Schweiz
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epaselect epa05563682 A photograph made available on 30 September 2016 showing wind turbines at the site of the highest wind park in Europe at the Griessee, near the Nufenenpass in the Swiss south Alpes, Valais, Switzerland, on 23 September 2016. The four wind turbines of this wind park were developed by the company SwissWinds GmbH and are inaugurated on, 30 September 2016.  EPA/OLIVIER MAIRE

Am Griessee beim Nufenenpass steht der höchstgelegene Windpark Europas. Doch gerade diese Art der Stromproduktion hat es in der Schweiz sehr schwer. Bild: EPA/KEYSTONE

Bei Solar- und Windstrom bleibt die Schweiz ein «Entwicklungsland»

Bei der Produktion von Solar- und Windenergie gehört die Schweiz in Europa weiterhin zu den Schlusslichtern. Sie muss sich steigern, wenn sie das Klimaziel des Bundesrats erreichen will.



In Corona-Zeiten haben es andere Themen schwer. So hatte der Bundesrat Anfang April eine Teilrevision des Energiegesetzes vorgelegt, also auf dem Höhepunkt der ersten Pandemie-Welle. Die Beachtung hielt sich in Grenzen, dabei geht es um eine zentrale Frage: Wie kann die Schweiz ihre Energieversorgung sicherstellen unter Beachtung der Netto-Null-Klimaziele bis 2050?

Indem die Grundversorgung standardmässig durch Schweizer Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energien erfolgt, lautet die Antwort im Gesetzestext. Der erste Entwurf vor einem Jahr sah lediglich einen Mindestanteil an erneuerbarer Energie vor. Die Weichen in diese Richtung hat das Stimmvolk vor drei Jahren mit der Annahme der Energiestrategie 2050 gestellt.

Allerdings hat die Schweiz bis zu diesem Ziel noch einen weiten Weg vor sich. Die Schweizerische Energie-Stiftung (SES) hat die Pro-Kopf-Produktion von Sonnen- und Windenergie mit den 28 Staaten der Europäischen Union verglichen. Das Ergebnis ist ernüchternd: Die Schweiz ist in diesem Bereich ein «Entwicklungsland». Sie hat mit anderen Worten noch viel Luft nach oben.

Der Vergleich

Bild

Die gute Nachricht vorweg: Im Vergleich mit acht umliegenden Ländern konnte die Schweiz die «rote Laterne» abgeben und Tschechien überholen. In der Gesamtrangliste aber liegt sie auf Platz 24, knapp vor Tschechien, Ungarn, Slowenien, der Slowakei und Lettland. Nur gerade 4,2 Prozent des Stromverbrauchs werden hierzulande laut SES durch Sonne und Wind erzeugt.

Im «Musterland» Dänemark sind es über 50 Prozent, in Deutschland 33 Prozent. In beiden Ländern ist der Windanteil sehr hoch. Bei der Photovoltaik sieht es für die Schweiz besser aus, sie liegt immerhin auf Rang 7. Wirklich vorbildlich ist auch dies nicht, denn sie wird von Ländern mit weniger Sonneneinstrahlung wie Deutschland, Belgien und den Niederlanden geschlagen.

Der Bedarf

Die Energiestiftung berechnet den Bedarf an erneuerbaren Energien in der Schweiz auf rund 80 Terawattstunden (TWh) pro Jahr. Darin berücksichtigt ist der zusätzliche Stromverbrauch durch die «Dekarbonisierung», also den Ersatz von Benzin- durch Elektroautos oder von Ölheizungen durch Wärmepumpen. Mit verbesserter Effizienz könnte der Bedarf auf 70 TWh reduziert werden.

Fakten rund um den Energieverbrauch in der Schweiz

Die Wasserkraft deckt rund 35 TWh ab. Zusätzlich wurden bis heute rund 4 TWh realisiert. Bleibt eine «Lücke» von 30 bis 40 Terawattstunden. Wegen des Verbots von neuen Atomkraftwerken besteht Handlungsbedarf.« Wir fordern deutlich höhere Ausbauziele bis 2035», sagte Felix Nipkow, Leiter des Fachbereichs erneuerbare Energien bei der SES, an einer Zoom-Medienkonferenz.

Das Ziel

Das Bundesamt für Energie berechnet das Potenzial der Fotovoltaik auf Dächern und Fassaden in der Schweiz auf rund 67 Terawattstunden. Zusammen mit der Wasserkraft würde dies den gesamten Strombedarf decken. Vollständig realisiert werden kann es kaum, doch es gibt weitere Möglichkeiten, etwa Solarzellen an Lärmschutzwänden oder Staumauern.

Dies kann zu Konflikten mit dem Natur- und Landschaftsschutz führen. Die SES fordert deshalb vereinfachte Genehmigungsverfahren. Man müsse bestehende Infrastrukturen ausnützen und mögliche Konflikte im Vorfeld bewältigen, meint Felix Nipkow. Was nicht immer ganz einfach sei: «Im Tessin sind Photovoltaik-Anlagen auf Staumauern verboten. Keine Ahnung, warum dies so ist.»

Die Finanzen

Schweizer Stromversorger haben in den letzten Jahren vornehmlich im Ausland in erneuerbare Energien investiert. Das Problem seien die schlechten Investitionsbedingungen in der Schweiz, so die Energiestiftung. Gleichzeitig strebt der Bundesrat mit dem Stromversorgungsgesetz die vollständige Liberalisierung des Strommarktes an. Auch deshalb sei eine Absicherung wichtig.

Wichtige Player wie der Verband Swisspower fordern eine Marktprämie, also einen garantierten Mindestpreis. Der Bundesrat setzt in erster Linie auf Investitionsbeiträge anstelle der bisherigen Einspeisevergütung. Er will vereinfacht gesagt den Bau von Anlagen subventionieren und nicht mehr die Stromproduktion.

«Bei den erneuerbaren Energien spielen fast nur die Fixkosten für den Bau eine Rolle», sagte Nipkow. Auf dem Strommarkt könne man sie nicht decken, deshalb brauche es einen zusätzlichen Beitrag, der durch den bereits bestehenden Netzzuschlag von 2,3 Rappen pro Kilowattstunde finanziert wird. Er soll ohne Begrenzung beibehalten werden, fordert die SES.

Man wolle verhindern, dass die Schweiz bei der Stromproduktion vom Ausland abhängig werde, sagte Felix Nipkow. «Wir werden im Sommer Strom exportieren und im Winter importieren, wie das heute schon der Fall ist.» Damit liesse sich auch das Speicherproblem entschärfen, etwa indem sich die Schweiz an Anlagen beteilige, die Strom zu Gas und wieder zurück «verwandeln».

