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Postauto-Brand in Kerzers FR
Am Mittwochmittag informierten die Behörden über den Postauto-Brand in Kerzers FR.
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Liveticker
Beim Brand eines Postautos sind am frühen Dienstagabend in Kerzers FR sechs Menschen ums Leben gekommen, fünf weitere wurden verletzt. Der Brand wurde laut Polizei absichtlich ausgelöst. Diese Informationen sind bekannt.
11.03.2026, 10:1312.03.2026, 08:05
Das Neuste im Liveticker
Stefan Regli, CEO von Postauto, äusserte sich am Donnerstagmorgen in einem LinkedIn-Beitrag. «Der tragische Brand in unserem Postauto in Kerzers am Dienstagabend hat uns zutiefst erschüttert», schreibt er. Unter den Todesopfern befindet sich auch der Postautofahrer – «ein geschätzter Kollege und Teil der PostAuto-Familie».
Regli spricht den Angehörigen sein tief empfundenes Beileid aus, auch im Namen der Konzernleitung, des Verwaltungsrats und aller Mitarbeitenden der Schweizerischen Post. «Unsere Gedanken sind bei der Familie, der wir in dieser schweren Zeit nahe stehen und unsere Unterstützung zusichern», schreibt der CEO.
Der «unfassbare Vorfall» habe nicht nur Menschenleben gefordert und Verletzte hinterlassen, sondern auch die «Organisation tief getroffen». (hkl)
Einen Tag nach dem Brandanschlag auf einen Bus in Kerzers im Kanton Freiburg sind noch am Mittwoch alle Opfer identifiziert worden, darunter die sechs Toten wie auch die fünf Verletzten. Das gab die Kantonspolizei Freiburg bekannt. Auch der mutmassliche Täter ist tot.
Bei diesem handelt es sich laut dem Generalstaatsanwalt um einen sozial isolierten und psychisch instabilen Mann im Alter von 65 Jahren, einen Schweizer mit Wohnsitz im Kanton Bern, der sich – so der Ermittlungsstand – vorsätzlich selber angezündet hat.
Auch der Busfahrer kam bei dem Brand ums Leben, wie die Kantonspolizei Freiburg am Mittwochabend bekannt gab. Es handelt sich um einen 63-jährigen Mann portugiesischer Herkunft. Bei den weiteren Todesopfern handelt es sich um zwei Frauen im Alter von 25 und 39 Jahren sowie zwei Männer im Alter von 16 und 29 Jahren, alle Schweizer Staatsangehörige und in der Region wohnhaft.
Auch die Verletzten wurden identifiziert. Es handelt sich um zwei Männer im Alter von 34 und 61 Jahren sowie zwei Frauen im Alter von 27 und 56 Jahren, alle Schweizer Staatsangehörige, und einen 32-jährigen, kosovarischen Staatsangehörigen. Zwei Personen, die 56-jährige Frau und der 34-jährige Mann, befanden sich am Mittwochabend noch im Spital. Alle Opfer sind in der Region wohnhaft. (sda)
In Kerzers FR versammeln sich zunehmend Menschen für den Gedenkmoment für die Opfer.
Bundespräsident Guy Parmelin legt Blumen nieder. Auch Vertreter der Rettungskräfte legen Blumen nieder und erhalten Applaus.

Bei dem Postauto-Brand in Kerzers ist eine Moderatorin von Radio Energy ums Leben gekommen. Dies verkündete der Radiosender am Mittwochnachmittag auf seinem Instagram-Kanal; zuvor hatte der Blick darüber berichtet. Dabei handelt es sich um die 26-jährige Lara Baumgartner, die unter anderem das Midday- und Wochenend-Programm moderierte.
Die Identität der anderen fünf Opfer ist der Öffentlichkeit weiterhin nicht bekannt. (cpf)
Nach der Fragerunde wurde die Pressekonferenz beendet.
Zwei der verletzten Personen seien bereits nach Hause gegangen, da sie nur leicht verletzt waren. Die anderen Verletzten bräuchten noch Pflege.
Der Polizeikommandant sagt, zuerst würden die Familien informiert und erst dann würden Informationen über die Opfer veröffentlicht.
