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Das AKW Gösgen ist automatisch abgeschaltet worden – Ursache unklar

Das AKW Gösgen ist heute Nacht automatisch abgeschaltet worden – Ursache unklar

12.11.2021, 10:15
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Das AKW Gösgen im Kanton Solothurn ist in der Nacht auf Freitag automatisch abgeschaltet worden. Die Ursachenabklärung ist gemäss Angaben der Betreiberin im Gang.

ZUR ABSCHALTUNG DES AKW GOESGEN ZUR URSACHENABKLAERUNG UND REPARATUR EINER DAMPFLECKAGE STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG, 17. AUGUST 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Nuclear power plant Goesgen  ...
Das AKW Gösgen steht still (Archivaufnahme.)Bild: KEYSTONE

Die Stromproduktion sei um 04.35 Uhr unterbrochen worden, teilte die Kernkraftwerk Gösgen AG (KKG) am Freitag mit. Das Reaktorschutzsystem habe eine automatische Abschaltung des Reaktors ausgelöst.

Das Ereignis habe keine Auswirkungen auf die Umwelt, und die Anlage befinde sich in einem sicheren Zustand. Die Atomaufsichtsbehörde, das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi), sei informiert worden. Weitere Angaben konnte die Mediensprecherin der KKG zunächst nicht machen.

Gemäss Ensi kam es in Folge einer Instandsetzungsmassnahme zur automatischen Reaktorschnellabschaltung. Das Messnetz des Ensi zur automatischen Dosisleistungsüberwachung in der Umgebung der Kernkraftwerke (Maduk) habe keinen Anstieg der Radioaktivität gezeigt, teilte das Ensi auf seiner Website mit.

Das meldepflichtige Vorkommnis werde wie in solchen Fällen üblich analysiert. Das AKW Gösgen nahm seinen kommerziellen Betrieb 1979 auf.

Ebenfalls vom Netz ist derzeit das AKW Leibstadt AG. Die Ende Mai gestartete Jahresrevision dauert einen Monat länger als zunächst geplant. Die Kernkraftwerk Leibstadt AG (KKL) rechnet mit der Wiederaufnahme der Stromproduktion auf Anfang Dezember. (sda)

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64 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Le_Urmel
12.11.2021 11:59registriert Juni 2014
War lange gegen Atomkraftwerke, aber die Liberalen und Rechtsnationalen haben mich überzeugt. Wir brauchen 2 neue Atomkraftwerke. Die Standorte sind für mich auch schon eindeutig, da durch die Klimakatastrophe die Flüsse unterschiedliche Wasserstände haben, müssen die Werke ständig eine sichere Wasserversorgung haben.
Eins wird in Herrliberg gebaut, das andere in Walchwil
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rolf.iller
12.11.2021 10:50registriert Juli 2014
"Die Ende Mai gestartete Jahresrevision dauert einen Monat länger..." Heist das, dass eine Jahresrevision üblicherweise ohnehin 5-6 Monate dauert und die Kübel deshalb die hälfte der Zeit still stehen? Weiss dazu jemand mehr?
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Peter Vogel
12.11.2021 11:32registriert Juni 2020
"Gemäss Ensi kam es in Folge einer Instandsetzungsmassnahme zur automatischen Reaktorschnellabschaltung."

Ist doch gut zu sehen, dass die Sicherungssysteme funktionieren. Wahrscheinlich hat da ein Held Wartungsarbeiten durchgeführt und dabei einen Alarm ausgelöst.
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