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    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 21.05.2020 08:14
    Highlight Highlight ...
    Dass sich in unserem Nachbarland Deutschland die Verhältnisse betreffend Zukunft der Energiewende gerade dramatisch zuspitzen und dass die deutsche Bundesregierung nach der Solar-Branche und der Windenergie-Branche auch noch die Speicher-Lösungen und die dezentrale "Energiewende der BürgerInnen" kaputt machen könnte, im Interesse der grossen Stromkonzerne und der Kohle- und Gas-Industrie, siehst Du hier:
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    Und in der Schweiz reibt sich der Atomenergie-Graf Wasserfallen die Hände...
  • rodolofo 21.05.2020 08:08
    Highlight Highlight Zur Zeit haben wir einen grüneren Nationalrat, der aber von einem reaktionären Ständerat und einem rechtsbürgerlich dominierten Bundesrat gebremst und neutralisiert wird.
    Das sind leider keine guten Voraussetzungen für die Energiewende.
    Eine zweifelhafte Rolle spielt weiterhin die CVP.
    Ähnlich wie ihre deutsche Schwesterpartei, die CDU, gaukelt sie uns vor, für die Energiewende und für den Atomausstieg zu sein, bremst und blockiert aber zusammen mit den anderen bürgerlichen Parteien, wo es nur geht!
    Einziger Hoffnungsschimmer auf der rechten Seite:
    Die GLP!
    ...
  • WID 21.05.2020 07:39
    Highlight Highlight Besser wäre es ein wenig zu verzichten und auf jedes Dach eine Solarzelle zu installieren statt Freiflächen zu verschandeln.
  • WID 21.05.2020 07:38
    Highlight Highlight Schon das Titelbild ist traurig: Windräder in den Bergen. Statt uns einzuschränken verbauen wir sogar noch die Berge und das mit dem Segen der Grünen!
  • Schneider Alex 21.05.2020 07:04
    Highlight Highlight „Die installierte Leistung von Solar und Wind erreicht in Deutschland stolze 110 MW. Davon wurden im Dezember 2019 durchschnittlich gerade mal 20 % realisiert, im Minimum klägliche 3 %. Eine Verdreifachung der Kapazitäten würde an den Windflauten wenig und an der Nullmenge der Sonne von knapp 2/3 der Zeit gar nichts ändern. Die Sonne lieferte im Dezember nur in 1,4 Prozent der Zeit mehr als 20% der installierten Leistung und im Mittelwert mickrige 2,5 %. Das sind die Fakten aus der Quelle von Rolf Schuster, Vernunftkraft e.V.“ (em. Prof. Silvio Borner in der BaZ vom 14.1.2020)
  • Locutus70 21.05.2020 03:32
    Highlight Highlight Ich bin in Nordbayern aufgewachsen und in manchen Gegenden ist die Natur regelrecht versaut durch Windanlagen.
    Wenn man das in der Schweiz forciert sollte man da sehr genau aufpassen, wo man die Dinger aufstellt, denn sonst ist es mit dem Tourismus schnell vorbei.
  • maros 20.05.2020 20:09
    Highlight Highlight Der Vergleich hinkt. Wo will man in der CH bitte Windkraft ausbauen? 2/3 sind Berge, das Mitteland ist zugebaut. In den Bergen ist es technisch herausfordernd und teuer. Netzrendundanz ist etwas vom Wichtigsten. Ein Vergleich mit diesen Ländern gemäss Artikel ist auch komisch. Haben diese Länder auch 40 % Wasserkraft? Sind diese Länder auch so dicht bebaut wie CH? Austria ist doppelt so gross, flächenmässig. Deutschland hat Offshore-Anlagen. Auf dem Meer. Es hebe derjenige die Hand, der eine 200 Meter Turbine vor der Wohnung möchte. Und all die Vögel. Habe fertig.
  • infomann 20.05.2020 17:05
    Highlight Highlight Dieses Gejammer schön oder nicht schön.
    Wollte man heute Staumauern bauen wie vor siebzig Jahren, würden die Leute amok laufen.
    Heute haben wir und daran gewöhnt und finden die Stauseen sogar schön.
    Ich hoffe so geht es auch mit den Windkraftanlagen, leider ist halt die Öllobby immer noch sehr stark.
    • Froggr 20.05.2020 20:00
      Highlight Highlight Ja aber das witzige ist ja, dass es die Grünen selbst verpönen. So wird das nichts meine lieben.
    • infomann 21.05.2020 22:14
      Highlight Highlight @ Froggr
      Stimmt so nicht, vorallem kommt die Abneigung gegen Windräder von den Landschaft Schützern.
  • FrancoL 20.05.2020 16:36
    Highlight Highlight Wir müssten mit einer logischen Energiekonzeptionierung beginnen.

    Der Bund fördert zu einseitig (danke der Lobby) die PV-Anlagen, dies zB zu Ungunsten der Solar-Thermie die eben auch ihre Berechtigung hätte und hat.
    Diese Spielchen, die viele Bürger beeinflussen sind kontraproduktiv.
    Innovativ denken würde heissen sich mehr mit den richten Energiequellen auf den Bedarf einstellen.
    Es macht z.B. nicht gross Sinn mit PV-Anlagen Wasser für Heizung und Brauchwarmwasser zu erwärmen, wenn die Sonne dies über Thermische Elemente schneller und effizienter tut.
    Die Graue Energie dankt.
    • rodolofo 21.05.2020 08:32
      Highlight Highlight Als wir eine solarthermische Anlage installierten, wurde die aber vom gefördert, von der Stadt und vom Kanton.
      Der Beitrag war jedenfalls ansprechend und der bürokratische Mehraufwand für das Gesuch lohnte sich immer noch.
      Ich hoffe, dass das Gebäudeprogramm weitergeführt und verstärkt wird!
      Dann wird sicher noch viel mehr gemacht von ökologisch orientierten HausbesitzerInnen.
  • Rethinking 20.05.2020 13:40
    Highlight Highlight Es ist fraglich wie Umweltverträglich resp. Nachhaltig Solar- und Windenergie wirklich ist...

    Ohne Frage ist sie besser als Fossile Energie doch es gibt auch einige Themen die beachtet werden sollten:

    Play Icon

    • ManOnTheMoon 20.05.2020 16:43
      Highlight Highlight Dem Film konnte Nachgewiesen werden, dass er nicht wenige Falschaussagen und Halbwahrheiten verkündet.

      Er präsentiert "Fakten" die durch Forschung bereits zum Zeitpunkt der Veröffentlichung widerlegt worden sind.

