Schweiz
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Die Kandidaten fuer den Regierungsrat Laura Bucher (SP), Rahel Wuermli (Gruene), Michael Goette (SVP), und Beat Tinner (FDP), von links, muessen in den zweiten Wahlgang, bei den Wahlen im Kanton St. Gallen, am Sonntag, 8. Maerz 2020, in St. Gallen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Drei Kandidierende für zwei Sitze: Laura Bucher (links), Michael Götte (2. v. r.) und Beat Tinner (rechts). Bild: KEYSTONE

FDP-Regierungskandidat gibt Ausbildung an, die er nicht abgeschlossen hat

Der St.Galler Regierungsratskandidat Beat Tinner (FDP) hat einen Tolggen im Lebenslauf: Seine Ausbildung zum Betriebsökonom hat er nie abgeschlossen. Nun wird Kritik laut.



Am 19. April 2020 kommt es im Kanton St.Gallen zum Dreikampf der Parteien. An jenem Sonntag werden die zwei noch verbleibenden Sitze für den Regierungsrat gewählt. Kandidierende sind Laura Bucher (SP), Michael Götte (SVP) und Beat Tinner (FDP).

Prognosen sind schwer, weil es bei den vergangenen Kantonsratswahlen grössere Verschiebungen gab. Ginge es nach dem politischen Ein-mal-Eins, so würden Beobachterinnen und Analysten einiges darauf setzen, dass es zum sogenannten «bürgerlichen Schulterschluss» kommt, um die linke Kandidatin zu verhindern, damit die FDP – rechnerisch betrachtet – mit zwei Sitzen besser vertreten ist. Dazu kommt es aber nicht. Jeder und jede kämpft für sich. Und gegen den Anderen.

Der «Andere» ist im diesen Fall der Freisinnige Kandidat Beat Tinner. Der heute 48-jährige Rheintaler Lokalpolitiker gilt in der Politszene als knallharter Stratege, Kritiker werfen ihm gar einen «autoritären Führungsstil» vor.

Politiker gibt Ausbildung an, die er nicht abgeschlossen hat

Regierungsrats-Kandidat Beat Tinner (FDP), dessen Frau Aouatef, und der zuruecktretende Regierungsrat Martin Kloeti (FDP), von links, bei den Wahlen im Kanton St. Gallen, am Sonntag, 8. Maerz 2020, in St. Gallen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Beat Tinner (links) will den Sitz des zurückgetretenen Martin Klöti (rechts) beerben. Bild: KEYSTONE

Tinner weiss, wie das politische Spiel geht, weil er seit 1997 an der Spitze der Exekutive in der rund 5000-Einwohner grossen Gemeinde Wartau sitzt. Die Wahl schaffte der damals 25-jährige Student ziemlich überraschend und landete gar auf der Seite 2 des «Blicks», der seinen Sieg mit «Studenten an die Macht!» titelte. Tinner studierte zum Zeitpunkt seiner Wahl an der Höheren Wirtschafts- und Verwaltungsschule (HWV) in St.Gallen, was er auch in seinem Lebenslauf angibt.

Beat Tinner HWV St. Gallen FDP Screenshot Lebenslauf

Im Lebenslauf gibt Tinner eine «Ausbildung» an der HWV in St.Gallen an. Bild: screenshot

Im aktuellen Wahlkampf kursiert aber das Gerücht, er habe damals die HWV-Ausbildung «gar nie erfolgreich» absolviert. Gestreut werden diese Behauptungen unter anderem in einem Brief, der in den letzten Tagen an die Parteisekretariate verschickt wurde, und watson vorliegt. Darin werden weitere rufschädigende Vorwürfe gegen Tinner gerichtet, unter anderem auch zur angeblichen Arbeitsmoral des Studenten Tinner in den 1990er-Jahren.

