Schweiz
Liveticker

Kerzers FR: Postauto-Brand mit 6 Toten – was wir wissen und was nicht

1 / 14
Postauto-Brand in Kerzers FR

Am Mittwochmittag informierten die Behörden über den Postauto-Brand in Kerzers FR.

quelle: keystone / cyril zingaro
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Liveticker

«Geschätzter Kollege und Teil der Postauto-Familie»: CEO äussert sich zum Tod des Fahrers

Beim Brand eines Postautos sind am frühen Dienstagabend in Kerzers FR sechs Menschen ums Leben gekommen, fünf weitere wurden verletzt. Der Brand wurde laut Polizei absichtlich ausgelöst. Diese Informationen sind bekannt.
11.03.2026, 10:1312.03.2026, 08:05

Das Neuste im Liveticker

Schicke uns deinen Input
avatar
avatar
8:03
Postauto-CEO äussert sich
Stefan Regli, CEO von Postauto, äusserte sich am Donnerstagmorgen in einem LinkedIn-Beitrag. «Der tragische Brand in unserem Postauto in Kerzers am Dienstagabend hat uns zutiefst erschüttert», schreibt er. Unter den Todesopfern befindet sich auch der Postautofahrer – «ein geschätzter Kollege und Teil der PostAuto-Familie».

Regli spricht den Angehörigen sein tief empfundenes Beileid aus, auch im Namen der Konzernleitung, des Verwaltungsrats und aller Mitarbeitenden der Schweizerischen Post. «Unsere Gedanken sind bei der Familie, der wir in dieser schweren Zeit nahe stehen und unsere Unterstützung zusichern», schreibt der CEO.

Der «unfassbare Vorfall» habe nicht nur Menschenleben gefordert und Verletzte hinterlassen, sondern auch die «Organisation tief getroffen». (hkl)
21:35
Alle Opfer offiziell identifiziert, darunter 16-Jähriger
Einen Tag nach dem Brandanschlag auf einen Bus in Kerzers im Kanton Freiburg sind noch am Mittwoch alle Opfer identifiziert worden, darunter die sechs Toten wie auch die fünf Verletzten. Das gab die Kantonspolizei Freiburg bekannt. Auch der mutmassliche Täter ist tot.

Bei diesem handelt es sich laut dem Generalstaatsanwalt um einen sozial isolierten und psychisch instabilen Mann im Alter von 65 Jahren, einen Schweizer mit Wohnsitz im Kanton Bern, der sich – so der Ermittlungsstand – vorsätzlich selber angezündet hat.

Auch der Busfahrer kam bei dem Brand ums Leben, wie die Kantonspolizei Freiburg am Mittwochabend bekannt gab. Es handelt sich um einen 63-jährigen Mann portugiesischer Herkunft. Bei den weiteren Todesopfern handelt es sich um zwei Frauen im Alter von 25 und 39 Jahren sowie zwei Männer im Alter von 16 und 29 Jahren, alle Schweizer Staatsangehörige und in der Region wohnhaft.

Auch die Verletzten wurden identifiziert. Es handelt sich um zwei Männer im Alter von 34 und 61 Jahren sowie zwei Frauen im Alter von 27 und 56 Jahren, alle Schweizer Staatsangehörige, und einen 32-jährigen, kosovarischen Staatsangehörigen. Zwei Personen, die 56-jährige Frau und der 34-jährige Mann, befanden sich am Mittwochabend noch im Spital. Alle Opfer sind in der Region wohnhaft. (sda)
16:44
Hunderte Menschen in absoluter Stille bei Gedenkmoment
In Kerzers FR versammeln sich zunehmend Menschen für den Gedenkmoment für die Opfer.



Bundespräsident Guy Parmelin legt Blumen nieder. Auch Vertreter der Rettungskräfte legen Blumen nieder und erhalten Applaus.