      Des weiteren benutzt er Wirkungsgradzahlen von vor 2010 zur Bestätigung seiner Thesen.
      Der Wirkungsgrad im Bereich erneuerbarer Energien hat sich seit dem (also auch zur Filmveröffentlichungszeit bekannt) bereits mehr als verdoppelt.
      Ebenfalls werden falsche Zahlen zur Lebensdauer genannt.

      Aber hey der Film ist auf Youtube! Dann muss es stimmen ohne, dass man es überprüfen muss!
    • premium nuts 20.05.2020 17:09
      Highlight Highlight «Es ist im Wesentlichen eine geschickt geschnittene Aneinanderreihung von Einzelmeinungen und Fallbeispielen, die kaum nachzuprüfen sind, aber in ihrer Gesamtheit ein hochgradig einseitiges und verzerrtes Bild zeichnen.»
      Reto Knutti, Klimaforscher an der ETH

      Ich kann mir gut Vorstellen, dass mit der Doku ein hinterfragen des aktuellen Konsums angeregt werden sollte. Der Ökofaschismus und die negative, nicht faktengetreue Berichterstattung über die erneuerbaren Energiequellen hat bei mir bewirkt, dass nur "alles scheisse, weiter fosil, weniger Leute" bleibt. Das kannst ja wohl nicht sein.
    • Mutzli 20.05.2020 18:17
      Highlight Highlight @Rethinking

      Der Film ist allerdings eine leider denkbar schlechte Diskussionsbasis für das für und wieder verschiedener Energiestrategien.
      Der Grossteil der Infos darin sind hoffnungslos veraltet, was wohl auch auf die ca. 10 Jahre Entstehungszeit zurückzuführen ist.

      Auch wenn sich Michael Moore früher Mühe gegeben hat, ist der Film von A bis Z voll mit bizarren Fehlinfos. Genauer detailliert z.B. in : https://bit.ly/36eJPqe https://bit.ly/3cCmwJk https://bit.ly/2X0M6Bm

      Der Klimaforschung tut der Film weder Gerechtigkeit noch einen Gefallen.
  • Knety 20.05.2020 13:33
    Highlight Highlight Packen wirs an!
    • rodolofo 21.05.2020 08:34
      Highlight Highlight Ich bin dabei!
      Sobald ich die nötige Knete dafür habe...
      Bis dahin übe ich mich in der Enthaltsamkeit.
      Am billigsten ist schliesslich immer noch die Energie, die gar nicht gebraucht wird!
      Mein permakultureller Slogan:
      "Nichts tun für die Energiewende!"
  • Tischbein 20.05.2020 13:06
    Highlight Highlight Das schöne an einem Windrad, sollte sich der Energiemix irgendwann ändern, hat man ein Windrad in einer Woche komplett zurück gebaut.
    • Harri Hirsch 20.05.2020 14:31
      Highlight Highlight Nein!
    • FrancoL 20.05.2020 16:38
      Highlight Highlight Und natürlich auch entsorgt, denn die Windräder sind ja aus Holz.
    • Tischbein 20.05.2020 17:23
      Highlight Highlight Danke für diese beiden sehr spannenden und wertvollen j Puts an die Diskussion *ironieoff*
      es geht ja darumStromlücken effizient zu schliessen. Wasserkraftausbau ist nur noch bedingt möglich, sehr invasiv und teuer. Aber das Material kann sinnvoll recykliert werden und das sicher besser, als Solarzellen oder Akkus, die Mit heutigen Technologien noch nicht gut rezyklierbar sind. Der Mix machts am Schluss aus.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Küsel64 20.05.2020 12:40
    Highlight Highlight Wie PV-Anlagen können auch Windkraftanlagen schön gebaut werden, wie das Titelbild zeigt. Auf jedenfall schöner als die Gittermasten der Seilbahnen. In den nächsten 20 Jahren werden diese Gittermasten der Bergbahnen ohnehin zu Rosthaufen, denn dann wird niemand mehr Skifahren. Die Bergbahnen hatten es leider zu spät gemerkt, dass sie den eigenen Ast abgesägt haben, auf dem sie sitzen. Die kommenden Generationen in den Bergregionen werden es danken. Sie müssen mit den Umsatzeinbussen leben lernen. Helfen wird ihnen wohl niemand, denn im Unterland hat man bis dann ähnliche Probleme zu lösen ...
  • Küsel64 20.05.2020 12:30
    Highlight Highlight Das Titelbild vom Grimsel mit den schönen elegant anmutenden Windkraftanlagen gefällt mir sehr. Irgendwie ästhetischer und besser eingegliedert als die vielen Gittermasten der Seilbahnen andernorts. In der Schweiz muss das Bewilligungs- und Einspracheverfahren geändert werden. Denn sonst kann das grosse Potenzial nie ausgeschöpft werden.
  • Küsel64 20.05.2020 12:26
    Highlight Highlight Danke Herr Blunschi für den interessanten Artikel, in welchem auch das Null-Grenzkostenproblem angesprochen wird. Daher sollte wie Nipkow sagt auch die Investition und nicht die Produktion gefördert werden. Bezüglich der Umwandlung Power2Gas und zurück oder Power2x können wir gerne reden, wenn wir die notwendige Überproduktion erreicht haben.
  • Ökonometriker 20.05.2020 11:11
    Highlight Highlight Windenergie ist in der Schweiz auch nicht beliebt. Als Alpenland macht es mehr Sinn, das Potential der Wasserkraft voll auszuschöpfen und als Batterie Europas zu dienen. Besonders auch für jene Länder, die am Meer liegen und stetig Windenergie erzeugen können.