Es sei viel Brennstoff und Sauerstoff vorhanden gewesen. Daher hätten sich die Flammen so schnell verbreitet, erklärt der kantonale Inspektor. Mehr sei noch nicht bekannt.
Der Polizeikommandant bestätigt, dass die Türen aufgegangen sind. Ob durch die Explosion oder weil jemand den Knopf gedrückt habe, sei unklar.

Der Polizeikommandant verweist erneut darauf, dass sie die Videos aus dem Bus analysieren würden. «Wir kennen noch nicht alle Personen, die auf der Route ein- oder ausgestiegen sind.»
Die Personen im Bus seien zwischen 1961 und 2009 geboren. Der Täter sei etwa 60 Jahre alt.
Die Person sei noch nicht formell identifiziert worden. «Er ist eher im Bereich der Medizin bekannt, als im Bereich der Strafverfolgung», heisst es. Der mutmassliche Täter wird erneut als «randständig» bezeichnet.
Man sei dabei, alle Videoaufnahmen der Kameras zu sammeln und zu analysieren. Nun versuche man Schritt für Schritt herauszufinden, was genau passiert sei.
Der Polizeikommandat antwortet, dass die genauen Umstände noch nicht bekannt seien. «Ich kann diese Frage noch nicht beantworten. Wir untersuchen das und überprüfen die Informationen, die wir haben.»
Journalistinnen und Journalisten dürfen nun Fragen stellen.
Die Angehörigen der Opfer und die Bevölkerung würden psychologische Unterstützung erhalten. Solche Ereignisse könnten teils dauerhafte psychische Auswirkungen haben.
Christoph Wieland, Oberamtmann Seebezirk, sagt, dass ein gemeinsamer Moment des Gedenkens um 16.45 Uhr in Kerzers stattfinde. Alle Menschen seien dazu eingeladen.
Das Oberamt sei bereits gestern Abend vor Ort gewesen. Es gehe nun darum, der Bevölkerung Unterstützung und Betreuung in der Trauer zu geben.
Der Vertreter der Staatsanwaltschaft sagt, dass laut einem Zeugen ein Mann aus dem Kanton Bern in den Bus eingestiegen und sich selbst angezündet habe. Diese Person gehöre anscheinend zu den Todesopfern.
Der mutmassliche Täter wird beschrieben als eine Person, die am Rande der Gesellschaft gelebt habe. Er sei gestört gewesen. Die Polizei forsche auch in den sozialen Netzwerken, um mehr über das Motiv herauszufinden.
Polizeikommandant Philippe Allain sagt: «Gestern hat sich eine Tragödie ereignet. Es war ein grosser Rettungseinsatz vonnöten.»
Heute seien die Opfer identifiziert worden. Man wolle erst die Angehörigen informieren, bevor die Informationen über die Toten im Verlauf des Nachmittags öffentlich bekannt gegeben werden.
Manuela Spicher, Leiterin der Sanitätszentrale 144 Freiburg-Jura, berichtet, dass insgesamt 10 Ambulanzen im Einsatz gestanden seien, sowie ein Helikopter der Rega und weitere Mittel.
«Insgesamt wurden 5 Personen verletzt, davon 2 leicht. Die Rettungskette hat gut funktioniert. Danke an die internen und externen Rettungskräfte», sagt Spicher.
Die neuesten Erkenntnisse der Polizei:
- Die Polizei spricht von einer «vorsätzlichen Tat ohne ideologisches Motiv.»
- Der mutmassliche Täter hat alleine gehandelt.
- Der mutmassliche Täter war vermutlich Schweizer und im Kanton Bern wohnhaft.
- Der verstorbene mutmassliche Täter war psychisch instabil und galt als vermisst.
Staatsrat Romain Collaud dankt den Feuerwehrleuten, dem medizinischen Personal sowie weiteren Einsatzkräften.
Die Polizei habe jetzt sehr viel zu tun. Es gehe darum, die Opfer zu identifizieren und herauszufinden, was sich am Dienstagabend abgespielt hat.
« Es ist ein düsterer Tag für unseren Kanton», so Collaud.
Präsident des Staatsrats Philippe Demierre ergreift das Wort. Zunächst spricht er den Betroffenen sowie den Familienangehörigen Solidarität aus. «Wir alle hier sind zutiefst betroffen und wollen unser tiefes Mitgefühl den Familien und Angehörigen ausdrücken.»
