Schweiz
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In die Ehe gezwungen – immer mehr Minderjährige betroffen

Bei der Fachstelle Zwangsheirat melden sich mehr minderjährige Opfer – obwohl das Gesetz verschärft wurde.

Maja Briner / Aargauer Zeitung



Sie werden gezwungen, jemanden zu heiraten, den sie nicht wollen. Das geschieht auch in der Schweiz – und zwar hundertfach. Die Fachstelle Zwangsheirat, Kompetenzzentrum des Bundes in dieser Frage, hat im vergangenen Jahr in 347 Fällen Betroffene beraten und begleitet. Die Zahlen seien damit auf ähnlich hohem Niveau wie im Vorjahr, sagt die Präsidentin der Fachstelle, Anu Sivaganesan. Vor einigen Jahren war die Anzahl noch deutlich tiefer: 2015 etwa waren es rund 100 Fälle weniger. Der Anstieg habe zwei Gründe, heisst es bei der Fachstelle. «Viele Betroffene getrauen sich inzwischen, externe Hilfe zu suchen, nachdem sie von Vertrauenspersonen ermutigt worden sind», sagt Sivaganesan. Sie geht aber auch davon aus, dass tatsächlich mehr Frauen und Männer zur Ehe gezwungen werden.

After their church wedding, Urs and Viviane I. share a dance at restaurant

Es sollte der schönste Tag im Leben sein – doch für manche ist es der schlimmste. (Symbolbild) Bild: KEYSTONE

Vermehrt hat es die Fachstelle auch mit Kindern zu tun. «Seit 2016 haben wir viel mehr Fälle von Minderjährigen- Ehen», sagt Sivaganesan. Allein vergangenes Jahr hat die Fachstelle 123 Minderjährige beraten. Die Politik hat das Problem schon länger auf dem Radar – und das Gesetz verschärft: Früher durften Ausländer in der Schweiz bereits ab 16 Jahren heiraten, wenn ihr Heimatland dies erlaubte. Heute ist das verboten; das Problem jedoch nicht gelöst. Sivaganesan sagt: «In der Praxis sehen wir Ausweichmanöver, wie häufig bei Gesetzesrevisionen. Die Betroffenen werden nun im Ausland verheiratet – und die Schweiz anerkennt die Ehe danach meist an.»

Gesamtschweizerische Zahlen gibt es dazu nicht. Bekannt ist, dass im Kanton Zürich von 2015 bis 2017 281 Minderjährigen-Ehen offiziell anerkannt wurden. Ein Teil betrifft ältere Personen: etwa eine Portugiesin, die mit 16 Jahren heiratete – und sich mit 42 die Ehe anerkennen liess. Es gibt aber auch Fälle wie jenen einer Syrerin, die erst 17 war, als ihre Ehe in der Schweiz anerkannt wurde. Wie häufig Zwang im Spiel war, ist offen.

«Das ist ein Papiertiger»

Für die Behörden sei es generell schwierig, im Ausland geschlossene Zwangsehen aufzudecken, sagt Arnold Messerli. Er ist Jurist bei der Berner Aufsichtsbehörde. Das Anerkennungsverfahren laufe normalerweise schriftlich ab, erklärt er. Handeln könne die Behörde nur, wenn sich einer der Ehegatten oder beide der Eintragung widersetzen. «Dies ist nach unseren Erfahrungen nur sehr selten der Fall», sagt Messerli.

Nicht alle Minderjährigenehen geschehen aus Zwang, die Gefahr ist bei dieser Altersgruppe aber besonders hoch. Der Bund hat daher versucht, sie speziell zu schützen: Laut Gesetz ist die Ehe nur dann gültig, wenn sie «den überwiegenden Interessen» des minderjährigen Ehegatten entspricht.

Nur: Laut Anu Sivaganesan findet diese Interessensabwägung nicht statt. «Das ist ein Papiertiger», sagt die Präsidentin der Fachstelle.

Das Problem liege im Verfahren – und hier wird es kompliziert: Nur ein Gericht kann die Ehe für ungültig erklären. Sind beide Eheleute mindestens 16-jährig, anerkennen die Zivilstandsbehörden ausländische Ehen in der Regel an. Erst anschliessend kann ein Gericht entscheiden, ob dies im Interesse der Minderjährigen ist. Bis das geschieht, sind die Betroffenen laut Sivaganesan aber meist volljährig – und die Ehe kann nicht mehr wegen Minderjährigkeit annulliert werden.