    Bei der Photovoltaik steht die Schweiz ja nicht so schlecht da, hätte aber bestimmt Aufholpotential. Hier bräuchte es eben ein bundesweites Konzept und kein kantonaler race to the bottom.
    • Rabbi Jussuf 20.05.2020 11:44
      Highlight Highlight Vergiss das mit der Batterie für Europa!
      Wir könnten die ganzen Alpen zukleistern und es würde nicht mal für uns reichen.
      In Norwegen gibt es Projekte in Richtung Pumpspeicher, die wenigstens einen kleinen Teil beisteuern könnten.
    • Küsel64 20.05.2020 12:45
      Highlight Highlight Die Windkraft ist nur nicht beliebt weil man sich mit der Veränderung noch nicht abgefunden hat. Die Windanlagen sind viel schöner wie die Gittermasten der Bergbahnen und kaum umweltschädlich. Die Stauseen und das zukünftige Potenzial der Wasserkraft ist zu klein um als "Batterie von Europa" zu dienen. Auch das haben wir uns bereits Jahrzehnte früher schon verbaut in dem wir den Klimawandel einfach geschehen liessen. Jetzt ist er da und die Bergen werden deutlich trockener sein.
    • PVJ 20.05.2020 13:49
      Highlight Highlight Bei der Wasserkraft ist leider nicht mehr viel zu holen. Dort wird der Fokus im Erhalt und in Erneuerungen liegen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • infomann 20.05.2020 10:50
    Highlight Highlight Warum spielen wir immer Wasserkraft -Solar - und Windstrom gegen einander aus? Die drei ergänzen sich wunderbar mit Pumpspeicherkraftwerken.
    Die ganze Öllobby versteht es immer wieder das ganze möglichst lange zu behindern.
    • Küsel64 20.05.2020 12:50
      Highlight Highlight Genau, so ist es meiner Meinung nach. Wir brauchen eine gut diversifizierte Energieversorgung, die ist dann auch gleichmässiger verfügbar und die Speicher Power2Gas und zurück stehen dann gar nicht mehr so im Vordergrund. Auch das ist übrigens eine Idee der Avenergy, wie die Erdölvereinigung heute heisst nach dem der Name Erdölvereinigung ziemlich verröstet wurde.
    • drüber Nachgedacht 20.05.2020 13:07
      Highlight Highlight Solange der Präsident der Ölloby auch der Präsident der Wasserlobby ist wird sich da wohl nichts ändern...
    • Froggr 20.05.2020 20:03
      Highlight Highlight Die Grünen sind ja selbst gegen Windräder?! Was soll daran bitte die Öllobby ändern?
  • nafets 20.05.2020 10:45
    Highlight Highlight das ist wieder einmal eine fundierte und durchdachte Studie des SES und natürlich hat die SES auch die topographischen Verhältnisse zwischen Deutschland, Dänemark und der Schweiz verglichen und natürlich hat die Schweiz ebenfalls Meeresanschluss und riesige Flächen wo Windparks im Mehr aufgestellt werden können. Ebenso hat Dänemark und Deutschland auch sehr viele,hohe Bergregionen mit x Speicherseen welche dann für die Pump-Wasserkraftwerke genutzt werden können.
    da sind wirklich Experten am Werk... Ironie off
    • Rabbi Jussuf 20.05.2020 14:11
      Highlight Highlight Also bitte! Wir haben im Norden doch das Schwäbische Meer! Da ist viel Platz für Offshore-Windparks.
    • nafets 20.05.2020 15:59
      Highlight Highlight @Rabii Jussuf - das wäre perfekt, wären da nicht drei Ländern involviert und da kommen drei verschiedene Gesetze und Auflagen zum Tragen - das würde ein grandioses Bild von einem Windpark geben :-)
  • SLE7EN 20.05.2020 10:27
    Highlight Highlight Die jenigen welche gross die Energiewende propagierten und dafür lobbiierten sind mitunter genau die selben welche danach bei grossprojeken Einsprache erheben. Viele von uns müssen sich wohl noch bewusst werden das der 5er und d's weggli eben nicht möglich ist.
    • Küsel64 20.05.2020 12:54
      Highlight Highlight Ja da haben sie leider zum Teil recht, da müssen auch die Umweltverbände umdenken und vor allem die Partikulärinteressen stark zurückgenommen werden. Denn eine intakte Flora und Fauna ist nur mit erneuerbaren Energien zu haben. So gesehen sind die Verhinderer verantwortlich für den Untergang ihrer Schützlinge (Tiere und Pflanzen), die sie eigentlich erhalten wollen. Es hätte beides Platz wenn die nur vernünftig werden.
    • Mutzli 20.05.2020 13:58
      Highlight Highlight @SLE7EN

      Hätt ich jetzt nicht so wahrgenommen, denn Einsprachen gegen Erneuerbare Energie und besonders Windenergie, kommen hauptsächlich von Landschafts- nicht Umweltschützern.

      Klingt zwar ähnlich & gibt manchmal Überschneidungen, aber ist grundsätzlich was anderes.

      Umweltschutz möchte eine möglichst intakte & stabile Umwelt, auch wenn das z.B. heisst Bereiche für Menschen zu sperren, während der Landschaftsschutz hauptsächlich eine, aus ihrer Sicht, hübsch anzuschauende Landschaft möchte, Aspekte wie z.B. Biodiversität ist da egal.

    • Rabbi Jussuf 20.05.2020 14:31
      Highlight Highlight Es ist sehr wohl der Umweltschutz, der mit guten Argumenten interveniert:
      - Die Infrastruktur der Windräder ist nicht ohne! Strassen, Leitungen, Transformerstationen, etc.
      Da viele Windräder fernab gebaut werden, ist das ganz und gar nicht unwesentlich.
      - Artenschutz, insbesondere Greifvögel und Insekten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • EnnoConda 20.05.2020 10:19
    Highlight Highlight Mir ist das langsam egal. Die gleichen Leute, die nach CO2 Reduktion und Subventionen schreien, sind die gleichen, die Ausbauten von Stauseen verhindern wollen, Beschwerden einreichen gegen Windkraftanlagen, in ihren Mietwohnungen keine PV betreiben können und gleichzeitig die Wirtschaft schwächen wollen und am liebsten alle Stellen dem trägen Staat unterordnen wollen. Fortschritt funktioniert nur mit wirtschaftlicher und persönliche Freiheit! Was sicher angedacht werden sollte ist ein Ersatz der vielfältigen Gaga-Steuern durch eine CO2 Steuer. Bisschen den Markt challengen.
    • Froggr 20.05.2020 20:06
      Highlight Highlight Liebe Blitzer/CO2-verminderer: Sagt doch dazu etwas. Es ist nämlich genau so wie EnnoConda es sagt: Einsprachen gegen Windräder kommen von Grünen, beziehungsweise von denen, welche den CO2 Ausstoss vermindern möchten. Ein neues Wasserkraftwerk? Niemals bei den Einsprachen. Und den Hausbesitzern aufzwingen wollen, dass sie PV Anlagen aufs Dach installieren müssen? Gehst noch? Ein bisschen weiterdenken würde helfen.
  • dmark 20.05.2020 10:15
    Highlight Highlight Man sollte eher die Haushalte fördern und viele kleine, dezentrale Windrädchen (bis 5KW recht billig, die kosten nur ein paar Franken) aufbauen, Solarwände und Dächer bevorzugen. anstatt riesige und bedrohlich wirkende Windmühlen in die Natur zu klatschen.
    Das ist auch eine Form von Umweltverschmutzung...
    • Küsel64 20.05.2020 13:08
      Highlight Highlight Es braucht für die Netzstabilität eben auch die grossen Anlagen, da in Zukunft ein paar grosse Typ 1 Kraftwerke (mit Synchrongeneratoren) wegfallen werden. Damit meine ich die AKW. Aber es gibt noch andere Technologien die noch nicht ausgeschöpft sind wie zum Beispiel die Geothermie oder im Tessin auch die Solarthermie. Damit lassen sich grosse und effiziente Kraftwerke bauen.
    • drüber Nachgedacht 20.05.2020 13:11
      Highlight Highlight Erstaunt stelle ich immer wieder fest, dass bei Einfamilienhäuser nur ein Teil des Daches mit Solarzellen bedeckt wird, der Rest steht Brach.
      Da muss endlich eine Regelung her, die Solarzellen wirtschaftlich machen auch zum Einspeisen nicht nur für den Eigenbedarf.
      Aber wahrscheinlich sitzen an diesen Schalthebeln Personen, die vom Weiterbetrieb von AKW und Kojlenkraftwerken profitieren
    • dmark 20.05.2020 13:26
      Highlight Highlight @Küsel64:
      Ja, Kompensation und Frequenzstabilität... Schon richtig. Aber man hat heutzutage bereits schon bei den kleinen Anlagen Elektronik verbaut, welche dies recht gut übernehmen kann und sich mit dem Netz synchronisiert. Allerdings sind die grossen Anlagen auch als "Backup" immer noch wichtig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sheimers 20.05.2020 10:10
    Highlight Highlight Man muss das Problem mal beim Namen nennen: In der Schweiz wird die Windkraft von rechten Politikern ganz gezielt sabotiert. Überall wo es ein Windkraftprojekt gibt, wird ein Schein-Naturschutzverein gegründet um dieses zu verhindern. Diese Vereine entstehen nicht spontan, es gibt teils personelle Überschneidungen an verschiedenen Orten. Ich habe zwar keinen Beweis, vermute aber schwer, dass die Verhinderung der Windkraft zentral gesteuert wird. Da hat wohl jemand Angst vor der Konkurrenz.
    • sheimers 20.05.2020 12:35
      Highlight Highlight Zur Erklärung: Herzchen heisst "Stefan, gut gesagt" und Blitz heisst "Ich bin auch wütend auf die rechten Verhinderer". :-)
    • Harri Hirsch 20.05.2020 14:34
      Highlight Highlight Ich habe zwar keinen Beweis, vermute aber schwer...