Ein Regierungsratskandidat, der bei seinem Lebenslauf nicht ganz die Wahrheit sagt, weil er verschweigt, dass er seine «Ausbildung» nicht abgeschlossen hat? watson wollte die anonym geäusserten Vorwürfe abklären. Eine Kaderperson der Fachhochschule St.Gallen, der heutigen Nachfolgeorganisation der HWV, lehnte eine Stellungnahme ab. Mehrere Personen im Umfeld von Tinner wiederholten lediglich die Behauptungen.

Tinner bestätigt fehlenden Abschluss

Die Gerüchteküche brodelte auch in den letzten Tagen weiter – obschon der FDP-Politiker selbst den fehlenden Ausbildungsabschluss bestätigt hatte.

«Ich habe die HWV von 1994 bis 1997 besucht, aber nicht abgeschlossen. Zum einen ist mir das Gemeindepräsidium dazwischengekommen und ausserdem hatte ich zu diesem Zeitpunkt ein Jahr wiederholt», sagte Tinner in einem wenig beachteten Kurzartikel des St.Galler Magazins «Saiten». Gegenüber watson bestätigt Tinner dies und präzisiert, dass es ein Studium der Betriebsökonomie war.

«Ich habe die HWV von 1994 bis 1997 besucht, aber nicht abgeschlossen.»

FDP-Politiker Beat Tinner

Ein Makel also im Lebenslauf eines gescheiterten Studenten, der sich aufs Amt konzentrierte statt auf die Ausbildung. Dass der Vollblut-Politiker dies trotzdem als «Ausbildung» in seinem Lebenslauf aufführt, ohne einen erfolgreichen Abschluss als Nachweis für die Ausbildung zu haben, sorgt nun für Kritik.

SVP und SP kritisieren Tinner

Walter Gartmann, neuer SVP-Präsident St.Gallen

Walter Gartmann (links) ist seit 2016 Parteichef der St.Galler SVP. Bild: St.Galler Tagblatt

Auf Anfrage sagt SVP-Kantonalchef Walter Gartmann, dass er es sogar gut finde, wenn kaufmännische Angestellte oder Handwerker es bis ins Regierungsamt schaffen. «Es ist aber peinlich, wenn ein Kandidat eine höhere Ausbildung einer Fachhochschule aufführt, ohne je abgeschlossen zu haben. Das ist für mich eine Täuschung des Wählers», so Gartmann weiter.

Kritik auch von der SP: Parteipräsident Max Lemmenmeier spricht von «Irreführung am Wähler»: «Er schmückt sich so mit fremden Federn. Wenn der Abschluss nie gemacht wurde, dann kann man auch nicht behaupten, eine Ausbildung gemacht zu haben.»

Tinner begründet gegenüber watson, wieso er trotzdem dies im Lebenslauf erwähnte: «Eine Lücke im Lebenslauf nach abgeschlossener kaufmännischer Ausbildung, Berufsausübung, Militärdienst und [einem] Fremdsprach-Aufenthalt (Stage) würde auch Fragen aufwerfen.» Im aktuellen Wahlflyer, der diese Woche in den Briefkästen lag, gab es diese «Lücke» jedoch trotzdem.

Bild

Tinners Wahlflyer von dieser Woche nannte die «Ausbildung» nicht mehr. Bild: zvg

Der FDP-Politiker führt in seinem Lebenslauf auf, dass er vor seiner HWV-Zeit eine kaufmännische Lehre bei einer Bank absolviert hat. Michael Götte, der Kandidat der SVP, gibt an, einen Executive Master of Business Administration zu besitzen. Die SP-Kandidatin Laura Bucher ist promovierte Juristin am Bundesverwaltungsgericht.