15:17
26-jährige Energy-Moderatorin unter den Opfern
Bei dem Postauto-Brand in Kerzers ist eine Moderatorin von Radio Energy ums Leben gekommen. Dies verkündete der Radiosender am Mittwochnachmittag auf seinem Instagram-Kanal; zuvor hatte der Blick darüber berichtet. Dabei handelt es sich um die 26-jährige Lara Baumgartner, die unter anderem das Midday- und Wochenend-Programm moderierte.




Die Identität der anderen fünf Opfer ist der Öffentlichkeit weiterhin nicht bekannt. (cpf)
14:28
Die Pressekonferenz ist nun zu Ende
Nach der Fragerunde wurde die Pressekonferenz beendet.
14:27
Wie geht es den Verletzten?
Zwei der verletzten Personen seien bereits nach Hause gegangen, da sie nur leicht verletzt waren. Die anderen Verletzten bräuchten noch Pflege.
14:26
Gehört der Buschauffeur zu den Todesopfer?
Der Polizeikommandant sagt, zuerst würden die Familien informiert und erst dann würden Informationen über die Opfer veröffentlicht.
14:26
Warum hat sich das Feuer so schnell verbreitet?
Es sei viel Brennstoff und Sauerstoff vorhanden gewesen. Daher hätten sich die Flammen so schnell verbreitet, erklärt der kantonale Inspektor. Mehr sei noch nicht bekannt.
14:25
Wurden die Türen geöffnet?
Der Polizeikommandant bestätigt, dass die Türen aufgegangen sind. Ob durch die Explosion oder weil jemand den Knopf gedrückt habe, sei unklar.
14:23
Wie viele Personen waren im Bus?
Der Polizeikommandant verweist erneut darauf, dass sie die Videos aus dem Bus analysieren würden. «Wir kennen noch nicht alle Personen, die auf der Route ein- oder ausgestiegen sind.»

Die Personen im Bus seien zwischen 1961 und 2009 geboren. Der Täter sei etwa 60 Jahre alt.
14:22
Was weiss man zum Täter?
Die Person sei noch nicht formell identifiziert worden. «Er ist eher im Bereich der Medizin bekannt, als im Bereich der Strafverfolgung», heisst es. Der mutmassliche Täter wird erneut als «randständig» bezeichnet.
14:21
Gab es im Bus Videoüberwachung?
Man sei dabei, alle Videoaufnahmen der Kameras zu sammeln und zu analysieren. Nun versuche man Schritt für Schritt herauszufinden, was genau passiert sei.
14:20
Weiss man, weshalb die Opfer nicht aus dem Bus gekommen sind?
Der Polizeikommandat antwortet, dass die genauen Umstände noch nicht bekannt seien. «Ich kann diese Frage noch nicht beantworten. Wir untersuchen das und überprüfen die Informationen, die wir haben.»
14:19
Fragerunde beginnt
Journalistinnen und Journalisten dürfen nun Fragen stellen.
14:17
Psychologische Unterstützung für Angehörige
Die Angehörigen der Opfer und die Bevölkerung würden psychologische Unterstützung erhalten. Solche Ereignisse könnten teils dauerhafte psychische Auswirkungen haben.
14:13
Gemeinsamer Gedenkmoment um 16.45 Uhr
Christoph Wieland, Oberamtmann Seebezirk, sagt, dass ein gemeinsamer Moment des Gedenkens um 16.45 Uhr in Kerzers stattfinde. Alle Menschen seien dazu eingeladen.

Das Oberamt sei bereits gestern Abend vor Ort gewesen. Es gehe nun darum, der Bevölkerung Unterstützung und Betreuung in der Trauer zu geben.
14:13
Mann aus dem Kanton Bern habe sich selbst angezündet
Der Vertreter der Staatsanwaltschaft sagt, dass laut einem Zeugen ein Mann aus dem Kanton Bern in den Bus eingestiegen und sich selbst angezündet habe. Diese Person gehöre anscheinend zu den Todesopfern.