      Aha, und darumsteht es auch so?!
  • Rabbi Jussuf 20.05.2020 09:51
    Highlight Highlight «Wir werden im Sommer Strom exportieren und im Winter importieren, wie das heute schon der Fall ist.»
    Ach ja? Wenn das unsere Nachbarn auch so machen, dann exportieren wir bald nichts mehr im Sommer und im Winter wird der Import extrem teuer.

    Da müssen andere Lösungen her.

    Aus dem deutschen Fiasko hat anscheinend niemand gelernt.
    • sheimers 20.05.2020 10:21
      Highlight Highlight Unser Nachbar im Norden macht es umgekehrt. Im Sommer wo es wenig Windkraft gibt importiert Deutschland massiv Strom aus Wasserkraft von der Schweiz, im Winter exportieren sie überflüssige Windkraft in die Schweiz. Das funktioniert bestens, beide Seiten profitieren, indem sie ihren Überschuss loswerden und die andere Seite günstig Strom einkaufen kann.
    • dan2016 20.05.2020 10:36
      Highlight Highlight es machens nicht alle so. OK?
      Wir alle können froh sein, dass Deutschland für uns das Lehrgeld bezahlt hat. Aber einmal müssten wir dann trotzdem beginnen....
    • FrancoL 20.05.2020 16:45
      Highlight Highlight @Rabbi; Einfach mahl überlegen wie die Stromflüsse wirklich laufen, könnte auch Dir nützen.
      Danke sheimers.
    Weitere Antworten anzeigen
  • re-spectre 20.05.2020 09:44
    Highlight Highlight ich wünsche mir alle windräder aufs meer. photovoltaik hingegen auf mehr dächer und fassaden. und wer bringt die stromproduzierende gletscherabdeckfolie auf den markt, die man in den sommermonaten ausrollt?
    • Froggr 20.05.2020 20:08
      Highlight Highlight Klar, wer bezahlt? Du? Dann sehr gerne.
  • champedissle 20.05.2020 09:44
    Highlight Highlight Man muss unterscheiden. Solarenergie, da hat die Schweiz tatsächlich enormes Potential, das aber vom Staat nicht gefördert wird. Windenergie, dafür ist die Schweiz einfach zu klein und zu dicht besiedelt. Das ist unsinnig und zudem kann niemand guten Gewissens "Mordmaschinen" von Vögeln gutheissen.
    • Varanasi 20.05.2020 11:01
      Highlight Highlight Erfahrungen aus Deutschland:

      ca. 100 000 tote Vögel durch Windkraft
      ca. 2 Mio tote Vögel durch Katzen
      ca. 18 Mio tote Vögel durch Vogelschlag gegen Glas