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57
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57Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • el fuego 10.04.2020 19:36
    Highlight Highlight Soll er schreiben was er will, für mich ist die FDP eh nicht wählbar! Den Rest erledigt das Karma.
  • pamayer 10.04.2020 19:15
    Highlight Highlight FDP schwenkt Richtung SVP.
  • Abraham Colombo 10.04.2020 18:11
    Highlight Highlight Mich besorgt eher das er seit 1997 Gemeindepräsident ist. Keine Konkurrenz oder zu viel Einfluss?
  • rönsger 10.04.2020 10:32
    Highlight Highlight Ich staune ja schon, wie tolerant und nachsichtig sich all die Kommentare hier geben; aber Fakt bleibt doch, Tinner wollte uns etwas unterjubeln, so wie das gewisse Leute beim Selfscannig machen: Ich lasse das Scannen für die tolle Flasche Wein mal sein, wenn's niemand merkt, hatte ich Glück, und sonst halt Pech. Ich denke, diese Haltung beschränkt sich nicht aufs Einkaufen. Das ist vielmehr eine Lebenshaltung, und die kann man wählen oder eben nicht.
  • Tixi 09.04.2020 20:06
    Highlight Highlight In einem Lebenslauf wo man seine Ausbildung auflistet ist man immer der Meinung die Ausbildung wurde abgeschlossen und berechtigt so die Auflistung. Wenn ich eine Ausbildung mache und die nicht abschliesse darf ich das aufführen aber mit dem Vermerk ohne Abschlussprüfung.
  • Binnennomade 09.04.2020 19:36
    Highlight Highlight Ich muss sagen, die Kommentarspalte gibt mir zu denken. Liebe Leute, sich an einer Hochschule einschreiben kann jeder, das heisst noch lange nicht, dass man da auch etwas gelernt hat, oder nur schon anwesend war. Die Prüfung am Ende ist ja nicht zum Spass!
    Zur Lücke im Lebenslauf: nicht abgeschlossene Ausbildungen vermerkt man mit "ohne Abschluss" oder "abgebrochen". Ist ja keine Schande dabei.
    Und klar würde ein Unternehmen bei einer Bewerbung sehen, dass kein Diplom angehängt ist, aber soll ich jetzt bei jedem Politiker, der mir nen Flyer in den Briefkasten schmeisst, Diplome nachfordern?
    • Amateurschreiber 10.04.2020 11:20
      Highlight Highlight Umgekehrt gilt aber auch: Wer gute Noten und ein Diplom hat, muss nicht zwingend fähig(er) sein.
      Habe auch eine Ausbildung abgebrochen und bin beruflich trotzdem "weitergekommen" als einige meiner damaligen Kameraden mit Abschluss.
      Ausbildung ist schon wichtig. Abschlüsse auch. Aber noch wichtiger sind die persönlichen Fähigkeiten.
  • leu84 09.04.2020 19:28
    Highlight Highlight Na und? Was kümmert was vor 25 Jahren war. Manchmal gibt es Gründe, weshalb man eine Ausbildung nicht abschliesst oder nicht besteht. Wichtig ist, dass keine Angaben mit Zusätze wie Bachelor, Dipl, EFZ usw. angegeben werden, wenn keine Diplome vorhanden sind. Eine Karriere kann auch nicht immer perfekt planbar linear sein. Wenn manche alte Offiziere sich daran stören, dann tut es mir leid für die...
    • Binnennomade 10.04.2020 02:47
      Highlight Highlight Er führt die Wähler heute hinters Licht, nicht vor 25 Jahren. Er könnte ganz einfach "ohne Abschluss" dazuschreiben, dann hätte er auch keine Lücke im Lebenslauf.
      Ich finde diese Fixation auf Lücken im Lebenslauf auch stumpfsinnig. Dennoch: So wie es der Herr hingeschrieben hat, wollte er uns glauben lassen, er hätte da einen Abschluss gemacht, dabei wissen wir nicht, ob er da einfach nur eingeschrieben war, oder ob er da auch tatsächlich etwas gelernt hat.
    • RicoH 10.04.2020 10:16
      Highlight Highlight Binnennomade