Das bestätigt Arnold Messerli. Er sagt, seine Behörde habe «zahlreiche Strafanzeigen und Anträge auf Ungültigerklärung der Minderjährigenehe» an die Staatsanwaltschaften und die zuständigen Behörden eingereicht. «Diese traten jedoch in keinem einzigen Fall auf unsere Anzeigen ein.» Vielfach sei als Grund die bevorstehende Volljährigkeit geltend gemacht worden.

Bundesrat untersucht Bilanz

Die Fachstelle Zwangsheirat fordert deshalb, dass Minderjährigenheiraten ab 18 Jahren nicht automatisch in der Schweiz als «geheilt» gelten. Auch Volljährige sollen also ihre Ehe annullieren können, wenn sie einst minderjährig geheiratet haben. Die Fachstelle will zudem, dass Minderjährigen-Ehen generell nicht anerkannt werden. Diese Forderung hat auch die Politik aufgenommen – im Nationalrat ist ein Vorstoss hängig. Der Bundesrat stellte sich bisher dagegen. Er muss sich demnächst wieder mit dem Thema befassen: In einem Bericht muss er Bilanz ziehen über die Gesetzesverschärfungen von 2013. Der Bericht soll in den nächsten Wochen verabschiedet werden, wie es beim Bundesamt für Justiz heisst.

Eine Bilanz sieht düster aus: Seit 2013 gab es in der Schweiz laut Bundesamt für Statistik nur vier Verurteilungen wegen Zwangsheirat; gut zwei Dutzend Straftaten wurden angezeigt. Die meisten Täter kommen also straffrei davon. «Es braucht Zeit, bis das Gesetz greift», sagt Sivaganesan. Betroffene wollten oft nicht aussagen, weil sie etwa befürchten, dann die ganze Verwandtschaft gegen sich zu haben. «Und schliesslich gibt es auch keine Sicherheit, dass sie einen Gerichtsfall gewinnen werden», sagt sie. Denn die Beweislage sei schwierig.

Immerhin: Die Betroffenen erhalten eher Hilfe als früher. «In vielen Situationen können wir zusammen mit den Behörden eine Lösung finden», sagt Sivaganesan. 2018 seien bei der Fachstelle 88 Prozent der Beratungen erfolgreich gewesen. (aargauerzeitung.ch)

Bis zu 340 Fälle pro Jahr: Zwangsheirat in den Sommerferien

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71Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Satan Claws 27.01.2020 20:51
    Highlight Highlight Verbote sind gut, damit alle mit den selben Ellen messen, nur bringt es nichts wenn man das Mass nicht kennt. Aufklärung ist der Schlüssel um Gesetze ohne Strafen durchzusetzen.
  • WID 27.01.2020 13:25
    Highlight Highlight Solange Menschen aus Kulturen mit verbreiteter Zwangsheirat in dei Schweiz immigrieren wird das Problem weiter zunehmen. Da nützt es nicht viel, das Gesetz zu verschärfen (ist aber dennoch gut).
    • 044 508 39 39 het sie gseit 27.01.2020 16:10
      Highlight Highlight Einfach einen Vertrag bei der Einreise unterschreiben lassen, dass sie so etwas nicht machen und unsere Kultur respektieren.

      Bei Nichtbeachtung:

      RAUS !
    • Satan Claws 27.01.2020 20:27
      Highlight Highlight @anm. der Redaktion

      So einen Vertrag sollten auch Schweizer unterschreiben und wer sich nicht an unsere Gesetze hält ab aufs Rütli an den Pranger.
  • 044 508 39 39 het sie gseit 27.01.2020 12:11
    Highlight Highlight Hab ich,s überlesen oder steht es nicht geschrieben? Nämlich welche Ethnien dies am häufigsten praktizieren.
    Nach meiner Vermutung/Erfahrung sind es Kosovaren und Thamilen.
    • Roland Bach 28.01.2020 22:45
      Highlight Highlight Das verlinkte Video gibt die Türkei, Sri Lanka und den Balkan an. Wobei "Balkan" etwas zu weit gegriffen ist. Mehrheitlich werden Zwangsehen von Albanern durchgeführt. Von Serben, Kroaten und Bosner/Bosniaken weiss ich nichts.
  • Glenn Quagmire 27.01.2020 12:08
    Highlight Highlight Wie sind die Zahlen pro Land? Es wird ja wohl weniger Deutsche, Östreicherinnen oder Schwedinnen betreffen.
  • Ryan Bianchi 27.01.2020 11:17
    Highlight Highlight Deswegen liebe Sozialisten:

    Ich glaube wirklich von ganzem Herzen dass ihr die edelsten Absichten habt.