      http://www.bund-rvso.de/vogelsterben-ursachen.html
    • Küsel64 20.05.2020 13:16
      Highlight Highlight Das stimmt so nicht, denn in der Schweiz gibt es tatsächlich ein riesiges Potenzial an Windkraft. Und Mordmaschinen sind sie schon gar nicht, da ist die Hauskatze und alle Fensterscheiben wesentlich mehr Schuld. Hinter mir sitzt auch gerade so ein Täter :-) Man sollte aufhören die verschiedenen Technologien gegeneinander auszuspielen. Das nützt nur der Erdöllobby.
    • Fandall 20.05.2020 15:46
      Highlight Highlight Das Windkraftpotential ist in der Schweiz wirklich gering, Einsprachen hin- oder her.
      Von dem her kann man sich die teuren und langwierigen Streitereien wirklich sparen und voll auf PV setzen.
  • Notabik 20.05.2020 09:37
    Highlight Highlight Windräder beschleunigen das Artensterben in der zugebauten Schweiz. Sie bringen unserer einheimischen Vogelwelt den Tod und sie beeinträchtigen die Umgebung durch Werkverkehr und Zufahrtsstrassen. Für die Solarenergie hingegen stehen Tor und Tür offen.
    • infomann 20.05.2020 10:33
      Highlight Highlight Katzen töten um ein Vielfaches mehr Vögel wie Windräder.
      Willst du jetzt Katzen verbieten?
    • Notabik 20.05.2020 11:00
      Highlight Highlight @infomann
      Bitte nennen sie mir nur einen Flecken Natur in diesem Land, welcher bis heute nicht durch uns Menschen beeinträchtigt wurde.
    • Tischbein 20.05.2020 13:09
      Highlight Highlight @infomann: rein aus Gedanken der Biodiversität müsste man effektiv sehr viel weniger Katzen haben in der Schweiz.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Notabik 20.05.2020 09:29
    Highlight Highlight Solarstrom ja, Windkraft nein! Unsere Landschaft trägt schon genug Narben von uns Menschen. Sie zusätzlich noch mit Windrädern zu verschandeln wäre ein Affront unseren Nachkommen und der Natur gegenüber. Im Gegensatz dazu laden brachliegende Dächer doch geradezu ein, dort Solarzellen zu installieren.
    • Froggr 20.05.2020 20:12
      Highlight Highlight Welche Narben denn? Wie kannst du bitte „Narben von uns Menschen“ objektiv definieren? Das sieht jeder anders. Gewisse findens schön, andere nicht.
  • 7immi 20.05.2020 09:25
    Highlight Highlight Es reicht nicht einfach, Photovoltaik auf die Dächer zu montieren und gut ist. Bei schlechtem Wetter beziehen alle aus dem Netz, bei gutem Wetter ist eine enorme Überproduktion vorhanden. Das Netz muss auch überarbeitet werden und das braucht Zeit, ansonsten kann man nicht die vollen Möglichkeiten nutzen (https://www.swissgrid.ch/de/home/about-us/newsroom/dossiers/crowd-balancing-platform.html) In Deutschland baut man zentrale grosse Windparks, analog zu Grosskraftwerken, das ist deutlich einfacher. Bei uns ginge es um hunderte / tausende Kleinanlagen, das ist viel komplexer.
    • Fandall 20.05.2020 15:50
      Highlight Highlight Einfach noch eine Batterie in den Keller und dann klappt das schon! Je autarker die PV Anlage, desto schneller ist sie amortisiert ;-)
  • troop5444 20.05.2020 09:24
    Highlight Highlight Windkraft in der Schweiz ist der totale Schwachsinn. Wer rechnen kann, weiss, dass es ca. 2000 WK- Anlagen wie das Calanda Windrad bräuchte, nur um das AKW Leibstadt zu ersetzen.
    • Küsel64 20.05.2020 13:35
      Highlight Highlight Das ist nicht relevant und unpräzis: AKW Gösgen hat eine Leistung von rund 1 GW und eine jährliche Energieeinspeisung von rund 8000 GWh (2014). Ein Windkraftgenerator kann heute bis zu 10 MW leisten, sie hat allerdings nicht einen so hohen Nutzungsgrad. Dafür braucht sie keinen Brennstoff. Ein AKW ist nicht CO2-neutral und schon gar nicht erneuerbar. Die Geschäftspartner bei der Beschaftung der Primärenergieträger sind übrigens vertrauenserweckende Leute wie Putin. Das Potenzial für Windkraft ist gross auch in der Schweiz.
    • Rabbi Jussuf 20.05.2020 15:42
      Highlight Highlight troop
      Es bräuchte 2266 Calanda Windräder um Leibstadt zu ersetzen. Das übers Jahr gerechnet. Dabei werden die Flauten vergessen. In der Zeit müsste auch irgendwo Strom herkommen und der Spitzenstrom muss irgendwo verquantet werden. Dazu braucht es noch mehr Infrastruktur (Speicher und Leitungen) als nur die Windräder.
      350qm nur für das Fundament ergäbe bis zu 80ha zubetonierte Fläche.

      Ein KKW liefert regelmässig und ist wenigstens planbar. http://q
    • FrancoL 20.05.2020 16:47
      Highlight Highlight @Rabbi; es braucht schon eine eigene Sicht um beim KKW von planbar reden, wir werden es ja beim Rückbau 1 zu 1 miterleben WIE planbar ein KKW ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eraganos 20.05.2020 09:12
    Highlight Highlight Das Problem sind die Bünzli Schwizer die Ihre ach so perfekte Aussicht um kein Bisschen einbüssen wollen.
    Gutes Beispiel kürzlich bei Hämikon Berg. Die Anreiner wählen natürlich dagegen, da Sie Ihre perfekte Aussicht nicht kaputt machen wollen unter einer Natur Initiative.
    Die Initiative ist auch wichtig um die Natur zu erhalten, aber dann sollte man die Abstimmung der Windräder separat vornehmen und nicht in das Gesamtkonzept hineinverfrachten.

    Jeder möchte nachhaltig leben, aber keiner will Windräder sehen?
    dort oben hat es extrem wind. und paar räder machen die bergsicht nicht kaput...
    • Tischbein 20.05.2020 13:11
      Highlight Highlight Alle möchten nachhaltig leben, aber bitte mit gar keinen Einschränkungen....
    • Eraganos 20.05.2020 14:36
      Highlight Highlight ich denke wir haben genug freie fläche, um Windräder stratektisch klug zu positionieren. es bedarf einfach guter Planung auch unter Berücksichtigung der Lichtemmisionen.
    • troop5444 20.05.2020 19:29
      Highlight Highlight Eraganos
      Ja da hast du vielleicht recht.
      Du kannst aber auch vorher das strategisch platzierte Calanda Windrad als Vergleichswert nehmen und selber rechnen, wieviele davon es brächte, bis eine relevante Strommenge zusammenkommt. Die Zahlen sind online.

      Danach, definiere "genug".
  • Kaspar Floigen 20.05.2020 09:09
    Highlight Highlight Die Schweiz hat mit Kern- und Wasserkraft schon einen sehr tiefen CO2-Austoss aus der Elektrizität. Lieber investiert man in den Gebäude- (Wärmepumpen und Isolation) und Transportsektor, um den CO2-Austoss zu senken.
    Einfach nur die Gesamtproduktion von neuen Erneuerbaren als Kennzahl zu nehmen ist für eine effektive Klimawandelbekämpfung wenig dienlich.
  • Ganzheitlich Nachhaltig 20.05.2020 09:02
    Highlight Highlight Ich finde es unglaublich schade, dass die Windkraft in der Schweiz einen solch schweren Stand hat. Bei den Argumenten gegen Windkraft gibt es grundsätzlich zwei Linien:
    1. Natur- und Tierschutz (orientierungslose Fledermäuse oder gestörte Flugbahnen für Vögel)
    2. Subjektive Wahrnehmung der Anwohner*innen (zu laut, optische Verschandelung)
    Punkt 1 muss bei einer Standortuntersuchung intensiv bedacht werden.
    Punkt 2 bedarf eine frühe Einbeziehung aller Anwohner*innen und eine umfangreiche Aufklärung, dass bspw. der Lärmpegel, den eines Bächleins kaum übersteigt und die Pros überwiegen.
  • Posersalami 20.05.2020 08:26
    Highlight Highlight Es ist völlig unverständlich und nur durch lobbying zu erklären, wieso wir nicht schon längst massiv mehr PV zubauen.