Der mutmassliche Täter wird beschrieben als eine Person, die am Rande der Gesellschaft gelebt habe. Er sei gestört gewesen. Die Polizei forsche auch in den sozialen Netzwerken, um mehr über das Motiv herauszufinden.
14:11
Polizeikommandant: «Gestern hat sich eine Tragödie ereignet»
Polizeikommandant Philippe Allain sagt: «Gestern hat sich eine Tragödie ereignet. Es war ein grosser Rettungseinsatz vonnöten.»
14:10
Opfer wurden identifiziert
Heute seien die Opfer identifiziert worden. Man wolle erst die Angehörigen informieren, bevor die Informationen über die Toten im Verlauf des Nachmittags öffentlich bekannt gegeben werden.
14:08
10 Ambulanzen im Einsatz
Manuela Spicher, Leiterin der Sanitätszentrale 144 Freiburg-Jura, berichtet, dass insgesamt 10 Ambulanzen im Einsatz gestanden seien, sowie ein Helikopter der Rega und weitere Mittel.

«Insgesamt wurden 5 Personen verletzt, davon 2 leicht. Die Rettungskette hat gut funktioniert. Danke an die internen und externen Rettungskräfte», sagt Spicher.
14:06
Täter war psychisch instabil
Die neuesten Erkenntnisse der Polizei:

- Die Polizei spricht von einer «vorsätzlichen Tat ohne ideologisches Motiv.»
- Der mutmassliche Täter hat alleine gehandelt.
- Der mutmassliche Täter war vermutlich Schweizer und im Kanton Bern wohnhaft.
- Der verstorbene mutmassliche Täter war psychisch instabil und galt als vermisst.
14:04
Dank für Einsatzkräfte
Staatsrat Romain Collaud dankt den Feuerwehrleuten, dem medizinischen Personal sowie weiteren Einsatzkräften.

Die Polizei habe jetzt sehr viel zu tun. Es gehe darum, die Opfer zu identifizieren und herauszufinden, was sich am Dienstagabend abgespielt hat.

« Es ist ein düsterer Tag für unseren Kanton», so Collaud.
14:02
Solidarität für Betroffene und Familien
Präsident des Staatsrats Philippe Demierre ergreift das Wort. Zunächst spricht er den Betroffenen sowie den Familienangehörigen Solidarität aus. «Wir alle hier sind zutiefst betroffen und wollen unser tiefes Mitgefühl den Familien und Angehörigen ausdrücken.»

Er bestätigt erneut, dass sechs Personen bei dem Postauto-Brand ums Leben gekommen sind und fünf Personen verletzt wurden.
13:59
Medienkonferenz beginnt
Die Behörden wollen nun eine Bilanz zur Lage ziehen.
13:49
In Kürze informieren die Behörden
Um 14 Uhr wollen die Behörden vor die Medien treten und die neuesten Erkenntnisse zum Brand in Kerzers präsentieren. Wir halten dich im Liveticker und im Livestream auf dem Laufenden.
avatar
Grosse Anteilnahme in Kerzers
von Yann Lengacher
Bei der Unfallstelle halten immer wieder Menschen inne, jung wie alt. Die Anteilnahme ist gross. Da ist etwa die Drogistin von gegenüber, die in der Mittagspause kurz Blumen niederlegt. Auch ein Techniker in Arbeitshosen hat sich spontan dazu entschieden, einen Rosenstrauss hinzulegen - um den Vorfall zu verarbeiten, wie er sagt.
avatar
Traueranlass am Nachmittag in Kerzers
von Kilian Marti
Gemäss dem Gemeindeschreiber findet um 17.00 Uhr vor Ort ein Gedenkanlass für die Opfer und Verletzten statt. Bereits jetzt liegen zahlreiche Blumensträusse beim Kondolenzzelt.

12:38
Mutmasslicher Täter den Behörden bekannt
Nach Angaben von RTS ist der mutmassliche Täter «den Behörden wegen psychischer Instabilität bekannt». Er wohnte im Kanton Bern. Weitere Angaben zur Person sind bisher nicht bekannt.
11:41
«Hier kennt man jeden um vier Ecken»
Augenzeugin Alessia ist gestern Abend am Brandort vorbeigejoggt. Sie habe sofort Freunde und Familie angerufen, um zu schauen, ob bei ihnen alles in Ordnung sei. Der Vorfall hinterlasse grosses Unverständnis.
10:54
Italienischer Aussenminister bekundet Beileid nach Postautobrand
Nach dem Postautobrand in Kerzers hat der italienische Aussenminister Antonio Tajani der Schweiz sein Beileid bekundet. Italien stehe der Schweiz nahe, schrieb Tajani in einer Nachricht auf dem sozialen Netzwerk X.