    ABER

    Unsere Gesellschaft wird nicht toleranter wenn wir daran festhalten 10-tausende untolerante Leute immigrieren zu lassen.
    • Radesch 27.01.2020 14:50
      Highlight Highlight @Philip Reber
      Migration findet imfall niemand so toll, wie du das hier darstellst. Mir wäre es auch lieber, dass jedes Land so gut funktionieren würde wie die Schweiz und niemand mehr kommen müsste.
      Da die Realität eine andere ist (Kriege, Dürren, Armut) müssen wir halt schauen, dass wir einen Mittelweg für unsere Welt finden. Man muss nicht der ganzen Menschheit helfen, aber nichts zu tun ist auch feige, denn dann macht man sich mitschuldig am Leid dieser Welt.
      Dass Zwangsehen gar nicht gehen und niemand das auch nur im Ansatz will (ausser rückständige Leute) dürfte selbstverständlich sein.
    • Satan Claws 27.01.2020 20:33
      Highlight Highlight Wie Tolersnt ist eine Gesellschaft die bei jeder Möglichkeit sagt, dass alle die kommen nicht tolerant sind und etwas gegen die Schweiz haben?

      Ich bin Schweizer seit meiner Geburt und irgendwie konnte ich mich dennoch nie wirklich integrieren. Was ist mit allen die Ihr aus der Gesellschaft ausstosst weil sie anders sind? Wie soll man sich integrieren wenn es uns selbst schon schwer fällt? Schauen Sie wie voll unsere Psychiatrien sind. Da sind nicht Aussländer schuld sondern wir. Ausländern fällt es bestimmt nicht leichter. Nicht sie sind das Problem, sondern wir und unsere überlegene Kultur.
  • Mügäli 27.01.2020 10:04
    Highlight Highlight Man fragt sich schon, weshalb diese ‚Ehen‘ in der Schweiz anerkannt werden. Unsere Gesetze verbieten das und wer in der Schweiz leben will muss diese respektieren, Punkt!

    Wir müssen aufhören damit alles zu tolerieren sondern wieder vermehrt unsere Werte/Gesetze durchzusetzen. Ich habe viele ausländische Freunde, welche dankbar sind hier ein neues Lebe führen zu dürfen. Sie erkennen unsere Werte an, passen sich an und teilweise ‚sind sie schweizerischer‘ als ich.

    Ich verstehe, dass Menschen geprägt sind durch ihre Erziehung aber das gibt ihnen nicht das Recht unsere Werte zu ignorieren ..
    • Frausowieso 27.01.2020 11:53
      Highlight Highlight Das ist nicht so einfach. Wenn ein minderjähriges Ehepaar hier einreist, kann man ihnen nicht einfach den Zivilstand aberkennen. Dies könnte auch massive negative Folgen für die Frau und Kinder haben. Würde die Ehe nicht mehr gelten, würden sie uU den Schutz der Familie verlieren und in Asylheimen als Freiwild gelten.
    • Mügäli 27.01.2020 12:01
      Highlight Highlight @Frausowieso - 😳 Freiwild aber hallo wo sind wir den? Genau solche ‚Argumente‘ zeigen mir wie nötig das es ist hier sofort aktiver zu werden. Indem man sowas akzeptiert werden einfach falsche Signale ausgesendet, da muss es andere Lösung geben. Und noch was, solche Asylsuchende/Schutzsuchende sollten sofort ausgewiesen werden, den solche Menschen will ich nicht in der Schweiz!
    • eldorak 27.01.2020 12:34
      Highlight Highlight @Frausowieso: Wem die Regeln und Gesetze hier nicht passen muss nicht hier her ziehen.
      Resp. warum das Land verlassen, wenn man gemäss den Gesetzen dort leben will
    Weitere Antworten anzeigen
  • AfterEightUmViertelVorAchtEsser_________________ 27.01.2020 09:26
    Highlight Highlight Sorry geht gar nicht. Nicht nur sollten die Ehen annuliert werden, sondern auch die Täter wegen Pedophilie für lange Zeit eingebuchtet werden.
    • Rabbi Jussuf 27.01.2020 10:20
      Highlight Highlight Was heisst hier Täter? Das meist genauso Opfer.