    Wir könnten den Strombedarf unseres Landes decken, wenn wir NUR die gut geeigneten Dächer und Fassaden nützen würden! Dafür muss kein m2 Boden versiegelt, kein Berg verschandelt, kein Bisschen Natur zerstört werden.

    https://www.swissolar.ch/services/medien/news/detail/n-n/bfe-studie-schweizer-solarpotenzial-groesser-als-benoetigt/

    Wir müssen einfach nur damit anfangen.
    • Do not lie to mE 20.05.2020 09:21
      Highlight Highlight "Wir könnten den Strombedarf unseres Landes decken, wenn wir NUR die" Kalte Dunkelflaute nicht hätten. Also kalte, mehrtägige Perioden im Winter mit Hochnebel und Windstille. Die Grüne Energie hat massives Problem, wie die Doku von Michael Moore gezeigt hat. Selbst Deutschland scheind zu wackeln da in den nächsten 2 Jahren fast 200 WR zurückgebaut werden und letztes Jahr lediglich 80 Aufgestellt. DE Energie Konzerne wollen nun aber auch bei privaten PV Anlagen durch Umlagen mitverdienen. Da gefällt mir Bill Gates TerraPower Lösung (für Entwicklungsländer) besser.
    • Eraganos 20.05.2020 09:24
      Highlight Highlight Guter Artikel, danke!
    • Oigen 20.05.2020 10:10
      Highlight Highlight Ja aber öl bringt mehr geld.

      die gleiche krux mit Röschti. Als (ehem.) SVP präsi sollte er für eine freie, unhabängige schweiz einstehen.
      Macht uns aber lieber von arabischem öl abhängig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wandervogel 20.05.2020 08:11
    Highlight Highlight Wenn bei jeder Dachrenovation oder bei jedem Neubau eine Photovoltaikanlage verbaut wird und man die Autos/Heizung/Warmwasser direkt über die Anlage mit Strom verspeisen kann, können wir bereits sehr viel an anderweitigen Emmissionen einsparen. Es gäbe viel weniger Abgase auf dem Land und v.a. in der Stadt und wüste Windparks bräuchte es nicht oder weniger. Es gibt mittlerweile sehr schöne Lösungen für Indachsysteme, die sogar mit den beliebten Ziegeldächern einhergehen. Das sollte man mehr fördern, Stichwort Einmalvergütung.
    • Froggr 20.05.2020 19:59
      Highlight Highlight Hab aber ein V8 in der Garage, kann ich den auch über die PV laden?
  • wasps 20.05.2020 08:08
    Highlight Highlight Die Umwandlung von erneuerbarem flüssig Gas wieder in Strom ist teuer und energieintensiv! Das kann heute kein Mensch bezahlen.
    • Ganzheitlich Nachhaltig 20.05.2020 09:04
      Highlight Highlight Da stimme ich dir zu, jedoch wird sehr viel in diesem Bereich entwickelt und die Kosten sollten in naher Zukunft ziemlich fallen.
  • Ich mein ja nur 20.05.2020 07:55
    Highlight Highlight Das ist politisch so gewollt. Qui bono? Einmal mehr sicher nicht die Bevölkerung.
  • Ironiker 20.05.2020 07:48
    Highlight Highlight Klar, pack nochmals irgendwelche Zuschläge obendrauf. Ich im 2019:

    Strombezug: 526
    Netznutzung: 240
    Gesetzliche Abgaben: 168
    Abgabe Gemeinde: 133

    Total Strombezug: 526, Abgaben 541

    Ich bin ganz klar dafür, dass man erneuerbare Energie subventioniert und fördert. Aber gleichzeitig sollte man die ganzen Abgaben und Gebühren prüfen und anpassen, resp. von dort etwas umverteilen.
    • sheimers 20.05.2020 10:12
      Highlight Highlight Man muss aber ehrlicherweise sagen, dass die meisten Abgaben Netzentgelte sind, und nicht die Umlage für die Erneuerbaren. Die Stromkonzerne machen mit den Kraftwerken nicht mehr viel Gewinn, die Marktpreise für Strom sind tief. Nun haben sie mit den Netzentgelten eine neue Methode gefunden die Konsumenten auszunehmen.
    • stef1885 20.05.2020 10:17
      Highlight Highlight Unter Strombezug ist die reine Energie gemeint.

      Die Netznutzung ist das Entgelt für den Transport der genutzten Energie. Der Transport der Energie erfolgt über das Übertragungs- und Verteilnetz. Dies zu Bauen und zu Betreiben erfordert hohe Investitionen, welche verursachergerecht über die Netznutzungsgebühr dem Konsumenten verrechnet wird. Diesen als "irgendwelchen Zuschlag" oder als "Abgabe" zu bezeichnen ist falsch.
      Korrekterweise fällt somit das Verhältnis "Strombezug" und "Abgaben" anders aus.
    • kobL 20.05.2020 10:38
      Highlight Highlight Dann melde dich bei deinem Stromanbieter oder Stadtwerke. Der erklärt dir sicher gerne, für was du alles bezahlst. Die Abgabe für die KEV macht 2.3 Rappen pro kWh aus. Bei 4000 kWh sind das 92.- / Jahr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • PrivatePyle 20.05.2020 07:43
    Highlight Highlight Windenergie kannst du in der CH, wo jeder Pfadfinderverein Beschwerde einreichen kann, gleich vergessen.
    Solarenergie ist in seiner gesamten Ökobilanz nur mässig sinnvoll, benötigt seltene Erden (Abhängigkeit) und verschachtelt das Landschaftsbild.

    Die Schweiz muss auf Wasserkraft, Geothermie und Biomasse (Holz, Abfälle, Gülle) setzen! Das sind die wirklich grünen Technologien. Zur Not schaden auch 1, 2 AKWs der neuen Generation nicht und wir haben eine CO-2 neutrale, unabhängige und ökologische Stromproduktion.