Er bestätigt erneut, dass sechs Personen bei dem Postauto-Brand ums Leben gekommen sind und fünf Personen verletzt wurden.
Die Behörden wollen nun eine Bilanz zur Lage ziehen.
Um 14 Uhr wollen die Behörden vor die Medien treten und die neuesten Erkenntnisse zum Brand in Kerzers präsentieren. Wir halten dich im Liveticker und im Livestream auf dem Laufenden.
Nach Angaben von RTS ist der mutmassliche Täter «den Behörden wegen psychischer Instabilität bekannt». Er wohnte im Kanton Bern. Weitere Angaben zur Person sind bisher nicht bekannt.
Augenzeugin Alessia ist gestern Abend am Brandort vorbeigejoggt. Sie habe sofort Freunde und Familie angerufen, um zu schauen, ob bei ihnen alles in Ordnung sei. Der Vorfall hinterlasse grosses Unverständnis.
Nach dem Postautobrand in Kerzers hat der italienische Aussenminister Antonio Tajani der Schweiz sein Beileid bekundet. Italien stehe der Schweiz nahe, schrieb Tajani in einer Nachricht auf dem sozialen Netzwerk X.
«In diesem Moment der Trauer sind meine Gedanken bei den Menschen, die ihr Leben verloren haben, und ihren Familien», schrieb Tajani weiter. Der Minister wünschte den Verletzten gute Genesung. Dem «befreundeten Schweizer Volk» versicherte er «die Zuneigung und Solidarität aller Italiener». (sda/ask)
Nach dem Brand eines Postautos in Kerzers konnte eine Person aus dem Spital entlassen worden. Der Terrorverdacht scheint vom Tisch zu sein. Die Freiburger Kantonspolizei geht jedoch von einer vorsätzlichen Tat aus.
«Wir verfolgen die Spur einer vorsätzlichen Tat, die Ermittlungen und Untersuchungen werden fortgesetzt, erklärte Martial Pugin am Mittwochmorgen im Westschweizer Radio RTS. «Derzeit gib es jedoch keine Hinweise auf einen terroristischen Akt», fügte er an.
Fragen zur Täterschaft sind weiterhin offen. Die Identifizierung der sechs Todesopfer läuft laut Pugin. Wie lange diese dauert, liess er gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA offen.
Bei dem Brand wurden auch vier Passagiere und ein Rettungssanitäter verletzt. Die Identität der Verletzten konnte am Dienstagabend geklärt werden. Genauere Angaben zu den Personen, etwa zu Alter oder Geschlecht, machte die Polizei nicht.
Drei der Verletzten wurden ins Spital eingeliefert, zwei davon mit schweren Verletzungen. Eine Person «konnte in der Nacht entlassen werden», wie Pugin ausführte.
Zwei weitere Personen waren noch am Dienstagabend vor Ort von Rettungssanitätern kontrolliert worden. Sie brauchten keine Spitalpflege. (sda)
Die Gemeindebehörden von Kerzers zeigten sich am Mittwochmorgen betroffen über den Postautobrand, bei dem am Dienstagabend sechs Personen Personen ums Leben kamen und fünf verletzt wurden.
Die Behörden bekundeten auf der Internetseite der Gemeinde ihr Betroffenheit mit den Familien und Angehörigen der Opfer. «Wir sind in Gedanken mit allen Personen, die vom Ereignis betroffen sind», heisst es in dem kurzen Statement. (sda)
Der Nationalrat und der Ständerat haben am Mittwochmorgen vor ihren Debatten der Opfer des Brandes in einem Postauto in Kerzers FR gedacht. Die Ratsmitglieder erhoben sich für eine Schweigeminute.
«Mit grosser Bestürzung haben wir vom Brand eines Postautos in Kerzers im Kanton Freiburg erfahren. Dieses tragische Ereignis erschüttert nicht nur eine Region, einen Kanton, sondern weit darüber hinaus», sagte der Freiburger Nationalratspräsident Pierre-André Page (SVP).
