Schweiz
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Polizisten riegeln den Bundesplatz ab, vor dem Fussball Cupfinal-Spiel zwischen dem FC Basel und dem FC Zuerich, am Montag, 21. April 2014, in Bern. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Police bar the Bundesplatz square prior to the Swiss Cup final soccer match between FC Basel and FC Zurich at the Stade de Suisse stadium in Bern, Switzerland, Monday, April 21, 2014. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Grossaufgebot der Polizei in der Berner Innenstadt. Bild: KEYSTONE

Cupfinal-Ausschreitungen

41 Cup-Randalierer im Visier der Justiz – das wird ihnen vorgeworfen

Die Berner Kantonspolizei hat ihre Ermittlungen zu den Sachbeschädigungen und Auseinandersetzungen rund um den diesjährigen Cupfinal abgeschlossen. Sie beschuldigt 41 Personen, Straftaten begangen zu haben. Fünf davon sind minderjährig.



Die Berner Kantonspolizei wirft den 41 Personen unter anderem Landfriedensbruch, Gewalt und Drohung gegen Beamte, Sachbeschädigung, Widerhandlung gegen das Vermummungsverbot und gegen das Sprengstoffgesetz vor. Das teilten sie und die zuständigen Strafverfolgungsbehörden am Mittwoch mit.

Auch Störung des öffentlichen Verkehrs und des Eisenbahnverkehrs sowie Hinderung einer Amtshandlung wird einem Teil der 41 Personen zur Last gelegt.

Die Anzeigen gegen volljährige Beschuldigte gehen an die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland, jene gegen Jugendliche an die kantonale Jugendanwaltschaft. Gegen 34 Personen wird überdies ein Rayonverbot ausgesprochen.

Der Fanmarsch der FCZ-Fans durch die Berner Altstadt, vor dem Cupfinal zwischen dem FC Basel und dem FC Zuerich, am Ostermontag, 21. April 2014 in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Fans of FC Zurich march through the streets of Bern, prior to the Swiss Cup final soccer match between FC Basel and FC Zurich at the Stade de Suisse stadium in Bern, Switzerland, Monday, April 21, 2014. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Fanmarsch von FCZ-Anhängern durch die Berner Innenstadt im Vorfeld des Cupfinals. Bild: KEYSTONE

140'000 Franken Sachschaden

45 Personen nahm die Berner Kantonspolizei am Ostermontag fest. Damals trafen im Stade de Suisse der FC Basel und der FC Zürich aufeinander. Zu Sachbeschädigungen kam es nach Angaben der Kantonspolizei Bern «entlang der durch die Anhänger des FC Zürich beschrittenen Fanroute», rund um das Stade de Suisse, im Bahnhof Bern und in den Fanzügen.

Nachdem die Fans beim Stade de Suisse angekommen waren, kam es dort zu Scharmützeln zwischen den beiden Fangruppen. Die Polizei beendete diese, indem sie mit Gummischrot einschritt. Der Abmarsch der Fans verlief dann ohne Probleme.

Nach den Ausschreitungen erhielt die Berner Kantonspolizei 25 Anzeigen wegen Sachbeschädigungen. Die 43 Geschädigten machten Schäden von insgesamt rund 140'000 Franken geltend.

Polizisten riegeln den Bundesplatz ab, vor dem Fussball Cupfinal-Spiel zwischen dem FC Basel und dem FC Zuerich, am Montag, 21. April 2014, in Bern. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Police bar the Bundesplatz square in front of the House of Parliament, prior to the Swiss Cup final soccer match between FC Basel and FC Zurich at the Stade de Suisse stadium in Bern, Switzerland, Monday, April 21, 2014. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Rund 45 Personen nahm die Polizei am Ostermontag fest. Bild: KEYSTONE

Viele Diskussionen

Der Cupfinal 2014 hatte schon vor der Austragung für viel Gesprächsstoff gesorgt. Es ging um die Frage, ob die Stadt Bern die angekündigten Fanmärsche tolerieren sollte oder nicht. Das Berner Stimmvolk hatte zuvor der Verschärfung des Hooligan-Konkordats zugestimmt, das es den Behörden erlaubt, Hochrisikospiele mit Auflagen zu versehen.

Nach den Gewaltakten rund um das Fussballspiel kam es zu Verstimmungen zwischen der Stadt Bern und dem Schweizerischen Fussballverband (SFV). Der SFV sicherte schliesslich der Stadt Bern im Mai einen Beitrag von 200'000 Franken an die Sicherheitskosten des Cupfinals zu. (wst/sda)

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