      Die Täter sind die Eltern und ev. auch die weitere Verwandschaft.
    • AfterEightUmViertelVorAchtEsser_________________ 27.01.2020 10:23
      Highlight Highlight Anhand der Blitze sieht man wieviele Pädophile oder zumindest Pädophilenfreunde in der Schweiz leben. Das stimmt mich echt traurig.
    • SwissWitchBitch 27.01.2020 10:46
      Highlight Highlight Und wer ist dann der Täter? Der ebenfalls minderjährige, ebenfalls zwangsverheiratete Ehemann? Die Brauteltern? Alle beteiligten Eltern? Der Pfarrer? Der Beamte der die Heirat formell vornahm?
    Weitere Antworten anzeigen
  • _kokolorix 27.01.2020 08:35
    Highlight Highlight Juristen sind schon unverständlich kompliziert. Wie kann es sein, dass ein derart abstruses Konstrukt wie die automatische 'Heilung' einer erzwungenen Ehe mit der Volljährigkeit des Opfers es bis ins Gesetz schaft ohne das jemandem die unglaubliche Dummheit dieser Definition auffällt?
    Wie im ähnlich gelagerten Fall, der Zwangsprostitution weigern sich Politik und Justiz beharrlich den Grund der erbärmlichen Wirksamkeit dieser Gesetze aus der Welt zu schaffen: Der absoluten wirtschaftlichen Abhängikeit der Opfer von den Tätern.
  • troop5444 27.01.2020 08:04
    Highlight Highlight Das anordnen von Zwangsehen ist ein Männerproblem und hat nichts mit der Herkunft zu tun.

    Männer, es wird Zeit, über eure Vorstellungen von der "Frau als Besitz" zu reden. 🤔😉
    • maylander 27.01.2020 08:59
      Highlight Highlight Klar hat es mit der Herkunft zu tun. Respektive ist in einigen Kulturen weit verbreitet oder sogar die Norm.

      Auch haben auch die jungen Männer meist wenig Mitspracherecht und nicht jeder ist glücklich, dass ihm eine Ehefrau zugewiesen wird.
    • NathanBiel 27.01.2020 09:12
      Highlight Highlight Das ist kein ausschliessliches Männerproblem. Die Mütter machen da auch mit. Kenne sogar ein Fall bei dem war die Mutter die treibende Kraft.
    • kliby 27.01.2020 10:13
      Highlight Highlight @troop, für euch feministinnen sind männer die ursache für alles auf der welt. simples weltbild halt.

      als mann, der diese feministische hetze satt hat, sage ich: nicht mein problem. löst ihr es selbst. ohne mich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Monika Schenk 27.01.2020 08:00
    Highlight Highlight Schwule dürfen nicht heiraten aber Zwangsehe erklärt man als gültig... unglaublich und wir sagen wir leben nicht im Mittelalter! stimmt wir leben in der Steinzeit..
  • solum 27.01.2020 07:32
    Highlight Highlight Ist definitiv ein Punkt, in welchem die Schweiz zu larsch ist und zum Nachteil der Betroffenen. Multikulti ist ok aber nur solange die Rechte und Werte der Schweiz und der darin lebenden Menschen respektiert werden.
    • Satan Claws 27.01.2020 20:36
      Highlight Highlight Als ob alle Schweizer dies tun würden oder respektieren Mobber etwa die anderen Menschen. Woher stammt eigentlich der Glaube, dass ubsere Gesellschaft derart viel besser sei als andere?
  • K1aerer 27.01.2020 06:33
    Highlight Highlight Die Eltern einfach sehr lange einbuchten und das ganze hört dann sehr schnell auf.
    • Aerohead 27.01.2020 08:19
      Highlight Highlight @K1aerer: Dafür, dass sie ihre Kultur ausleben? Ich finds auch daneben, aber dieser Lösungsvorschlag ist ziemlich kurzssichtig.
    • Hier Name einfügen 27.01.2020 08:52
      Highlight Highlight @Aerohead
      Ihre Kultur dürfen sie gerne Zuhause ausleben. Wenn sie hier leben wollen, haben sie sich unserer Kultur anzupassen.