      Ich hoffe doch sehr, dass die Wähler aufgrund der Leistungen (welche Werte werden vertreten) und nicht aufgrund von erworbenen Zertifikaten entscheiden.
    • Binnennomade 10.04.2020 14:10
      Highlight Highlight Ich hoffe, dass sie neben Leistungen auch Werte wie Integrität und Ehrlichkeit berücksichtigen.
  • Belzebuub 09.04.2020 17:49
    Highlight Highlight Ganz einfach, solange kein offizieller Titel aufgeführt ist (EFZ, Bachelor of Science, etc.) ist es egal. Was will man sonst haben, eine Lücke?
  • Hipster mit Leggins 09.04.2020 17:21
    Highlight Highlight Man sieht den CV nicht ganz. Aber er war unbestritten drei Jahre an der HWV St. Gallen (übrigens die beste Ausbildung aller Zeiten). Hat er unter Abschlüsse "eidg. Betriebsökonom HWV" und die Prüfung nicht bestanden, dann wäre es Beschiss...
    • Binnennomade 10.04.2020 02:51
      Highlight Highlight Unbestritten? Unbestritten ist höchstens, dass er da eingeschrieben war. Ich habe schon von Leuten gehört, die 7 Jahre an der UZH eingeschrieben waren, ohne je eine Vorlesung zu besuchen, weil sie so Anrecht auf vergünstigtes Wohnen hatten.
    • RicoH 10.04.2020 10:18
      Highlight Highlight Binnennomade

      "ich habe schon von Leuten gehört" ist nicht unbedingt eine Grundlage für eine vernünftige Diskussion.
    • Binnennomade 10.04.2020 10:32
      Highlight Highlight Da hast du Recht, ich präzisiere: Ich weiss von mehreren Leuten, dass sie nach Abschluss oder Abbruch noch ein paar Semester eingeschrieben blieben, um die Wohnung zu behalten. Die 7 Jahre waren ein Extrembeispiel. Ich habe die betreffende Dame an einer Party kennengelernt, wo sie mir gegenüber damit geprahlt hat, seit 7 Jahren so in einer Woko-Wohnung zu wohnen, ohne je studiert zu haben. Überprüfen kann ich das natürlich nicht. Ich habe der Dame aber erklärt, was ich von ihrem Vorgehen halte, und mir andere Gesprächspartner gesucht.
      Anyway, dass man sich einfach einschreiben kann, ist Fakt.
  • kaderschaufel 09.04.2020 16:58
    Highlight Highlight Ich glaube solche Halbwahrheiten gibt es in der Politik mehr als man denkt. Man tut halt alles auf den Lebenslauf, was irgendwie gut tönt.

    Ich habe schon von SVP-Nationalratskandidaten gehört, die angegeben haben, dass sie Bauer sind, ohne irgendeine Lehre gemacht zu haben. Das ist streng gesehen auch keine Täuschung, denn Bauer ist keine geschützte Berufsbezeichnung.
    • sowhat 09.04.2020 20:32
      Highlight Highlight Er hat die 3Jahre Jahre studiert. Das ist sehr wohl eine Ausbildung. Solange er nicht angibt abgeschlossen zu haben ist ihn mMn nichts vorzuwerfen.
  • Coffey 09.04.2020 16:53
    Highlight Highlight Eine Ausbildung ist auch ohne Abschluss eine Ausbildung. Solange er den entsprechenden Abschluss nicht aufführt, gibt es nichts zu beanstanden.
  • Bits_and_More 09.04.2020 16:44
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • Bitsundbites 09.04.2020 16:40
    Highlight Highlight Auch nicht Eidg. Ausbildungen kann man angeben solange er nicht behauptet er habe den Abschluss oder den Eidg. ist das ok. Zudem wird er ja kein Diplom beilegen können. Also: Wo ist das Problem. ?
  • Projektionsfläche 09.04.2020 16:36
    Highlight Highlight Es spielt doch keine Rolle, welcher Partei dieser Herr angehört oder welchen Werdegang er hatte. Und natürlich können und sollen auch Menschen ohne Abschluss auf Tertiärstufe in die Politik.