    Aber mit solch Pragmatik können Ideologie und Lobbyisten leider nichts anfangen.
    • Ganzheitlich Nachhaltig 20.05.2020 09:07
      Highlight Highlight Zu Windenergie muss ich dir zustimmen. Bezüglich Solarenergie nur teilweise, da es viel Engagement im Bereich Recycling von PV-Anlagen die das Ende ihrer Laufzeit erreicht haben gibt.
      Grundsätzlich kann die Schweiz die Energiewende nur mit einem gesunden Mix erreichen. Eine einfachere/pragmatischere Lösung wäre sehr wünschenswert, gibt es in diesem komplexen Bereich aber wohl leider nicht.
    • Mutzli 20.05.2020 09:08
      Highlight Highlight @PrivatePyle

      Das kapier ich nicht ganz: Bei Solarenergie sollen seltene Erden ein Problem und Abhängigkeit darstellen, aber bei Kernkraftwerken kommt das Uran von...wo?
      Wie ist das nicht das gleiche, wenn nicht sogar massivere Problem?
      Die Förderung, Aufbereitung und Transport von Uran, sowie der massive Betonverbrauch von KKWs ist auch alles andere als CO2-Neutral, aber das ist ein anderes Thema.

      Wasserkraft ist definitv ein Vorteil der Schweiz, aber wie sehr das noch gefördert werden kann ist die andere Frage, insb. wegen zunehmender Dürreepisoden
    • El Vals del Obrero 20.05.2020 09:14
      Highlight Highlight Dass in der Schweiz das Uran nicht auf Bäumen wächst lässt und man bei dieser Energieerzeugung dadurch 100 % vom Ausland abhängig ist, lässt sich auch mit noch so viel Pragmatismus oder Einsatz von AKW-Lobbyisten nicht ändern ...

      Solarzellen kann man ja auf schon existierenden Dächern aufbringen, da muss nichts verschandelt werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • yey 20.05.2020 07:31
    Highlight Highlight Der wichtigste Grund für die wenigen Windkraftanlagen fehlt: Viele Einsprachen und Misserfolg von Projekten an der Urne.

    Umgekehrt ist das wohl auch dee Grund wieso der Bund wieder verstärkt auf Photovoltaik setzen will.
    • Rabbi Jussuf 20.05.2020 09:36
      Highlight Highlight Der wichtigste Grund ist eher, dass die Schweiz wohl eher kein Windland ist wie etwa Dänemark.

      Und nein Danke, dass auf jedem Hügelchen eine Mühle rattert.
    • Yakari9 20.05.2020 10:27
      Highlight Highlight @yey: Das Problem sind gar nicht die Einsprachen, sondern die lange Verfahrensdauer. Über Einsprachen wird entschieden und demnächst wird es auch einige Leitentscheide vom Bundesgericht dazu geben. Wenn dann aber jedes Projekt mit allen Genehmigungen (Richtplan, Nutzungsplan, Baugesuch, ev. Baugesuchänderung) immer alle Stufen (Gemeinde, Kanton, Bund) abklappern muss mit den entsprechenden Fristen, dauert die Projektierung 10 Jahre (Status Quo).
    • RicoH 20.05.2020 10:27
      Highlight Highlight Genau mein Humor, Rabbi.
      Unbegründet gegen Windenergie wettern. Hast du dich jemals mit Windenergie und deren Standorte befasst? Ich denke nicht, dass auf dem Hügelchen deiner Nachbarschaft ein Windkraftwerk steht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • murrayB 20.05.2020 07:24
    Highlight Highlight Die 4 schweizer Atomkraftwerke haben zusammen 40% der Atomproduktion in der Schweiz ausgemacht.

    Nun geht der Trend hin zu viel mehr Elektroautos - wo soll all dieser zusätzlich benötigte Strom herkommen?

    Ich bin dafür, dass 3 der 4 Atomkraftwerke durch neue, notabene co2-neutrale Atomkraftwerke ersetzt werden. Wir werden schon mühe haben 1 Atomkraftwerk durch Solar- und Wind zu ersetzen.
    • bruuslii 20.05.2020 09:05
      Highlight Highlight murrayb: 80% des stromes für elektroautos kommen von den stromeinspatungen, die man durch die strointensive raffinerie und logistik für fossile brennstoffe einspart.

      quellen:

      https://edison.media/e-hub/so-viel-strom-brauchen-autos-mit-verbrennungsmotor/20826274.html

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Well-to-Tank

      Play Icon

      (stromverbrauch für dieselherstellung ab ca. 9:30)
    • Ganzheitlich Nachhaltig 20.05.2020 09:10
      Highlight Highlight Mich verwirrt dein Kommentar ein bisschen. Atomkraftwerke sind bereits jetzt (mehr oder weniger) CO2-neutral.
      Die Schwierigkeit, den Ausfall durch deren Abschaltung zu kompensieren und eine gleichzeitig steigende Nachfrage für Strom zu decken, sehe ich auch. Jedoch müsste das mit den richtigen Fördermitteln von Erneuerbaren und Massnahmen zur Energieeffizienz auf jeden Fall machbar sein.
    • Mutzli 20.05.2020 09:12
      Highlight Highlight @murrayB

      Wird ja explizit im Artikel angesprochen:"Darin berücksichtigt ist der zusätzliche Stromverbrauch durch die «Dekarbonisierung», also den Ersatz von Benzin- durch Elektroautos oder von Ölheizungen durch Wärmepumpen. Mit verbesserter Effizienz könnte der Bedarf auf 70 TWh reduziert werden."

      ->Die vorgeschlagene Lösung: Energiepotential Photovoltaik auf Dächern und Fassaden nach Bundesamt für Energie ist bereits 67 TWh, plus zusätzlicher Ausbau Wasserenergie. Ist ja einberechnet.

      Bau neuer KKWs hingegen dauert schlicht zu lange, wenn man die durchschnittliche Baudauer betrachtet
    Weitere Antworten anzeigen
  • Auric 20.05.2020 07:14
    Highlight Highlight Bei den Strompreisen ist die Schweiz auch ein entwicklungsfähiges Land

    Die Klimaschützer werden den schon noch verdoppeln, oder besser weil wir ja die Schweiz sind, vervierfachen!
    • Ganzheitlich Nachhaltig 20.05.2020 09:13
      Highlight Highlight Da muss ich dir widersprechen. Die "Klimaschützer" haben keinen grossen Einfluss auf den Strompreis. Was wahrscheinlich den grössten Einfluss auf den Strompreis haben wird, ist die Liberalisierung des Strommarktes (sofern diese dann auch endlich umgesetzt werden kann). Dann wäre eher von einem sinkenden Strompreis auszugehen.
    • RicoH 20.05.2020 10:01
      Highlight Highlight Der Schweizerische Strompreis ist im Vergleich zum Ausland immer noch günstig.
    • Yakari9 20.05.2020 10:29
      Highlight Highlight Einfluss auf den Strompreis hätte vor allem der Bau einer neuen AKWs. Dieser würde den Strom massiv verteuern! Erneuerbare Energien lassen sich bereits jetzt einiges günstiger produzieren.
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