«Im Namen des Nationalrats und in meinem eigenen Namen möchte ich den Familien und Angehörigen der Opfer unser Mitgefühl und unser aufrichtiges Beileid aussprechen und den Verletzten eine gute Genesung wünschen», fuhr Page fort. (leo/sda)
«Derzeit gibt es keine Anhaltspunkte für einen terroristischen Hintergrund», sagt Martial Pugin, Kommunikationschef der Kantonspolizei Freiburg, am Mittwoch in der Sendung «La Matinale» bei RTS. Die Ermittlungen dauerten jedoch noch an.
Die Spuren des Brandes sind auch am Morgen nach der Katastrophe sichtbar.
Der Vorfall ereignete sich mitten in Kerzers.

Die Identifizierung der sechs Toten des Postauto-Brands in Kerzers FR wird nach Angaben der Polizei womöglich mehrere Tage in Anspruch nehmen. Die dazu notwendigen forensischen Arbeiten laufen, wie ein Sprecher der Kantonspolizei Freiburg sagte.
Wie lange die Identifizierung genau dauern wird, könne er nicht mit absoluter Sicherheit abschätzen, sagte Martial Pugin, Chef der Abteilung Kommunikation und Prävention der Kantonspolizei Freiburg, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am frühen Mittwochmorgen.
Bei dem Brand wurden zudem vier Passagiere und ein Rettungssanitäter verletzt. Ihre Identität war am Dienstagabend geklärt. Genauere Angaben, etwa zu Geschlecht und Alter der Personen, konnte Pugin am Mittwochmorgen nicht machen.
Die Freiburger Behörden werden am Mittwoch um 14 Uhr bei einer Pressekonferenz über die aktuelle Lage informieren. (sda)
Die wichtigsten Informationen, die aktuell zum tragischen Ereignis in Kerzers FR bekannt sind, findest du hier zusammengefasst:
Die Fribourger Behörden haben in der Nacht auf Mittwoch eine weitere Medienkonferenz zum schwerwiegenden Vorfall angekündigt. Diese findet am Mittwoch um 14 Uhr statt. Neben der Einsatzleitung der Kantonspolizei wird auch die politische Führung des Kantons Stellung nehmen, die Staatsräte Philippe Demierre (Präsident des Staatsrats) und Romain Collaud (Fribourger Sicherheitsdirektor) werden zugegen sein. Ebenfalls die Justiz in Person von Generalstaatsanwalt Raphaël Bourquin. (con)
Warst du vor Ort in Kerzers, hast du den Brand des Postautos beobachtet oder hast du gesicherte Informationen zum Vorfall? Dann melde dich unter redaktion@watson.ch. Du kannst dich auch direkt via
Whatsapp melden. Hinweise behandeln wir auf Wunsch vertraulich und anonym.
Bundespräsident Guy Parmelin zeigte sich über den Vorfall bestürzt. Es mache ihn traurig, dass erneut Menschen in der Schweiz bei einem schweren Brand ums Leben gekommen sind, schrieb Parmelin - wohl in Gedenken an die Brandkatastrophe in Crans-Montana VS in der Silvesternacht - auf der Onlineplattform X.
Den Angehörigen der Verstorbene von Kerzers sprach der Bundespräsident sein Beileid aus. Seine Gedanken seien auch bei den Verletzten und den Rettungskräften. «Die Hintergründe werden geklärt», versprach Parmelin. (sda)
In der Medienmitteilung der Freiburger Kantonspolizei heisst es ausserdem, dass die genaue Anzahl der aufgefundenen Toten noch nicht bestätigt ist. Zuvor hatte die Polizei von sechs Toten gesprochen.
Die Schweizerische Post hat sich am Dienstagabend in einer ersten Reaktion auf den Postauto-Brand in Kerzers FR betroffen von der tragischen Nachricht gezeigt.
«Unsere Gedanken sind bei den Verletzten und den Angehörigen der Verstorbenen», liess die Post auf Anfrage verlauten. Ein Care-Team stehe ab Mittwoch für Mitarbeitende zur Verfügung.
Die Post stehe in engem Kontakt mit der Kantonspolizei Freiburg, die für die Untersuchung des Vorfalls unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Freiburg zuständig sei. (sda)
Drei der fünf Verletzten wurden mit verschiedenen Fahrzeugen ins Spital gebracht, schreibt die Kantonspolizei Freiburg in einer Medienmitteilung. Die anderen beiden Verletzen wurden vor Ort behandelt.