    Tatsache bleibt hier, dass er sehr bewusst verheimlichte, die HWV nicht bestanden zu haben. Und das macht in meinen Augen alle, die für ein politisches Amt kandidieren, unwählbar. Ich will von niemandem mit solchen Charakterschwächen regiert, vertreten oder gar gerichtet werden.
    • Projektionsfläche 09.04.2020 18:43
      Highlight Highlight Interessant. Würde sich bitte noch jemand von der Blitzbrigade vernehmen lassen? Ich wäre wirklich gespannt auf die Gegenargumente. Oder vielleicht auch nur dankbar um Beantwortung der Frage, ob es Euch egal ist, wenn sich ein Politiker ins Amt schwindelt.
    • Macke 09.04.2020 20:25
      Highlight Highlight Wenn du drei Jahre ein Studium machst, darfst du dies aufführen. Du darfst einfach nicht sagen, dass du den Abschluss hast. Ich finde es um einiges sinnvoller, diese drei Jahre anzugeben als "Sohn eines Bauern". Wenn du 3 Jahre in England gearbeitet hast, wirst du das spätestens bei den Sprachkenntnissen erwähnen, auch wenn du kein Sprachzertifikat hast.
    • sowhat 09.04.2020 20:40
      Highlight Highlight Hier ich grade eben geblitzt. Er hat nämlich nicht geschwindelt. Er hat eine Ausbildung da gemacht. Er hat nicht abgeschlossen, das hat er aber auch nicht behauptet. Man darf davon ausgehen, dass er in den 3 Jahren tatsächlich was gelernt hat.

      Und btw, ich habe mit der FdP rein gar nichts am Hut und symphatisch ist er mir auch nicht. Aber so sinnfreie Diskussionen wie in den USA und in D wg einer 25 Jahre alten Ausbildung mag ich nicht. Er ist jetzt lange genug in der Politik, dass man ihn an seinen Resultaten messen kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Henri Lapin 09.04.2020 16:29
    Highlight Highlight Prüfung nicht gemacht oder nicht bestanden?
    • sowhat 09.04.2020 20:41
      Highlight Highlight Nach 25 Jahren unwesentlich. Mann soll ihn an seiner politischen Arbeit der letzten 25 Jahre messen.
  • herrkern (1) 09.04.2020 16:28
    Highlight Highlight Alles OK - das sind ja volle drei Jahre. Es steht ja nicht unter "Abschlüsse".
  • Pafeld 09.04.2020 16:25
    Highlight Highlight Ein Freisinniger, der über eine Lücke im Lebenslauf stolpert? Ein bisschen Gerechtigkeit gibt es wohl doch noch im Leben.
  • BoomBap 09.04.2020 16:24
    Highlight Highlight Schon ziemlich gesucht diese Anschuldigungen. Ich bin eigentlich Grundsätzlich gegen die FDP und die SVP. Aber von den 3 Kandidaten ist für mich Tinner noch das kleinste Übel.

    Mein Grossvater wohnt im Wartau und Tinner war ihm immer ein Dorn im Auge. In einem Leserbrief im "W&O" hat er ihn mal kritisiert. Eines Tages hat es an der Haustüre geklingelt und Herr Tinner stand meinem Grossvater Red und Antwort. Das hat mich schon beeindruckt.