«In diesem Moment der Trauer sind meine Gedanken bei den Menschen, die ihr Leben verloren haben, und ihren Familien», schrieb Tajani weiter. Der Minister wünschte den Verletzten gute Genesung. Dem «befreundeten Schweizer Volk» versicherte er «die Zuneigung und Solidarität aller Italiener». (sda/ask)
10:42
Eine Person nach Postautoband in Kerzers aus Spital entlassen
Nach dem Brand eines Postautos in Kerzers konnte eine Person aus dem Spital entlassen worden. Der Terrorverdacht scheint vom Tisch zu sein. Die Freiburger Kantonspolizei geht jedoch von einer vorsätzlichen Tat aus.

«Wir verfolgen die Spur einer vorsätzlichen Tat, die Ermittlungen und Untersuchungen werden fortgesetzt, erklärte Martial Pugin am Mittwochmorgen im Westschweizer Radio RTS. «Derzeit gib es jedoch keine Hinweise auf einen terroristischen Akt», fügte er an.

Fragen zur Täterschaft sind weiterhin offen. Die Identifizierung der sechs Todesopfer läuft laut Pugin. Wie lange diese dauert, liess er gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA offen.

Bei dem Brand wurden auch vier Passagiere und ein Rettungssanitäter verletzt. Die Identität der Verletzten konnte am Dienstagabend geklärt werden. Genauere Angaben zu den Personen, etwa zu Alter oder Geschlecht, machte die Polizei nicht.

Drei der Verletzten wurden ins Spital eingeliefert, zwei davon mit schweren Verletzungen. Eine Person «konnte in der Nacht entlassen werden», wie Pugin ausführte.

Zwei weitere Personen waren noch am Dienstagabend vor Ort von Rettungssanitätern kontrolliert worden. Sie brauchten keine Spitalpflege. (sda)
Grosses Medieninteresse am Brand in Kerzers
Das mediale Interesse am Busfeuer ist gross. Vor Ort sind Medienschaffende aus der ganzen Schweiz, auch ein Team von RTL ist aus Deutschland angereist. Die Polizei ist mit zwei Personen präsent.
avatar
Augenzeugin erzählt: Plötzlich sah sie Rauch und Feuer
von Yann Lengacher
Beim Unfallort trifft watson eine Augenzeugin: Linda, die in der Nähe der Unfallstelle ein Spezialitätengeschäft für portugiesische Produkte betreibt. Sie habe plötzlich Rauch und Feuer gesehen. Die Polizei sei schnell eingetroffen und habe dann den Bereich um den Bus abgesperrt. «Ich machte mir zuerst wenig Sorgen, ehrlich gesagt. Ich dachte, die Leute sind sicher aus dem Bus entkommen», sagt sie auch. Heute ist aber die traurige Gewissheit, dass der Brand Menschenleben gefordert hat.
9:44
Gemeinde Kerzers betroffen über Postautobrand
Die Gemeindebehörden von Kerzers zeigten sich am Mittwochmorgen betroffen über den Postautobrand, bei dem am Dienstagabend sechs Personen Personen ums Leben kamen und fünf verletzt wurden.