Die Rega transportierte eine verletzte Person mit dem Helikopter von Kerzers ins Universitätsspital Zürich. Das teilte BRK News mit.
Es wurde eine Hotline zum Fall eingerichtet. Die Nummer lautet 0800 261 700.
Der Bus sei von Düdigen nach Kerzers unterwegs gewesen. Zur Anzahl der Passagiere konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Der Brand sei auf der Strecke ausgebrochen.
Drei der Verletzten befinden sich laut Polizeiangaben in einem kritischen Zustand, einer wurde mit dem Helikopter ins Spital geflogen.
Die Polizei macht bislang keine Angabe darüber, ob die Person, die den Brand ausgelöst hat, noch am Leben ist.
Die Verletzten seien identifiziert worden. Die Identifikation der Toten stehe jedoch noch aus.
Es sei möglich, dass sich ein Mann im Bus selbst angezündet habe. Bestätigt wurde dies jedoch nicht. Zur Frage nach einem möglichen Terroranschlag heisst es: «Dazu können wir zum jetzigen Zeitpunkt der Ermittlungen noch nichts sagen.»
Zwar seien die Ursachen noch unklar, doch es scheint, dass eine Person am Vorfall beteiligt war und den Brand gelöst haben könnte. Es solle sich um «eine freiwillige Handlung» handeln. «Wie das genau geschehen ist, können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen», so die Polizei.
Beim Brand eines Postautos im Zentrum von Kerzers FR sind am Dienstag sechs Menschen ums Leben gekommen. Weitere vier Passagiere und eine Person wurden bei der Intervention verletzt, wie die Kantonspolizei Freiburg am Dienstagabend vor den Medien erklärte. (sda)
Die Kantonspolizei informiert jetzt die Medien – Kameras sind allerdings verboten.
Eigentlich wollte die Freiburger Kantonspolizei um 21.30 Uhr informieren. Die Medienkonferenz verzögert sich allerdings. Laut SRF warten die Journalistinnen und Journalisten vor Ort noch auf Informationen.
Lass dir helfen!
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–
Die Dargebotene Hand: Tel 143,
www.143.ch
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Beratung + Hilfe 147 für Jugendliche: Tel 147,
www.147.ch
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Reden kann retten: www.reden-kann-retten.ch
Das ist passiert
Sechs Menschen kamen am späten Dienstagnachmittag im freiburgischen Kerzers beim Brand eines Postautos ums Leben, fünf weitere wurden teils schwer verletzt. Die Polizei geht davon aus, dass der Brand absichtlich verursacht wurde, wie sie an einer kurzfristig einberufenen Medienkonferenz am Dienstagabend mitteilte.
Die Medienkonferenz der Polizei findest du hier im Ticker zum Nachlesen.
Warst du in Kerzers?
Warst du vor Ort in Kerzers, hast du den Brand des Postautos beobachtet oder hast du gesicherte Informationen zum Vorfall? Dann melde dich unter redaktion@watson.ch. Hinweise behandeln wir auf Wunsch vertraulich und anonym. Du kannst dich auch direkt via Whatsapp melden. Den entsprechenden Button findest du direkt nachstehend.
Das ist zum Hergang bekannt
Laut der Freiburger Kantonspolizei war das Postauto von Düdingen nach Kerzers unterwegs gewesen, als der Alarm um 18.25 Uhr in der Zentrale einging.
Als die Rettungskräfte vor Ort eintrafen, ist das Fahrzeug den Angaben zufolge bereits vollständig in Flammen gestanden. Verletzte Passagiere seien aus dem brennenden Fahrzeug gerannt, so Frédéric Papaux, Sprecher der Freiburger Polizei. Im Inneren des Busses hätten die Einsatzkräfte verstorbene Personen vorgefunden.
Das Postauto brannte in der Folge komplett aus, wie Bilder vom Unglücksort zeigten. Die Murtenstrasse wurde zunächst komplett gesperrt, die Einsatzarbeiten dauerten die ganze Nacht durch an. Am frühen Mittwochmorgen wurde sie wieder für den Verkehr freigegeben, das Postauto-Wrack wurde zwischenzeitlich weggeräumt.