    War aber vielleicht auch einfach ein cleverer Schachzug, der mich um den Finger gewickelt hat.
  • Binnennomade 09.04.2020 16:21
    Highlight Highlight Ah cool, dann kann ich auch einen ETH-Abschluss in meinen Lebenslauf packen.. 😎
    • Binnennomade 09.04.2020 17:24
      Highlight Highlight Ist mir bewusst, merci, mein Beitrag war ironisch gemeint, da viele hier in der Kommentarspalte kein Problem darin zu sehen scheinen, sowas in den CV zu packen.
      In meinem CV ist meine Zeit an der ETH mit dem Vermerk "abgerochen" aufgeführt. Alles andere ist bewusste Irreführung, auch wenn es unter "Ausbildung", und nicht unter "Abschlüsse" aufgeführt ist.
    • huck 09.04.2020 18:30
      Highlight Highlight Natürlich ist Doktor ein geschützter Titel. (Und dass der MD "weniger wert ist" als ein richtiger PhD muss ich dir ja nicht sagen)
  • what's on? 09.04.2020 16:06
    Highlight Highlight Rufschädigend ist allenfalls das eigene Verhalten von Tinner. Sicher nicht der Hinweis auf einen Makel des Politikers.
  • Holunderblütensirup 09.04.2020 16:00
    Highlight Highlight Es sagt mehr über eine Person aus als jeder Wahlslogan. Unwählbar in meinen Augen. Ausserdem nur so am Rande ein FDPler welcher gegen die gleichen Rechte gleichgeschlechtlich Liebender ist. Bei mir persönlich sowieso ein No-go. Ich dachte ja immer die FDP sei transparent und fortschrittlich.
    • Bits_and_More 09.04.2020 16:17
      Highlight Highlight Die Mehrheit der FDP ist für die Ehe für Alle. Ausnahmen gibt es natürlich, wie bei fast jeder anderen Partei auch.
    • tömu 09.04.2020 16:20
      Highlight Highlight Sind sie mMn nicht, sondern einfach nur (neo)liberal. Was nicht zu Kohle gemacht werden kann, ist uninteressant, in diesem Sinne auch keine Zustimmung zu Deiner sehr wohl berechtigten Forderung für gleiche Rechte gleichgeschlechtlich Liebender. Und transparent wohl auch nicht, da würde ich sogar von der SVP mehr Transparenz erwarten.
    • Holunderblütensirup 09.04.2020 16:45
      Highlight Highlight @Bits_and_More Ja die gibt es bei der FDP und Beat Tinner ist nun mal einer davon. Und hier geht es ja um eine Personenwahl und nicht um eine Partei. Und klar ist es ja nur ein Thema am Rande, aber für mich eine Grundeinstellung. Ich wähle nur Menschen welche niemandem vorschreiben wie man zu Leben hat ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • P_hr 09.04.2020 15:13
    Highlight Highlight naja wenn man 3 Jahre studiert hat darf man dies schon auflisten, auch ohne Abschluss.

    Vielleicht hätte er dies nicht unter "Ausbildung" auflisten sollen.
    • Pafeld 09.04.2020 16:29
      Highlight Highlight Jein. Denn beim Studium, gerade in den Geisteswissenschaften, trennt oftmals erst bei den Abschlüssen, wer wirklich studiert hat und wer einfach nur für das Semester eingeschrieben war. Betriebswirtschaft kann man sich problemlos für drei Jahre lang einschreiben lassen, ohne das man ein einziges Modul absolviert.
  • mrgoku 09.04.2020 14:57
    Highlight Highlight steht ja nur "Ausbildung" dort und nicht "erfolgreich absolvierte Ausbildung" oder "Abschlüsse"

    :)
    • MarGo 09.04.2020 15:06
      Highlight Highlight eigentlich schon ja. Ich bekomme auch viele Lebensläufe, mit ähnlichem Inhalt. Wenn das Diplom fehlt, wird nachgefragt. Ist es wie bei Tinner, empfehlen wir jeweils "nicht abgeschlossen" dazuzuschreiben. Das ist nur fair.
      Bei einem Politiker allerdings wäre dies zumindest Pflicht.
    • MacB 09.04.2020 15:17
      Highlight Highlight Ich seh da jetzt auch kein Problem. Die Ausbildung hat er ja "genossen" aber halt kein DIplom dazu gemacht.
    • cheeky Badger 09.04.2020 15:24
      Highlight Highlight Bei einem CV gehört das doch auch rein. Wer lässt schon einfach eine Lücke von mehreren Jahren stehen, ohne Begründung.

      Bei Bewerbungen sieht man dann ja, dass kein Diplom beiliegt und somit kein Abschluss gemacht wurde.
    Weitere Antworten anzeigen
  • SörgeliVomChristophNörgeli 09.04.2020 14:56
    Highlight Highlight Die SVP sollte ganz ruhig sein: Remember Yvette Estermann mit ihrem "Doktortitel".

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