Die Schweiz braucht ein Wiener Wunder – das sind die aktuellen ESC-Gewinnchancen
Wenige Wochen vor dem 70. Eurovision Song Contest in Wien stehen die Chancen auf den vierten Schweizer Sieg nach Lys Assia (1956), Céline Dion (1988) und Nemo (2024) nicht sehr gut. Darauf deuten zumindest die internationalen Wettquoten hin, welche eurovisionworld.com analysiert hat.
Geht es nach den Einschätzungen der insgesamt 15 Wettbüros, hat Veronica Fusaro mit ihrem Song «Alice» keine Chance auf den Siegerpokal. Lediglich 0,3 Prozent beträgt demnach ihre Gewinnchance, womit sie derzeit auf Rang 26 von 35 Teilnehmerländern liegt.
Haushoher Favorit ist aktuell Finnland mit einer Gewinnchance von über 30 Prozent. Mit ihrem Song «Liekinheitin», was so viel wie «Flammenwerfer» heisst, liegt das Duo Linda Lampenius und Pete Parkkonen deutlich vor Frankreich, Dänemark und Australien.
Titelverteidiger und Gastgeber Österreich, der mit dem Song «Tanzschein» von Cosmo an den Start geht, scheint ebenso chancenlos zu sein wie die Schweiz. Düster sieht es auch für Deutschland aus: Zwar sind die Siegchancen von Sarah Engels mit ihrem Song «Fire» etwas höher als diejenigen von Fusaro und Cosmo, mit 0,5 Prozent sind sie derzeit aber ebenfalls sehr bescheiden.
In den letzten Wochen hat sich bei der Entwicklung der Gewinnchancen wenig getan. Schon Anfang März stürzte Griechenland, das zunächst fast gleichauf mit Finnland lag, ziemlich ab. Aktuell liegt Akylas mit seinem Lied «Ferto» bei einer Gewinnwahrscheinlichkeit von rund 7 Prozent auf Rang 5. Im Aufwind befand sich zuletzt Israel mit «Michelle» von Noam Bettan.
Die Wettquoten der Buchmacher entscheiden zwar nicht den Wettbewerb, doch sie gelten als aussagekräftiges Stimmungsbarometer: Sie spiegeln wider, welche Länder als aussichtsreich und welche Länder als Aussenseiter gehandelt werden – und gelten als Anzeichen für das internationale Vertrauen in den jeweiligen Beitrag. (pre/jes)
