vom Mittwoch zu entnehmen ist, sollen Entwicklungen der beiden Lösungen Twint und Paymit unverändert weiter gehen und angekündigte neue Funktionen unabhängig vom Fortgang der Gespräche wie geplant eingeführt werden. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Out of Order 31.03.2016 07:28
    Highlight Highlight Jetzt diskutieren sie noch. Dann kommt Apple Pay.
  • Homes8 30.03.2016 18:46
    Highlight Highlight Schlussendlich gewinnt hoffentlich das System mit der kleinsten Marge. Bis jetzt ist das immer noch Bargeld. Deshalb kriegen die Barzahler bei mir den grössten Rabatt.
    • Oban 30.03.2016 20:35
      Highlight Highlight Das Hauptsächlich weil viele Alteingesessne noch immer nicht verstanden haben das Bargeld Kosten verursacht. Und nicht nur das Bargeld in der Kasse ist immer mit Risiko behaftet (Differenzen, Falschgeld). Auch das wechseln und einzahlen verursacht Kosten, wie Personal, Arbeitszeit und bei grösseren Firmen auch das Unternehmen das den Geldtransport organisiert. Grössere Unternehmen haben heute Arbeitsgruppen die sich mit dem Ziel beschäftigen wie Kosten beim Bargeldverkehr eingespart werden können, da dieser Bereich Kosten von mehreren Millionen im Jahr verursacht.
    • Homes8 31.03.2016 08:47
      Highlight Highlight Also wenn Bargeld bei mir Kosten in Milionenhöhe verursacht gebe ich gerne was ab.
      Hier eine kleine Gebührenübersicht. Können Sie eventuel die Kosten bei einem Umsatz von 100'000.- ausrechnen.
      Paypal 3,4% plus 0.55 CHF Überweisungsspesen
      Mastercart oder Visa 2,3% plus 0.45 CHF
      Maestro 0% plus 0.45 CHF (ca. 1Woche darauf warten)
      Postcard 0% plus 0.35 CHF (GS am nächsten Arbeitstag)
      Deshalb gibts bei mir im Laden bei Barzahlung oder Postcard 10% Rabatt und mit Kreditkarte halt nur 7,7%.
  • whatwhaaaat 30.03.2016 15:44
    Highlight Highlight Eigentlich reicht mir schon das kontaktlose Bezahlen mit der Kreditkarte, was inzwischen bei den meisten Kartenlesegeräten problemlos möglich ist. Ob ich jetzt die Kreditkarte oder das Handy aus dem Hosensack nehme, macht für mich keinen allzu grossen Unterschied. Oder habe ich da irgendeinen wesentlichen Vorteil übersehen?
  • icaruus 30.03.2016 15:36
    Highlight Highlight Sobald Google Wallet und Apple Pay in der Schweiz sind können Twint, Paymit und Co. einpacken. Die schweizer Firmen sollten lieber ihre Ressourcen anderswo einsetzen. Z.B. Online Banking, welches bei allen Banken benutzerunfreundlich ist und dringend Updates benötigt.
  • #bringhansiback 30.03.2016 13:30
    Highlight Highlight hmm also Status Quo... Abwarten und Tee trinken, bis sich eines durchgesetzt hat.
    Angeschaut habe ich mir Paymit und Twint. Rein von der Funktionalität her gefällt mir Twint besser (via App bestellen und bezahlen, vor Ort abholen z.B), produktiv eingsetzt habe ich aber weder noch.
  • ben_fliggo 30.03.2016 12:53
    Highlight Highlight Freue mich schon auf Apple Pay. Twint funktioniert jedes zweite Mal nicht und ist umständlich.
    • #bringhansiback 30.03.2016 13:31
      Highlight Highlight hmm ich hoffe immernoch auf Google Wallet :) Bin halt vom anderen Lager.

      Aber wir werden sehen, was sich in Sachen Mobile Paymenent noch alles bewegt.

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