Die Behörden bekundeten auf der Internetseite der Gemeinde ihr Betroffenheit mit den Familien und Angehörigen der Opfer. «Wir sind in Gedanken mit allen Personen, die vom Ereignis betroffen sind», heisst es in dem kurzen Statement. (sda)
avatar
Strasse wieder befahrbar, aber der Brand hat Spuren hinterlassen
von Yann Lengacher
Vom Postauto blieb nach dem Feuer nur das ausgebrannte Chassis zurück. Das haben die Einsatzkräfte mittlerweile weggeräumt, die Strasse ist wieder befahrbar. Doch der Vorfall hat Spuren hinterlassen. Auf dem Trottoir bei der Brandstelle bleibt ein schwarzer Fleck. Dort hat bereits jemand Blumen niedergelegt.
8:29
Parlament legt Schweigeminute ein
Der Nationalrat und der Ständerat haben am Mittwochmorgen vor ihren Debatten der Opfer des Brandes in einem Postauto in Kerzers FR gedacht. Die Ratsmitglieder erhoben sich für eine Schweigeminute.

«Mit grosser Bestürzung haben wir vom Brand eines Postautos in Kerzers im Kanton Freiburg erfahren. Dieses tragische Ereignis erschüttert nicht nur eine Region, einen Kanton, sondern weit darüber hinaus», sagte der Freiburger Nationalratspräsident Pierre-André Page (SVP).

«Im Namen des Nationalrats und in meinem eigenen Namen möchte ich den Familien und Angehörigen der Opfer unser Mitgefühl und unser aufrichtiges Beileid aussprechen und den Verletzten eine gute Genesung wünschen», fuhr Page fort. (leo/sda)
8:03
Keine Anhaltspunkte für Terrorismus
«Derzeit gibt es keine Anhaltspunkte für einen terroristischen Hintergrund», sagt Martial Pugin, Kommunikationschef der Kantonspolizei Freiburg, am Mittwoch in der Sendung «La Matinale» bei RTS. Die Ermittlungen dauerten jedoch noch an.
7:46
So sieht es am Morgen danach aus
Die Spuren des Brandes sind auch am Morgen nach der Katastrophe sichtbar.



Der Vorfall ereignete sich mitten in Kerzers.

7:40
Identifizierung der Toten nach Postauto-Brand dürfte länger dauern
Die Identifizierung der sechs Toten des Postauto-Brands in Kerzers FR wird nach Angaben der Polizei womöglich mehrere Tage in Anspruch nehmen. Die dazu notwendigen forensischen Arbeiten laufen, wie ein Sprecher der Kantonspolizei Freiburg sagte.

Wie lange die Identifizierung genau dauern wird, könne er nicht mit absoluter Sicherheit abschätzen, sagte Martial Pugin, Chef der Abteilung Kommunikation und Prävention der Kantonspolizei Freiburg, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am frühen Mittwochmorgen.

Bei dem Brand wurden zudem vier Passagiere und ein Rettungssanitäter verletzt. Ihre Identität war am Dienstagabend geklärt. Genauere Angaben, etwa zu Geschlecht und Alter der Personen, konnte Pugin am Mittwochmorgen nicht machen.

Die Freiburger Behörden werden am Mittwoch um 14 Uhr bei einer Pressekonferenz über die aktuelle Lage informieren. (sda)
3:49
Die wichtigsten aktuellen Informationen
Die wichtigsten Informationen, die aktuell zum tragischen Ereignis in Kerzers FR bekannt sind, findest du hier zusammengefasst:
3:44
Erneute Medienkonferenz am Mittwoch um 14 Uhr
Die Fribourger Behörden haben in der Nacht auf Mittwoch eine weitere Medienkonferenz zum schwerwiegenden Vorfall angekündigt. Diese findet am Mittwoch um 14 Uhr statt. Neben der Einsatzleitung der Kantonspolizei wird auch die politische Führung des Kantons Stellung nehmen, die Staatsräte Philippe Demierre (Präsident des Staatsrats) und Romain Collaud (Fribourger Sicherheitsdirektor) werden zugegen sein. Ebenfalls die Justiz in Person von Generalstaatsanwalt Raphaël Bourquin. (con)
1:39
Hast du Informationen zum Brand in Kerzers?
Warst du vor Ort in Kerzers, hast du den Brand des Postautos beobachtet oder hast du gesicherte Informationen zum Vorfall? Dann melde dich unter redaktion@watson.ch. Du kannst dich auch direkt via Whatsapp melden. Hinweise behandeln wir auf Wunsch vertraulich und anonym.
23:09
Bundespräsident Guy Parmelin zeigt sich bestürzt
Bundespräsident Guy Parmelin zeigte sich über den Vorfall bestürzt. Es mache ihn traurig, dass erneut Menschen in der Schweiz bei einem schweren Brand ums Leben gekommen sind, schrieb Parmelin - wohl in Gedenken an die Brandkatastrophe in Crans-Montana VS in der Silvesternacht - auf der Onlineplattform X.



