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Ebola

Unispital Lausanne impft Freiwillige gegen Ebola

Die ersten acht Patienten

Unispital Lausanne impft Freiwillige gegen Ebola

05.11.2014, 04:4205.11.2014, 10:38
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Eine der ersten acht Freiwilligen, die den Impfstoff testen.
Eine der ersten acht Freiwilligen, die den Impfstoff testen.Bild: KEYSTONE

Im Universitätsspital Lausanne (CHUV) ist erstmals Freiwilligen ein experimenteller Ebola-Impfstoff verabreicht worden. Bis Dienstagabend wurden acht Probanden geimpft. Die übrigen Freiwilligen für die klinische Studie mit 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sind gefunden.

Von den 120 Beteiligten erhalten 100 einen niedrige oder hohe Dosis des Impfstoffes und 20 ein Placebo. Der Impfstoff mit dem Namen cAd3-EBOZ stammt vom britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline.

Bisher keine Nebenwirkungen

Den Probanden wird nicht das Ebola-Virus gespritzt. Der Impfstoff basiert auf einem gentechnisch veränderten Schimpansen-Adenovirus. Er wird bereits in den USA und England an Menschen getestet. Bisher sind keine Nebenwirkungen aufgetreten.

Unter den 120 Probanden befinden sich 50, die sich an der Bekämpfung von Ebola in Westafrika beteiligen. Nach der Impfung müssten sie noch zwei Wochen für die klinische Studie zur Verfügung stehen, bevor sie abreisten, sagte CHUV-Mediensprecher Darcy Christen am Dienstag der Nachrichtenagentur SDA.

Das CHUV erhielt über 400 Mails von Freiwilligen. Das dürfte deutlich ausreichen, fügte Christen an. Das Heilmittelinstitut Swissmedic hatte vor einer Woche grünes Licht für die Studie mit dem Impfstoff am CHUV gegeben.

Genf wartet noch auf Bewilligung

Am Universitätsspital Genf (HUG) fehlt bisher die Bewilligung von Swissmedic für den Test eines weiteren experimentellen Impfstoffes rVSV-ZEBOV, der in Kanada entwickelt wurde. Die Genfer Universitätsspitäler erhielten aber bereits die Erlaubnis, 100 Probanden zu suchen.

Man suche vor allem Personen, die sich nach Afrika zu einem Hilfseinsatz gegen die Ebola-Epidemie begeben, wie am Dienstag Professor Bernard Hirschel, Präsident der kantonalen Kommission für Ethik und Forschung, in einem Interview mit der Zeitung «Tribune de Genève» sagte. (rey/sda)

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