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3000 Fische tot in der Saane bei Freiburg gefunden

3000 Fische tot in der Saane bei Freiburg gefunden

26.05.2023, 19:4626.05.2023, 19:46

Etwa 3000 Fische wurden zwischen Donnerstag und Freitag in der Saane in der Nähe der Bernbrücke in der Freiburger Unterstadt tot aufgefunden. Sie strandeten, als der Wasserstand des Flusses wegen der Verringerung der Turbinierung im Wasserkraftwerk Ölberg sank.

Chub (Squalius / Leuciscus cephalus) on spawning ground, Tr
Fische in der Saane. Bild: www.imago-images.de

Bei den betroffenen Fischen handelt es sich um Lauben, kleine Fische, die ruhiges Wasser im Kies am Flussufer suchen, um zu laichen, wie das kantonale Amt für Wald und Natur (WNA) und der Energieversorger Groupe E, der Eigentümer des Kraftwerks, am Freitag mitteilten.

Die männlichen Fische hätten während der Befruchtung der Eier, welche die Weibchen auf den Kiesbänken abgelegt haben, ihren Fluchtinstinkt verloren, als der Wasserstand sank. So seien sie auf den Kiesbänken gestrandet.

Der gleiche Vorfall ereignete sich bereits 2017 und 2020. Aus dieser Erfahrung habe Groupe E das Einsatzprogramm der Turbinen rasch anpassen können, sagte Sébastien Lauper, Technischer Sachbearbeiter beim WNA, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage, und so weiteres Fischsterben verhindern. Im Jahr 2017 war die Ursache noch nicht bekannt. Damals starben etwa 17'000 Fische. (sda)

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12 Kommentare
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Dieser Satz hätte wirklich nicht sein müssen
Donald Trump erniedrigt in seiner Rede die Schweiz und deren Regierung. Trotzdem lobt Bundespräsident Guy Parmelin den US-Präsidenten.
«Ich hätte einen Haufen Knieschoner mitbringen sollen für die ganzen Staatenlenker», sagte Gavin Newsom Anfang der WEF-Woche. Der kalifornische Gouverneur spielte damit auf die Europäer an, welche lieber auf den Knien bei US-Präsident Donald Trump betteln, anstatt Widerstand zu leisten.
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