Den Angehörigen der Verstorbene von Kerzers sprach der Bundespräsident sein Beileid aus. Seine Gedanken seien auch bei den Verletzten und den Rettungskräften. «Die Hintergründe werden geklärt», versprach Parmelin. (sda)
22:50
Genaue Anzahl Tote noch unbekannt
In der Medienmitteilung der Freiburger Kantonspolizei heisst es ausserdem, dass die genaue Anzahl der aufgefundenen Toten noch nicht bestätigt ist. Zuvor hatte die Polizei von sechs Toten gesprochen.
22:47
Schweizerische Post stellt Mitarbeitenden Care-Team zur Verfügung
Die Schweizerische Post hat sich am Dienstagabend in einer ersten Reaktion auf den Postauto-Brand in Kerzers FR betroffen von der tragischen Nachricht gezeigt.

«Unsere Gedanken sind bei den Verletzten und den Angehörigen der Verstorbenen», liess die Post auf Anfrage verlauten. Ein Care-Team stehe ab Mittwoch für Mitarbeitende zur Verfügung.

Die Post stehe in engem Kontakt mit der Kantonspolizei Freiburg, die für die Untersuchung des Vorfalls unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Freiburg zuständig sei. (sda)
22:46
Drei Verletzte im Spital
Drei der fünf Verletzten wurden mit verschiedenen Fahrzeugen ins Spital gebracht, schreibt die Kantonspolizei Freiburg in einer Medienmitteilung. Die anderen beiden Verletzen wurden vor Ort behandelt.
22:45
Verletzte Person im Universitätsspital Zürich
Die Rega transportierte eine verletzte Person mit dem Helikopter von Kerzers ins Universitätsspital Zürich. Das teilte BRK News mit.
22:32
Die Pressekonferenz ist vorbei
Es wurde eine Hotline zum Fall eingerichtet. Die Nummer lautet 0800 261 700.
22:27
Brand auf Strecke von Düdigen nach Kerzers ausgebrochen
Der Bus sei von Düdigen nach Kerzers unterwegs gewesen. Zur Anzahl der Passagiere konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Der Brand sei auf der Strecke ausgebrochen.
22:27
Drei der Verletzten in kritischem Zustand
Drei der Verletzten befinden sich laut Polizeiangaben in einem kritischen Zustand, einer wurde mit dem Helikopter ins Spital geflogen.
22:26
Verbleib des mutmasslichen Verursachers unklar
Die Polizei macht bislang keine Angabe darüber, ob die Person, die den Brand ausgelöst hat, noch am Leben ist.
22:22
Tote noch nicht identifiziert
Die Verletzten seien identifiziert worden. Die Identifikation der Toten stehe jedoch noch aus.
22:21
Polizei macht keine Angaben zu Terroranschlag
Es sei möglich, dass sich ein Mann im Bus selbst angezündet habe. Bestätigt wurde dies jedoch nicht. Zur Frage nach einem möglichen Terroranschlag heisst es: «Dazu können wir zum jetzigen Zeitpunkt der Ermittlungen noch nichts sagen.»
22:16
Eine Person am Vorfall beteiligt
Zwar seien die Ursachen noch unklar, doch es scheint, dass eine Person am Vorfall beteiligt war und den Brand gelöst haben könnte. Es solle sich um «eine freiwillige Handlung» handeln. «Wie das genau geschehen ist, können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen», so die Polizei.
22:14
Mindestens 6 Tote
Beim Brand eines Postautos im Zentrum von Kerzers FR sind am Dienstag sechs Menschen ums Leben gekommen. Weitere vier Passagiere und eine Person wurden bei der Intervention verletzt, wie die Kantonspolizei Freiburg am Dienstagabend vor den Medien erklärte. (sda)
22:08
Die Medienkonferenz beginnt
Die Kantonspolizei informiert jetzt die Medien – Kameras sind allerdings verboten.
21:50
Die Medienkonferenz verzögert sich
Eigentlich wollte die Freiburger Kantonspolizei um 21.30 Uhr informieren. Die Medienkonferenz verzögert sich allerdings. Laut SRF warten die Journalistinnen und Journalisten vor Ort noch auf Informationen.
Lass dir helfen!
Du glaubst, du kannst eine persönliche Krise nicht selbst bewältigen? Das musst du auch nicht. Lass dir helfen.
In der Schweiz gibt es zahlreiche Stellen, die rund um die Uhr für Menschen in suizidalen und depressiven Krisen da sind – vertraulich und kostenlos.