Das ist über die Opfer bekannt
Nebst den sechs bestätigten Todesopfern wurden vier Passagiere und ein Rettungssanitäter beim Brand verletzt. Drei der Verletzten befinden sich laut Polizeiangaben in einem kritischen Zustand, eine Person wurde mit dem Helikopter ins Spital geflogen. Zur gesamten Anzahl der Passagiere im Postauto konnte die Polizei noch keine Angaben machen.
Die Identität der Verletzten ist geklärt. Die Identifikation der Toten steht laut der Polizei noch aus, die notwendigen Arbeiten seien angelaufen. Wie die Freiburger Kantonspolizei am frühen Mittwochmorgen meldete, dürfte die Identifikation der Todesopfer länger dauern. Gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA rechnete ein Kapo-Sprecher mit möglicherweise mehreren Tagen.
Für die Angehörigen hat die Polizei eine Hotline eingerichtet unter der Nummer 0800 261 700.
Das wissen wir über die Brandursache
Wie genau der Brand verursacht wurde, ist noch nicht klar. Die Polizei hat aber bestätigt, dass das Feuer absichtlich ausgelöst wurde. Die Ermittlungen dazu laufen.
Das Newsportal 20 Minuten berichtete unter Berufung auf Aussagen in einem Video von Augenzeugen, dass sich eine Person mit Benzin überschüttet und dann angezündet habe. Polizeisprecher Papaux sprach hingegen an der Medienkonferenz zunächst von einer Person, die «mit einem Brandsatz hantiert» habe. Er betonte, dass die Untersuchungen zur genauen Ursache und einem Motiv laufen würden.
Die Polizei gehe den Meldungen, wonach sich eine Person mit Benzin übergossen und angezündet habe, nach, so eine Polizeisprecherin später gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Nichts dazu sagen wollte sie, ob es sich möglicherweise um einen Terroranschlag gehandelt habe.
Die Freiburger Behörden haben eine weitere Medienkonferenz mit Beteiligung der politischen Führung des Kantons und der Justiz für den Mittwoch um 14 Uhr angekündigt.
Die Reaktionen
Die Schweizerische Post hat sich am Dienstagabend in einer ersten Reaktion auf den Postauto-Brand in Kerzers FR betroffen von der tragischen Nachricht gezeigt. «Unsere Gedanken sind bei den Verletzten und den Angehörigen der Verstorbenen», liess die Post auf Anfrage verlauten. Ein Care-Team stehe ab Mittwoch für Mitarbeitende zur Verfügung.
Die Post stehe in engem Kontakt mit der Kantonspolizei Freiburg, die für die Untersuchung des Vorfalls unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Freiburg zuständig sei.
Auch Bundespräsident Guy Parmelin zeigte sich über den Vorfall bestürzt. Es mache ihn traurig, dass erneut Menschen in der Schweiz bei einem schweren Brand ums Leben gekommen sind, schrieb Parmelin – wohl in Gedenken an die verheerende Brandkatastrophe in Crans-Montana VS in der Silvesternacht – auf X.

Guy Parmelin kondoliert nach der Brandkatastrophe in Kerzers.Bild: keystone
Den Angehörigen der Verstorbenen von Kerzers sprach der Bundespräsident sein Beileid aus. Seine Gedanken seien auch bei den Verletzten und den Rettungskräften. «Die Hintergründe werden geklärt», versprach Parmelin.
Auch der Freibuger Staatsrat kondolierte. Er sprach in einer Mitteilung den Familien und Angehörigen sein tiefstes Beileid aus. Die Anteilnahme der Kantonsregierung richte sich auch an alle anderen Personen, die vom Brand betroffen sind. Zudem würdigte die Regierung das Engagement der Einsatzkräfte.
Der Postauto-CEO zeigt sich in einer Medienmitteilung betroffen. «Es ist eine schreckliche Tragödie, die gestern in Kerzers passiert ist. Alle Mitarbeitenden von PostAuto und der Post sind wie ich schockiert und betroffen.» Der Verwaltungsrat und die Konzernleitung sprechen den Opfern und Angehörigen ihr Beileid aus.
Diese Story wird laufend aktualisiert.
(con/sda/dpa)