    • maylander 27.01.2020 08:56
      Highlight Highlight @Aerohead

      Menschenrechte kommen ganz klar vor Kultur und Tradition.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Name_nicht_relevant 27.01.2020 06:22
    Highlight Highlight Ich habe schon mehrere Bücher über Lebensgeschichten gelesen wo Frauen im Aulsand verheiratet wurden und nicht mehr dort weg konnten, viele werden Schwanger und sind ab dann Gefangen in dieser Ehe der Kinder wegen. Wiederum kenne ich alte Geschichten aus dem Kosovo, wo viele Frauen Freiwillig zu Jung hairateten und der Kinder wegen sich nicht mehr trennten, da die Kinder nach der Scheidung beim Vater bleiben. In vielen Ländern ist die so, hier umgekehrt. Meine Mutter erklährte mir das es vorallem um das Geld gienge und die neuen Männer Kinder aus 1. Ehe nicht annehmen. Heute ist es anders dort
    • IZO 27.01.2020 13:33
      Highlight Highlight Tja weiss ja nicht woher du deine Infos hast, aber Zwangsehe und freiwilligeit sind nicht zu vereinen(darum das Teilwort 'zwang'). Und nur in muslimischen Ländern oder solche die sich zum machismo bekennen(zb. Mexiko) ist Kind beim Vater(gegen die Natur!)gang und gäbe. Und ja die meisten Kosovaren sind im 20 Jahrhundert angekommen, kenne leider aber auch die Ausnahmen. Und da muss ich dir leider Erzählen das es zu massiven Gewaltandrohungen kommt. Habe mehrfach( nicht nur moslems, auch tamilische) Mädchen mit Hilfe meiner Eltern 😚 und der Polizei 💪einem Mädchenhaus übergeben müssen.
    • IZO 27.01.2020 13:43
      Highlight Highlight Zwei dieser mittlerweilen erwachsenen Frauen mussten eine neue Identität verschaft werden. Ein Mädchen haben wir nach der "Versöhnung" mit der Familie nie wieder gesehen und von einem Mädchen ist die Familie zürück ins Heimatland gezogen. Meine Familie wurde von den Angehörigen dieser Mädchen überwacht und bedroht zum guten Glück haben wir einen Rechtstaat der das schnell Unterbunden hatt. Zur Info; es war im Bezirk Horgen um das Jahr 2000.
    • Bündn0r 27.01.2020 14:32
      Highlight Highlight "Die meisten Kosovaren sind im 20. Jahrhundert angekommen."

      Freudscher Versprecher?😉
  • Toerpe Zwerg 27.01.2020 06:18
    Highlight Highlight Wieso werden ausländische Minderjährigenehen überhaupt anerkannt?

    Btw. Das "Symbolbild" ist nichtssagend gewählt. Dann lieber kein Bild.
    • redeye70 27.01.2020 08:27
      Highlight Highlight Verstehe ich auch nicht. Ist schon seit Jahren ein Thema. Was eiern die eigentlich noch rum in Bundesparlament? Braucht es mal wieder eine Volksinitiative um der Politik Beine zu machen?
  • Schneider Alex 27.01.2020 05:27
    Highlight Highlight Wen wundert das bei der herrschenden Zuwanderung einer archaisch erzogenen Bevölkerung?
    • Grohenloh 27.01.2020 08:02
      Highlight Highlight Zauggovia:
      Das sind keine Gebräuche, das ist Missbrauch. Unakzeptabel.
    • Muellerpe 27.01.2020 08:11
      Highlight Highlight Auf diese Art von "Diversität" können wir aber verzichten.
    • redeye70 27.01.2020 08:30
      Highlight Highlight @Zauggovia
      Und? Findest du diese „Diversität“ etwa gut oder sollten nicht unsere Werte massgebend sein?
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