Die Dargebotene Hand: Tel 143, www.143.ch
Beratung + Hilfe 147 für Jugendliche: Tel 147, www.147.ch
Reden kann retten: www.reden-kann-retten.ch

Das ist passiert

Sechs Menschen kamen am späten Dienstagnachmittag im freiburgischen Kerzers beim Brand eines Postautos ums Leben, fünf weitere wurden teils schwer verletzt. Die Polizei geht davon aus, dass der Brand absichtlich verursacht wurde, wie sie an einer kurzfristig einberufenen Medienkonferenz am Dienstagabend mitteilte.

Die Medienkonferenz der Polizei findest du hier im Ticker zum Nachlesen.

Warst du in Kerzers?
Warst du vor Ort in Kerzers, hast du den Brand des Postautos beobachtet oder hast du gesicherte Informationen zum Vorfall? Dann melde dich unter redaktion@watson.ch. Hinweise behandeln wir auf Wunsch vertraulich und anonym. Du kannst dich auch direkt via Whatsapp melden. Den entsprechenden Button findest du direkt nachstehend.

Das ist zum Hergang bekannt

Laut der Freiburger Kantonspolizei war das Postauto von Düdingen nach Kerzers unterwegs gewesen, als der Alarm um 18.25 Uhr in der Zentrale einging.

Als die Rettungskräfte vor Ort eintrafen, ist das Fahrzeug den Angaben zufolge bereits vollständig in Flammen gestanden. Verletzte Passagiere seien aus dem brennenden Fahrzeug gerannt, so Frédéric Papaux, Sprecher der Freiburger Polizei. Im Inneren des Busses hätten die Einsatzkräfte verstorbene Personen vorgefunden.

Das Postauto brannte in der Folge komplett aus, wie Bilder vom Unglücksort zeigten. Die Murtenstrasse wurde zunächst komplett gesperrt, die Einsatzarbeiten dauerten die ganze Nacht durch an. Am frühen Mittwochmorgen wurde sie wieder für den Verkehr freigegeben, das Postauto-Wrack wurde zwischenzeitlich weggeräumt.

Das ist über die Opfer bekannt

Nebst den sechs bestätigten Todesopfern wurden vier Passagiere und ein Rettungssanitäter beim Brand verletzt. Drei der Verletzten befinden sich laut Polizeiangaben in einem kritischen Zustand, eine Person wurde mit dem Helikopter ins Spital geflogen. Zur gesamten Anzahl der Passagiere im Postauto konnte die Polizei noch keine Angaben machen.

Die Identität der Verletzten ist geklärt. Die Identifikation der Toten steht laut der Polizei noch aus, die notwendigen Arbeiten seien angelaufen. Wie die Freiburger Kantonspolizei am frühen Mittwochmorgen meldete, dürfte die Identifikation der Todesopfer länger dauern. Gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA rechnete ein Kapo-Sprecher mit möglicherweise mehreren Tagen.

Für die Angehörigen hat die Polizei eine Hotline eingerichtet unter der Nummer 0800 261 700.

Das wissen wir über die Brandursache

Wie genau der Brand verursacht wurde, ist noch nicht klar. Die Polizei hat aber bestätigt, dass das Feuer absichtlich ausgelöst wurde. Die Ermittlungen dazu laufen.

Das Newsportal 20 Minuten berichtete unter Berufung auf Aussagen in einem Video von Augenzeugen, dass sich eine Person mit Benzin überschüttet und dann angezündet habe. Polizeisprecher Papaux sprach hingegen an der Medienkonferenz zunächst von einer Person, die «mit einem Brandsatz hantiert» habe. Er betonte, dass die Untersuchungen zur genauen Ursache und einem Motiv laufen würden.

Die Polizei gehe den Meldungen, wonach sich eine Person mit Benzin übergossen und angezündet habe, nach, so eine Polizeisprecherin später gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Nichts dazu sagen wollte sie, ob es sich möglicherweise um einen Terroranschlag gehandelt habe.

Die Freiburger Behörden haben eine weitere Medienkonferenz mit Beteiligung der politischen Führung des Kantons und der Justiz für den Mittwoch um 14 Uhr angekündigt.

Die Reaktionen

Die Schweizerische Post hat sich am Dienstagabend in einer ersten Reaktion auf den Postauto-Brand in Kerzers FR betroffen von der tragischen Nachricht gezeigt. «Unsere Gedanken sind bei den Verletzten und den Angehörigen der Verstorbenen», liess die Post auf Anfrage verlauten. Ein Care-Team stehe ab Mittwoch für Mitarbeitende zur Verfügung.

Die Post stehe in engem Kontakt mit der Kantonspolizei Freiburg, die für die Untersuchung des Vorfalls unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Freiburg zuständig sei.

Auch Bundespräsident Guy Parmelin zeigte sich über den Vorfall bestürzt. Es mache ihn traurig, dass erneut Menschen in der Schweiz bei einem schweren Brand ums Leben gekommen sind, schrieb Parmelin – wohl in Gedenken an die verheerende Brandkatastrophe in Crans-Montana VS in der Silvesternacht – auf X.

Bundespraesident Guy Parmelin spricht an einer Medienkonferenz ueber die Botschaft zum Bundesgesetz ueber die Unterstuetzung der Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana und Entscheide ueber das we ...
Guy Parmelin kondoliert nach der Brandkatastrophe in Kerzers.Bild: keystone

Den Angehörigen der Verstorbenen von Kerzers sprach der Bundespräsident sein Beileid aus. Seine Gedanken seien auch bei den Verletzten und den Rettungskräften. «Die Hintergründe werden geklärt», versprach Parmelin.

Auch der Freibuger Staatsrat kondolierte. Er sprach in einer Mitteilung den Familien und Angehörigen sein tiefstes Beileid aus. Die Anteilnahme der Kantonsregierung richte sich auch an alle anderen Personen, die vom Brand betroffen sind. Zudem würdigte die Regierung das Engagement der Einsatzkräfte.

Der Postauto-CEO zeigt sich in einer Medienmitteilung betroffen. «Es ist eine schreckliche Tragödie, die gestern in Kerzers passiert ist. Alle Mitarbeitenden von PostAuto und der Post sind wie ich schockiert und betroffen.» Der Verwaltungsrat und die Konzernleitung sprechen den Opfern und Angehörigen ihr Beileid aus.

Diese Story wird laufend aktualisiert.

(con/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Postauto-Brand in Kerzers FR
1 / 14
Postauto-Brand in Kerzers FR

Am Mittwochmittag informierten die Behörden über den Postauto-Brand in Kerzers FR.

quelle: keystone / cyril zingaro
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Das könnte dich auch noch interessieren:
USA setzen Schweiz unter Druck: Zahlungsstopp beim Patriot-System ist wirkungslos
Das VBS hat die Zahlungen für Flugabwehrsysteme, die die Schweiz bei den USA bestellt hatte, letztes Jahr ausgesetzt. Nun zeigt sich: Der Zahlungsstopp ist wirkungslos.
Zur Story